In der ganzen Stadt wehen rotblaue Fahnen, auf dem Barfüsserplatz wächst gar ein Mahnmal. FCB-Fans setzen mit riesigen Transparenten ein weiteres Zeichen.

Von der Steinenvorstadt bis zum Claraplatz. Vom Münster bis zum Kohlenberg. Egal, wo man sich aktuell in der Basler Innenstadt aufhält, man sieht sie – die Fahnen in Rotblau. Diese zieren seit Anfang dieser Woche die Strassen und Gassen. Die FCB-Fans setzen ein weiteres Zeichen.

Schon etwas länger steht das Mahnmal auf dem Barfüsserplatz. Dort wimmelt es zurzeit nur so von FCB-Utensilien. Trikots, Schals, Kerzen, Blumen, und Bilder reihen sich neben einander. «Um der Klubführung zu zeigen, wem der FCB gehört», wie es im Aufruf steht.

Das Mahnmal der FCB-Fans auf dem Barfüsserplatz. (Bild: Keystone)

«Gemeinverträgliche Schaustellung»

Nun könnte jedoch das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt in Person der Stadtreinigung dem Mahnmal an den Kragen gehen. Denn es wurde wurde keine Bewilligung erteilt. «Gedenkstätten», beispielsweise bei einem Verkehrsunfall, werden toleriert, sofern diese niemandem in die Quere kommen.

Deswegen wird auch das Mahnmal auf dem Barfüsserplatz vorläufig noch toleriert. Auf Anfrage von Telebasel äusserte sich das Bau- und Verkehrsdepartement zur Situation wie folgt:

«Für die FCB-Schaustellung auf dem Barfüsserplatz wurde kein Gesuch gestellt und es existiert keine Ansprechperson. Zurzeit erachten wir diese Schaustellung als gemeinverträglich, was bedeutet, dass andere Nutzungen nicht erheblich erschwert sind. Da wir nicht wissen, wem die Fan-Utensilien gehören, sehen wir vorerst davon ab, diese einfach zu entsorgen. Sobald sich die Situation jedoch als störend erweisen sollte, wird die Räumung in Betracht gezogen und vorgängig kommuniziert».

Zudem gibt es bei der Eisenbahnbrücke vor dem Joggeli und bei der Mauer der Pfalz Transparente zu besichtigen, die jeweils auf den Verkauf des FCB abzielen.

«Dini Dräum & Visione mache unseri kaputt», steht auf einem grossen Transparent an der Mauer der Pfalz geschrieben. (Bild: Telebasel)

«Isch das no unsere FCB», fragt ein anderes grosses Transparent an der Eisenbahnbrücke vor dem Joggeli. (Bild: Telebasel)

Weitere Protestaktion geplant

Auf der Webseite der Muttenzerkurve und in der Basler Innenstadt kann man von einer weiteren geplanten Protestaktion «Zyt zum koo!» lesen. Sie will am Samstag, 13. März 2021, rund um das Heimspiel gegen den FC Luzern ein weiteres Zeichen setzen: gegen Bernhard Burgener und für den «einzigen Hoffnungsträger» David Degen.

Auf der Website der Muttenzerkurve heisst es: «Wir rufen alle FCB-Fans auf, beim Heimspiel gegen Luzern zum Joggeli zu kommen. Nehmen wir eine Schutzmaske mit und verteilen wir uns mit genügend Abstand ums Stadion. Es hat genug Platz. Holen wir uns am Wochenende des 20-jährigen Jubiläums vom neuen Joggeli wenigstens für einen Moment einen Teil unseres Stadions zurück».

Auf Anfrage von Telebasel ist (Stand Mittwochmorgen, 10. März 2021) noch kein Gesuch bei der Polizei Basel-Stadt eingegangen. Die Polizei wird die Situation vor Ort einschätzen und dann entscheiden, ob ein Einschreiten notwendig ist oder nicht. Nur weil keine Bewilligung erteilt wurde, bedeutet das nicht, dass die Versammlung aufgelöst wird oder Bussen verteilt werden.

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