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Ivan Rakitic möchte Hajduk Split wieder zum Meister machen – und schliesst eine FCB-Rückkehr nicht aus

Spiel zwischen HNK Hajduk Split und NK Varazdin im Stadion Poljud, Split, mit Ivan Rakitic am Ball, SuperSport HNL, 8. Februar 2025.
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In Kürze:

  • Ivan Rakitic feiert heute seinen 37. Geburtstag.
  • Der Ex-Basler spielt seit letztem Sommer bei Hajduk Split in Kroatien.
  • Mit Hajduk ist er seit diesem Wochenende Tabellenführer.
  • Eine Rückkehr zum FC Basel schliesst Rakitic nicht aus.

Ivan Rakitic feiert heute seinen 37. Geburtstag – ein Anlass, um auf die bemerkenswerte Karriere einer der erfolgreichsten Fussballer mit Vergangenheit beim FC Basel zurückzublicken. Der in Möhlin aufgewachsene Mittelfeldspieler durchlief den FCB-Nachwuchs und feierte dort seinen Durchbruch, bevor er über den Umweg Schalke 04 nach Sevilla wechselte und von dort den Sprung zum FC Barcelona schaffte. 

In Spanien gewann er die grössten Titel des Clubfussballs, darunter die Champions League und vier Meisterschaften mit dem FC Barcelona sowie zwei Europa-League-Trophäen mit Sevilla. Mit der kroatischen Nationalmannschaft erreichte er 2018 in Russland den WM-Final. Seit letztem Sommer spielt Rakitic bei Hajduk Split. Der Wechsel folgte auf ein halbjähriges Intermezzo in Saudiarabien. Zwischen Frühjahr und Sommer 2024 trug er acht Spiele lang das Trikot von Al-Shabab, den Verein aus der Hauptstadt Riad verliess er trotz Vertrag bis 2025 frühzeitig wieder. 

In Split wurde Rakitic frenetisch empfangen, Tausende Fans versetzten die Stadt in einen Ausnahmezustand, um der Ankunft ihres Volkshelden beizuwohnen. Die Erwartungen an ihn waren von Anfang an immens. Keine einfache Aufgabe für einen Spieler im fortgeschrittenen Fussballeralter, der in den letzten Monaten in einer Liga mit überschaubarem Niveau sein Geld verdient hat. 

Doch bislang ist seine Zeit in Split eine äusserst erfolgreiche, nicht nur für ihn persönlich, sondern auch für den Verein: Mit Hajduk ist Rakitic seit dem gestrigen 2:1-Sieg gegen Gorica Tabellenführer, und er will den ersten Meistertitel seit 20 Jahren in die kroatische Hafenstadt holen – seit dem letzten Gewinn der Meisterschaft 2005 ging der Titel mit einer Ausnahme immer an den Erzrivalen Dinamo Zagreb. 

Rakitic ist bei Hajduk Split als Führungsspieler auf dem Platz kaum wegzudenken. Er verpasste bislang nur ein einziges Meisterschaftsspiel wegen einer Gelbsperre, fast immer steht er über die vollen 90 Minuten auf dem Feld. Dabei gelangen ihm bisher ein Tor und vier Assists.

Telefonat mit David Degen

Doch hätte sich Rakitic statt eines Wechsels in die Heimat seiner Eltern im letzten Sommer auch eine Rückkehr nach Basel vorstellen können? «Ich hatte vor kurzem ein Telefongespräch mit David Degen, zuvor hatten wir nie Kontakt. Wenn das vorher der Fall gewesen wäre, wäre es eventuell möglich gewesen», verriet er vor zwei Wochen in einem Interview mit «20 Minuten». 

Hoffnungen dürfen sich die FCB-Fans dennoch machen, dass sie Ivan Rakitic nochmals im Trikot von Rotblau erleben dürfen. Denn dass er Ende Saison nochmals den Verein wechseln wird, schliesst er nicht aus: «Ich habe bei Hajduk einen Vertrag bis zum Sommer, mit Option. Warten wir mal den Rest der Saison ab. Ich habe auf jeden Fall Lust auf Fussball und weiss noch nicht, was passieren wird. Alle Basler Fans wissen aber, dass ich den FCB verfolge. Ich bin glücklich und stolz, dass Shaqiri wieder zurück ist und der FCB wieder vorne mitspielt. Das ist für mich als FCB-Fan das Schönste», erzählt er weiter.

Egal wie seine Zukunft aussehen wird, dem Sport will Rakitic auf jeden Fall erhalten bleiben. Derzeit bereitet er sich auf eine mögliche Karriere im Fussballbusiness nach Ende seiner aktiven Laufbahn vor. Dabei hält er sich einige Optionen offen: Bereits vor ein paar Jahren studierte Rakitic bei der Uefa Sportmanagement, im nächsten Sommer visiert er ein Diplom an der Harvard-Universität in Boston an. Für den Trainerkurs hat er sich ebenfalls eingeschrieben. Wohin ihn sein Weg am Ende führt, weiss er selbst noch nicht: «Ich will mich damit nicht zu sehr belasten und es auf dem Platz noch geniessen.»

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Für St. Gallens Enrico Maassen «eine klare Rote Karte, weil das Foul mit hoher Intensität begangen wird.» Basels Fabio Celestini sagt hingegen: «Wenn du Fussball gespielt hast, ist das keine Rote Karte.» Und fragt danach in die Runde: «Wie hätte Traoré bremsen können? Auf der Playstation kannst du das vielleicht machen, auf dem Rasen aber nicht.»Noch deutlicher sind die Worte, die Xherdan Shaqiri gegenüber dem TV-Sender «Blue» wählt: «Wir müssen uns Gedanken machen, ob wir die besten Schiedsrichter haben. Gestern bei Luzern gegen Lugano, heute bei uns. Es gibt trotz VAR viel zu viele Fehlentscheide. Traoré berührt klar den Ball, Quintillà kommt zu spät. Dass es im Anschluss zum Kontakt kommt, gehört zum Fussball dazu.»Es ist dies eine Aktion, die an den Platzverweis von Lukas Görtler im Januar dieses Jahres erinnert. Damals schlug der St. Galler im Spiel gegen Lugano eine Flanke und traf nach der Ballabgabe den damaligen Lugano-Routinier Jonathan Sabbatini mit der Sohle oberhalb des Knöchels. Schiedsrichter Lukas Fähndrich wurde vom VAR – Lionel Tschudi – zum Bildschirm beordert und zeigte dem Deutschen Rot. Ein Entscheid, der schon damals in der Schweiz heiss diskutiert worden ist. Selbst aus Schiedsrichterkreisen war zu hören, wie schwer man sich tue, nach solchen Aktionen Rot zücken zu müssen.Logisch, ist Görtlers Platzverweis auch im Nachgang der sonntäglichen Partie in St. Gallen Thema. Celestini sagt: «Um solche Rote Karten künftig zu verhindern, dürfte Traoré nicht mehr so in einen Zweikampf einsteigen und Görtler nicht mehr flanken. Punkt. Das sind für mich absolut keine Roten Karten.»Glück für AvdullahuDennoch: Celestini wird sich damit abfinden müssen, dass sein Flügelspieler von der Elfenbeinküste im letzten Pflichtspiel des Jahres und wohl auch zum Beginn der Rückrunde nicht zur Verfügung stehen wird. Ebenso Leon Avdullahu, der seine vierte Verwarnung kassierte und am Samstag gegen GC gesperrt sein wird.Das dürfte den 20-Jährigen zwar ärgern, doch weiss auch er, dass er Glück gehabt hat, nicht mit Rot vom Platz geflogen zu sein. Just nach dem Seitenwechsel, in der 47. Minute, tritt er Corsin Konietzke von hinten mit voller Wucht auf den Knöchel. Ein Einsteigen, bei dem sich Avdullahu nicht hätte beklagen dürfen, wenn er nach diesem Foulspiel vom Platz gestellt worden wäre. Aber der VAR meldet sich nicht. Es gibt nicht mal eine Verwarnung gegen den U-Nationalspieler.Doch davon spricht nach diesem 1:1 in St. Gallen niemand. Sondern nur davon, weshalb Bénie Traoré vom Platz gestellt wurde, obwohl er nichts weiter tat, als seinen Mitspieler Anton Kade wunderschön zu lancieren. Und danach die Rote Karte sah.Mehr zum FC Basel:Den Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenDominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der BaZ und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut und hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

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