Reto Baumgartner wird sich an der nächsten GV als neuer FCB-Vereinspräsident zur Wahl stellen. In FCB Total erklärte er, wie es dazu kam und was er vor hat.

Neben Bernhard Burgener stellen sich auch Roland Heri, Peter von Büren und Marco Streller nicht mehr zur Wahl für den FCB-Vereinsvorstand.

Ausser Marco Streller, der wie erwartet nicht mehr kandidiert, sind die anderen beiden von der FC Basel 1893 AG abhängig. Verbleiben noch die «unabhängigen» Dominik Donzé, Benno Kaiser und Reto Baumgartner, welche sich alle drei zur Wiederwahl für den Vereinsvorstand stellen werden.

Freude und Respekt

Letzterer war am Montag zu Gast in der Sendung FCB Total. Reto Baumgartner stellt sich zur Wahl als neuer Vereinspräsident – bisher ohne eine bekannte Gegenkandidatur. In einer Sitzung habe man beschlossen, dass einer der drei Verbliebenen als Vereinspräsident kandidieren soll, um die Kontinuität gewährleisten zu können.

Die Wahl fiel am Schluss auf Reto Baumgartner. «Ich habe einen gewissen Respekt vor der Aufgabe, falls das effektiv zustande kommt, aber würde mich auch darauf freuen», erzählte der ehemalige FCB-Spieler.

Reto Baumgartner garantiert Unabhängigkeit

Telebasels FCB-Experte Erni Maissen sieht keinen besseren Kandidaten für diese Amt. «Er spürt auch den Fussball, da er selbst Fussballer war. Es gibt eigentlich keine bessere Ausgangslage für dieses Amt. Ich hoffe schwer, dass er gewählt wird.»

Vor allem unabhängig soll der neue Vereinspräsident sein. Dies zu sein, garantiert Reto Baumgartner und präzisiert: «Unabhängig heisst für mich, nicht in einer Abhängigkeit mit irgendeiner Funktion beim FCB zu sein. Sprich, nicht auf der Geschäftsstelle tätig oder im Verwaltungsrat der AG zu sein».

Trotz der Unabhängigkeit soll der Austausch zwischen der Vereinsleitung und der Aktiengesellschaft gut funktionieren, denn beide Seiten brauchen einander. «Schlussendlich ist es ein Miteinander. Dort sollte man keinen Keil dazwischen schlagen. Sondern es ist umso wichtiger in Zukunft, wenn das ein wenig getrennt wird, dass eine grosse, wichtige und auch eine regelmässige Kommunikation stattfindet», wie Reto Baumgartner weitererklärt.

Zwei für ihn wichtige Traktanden

Am Anfang seiner Amtszeit, falls sie denn kommt, wären für Reto Baumgartner vor allem zwei Themen. Einerseits möchte er das Vereinsleben, welches seiner Meinung nach «heute einfach nicht stattfindet», stärken. Aber das sei auch dem Erfolg der letzten Jahre geschuldet. Plattformen wie Frauenfussball, wie das Dream Team und auch wie andere soziale Anläse ausserhalb des Stadions müssten gestärkt werden, um das «Vereinsleben wieder mit Leben zu füllen».

Andererseits will Baumgartner die finanzielle Abhängigkeit des Vereins von der Aktiengesellschaft verringern: «Es ist so, dass die AG eigentlich immer die Defizitgarantie des Vereins übernommen hat. Das waren vor zwei Jahren 900’000 Franken und jetzt letztes Jahr noch 600’000. Also wir sind dort einiges heruntergekommen». Das Ziel sei, das Defizit noch weiter zu senken.

Erni Maissen outete sich in der Sendung als Befürworter von Reto Baumgartner und sieht in seiner Person auch optimale Voraussetzungen für einen Neuanfang mit den Fans.

Der Beitrag Reto Baumgartner spricht über seine Kandidatur als FCB-Vereinspräsident erschien zuerst auf Telebasel.

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