Dimiti Oberlin und Aldo Kalulu spielen beim FC Basel keine Rolle mehr. Cheftrainer Ciriaco Sforza setzt lieber auf «Diamanten».

Gerne erinnert man sich an die 5:0 Gala des FCB gegen Benfica Lissabon aus dem Jahre 2017 zurück. Matchwinner damals war Dimitri Oberlin mit zwei Toren. Doch ziemlich genau drei Jahre später ist nichts mehr von dem übrig. Zusammen mit Aldo Kalulu steht Dimitri Oberlin auf dem rotblauen Abstellgleis.

Jüngere mit Potenzial

Der Sprint von Dimitri Oberlin über das ganze Feld vor dem 2:0 gegen Benfica ging um die Welt und Oberlin selbst wurde über Nacht zum Star. Doch das war’s dann eigentlich auch schon wieder. Beim FCB konnte er sich danach weiterhin nicht durchsetzen und wechselte nach Italien und Belgien. Aber auch dort kam er – wenn überhaupt – jeweils nur zu kurzen Einsätzen. In diesem Sommer kehrte Dimitri Oberlin nach Basel zurück. Erhielt er unter Marcel Koller wenigstens hie und da noch etwas Spielpraxis, spielt er nun unter Ciriaco Sforza gar keine Rolle mehr.

Das sagte Ciriaco Sforza selbst doch ziemlich deutlich. «Sein Vertrag läuft Ende Saison aus. Und wenn ich dann gewisse anschaue, die doch noch etwas jünger sind und schon Potenzial haben und es mir schon zeigen können und auch es für den Verein langfristig etwas Wert ist: Dann ist für mich klar, welche Strategie wir fahren», so Sforza zur Situation mit Dimitri Oberlin.

Kalulu wollte zu Amiens

Dimitri Oberlin kam diese Saison nur in einem Spiel zum Zug – und das für lediglich 14 Minuten. Bei Aldo Kalulu sieht es noch düsterer aus. Der Franzose kommt zwar auf zwei Einsätze, stand dabei aber nur mickrige vier Minuten auf dem Rasen. Er wollte den FCB im Sommer gerne Richtung Amiens aus der Ligue 2 verlassen, der Transfer scheiterte aber in letzter Sekunde. Nun spielt auch er unter Ciriaco Sforza keine Rolle mehr.

Der FC Basel sowie auch Sforza hätten schon vor einiger Zeit mit den beiden Klartext geredet. «Wir haben ihnen die Situation klar erklärt. Wie es ist, was wir denken und was kommt», so der Trainer. Und weiter: «Dann ist auch von Vereinsseite her klar, was ich auch am ersten Tag angefangen habe: Wir wollen auch die Jungen weiterbringen. Und wenn ich dann schaue, was wir für Talente haben und wie sie sich im Training entwickelt haben, gebe ich ihnen auch diese Chance.»

«Diamanten»

Beim FCB baut man mehr auf Talente wie Julian von Moos, Edon Zhegrova, Carmine Chiappetta oder Afimico Pululu. Trainer Ciriaco Sforza nennt sie gar «Diamanten», aus welchen der FCB langfristig was machen kann.

Somit steht ein Abschied von Aldo Kalulu und Dimitri Oberlin bevor. Aus Geldgründen wahrscheinlich schon im Winter. Einziger Wermutstropfen für die zwei ist die Aussage von Ciriaco Sforza: «Das heisst nicht, dass Aldo oder Dimi keine Chance beim FCB haben in den nächsten Spielen.»

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