Dieser Artikel wurde von 20 Minuten publiziert.

Publiziert28. August 2025, 04:41

Schiri-Fehler?Nach Würge-Eklat gegen FCB-Star ist die Unverständnis gross

Der FC Basel scheitert in der CL-Quali am FC Kopenhagen. Zu reden geben ein Würgegriff und mangelnde Effizienz.

Nils Hänggi

Wilde Szene kurz nach dem Start. Keigo Tsunemoto wurde gewürgt.

SRF

Darum gehts

  • Der FC Basel verpasst die Champions League nach einem 1:1 und 0:2 gegen Kopenhagen.

  • Eine umstrittene Szene: Keigo Tsunemoto wird im Strafraum gewürgt.

  • Trainer Ludovic Magnin kritisiert die fehlende Intervention, sieht aber die Schiedsrichterleistung insgesamt positiv.

  • Auch FCB-Star Dominik Schmid und Sportchef Daniel Stucki sprechen über die Szene.

Der Traum ist zerplatzt. Der FC Basel verpasst nach einem 1:1 und einem 0:2 gegen Kopenhagen die Champions League und damit viele Millionen. Rotblau muss nun in der Europa League antreten. Die Enttäuschung bei den Baslern war riesig. «Am Ende hat uns die Erfahrung gefehlt. So ein Gegentor nach Wiederbeginn darf uns nicht passieren. Da müssen wir besser verteidigen – definitiv», meinte beispielsweise FCB-Superstar Xherdan Shaqiri bei blue.

Doch nicht nur die pennende Basler Abwehr kurz nach dem Pausentee und die mangelnde Erfahrung der FCB-Spieler gaben an diesem Abend in Kopenhagen zu reden. Denn da war ja auch noch eine wilde Szene kurz nach Spielstart. In der 15. Minute wurde im Basler Strafraum bei einem Angriff der Kopenhagener FCB-Verteidiger Keigo Tsunemoto am Hals gepackt, ja gewürgt.

Ludovic Magnin: «Mit der Basel-Brille ist es für mich klar»

Der Schiedsrichter schaltete sich nicht ein, auch der VAR nicht. Sehr zum Unverständnis vieler. Besonders bitter aus Rotblau-Sicht: Würger Cornelius traf später zum vorentscheidenden 1:0 für den FC Kopenhagen. 20 Minuten sprach die FCB-Spieler sowie Trainer und Sportchef auf die Szene an. Die Meinung war bei allen eindeutig.

Andreas Cornelius (Kopenhagen) packte Keigo Tsunemoto (Basel) am Hals.

Andreas Cornelius (Kopenhagen) packte Keigo Tsunemoto (Basel) am Hals.

Daniela Frutiger/freshfocus

«Ich muss ehrlich sagen, dass die Schiedsrichter-Leistung sehr, sehr gut war», begann FCB-Coach Ludovic Magnin und meinte dann, dass der Schiedsrichter die Szene wohl nicht habe sehen können. Aber: «Mit der Basel-Brille ist es für mich klar. Ich persönlich verstehe es nicht, dass der VAR nicht gekommen ist. aber so Sachen verstehe ich ha oftmals nicht. Ich bin gespannt, was neutrale Beobachter zu dieser Szene sagen.»

Hätte der VAR eingreifen müssen?

Dominik Schmid meinte: «Ich habe die Szene kurz vorher in einem Video gesehen. Das sind Champions-League-Schiedsrichter und wenn die das nicht sehen, dann kann man auch nichts machen.» Sportchef Daniel Stucki sagte: «Ihm wurde klar an den Hals gefasst. Der VAR hätte für mich hier eingreifen müssen für einen Check einer Roten Karte.»

Dominik Schmid war nach den Spiel enttäuscht.

Dominik Schmid war nach den Spiel enttäuscht.

Daniela Frutiger/freshfocus

Und weiter: «Unglücklicherweise traf dann auch noch der Spieler, der das gemacht hat.» Aber das sei Fussball. «Sie haben am Ende zwei Tore mehr gemacht als wir, das müssen wir akzeptieren.» Stucki äusserte sich also klar, weiss aber auch, dass die Basler nicht wegen dieser Szene nicht in der Champions League spielen werden.

«Die Enttäuschung ist gross. Wir haben einen tollen Match gespielt», lobte er die Basler Mannschaft. «Die ganzen Statistiken sind für uns. Wir haben mehr Schüsse, mehr Ballbesitz gehabt. Wir haben gut gespielt, doch uns hat die Effizienz gefehlt.» Schmid meinte: «Wir waren ebenbürtig. In der ersten Halbzeit haben wir es fantastisch gemacht.»

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