Der FC Basel gibt zum Auftakt Punkte gegen Aufsteiger Vaduz ab. In der neuen Saison scheinen die Probleme für Rotblau die alten zu sein.

Der FC Basel strauchelt beim Saison-Auftakt gegen einen Aussenseiter. Das war in der vergangenen Spielzeit das Problem bei Rotblau und scheint es auch in der neuen Saison wieder zu sein. Zum Auftakt in die neue Spielzeit kam man gegen Aufsteiger Vaduz nicht über ein Unentschieden hinaus.

«Wenn man gegen einen Aufsteiger im ersten Spiel ran darf, dann muss einfach ein Sieg her. Egal wie dieser zustande kommt. Man muss einfach gewinnen», so FCB-Legende Erni Maissen. Er macht noch keinen Fortschritt aus bei Rotblau im Vergleich zur vergangenen Saison. «Das gibt einem zu denken. Es sind immer noch die gleichen Probleme», so Erni Maissen weiter. Das sei auch der Grund, warum man solche Spiele am Ende nicht gewinnt. Maissen bemängelt die Qualität der Mannschaft: «Ein Team mit dem Budget des FC Basel muss doch in der Lage sein, einen Aufsteiger auszuspielen».

Der Goalie als Symbolfigur

Dazu kommt, dass FCB-Goalie Djordje Nikolić aktuell zur Symbolfigur der schwankenden Leistungen von Rotblau wird. Der Basler Schlussmann patzte gegen die Liechtensteiner erneut und steht in der öffentlichen Kritik. Erni Maissen wünscht sich nun einen Wechsel zwischen den Pfosten: «Im Moment ist er ein Problem für die Mannschaft. Dafür hatte er schlicht zu viele Böcke drin. Man muss sich nun überlegen, ob man ihm nun den Druck nimmt und einen Wechsel vornimmt».

Noch stehen die Mannschaft und Trainer hinter Djordje Nikolić. Wenn man an der aktuellen Nummer 1 im Tor aber nun einfach stur festhält, tue man ihm auch keinen Gefallen, meint Erni Maissen: «Ich bin auch dafür, dass man ihn unterstützt und die Mitspieler probieren, ihm das Vertrauen zu vermitteln. Ich denke aber für ihn selber wäre es gut, wenn Nikolić mal Distanz zur ganzen Sache aufbauen könnte. Wenn nun nochmals etwas passierte würde, bestünde die Gefahr, dass das schwerwiegende Folgen für seine Psyche hätte». Torhüter stünden immer unter speziellem Druck. «Die Frage ist nun, ob er dem Druck gewachsen ist», so Maissen weiter.

Was kann der FC Basel nun aus diesem verpatzen Saison-Auftakt in die heimische Liga mitnehmen? «Das Positive, dass man aus diesem Spiel mitnehmen kann ist, dass man die Dinge, die nicht gut waren, verbessern muss. Man muss an den Schwächen arbeiten. Es bleibt einem nichts anderes übrig», so Erni Maissen.

Alarm schlagen will die FCB-Legende wegen des Remis‘ gegen Vaduz aber noch nicht. «Nach dem ersten Spiel ist noch kein Zug abgefahren. Die Saison geht noch lange genug. Es werden sich noch viele Möglichkeiten ergeben», so Maissen. Aber, irgendwann muss die Handschrift des neuen Trainers dann doch ersichtlich werden: «Wenn man das nach fünf Spielen noch nicht sieht, kann man anfangen zu zweifeln. Die Konkurrenz spielt auch nicht überragend, gewinnt aber ihre Spiele. Das summiert sich irgendwann. Da darf man nun nichts verpassen. Es muss eine Reaktion her. Dessen müssen sich die Spieler bewusst werden».

Der Beitrag «Nach dem ersten Spiel ist noch kein Zug abgefahren» erschien zuerst auf Telebasel.

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