Der FCB verpasst die Europa League und somit mehrere Millionen an Einnahmen. Müssen nun Spieler verkauft werden, um den Schaden zu decken?

Mit der Niederlage gegen CSKA Sofia gehen dem FC Basel nicht nur weitere Europacup-Nächte, sondern auch mehrere Millionen an Einnahmen flöten. Einnahmen, die man in der aktuellen Situation rund um Corona dringend gebraucht hätte.

Transfers als Alternative?

Zwar waren diese Europa-Millionen nicht budgetiert, trotzdem müsse man laut FCB-CEO Roland Heri nun den Hebel irgendwo anders finanziell ansetzen. «Die Prämien der UEFA sind ein wesentlicher Bestandteil der Einnahmen, die man einholen kann und gehören in dem Sinn auch zu unserem Geschäftsmodell. Leider ist uns das dieses Jahr nicht gelungen. Wir müssen uns nun auf anderen Wegen umsehen, wie wir das decken werden», so Heri.

Andere Wege? Fakt: Die einzige Einnahmequelle im Schweizer Fussball sind aktuell Erlöse aus Transfers. Mit Zuschauern nimmt man bis auf Weiteres in Basel nichts ein. Bleibt nur noch eine Option. Ist man also bei Rotblau gezwungen, seine Spieler aufgrund der verpassten Europa League zu verkaufen? Das schliesst der FCB-CEO nicht kategorisch aus: «Das Transfermarkt spielt immer eine grosse Rolle. Aber von Ausverkauf ist keine Rede. Wir sind kein Warenhaus. Wir werden keine Spieler zu interessanten Konditionen abgeben», so Heri. Bislang liege nur eine halbkonkrete Offerte für einen Spieler auf dem Tisch der Basler.

Keine Ticketeinnahmen

Der FC Basel würde sich aber auch nicht dazu drängen, Spieler nun gezielt zu verkaufen. «Wir wollen die Mannschaft so zusammenhalten», stellt der FCB-CEO klar. Andererseits schliesst sich das Fenster, was Zuzüge angeht, unter den gegebenen Umständen immer schneller – wenn es nicht bereits geschlossen wurde. Das Kader von Rotblau ist zurzeit auf einzelnen Positionen aufgrund von Verletzungen dünn besetzt. Einen Schnellschuss will man aber laut Trainer Ciriaco Sforza nicht riskieren: «Wir wollen das Kader intern analysieren und dann nach vorne schauen».

Ein zusätzlicher Faktor sind die fehlenden Einnahmen durch die Zuschauer. Zwar dürfen ab Sonntag wieder mehr als 1’000 Fans ins Stadion. Alles Inhaber einer Jahreskarte – die man bereits bezahlt hat. Also kein Plus-Geschäft für Rotblau. «Aktuell geht es nun darum, unserer Schutzkonzept live am Sonntag zu erleben. Dass wir beweisen können – auch uns selber – dass wir dieser Aufgabe gewachsen sind. Die monetären Aspekte des Ganzen sind zweitrangig. In erster Linie wollen wir nun alles tun, damit alle Menschen fröhlich ans Spiel gehen können und gesund wieder nach Hause gehen», so Heri.

Wollen die Spieler gehen?

Eins ist laut der FCB-Führung klar: Die Liquidität des Klubs ist bis nach Neujahr gewährleistet. Dementsprechend ist Rotblau bis zur Winterpause zu keinen Verkäufen von Spielern gezwungen, um die ausbleibenden Prämien aus Europa zu kompensieren. Gut möglich ist aber, dass einzelne Spieler nun mit der Gewissheit, keine europäische Kampagne mit dem FCB spielen zu dürfen, einen Transfer aktiv anstreben werden.

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