Michael Lang kehrt nach dem Abgang von Silvan Widmer zum FC Basel zurück. Für die Entscheidung zur Rückkehr brauchte der Ostschweizer keine Sekunde.

«Schlussendlich ging es sehr schnell», erklärt der alte und neue Rechtsverteidiger Michael Lang bei seiner Vorstellung im St. Jakob-Park. Drei Jahre lang probierte der Ostschweizer sein Glück in der Bundesliga. Nun kehrt er nach dem Abgang von Silvan Widmer zurück zu Rotblau.

Eine Frage des Zeitpunkts

Noch am vergangenen Wochenende befand sich der 30-Jährige mit Mönchengladbach auf dem Weg ins Trainingslager. Es war der Moment, als der FCB den ersten Kontakt zu Lang und seinem Berater aufbaute. «Trotzdem weiss man ja nie, wie schnell die Sache dann auch wirklich über die Bühne geht», so Lang. Der Rechtsverteidiger verpasste das erste Testspiel in der Vorbereitung mit Gladbach und pochte darauf, dass der Transfer so schnell wie möglich über die Bühne geht. «Auch im Wissen, dass es in der Schweiz extrem früh losgeht», so der Rechtsverteidiger.

«Es ist jetzt ein super Zeitpunkt», meint Lang. Der Gedanke an eine Rückkehr reifte über mehrere Tage. Gladbach seinerseits verstand die Intention des Schweizers, wieder regelmässig auf dem Platz stehen zu wollen und legte ihm keine Steine in die Wege. «Ich spüre das Verlangen zu spielen weiterhin. Ich wollte meinen Vertrag nicht einfach aussitzen und mache nochmal ein Jahr ohne grosse Einsätze. Das wollte ich nicht», so Lang.

Eine andere Welt

Die Bundesliga hat den inzwischen 30-Jährigen geprägt. Einerseits weiss Michael Lang nun, wie wichtig es ist einen Trainer zu haben, der auf einen setzt. Andererseits, dass man als Spieler die richtigen Entscheidungen trifft und mehr Geduld haben muss. «Es ist eine andere Fussball-Welt in Deutschland. Im Ausland wartet keiner auf einen Schweizer Spieler. Man muss sich immer neu beweisen», meint der FCB-Neuzugang.

Am Ende passten einige Faktoren bei Michael Lang und seinem Bundesliga-Abenteuer nicht, wie erhofft. Die Konkurrenzsituation bei Gladbach war extrem. Irgendwann war Michael Lang dann plötzlich kein Thema mehr. «Manchmal weiss man warum, manchmal nicht. Trotzdem war es eine sehr wertvolle Erfahrung, die mich nicht nur als Fussballer gestärkt hat, sondern auch als Mensch», sagt Lang.

Rückkehr nach der Odyssee

Komplett an Michael Lang ging es nicht vorbei, dass er praktisch nie spielte bei Gladbach. Sein Rückhalt war die Familie. Den Ärger über seine Nicht-Berücksichtigung im Kader packte Lang in dieser Zeit ins Training. «Genutzt hat es nicht viel. Ich wurde nie wirklich eine Option für den Trainer. Das war schwer zu akzeptieren». Das führte letztlich zur Entscheidung, dass es so nicht weitergehen kann. Weitergehen wird es nun für Michael Lang an alter Wirkungsstätte. Eine Wirkungsstätte, die Lang vermisst hat, bei seiner Odyssee in Deutschland. «Basel ist ein super Stadt. Ich habe mich immer wohl gefühlt hier. Ich war immer offen für eine Rückkehr in die Schweiz», so Lang.

Zurück zu alter Stärke

Erst muss der Rechtsverteidiger aber wieder zurück in Form kommen. «Die Läufe habe ich schon im Tank. Aber ich bin sicher nicht bei hundert Prozent», so Lang.

Seine Ziele mit Rotblau sind klar: «Ich möchte mit dem FCB so erfolgreich sein wie möglich. So viel spielen wie möglich und auch gute Spiele zeigen». Die nächste Gelegenheit zu alter Stärke zurückzufinden bietet sich am Sonntag beim Meisterschaftsstart gegen GC. Einem anderen ehemaligen Verein von Michael Lang: «Es fühlt sich gar nicht mehr so an wie mein Ex-Verein. Da ist noch mehr passiert, als beim FCB. Ich bin gespannt, was uns erwartet. Ich hoffe natürlich, dass es wieder mit einem Erfolgserlebnis losgeht».

Verfolgen Sie die Partie des FC Basel bei den Grasshoppers Zürich live im Ticker ab 16:30 Uhr.

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