Mit dem 0:1 gegen Bröndby kassiert der FCB die erste Pflichtspiel-Niederlage dieser Saison. Das junge FCB-Kader brauche Zeit, sich zu entwickeln, sag Alex Frei.

Gerade einmal 23,1 Jahre alt ist die FCB-Mannschaft im Durchschnitt. Ein solch junges Team muss sich zuerst entwickeln und Selbstvertrauen aufbauen, damit der Erfolg kommt. Deshalb fordert Trainer Alex Frei Geduld: «Ich appelliere da schon auch ein wenig, dass wir mit vielen jungen Spielern und mit den Automatismen unsere Zeit brauchen werden».

«Härteste Währung im Fussball ist die Zeit»

Ohne zynisch oder abwertend sein zu wollen, argumentiert Frei an der Medienkonferenz vor dem Spiel gegen YB, dass die Berner etwa 35 Jahre gebraucht hätten, um eine Mannschaft zu finden, die Titel gewinnen kann. Dann fährt er schmunzelnd fort: «Ich weiss auch, dass ich nicht 35 Jahre lang Zeit habe, um Titel mit dem FCB zu gewinnen. Ich will damit nur sagen, dass die härteste Währung im Fussball die Zeit ist».

Die Mannschaft entwickelt sich von Spiel zu Spiel und schnupperte jeweils am Sieg. Momentan werden aber kleine Fehler gnadenlos bestraft: «Eine Fehlentscheidung, vielleicht eine Unkonzentriertheit und schon bezahlst du es cash. Mich überrascht es nicht, weil das mit jungen Spielern einfach so ist». Es sei normal, dass junge Spieler viele Fehler begehen. Trotzdem verlangt er von seinen jungen Talenten, dass sie niemals den gleichen Fehler zweimal machen.

Leistung gut – Punkteausbeute schlecht

Punktemässig ist der Saisonstart des FCB eher durchzogen, die Leistung hat aber oft gestimmt. Dass der FCB bislang nicht erfolgreicher war, hat auch mit fehlendem Wettkampfglück zu tun, ist Frei überzeugt: «Wir suchen keine Ausreden, Alibis oder sonst irgendetwas. Aber es ist jetzt schon das gefühlte dritte Mal, dass kein Penalty für den FCB gepfiffen wurde. Ich jammere nicht und wie gesagt, sind das auch keine Ausreden. Es ist noch nicht so weit, aber irgendwann – das muss ich schon sagen – wird es ein wenig zu viel».

Mit akribischer Arbeit und einer guten Entwicklung soll früher oder später der Erfolg eintreffen. Speziell ein Prestige-Sieg, wie zum Beispiel am Sonntag gegen YB, würde dem jungen FCB-Kader gut tun. So könnte es Selbstvertrauen tanken und auch das Wettkampfglück wieder auf seine Seite ziehen.

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