In Bratislava verschenkte Rotblau laut Erni Maissen einen Sieg und für Gaetano Giallanza sollte sich der FC Basel langsam Gedanken über die Philosophie machen.

Es war eine durchzogene Woche für den FCB. So war das 3:3 Unentschieden in der Conference League gegen Slovan Bratislava zu wenig für Erni Maissen: «Ich habe das Gefühl, dass man sehr zufrieden war mit den Unentschieden. Aber nach dem Ausgleichstreffer hatte der FCB nicht mehr nach vorne gespielt. Ich bin überzeugt, dass man dort noch ein viertes und fünftes Tor hätte schiessen können. Da habe ich die Siegermentalität vermisst.»

Gaetano Giallanza sieht es im FCB Total von gestern ähnlich, aber er sieht den Punkt als gewonnenen Punkt an: «Nach dem 3:3 hatte man sicherlich noch einmal mehr erwartet, aber am Schluss kann sich der FCB glücklich schätzen, dass er das Spiel noch aufholen konnte. Es war schon ein wichtiger Punkt, da sie noch immer auf Platz eins sind und mit einem Sieg gegen Zalgiris bereits das europäische überwintern sicherstellen können.»

Magere Kost in Genf

Positiv war in dem Spiel, dass man sich nach einem Rückstand zurück kämpfen konnte. Mit diesem positiven Schwung wollte man nach Genf gehen, doch was der FCB gegen Servette ablieferte, war magere Kost: «Der FCB hatte ein einzigen Abschluss in den gesamten 90 Minuten, obwohl er mehr Ballbesitz hatte. Das ist eine grosse Schwäche des FCB. Wenn der Gegner etwas defensiver steht, können sie keine Chancen herausspielen.», so Maissen.

Giallanza sieht auch noch ein anderes Problem im Team: «Für mich hat der FCB keine Nummer neun, die den Ball halten kann oder auch einmal aus einem schwierigen Winkel ein Treffer erzielt.»

Der Titel in weiter Ferne

Nach diesem Spiel steht Rotblau noch immer auf Rang sieben. Klar zu wenig für den FCB: «In der Super League hat es viel andere Teams, die nicht die Qualität des FCB haben, aber weiter vorne sind. Es ärgert schon, dass man trotz eines qualitativ guten Kaders so weit hinten steht.», sagt Maissen.

Nun ist auch von der sportlichen Leitung Geduld gefragt. Für Gaetano Giallanza ist der Meistertitel zumindest in dieser Saison sehr unrealistisch: «So um den Meistertitel zu kämpfen, wird schwierig. YB steht in dieser Saison wieder über allem. Die Philosophie des FCB ist klar: Junge ausbilden und danach teuer verkaufen. Aber dass diese jungen Spieler besser werden braucht es eine Mannschaft die dominanten Fussball spielt. Bei allen grossen Mannschaften in Europa hat man erfahrene Spieler zwischen 30 und 35 die die Mannschaft führen und sind da wenn man sie braucht und man hat auch viele junge Spieler aber niemals so viele wie momentan beim FCB. Da muss man schon darüber nachdenken ob das die richtige Philosophie ist um vorne mitspielen zu können.»

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