Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert.

Auf dem Weg zum Tor dachte er schon an die bösen Kommentare

«Alles, was ich anfing, schien schiefzugehen.» Thierno Barry über seine erste Zeit beim FC Basel.

Es könnte das Ende einer Geschichte sein, die noch gar nicht begonnen hat. Aber es wird der Moment, in dem Thierno Barry seine wichtigste Lektion lernt.

So schildert er es heute, wenn er auf seine Zeit als Teenager in Toulon zurückblickt. Barry lebt damals weit weg von seiner Familie. Das wenige Geld, das ihm die Eltern schicken können, reicht kaum, um seinen Magen zu füllen. Manchmal futtern ihn seine Freunde durch. Aber oft bleibt da dieses Hungergefühl. So fühlt er sich nach der Schule schon müde, bevor das Fussballtraining überhaupt begonnen hat.

Was Barry aus jener Zeit erzählt, erklärt einiges. Zum Beispiel, warum der 21-Jährige in diesem Frühjahr der beste Stürmer des FC Basel ist, nachdem er im Winter nicht mehr anders konnte, als auf dem Feld zu heulen.

«Einen Albtraum» nennt er seine ersten Monate in Basel: «Alles, was ich anfing, schien schlecht zu enden.» Im Startspiel in St. Gallen sieht er Gelb-Rot. Im nächsten Einsatz gegen Kostanay trifft er mit seinem ersten Schuss. Danach aber verschuldet er zwei Elfmeter und wird wegen eines Handspiels auf der Torlinie direkt vom Platz gestellt. Basel verpasst in der Folge die Conference League.

«Nie zuvor habe ich Rot gesehen», sagt er. Jetzt fliegt er in seinen ersten beiden Wettbewerbsspielen für seinen neuen Club gleich zweimal vom Platz. Ein Schock. Wenn ihn danach jemand um eine Unterschrift auf ein FCB-Trikot bittet, unterschreibt er konsequent auf der blauen Seite: «Niemals auf der roten.»

«Ich war so blockiert, dass ich gestolpert bin»

Das ändert nichts daran, dass es für Barry nach einem schrecklichen Beginn immer weiter nach unten geht. In seiner letzten Saison in der zweiten belgischen Liga hat er noch 20 Tore geschossen. In Basel verliert er alle Leichtigkeit. Bis zur Winterpause gelingt ihm in 15 Spielen kein einziger Treffer mehr.

Irgendwann denkt er auf dem Weg in Richtung Tor bereits an die bösen Kommentare, die es gibt, wenn er schon wieder nicht trifft. Einmal steht er alleine vor dem Goalie – aber Körper und Geist verweigern ihren Dienst: «Ich war so blockiert, dass ich gestolpert bin.»

Als er Anfang Dezember gegen die Grasshoppers eine Chance vergibt, kommen ihm nach dem Schlusspfiff noch auf dem Feld die Tränen: «Da bin ich innerlich zusammengebrochen. Es war einfach alles zu viel.»

Wieder eine Chance vertan: Thierno Barry ärgert sich im Spiel gegen den FC Zürich im September 2023.

Danach stempeln ihn die einen als totalen Fehltransfer ab. Rund drei Millionen Franken soll der FCB für ihn im Sommer bezahlt haben. Andere spüren einfach nur noch Mitleid mit dem jungen Mann. Und in den Medien wird spekuliert, ob Barry Basel nach nur einem halben Jahr bereits im Winter verlassen muss.

Aber hier kommt Youssef Sif ins Spiel. Er ist Barrys Trainer in der U-19 von Toulon und nimmt den jungen Spieler zur Seite, als dessen Leistungen wegen Hunger und Müdigkeit immer schlechter werden. «Thierno», sagt er, «auch wenn es gerade nicht gut läuft: Etwas kannst du immer machen: rennen. Also renne. Renne, egal was ist. Renne.»

Seither rennt Barry. Er rennt für seine Eltern, die das wenige, das sie haben, für den Start seiner Fussballerkarriere aufwerfen. Er rennt für seine Schwestern, die sich dank seinem heutigen Lohn endlich Ferien leisten können. Und er rennt für Youssef Sif, der ihn in seiner schwierigen Lebensphase gefördert hat.

Barry kommt als 16-Jähriger in Sifs Team. Es ist ein einschneidender Moment, weil er ganz alleine nach Südfrankreich zieht. In der Banlieue von Lyon hat er keine Chance gesehen, sich für eine der grossen Jugendakademien des Landes aufzudrängen. Also spielt er in der U-19 von Toulon vor – und wird aufgenommen.

«Ich habe mich zurückgezogen und war verletzlich»

Es ist nicht der letzte kompromisslose Schritt in jungen Jahren. Mit 17 entscheidet er sich, im letzten Jahr vor der Matur die Schule hinzuschmeissen. Stattdessen wird er in seinem Club Kindertrainer, um sich mit dem Lohn sein Leben finanzieren zu können.

In Toulon lernt Barry, auf eigenen Füssen zu stehen. Und das nicht nur finanziell. Seine Eltern haben sich getrennt, als er zehn Jahre alt war. Der kleine Thierno lebt ab da mit seinem Vater, seine zwei Schwestern mit seiner Mutter. Das Auseinanderbrechen der Familie trifft ihn: «Ich habe mich danach auf mich selber zurückgezogen. Ich war verletzlich.» Der Fussball wird für den Jungen zum «Zufluchtsort», wie er sagt: «Wenn ich auf dem Feld war, konnte ich alles vergessen.»

In Herrn Sifs U-19 aber ist auch der Fussball ein Ort, an dem es Widerstände gibt. «Ich war einer seiner besten Spieler», sagt Barry, «doch er hat mich nie so behandelt. Er hat mich härter arbeiten lassen als die anderen. Damit ich vorbereitet bin, wenn es einmal nicht so gut läuft.»

Rassistisch beleidigt, von der Kurve unterstützt

Immer rennen und stets hart an sich arbeiten. An diese zwei Grundsätze klammert sich Barry also, als in Basel alles den Bach runterzugehen droht. Und unabhängig davon wird aus etwas Schlimmem tatsächlich etwas Gutes: Als der FCB öffentlich macht, dass Barry in den sozialen Medien rassistisch beleidigt wird, bewegt sich etwas.

Ihn selber treffen die anderen Kommentare zwar härter. Jene, in denen ihm alle Qualitäten als Fussballer aberkannt werden. In denen etwa gefragt wird: «Wo hast du denn gelernt, Fussball zu spielen?» Die Rassisten, die sind für ihn «einfach Idioten».

Aber die öffentliche Meinung verändert sich, als die rassistischen Anfeindungen bekannt werden. Als Barry im Testspiel gegen die Bayern im Januar eine Chance liegen lässt, skandiert die Muttenzerkurve seinen Namen. «Die Fans haben mir die lähmende Angst genommen», sagt Barry über diesen Moment.

Auf einmal trifft er: Thierno Barry bejubelt ein Tor gegen Servette.

Von da an geht es steil aufwärts. In den letzten 15 Spielen hat er 11 Tore erzielt und zwei Assists gegeben. Und während sich andere darob die Augen reiben, sieht Barry darin eine gewisse Logik. Er ist nie in eine grosse Nachwuchs-Akademie gegangen. «Ich bin noch ungeschliffen», sagt er über sich selber, «und in Basel hat man zu Beginn meine Defizite im Grossformat gesehen.»

Er weiss, dass ihm ein Teil der Grundausbildung fehlt, die andere genossen haben. Aber er selber sieht genau darin eine Stärke. Er ist bislang zwar jeweils mit einem gewissen Rückstand an den Start gegangen. «Das bedeutet aber auch, dass ich immer der bin, der hungrig ist auf den Platz eines anderen.»

Barry sagt auch noch den Satz, den inzwischen die meisten Fussballer auf dieser Welt in ihrem Phrasen-Repertoire haben: «Ich will mich jeden Tag verbessern.» Mit einem feinen Unterschied: Bei ihm sind die Fortschritte tatsächlich zu sehen.

Sie sind inzwischen so gross, dass erneut über seinen baldigen Abgang spekuliert wird. Die Basler Führung würde ihren einzigen Stürmer, der Torgefahr ausstrahlt, zwar gerne halten. Wer aber eine Torquote aufweist wie Thierno Barry in den letzten Monaten, ist auf dem Transfermarkt begehrt.

Sein Hunger jedenfalls ist noch nicht gestillt.

Newsletter

Neues vom Nationalteam

Erhalten Sie jedes Mal eine Mail, wenn ein wichtiger Artikel zur Schweizer Nationalmannschaft erscheint.

Similar Posts

  • Trainer beim FC Basel: Am 2. Juni entscheidet Fabio Celestini über seine Zukunft

    AboTrainer beim FC Basel – Am 2. Juni entscheidet Fabio Celestini über seine ZukunftDer FCB-Trainer sagt, dass am Montag ein Treffen zwischen ihm und Sportchef Daniel Stucki vereinbart ist. Der Club will dann Klarheit.Publiziert heute um 20:04 UhrDie Zukunft von FCB-Trainer Fabio Celestini ist nicht gewiss.Foto: Patrick Straub (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkIn Kürze

  • Die FCB-Spieler in der Einzelkritik: Schmid fliegt, Vouilloz zittert und einzig der Goalie überzeugt

    AboDie FCB-Spieler in der Einzelkritik – Schmid fliegt, Vouilloz zittert und einzig der Goalie überzeugtBei der 1:2-Niederlage gegen St. Gallen lässt der FCB einige aussichtsreiche Chancen liegen. Wirklich gut ist nur Marwin Hitz.Publiziert heute um 21:01 UhrDominik Schmid zeigt in St. Gallen grundsätzlich eine solide Leistung.Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkMarwin Hitz: 5,5Die neue FCB-Saison ist noch keine fünf Minuten alt, da kann sich Marwin Hitz bereits ein erstes Mal auszeichnen. Bemerkenswert, wie schnell der Basler Goalie nach dem Kopfball von Willem Geubbels unten ist und abwehren kann. Auch danach zeigt er richtig gute Aktionen, beispielsweise in der 23. Minute als er den abgefälschten Schuss von Geubbels zum Eckball klärt oder in der 79. bei einem weiteren Schuss des St. Galler Stürmers. Bei den beiden Gegentoren kommt Hitz keine Schuld zu.Keigo Tsunemoto: 3,5In der ersten Halbzeit seines ersten Pflichtspiels für den FCB wirkt Keigo Tsunemoto sicher und hat früh einen wichtigen Block gegen Carlo Boukhalfa. Doch je länger die Partie dauert, desto fehleranfälliger wird das Spiel des Japaners. Vor dem 1:1 verliert er das Kopfballduell, danach köpfelt er einen Ball ohne Not ins eigene Toraus. Da ist noch Luft nach oben. In der 80. Minute verlässt er für Anton Kade das Feld.Jonas Adjetey: 3,5Jonas Adjetey spielt in St. Gallen neben Nicolas Vouilloz in der Innenverteidigung und erhält somit den Vorzug vor Adrian Barisic. Lange zeigt er eine ansprechende Leistung mit guten Defensivaktionen. Zudem ist er mit seinem missratenen Schuss am Basler 1:0 beteiligt. Doch beim 1:2 durch Willem Geubbels verliert der Ghanaer das Kopfballduell und sieht dabei unglücklich aus.Nicolas Vouilloz: 4Bei Geubbels Grosschance früh in der Partie verschätzt sich Nicolas Vouilloz und springt unter dem Ball hindurch. Auch muss er kurz zittern, als er kurz vor der Pause Hugo Vandermersch mit der Sohle unglücklich im Schritt trifft und sich der VAR einschaltet. Ein strafbares Vergehen lag aber nicht vor. Vor dem 1:2 lässt sich Vouilloz zu einfach von Aliou Baldé abschütteln, der dann zur Mitte flanken kann und in der 79. Minute ist es ein Ballverlust des Genfers, der Marwin Hitz zu einer weiteren Top-Parade zwingt.Dominik Schmid: 4Gut, wie sich Dominik Schmid in der ersten Halbzeit immer wieder in den Angriff mit einschaltet und so wiederholt für offensive Gefahr sorgt. Etwas Glück hat der Rechtsverteidiger dann, als seine zu kurz geratene Kopfball-Abwehr nur bis zu Hugo Vandermersch gelangt und dieser den Ball an die Latte schiesst. Seine auffälligste Aktion des zweiten Durchgangs hat er in der 50. Minute, als er nach einem Zweikampf mit Vandermersch über die Bande fliegt. Ihm fällt zwar der Tracker runter, doch wehgetan hat sich der Linksverteidiger dabei nicht.Koba Koindredi: 3,5Der Neuzugang, der in der vergangenen Saison beim FC Lausanne-Sport spielte, bleibt in St. Gallen über weite Strecken unauffällig. Einzig mit ein paar gelungenen Balleroberungen kann er sich auszeichnen. Verlässt in der 62. Minute für Metinho das Feld.Léo Leroy: 4Léo Leroy soll den Part von Leon Avdullahu übernehmen. Er ist derjenige Mittelfeldspieler, der sich im Spielaufbau etwas weiter nach hinten fallen lässt. Wirklich überzeugen kann aber auch der Franzose nicht – zu selten ergeben sich aus seinen Ballkontakten fruchtbare Aktionen.Bénie Traoré: 4,5Bénie Traoré ist lange unauffällig und hat kaum Aktionen vorzuweisen. Doch in der 40. Minute ist es der Ivorer, der Lukas Görtler aus kurzer Distanz anschiesst und so das 1:0 provoziert. Richtig gut ist dann seine Flanke kurz nach der Pause, die Ajeti nicht zum 2:0 zu verwerten weiss.Xherdan Shaqiri: 3,5Lange fällt Xherdan Shaqiri vor allem durch seine energische Kommunikation mit Mitspielern und Unparteiischen auf. Doch um die 40. Minute reiht er gleich mehrere gute Aktionen aneinander. Erst tritt er einen Freistoss, den St.-Gallen-Goalie Lukas Watkowiak zum Eckball klären muss. Diesen Eckball zirkelt Shaqiri wiederum direkt aufs Tor und der daraus resultierende Eckball führt schliesslich zum 1:0. In der zweiten Halbzeit ist in seinem Spiel nur die gute Freistoss-Flanke auf Kevin Carlos in der 84. Minute hervorzuheben.Philip Otele: 4Philip Otele ist womöglich selbst überrascht davon, wie frei er in der 3. Minute vor St. Gallen Goalie Lukas Watkowiak auftaucht. Anders kann man sich das Versäumen dieser Möglichkeit kaum erklären. Spielt in der zweiten Halbzeit auf der rechten Seite, doch auch bei ihm werden die guten Aktionen mit Fortlauf des Spiels weniger. Verlässt in der 86. Minute für Junior Zé das Feld.Albian Ajeti: 3,5Gut, wie Albian Ajeti immer wieder die Bälle vorne behaupten und verteilen kann. Doch ein Tor will ihm in St. Gallen nicht gelingen, obwohl die Chancen da gewesen wären. Allen voran den Kopfball kurz nach der Pause muss Ajeti im Tor unterbringen, so frei wie er zum Abschluss kommt. In der 62. Minute verlässt er das Feld für Kevin Carlos.Kevin Carlos: 3Kevin Carlos kommt in der 62. Minute für Albian Ajeti. Es gelingt ihm nicht, die Bälle so gut abzuschirmen wie sein Vorgänger und er leistet sich mehrere Ballverluste. In der 73. Minute muss er das 2:1 erzielen, doch der Stürmer vergibt mit seinem schwächeren linken Fuss alleine vor Goalie Lukas Watkowiak. Eine weitere gute Chance hat Carlos in der 84. Minute per Kopf. Auch hier vergibt er.Metinho: 4Metinho kommt in der 62. Minute für Koba Koindredi. Danach spielt er sein Spiel souverän runter, ohne aufzufallen.Anton Kade: –Anton Kade kommt in der 80. Minute für Keigo Tsunemoto. Der Deutsche ist damit zu kurz in der Partie, um benotet zu werden.Marin Soticek: –Marin Soticek kommt in der 86. Minute für Léo Leroy und ist damit zu kurz in der Partie, um benotet zu werden.Junior Zé: –Junior Zé kommt in der 86. Minute für Philip Otele und damit zu seinem ersten Super-League-Einsatz seit April 2024. Er ist zu kurz in der Partie, um benotet zu werden.Saisonstart des FC BaselDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertDominic Willimann ist 1979 geboren. Er ist seit 2007 Sport-Redaktor der Basler Zeitung und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist der in der Stadt Basel aufgewachsene Journalist seit seiner Jugend mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut, über den er heute regelmässig berichtet. Und: Er hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst.Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Alles zum FCB-Spiel gegen Winterthur: Shaqiri-Gala beim 6:1 gegen Winterthur

    Alles zum FCB-Spiel gegen Winterthur – Shaqiri-Gala beim 6:1 gegen WinterthurDer Basel-Rückkehrer zeigt beim 6:1 beim Tabellenletzten aus Winterthur seine beste Saisonleistung. Er ist an fünf der sechs Tore direkt beteiligt.Publiziert heute um 20:44 UhrIst auf der Schützenwiese in bester Spiellaune: Xherdan Shaqiri.Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkIn Kürze

  • Beste Werte seit Ära Heusler: David Degen und Xherdan Shaqiri reissen das Ticket-Ruder herum

    AboBeste Werte seit Ära Heusler – David Degen und Xherdan Shaqiri reissen das Ticket-Ruder herumDer FC Basel hat erstmals seit der Übernahme durch Bernhard Burgener einen Zuschauer­schnitt von mehr als 26’000. Auch bei den Saisonkarten geht es aufwärts.Publiziert heute um 19:57 UhrXherdan Shaqiri – der wichtigste aller Gründe, warum die unteren Ränge der Muttenzerkurve bis Ende Saison mit Sicherheit ausverkauft sind.Foto: Maximilian Gärtner (Imago/Sports Press Photo)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkIn Kürze

  • Die FCB-Spieler in der Einzelkritik: Marwin Hitz hält dicht – Junior Zé hält drauf

    AboDie FCB-Spieler in der Einzelkritik – Marwin Hitz hält dicht – Junior Zé hält draufBeim 1:0-Sieg des FC Basel in Sion verdient sich der Torhüter die Maximalnote und erzielt ein Teenager den goldenen Treffer.Publiziert heute um 22:38 UhrOb auf Flanken oder auf Schüsse: FCB-Goalie Marwin Hitz macht in Sion alles unschädlich.Foto: Pascal Muller (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkMarwin Hitz: 6Strahlt in dieser Partie viel Ruhe aus und pariert zweimal gegen Kololli (10. und 59.) sowie in der Nachspielzeit gegen Bouchlarhem stark. Hat so grossen Anteil daran, dass der FCB erstmals in dieser Saison überhaupt zu null spielt und erstmals auswärts siegt. Verdient sich folglich die Maximalnote.Keigo Tsunemoto: 5Das Pensum, das Keigo Tsunemoto als Rechtsverteidiger abspult, ist abermals beeindruckend gross. Scheint nimmermüde und macht viele kleine Dinge gut.Adrian Barisic: 4,5Adrian Barisic zeigt insgesamt eine aufmerksame Partie, auch wenn die Basler Abwehr nicht in jeder Szene sicher wirkt.Nicolas Vouilloz: 4In den Zweikämpfen ist er aufmerksam. Hat aber den einen oder anderen schlechten Pass in seinem Spiel.Dominik Schmid: 4Linksverteidiger Schmid ist vorne wie hinten anzutreffen. Wirkt ab und an etwas müde, was sich mit Ball in schlechten Entscheidungen äussert, wovon er eine nur mit einem Foul gegen Chouaref korrigeren kann, das ihm Gelb bringt (31.). Macht in der 62. Platz für Cissé.Léo Leroy: 4,5Steht im Durchschnitt von allen drei zentralen Basler Mittelfeldspielern am tiefsten. Und hat seinen Höhepunkt in der 57. Minute, als er mit einem langen Ball Ajeti auf die Reise schickt, worauf dieser allein vor Raccioppi scheitert.Xherdan Shaqiri: 4,5Als Xherdan Shaqiri letztmals als rechter Flügel in eine FCB-Partie ging, war September und suchte der damalige Trainer Fabio Celestini noch das ideale System um seinen damaligen Neuzugang. In Sion nimmt ihn nun Trainer Ludovic Magnin aus dem Zentrum und auf die rechte Seite raus. Und man fragt sich: Wird man das künftig häufiger sehen? Fakt ist: Hat im Zusammenspiel mit Tsunemoto einige aSzenen und schlägt die Flanke, die Zé findet und die dieser zum 1:0 nutzt. Hängt aber am Flügel mit zunehmender Dauer auch immer mal wieder etwas in der Luft und kann nicht den gewohnten Einfluss auf das Basler Spiel nehmen. Wird dann bereits in der 71. für Soticek ausgewechselt.Metinho: 4,5Metinho ist derjenige der drei zentralen Basler Mittelfeldspieler, der sich bei Ballbesitz in die vordere Linie begibt, um sich gegen den Ball neben Leroy zurückfallen zu lassen, so dass die Basler vor der Vierer-Abwehrkette eine zweite Viererkette formieren können.Koba Koindredi: 4Dass Koba Koindredi die Hereingabe in der 14. nicht aufnimmt, sondern für Zé durchlässt, ist eine gute Tat an diesem Abend, an dem er überraschend in der Startelf steht, da Trainer Ludovic Magnin mit einem 4-1-4-1-System beginnt und Shaqiri an den rechten Flügel stellt. Verrichtet gegen den Ball viel Laufarbeit, da er gemeinsam mit Ajeti dafür zuständig ist, die Sion-Verteidiger beim Aufbau unter Druck zu setzen. Hat aber dafür, dass er zwischenzeitlich fast wie eine zweite Sturmspitze wirkt, nebst einigen nicht eben zwingenden Abschlüssen wenig Ideen, wie der FCB zu weiteren Treffern kommen könnte.Junior Zé: 5Überraschend als linker Flügel in der Startaufstellung, zahlt Junior Zé das ihm entgegen gebrachte Vertrauen in der 14. Minute zurück, als er eine von Koindredi durchgelassene Shaqiri-Hereingabe in bester Position erreicht und per Lattenunterkante zur Basler 1:0-Führung ins Sion-Tor zimmert. Es ist sein erster Super-League-Treffer, nachdem er vor zwei Jahren in der ersten Cup-Runde gegen Saint-Blaise (8:1) schon mal für die FCB-Profis getroffen hat. Holt zudem den einen oder anderen Standard raus und kommt in der 51. nach einem Dribbling noch einmal zu einem guten Abschluss, den Raccioppi zum Corner pariert.Albian Ajeti: 3,5In der 57. bietet sich ihm allein vor Sion-Goalie Raccioppi die grosse Chance zum 2:0. Dass er sie nicht nutzt, wird ihm nicht das Selbstvertrauen geben, das er nach einem bescheidenen Sommer brauchen könnte. In der 62. kommt für ihn Broschinski.Moussa Cissé: 4,5Moussa Cissé kommt in der 62. bei einem Doppelwechsel für Schmid als Linksverteidiger. Guter Vorstoss in der 76. als er aus etwas spitzem Winkel ins Aussennetz schiesst.Moritz Broschinski: 4Moritz Broschinski kommt in der 62. bei einem Doppelwechsel für Ajeti als Sturmspitze. Zu wirklichen Szenen kommt er nicht.Marin Soticek: 4Marin Soticek ersetzt in der 72. Shaqiri am rechten Flügel. Zeigt sich lauffreudig.Andrej Bacanin: –In der 87. für Koindredi eingewechselt, erlebt der 18-jährige Serbe sein Debüt beim FC Basel. Zu kurz im Spiel für eine Note.Philip OtelePhilip Otele kommt erst in der 87. für Zé in die Partie und erhält keine Note.Der FC Basel in der Super LeagueDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare