Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert.
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Abo1:0-Erfolg im Tourbillon – Mit Xherdan Shaqiri auf ungewohntem Posten gewinnt der FCB in SionIm Wallis läuft der FC Basel mit neugebildetem Zentrum auf. Einer durchzogenen Leistung zum Trotz gelingt Rotblau ein Sieg.Publiziert heute um 00:32 UhrWie zu alten Zeiten: Gegen Sion spielt Xherdan Shaqiri auf dem rechten Flügel.Foto: Pascal Muller (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkDer AufregerIn seinen Teenagerjahren, da lief Xherdan Shaqiri beim FCB auf dem rechten Flügel auf. So auch nach seiner Rückkehr zum FC Basel, wobei ihn Fabio Celestini jedoch rasch ins Zentrum versetzte, wo der Captain zukünftig als kreativer Taktgeber agieren sollte. Doch nun, auf dem Rasen des Tourbillons, kehrt Shaqiri an seinen alten Wirkungsort zurück. Ein Blick auf das Matchblatt reicht, um festzustellen, dass der FCB-Captain gegen Sion wieder rechts aussen agieren wird. Es ist der Aufreger dieser Partie.Vollkommen in alte Tage zurückversetzt fühlt man sich dennoch nicht. Seinen begrenzten Entfaltungsraum kann Shaqiri zwar insofern nutzen, als dass er mit einer Flanke in der 14. Minute Junior Zé bedient, der sein erstes Super-League-Tor erzielt. Doch auch wenn Shaqiri besonders in Halbzeit zwei vermehrt im Zentrum auftaucht, hat er nicht den gewohnten Einfluss auf das FCB-Spiel. Währenddessen vermag das neu gebildete FCB-Zentrum um Metinho, Leo Leroy und Koba Koindredi nicht jene Kreativität zu versprühen, die ihr Captain in sich trägt.Schön anzusehen ist jedoch, wie Shaqiri auf der rechten Seite mit Aussenverteidiger Keigo Tsnuemoto harmoniert. Der fleissige Japaner macht auf der rechten Seite Meter, die sich Shaqiri dank jenem Einsatz seines Mitspielers sparen kann. In Minute 72. dann nimmt FCB-Trainer Ludovic Magnin Shaqiri vom Platz und ersetzt ihn durch Marin Soticek, womit die Arbeitswoche der Basler Nummer Zehn ein Ende nimmt.Der Mann des TagesAufs Äusserste gefordert ist Marwin Hitz zwar selten. Doch wenn es ihn braucht, ist er gegen den FC Sion auf der Höhe des Geschehens. Nicht nur pariert Hitz gegen den ehemaligen FCB-Stürmer Benjamin Kololli gedankenschnell einen Freistoss und Torabschluss aus kurzer Distanz. Auch hält er den Anläufen des Heimteams stand, als dieses in den Schlussminuten erstarkt und in Person von Bouchlarem in der Nachspielzeit zu einem letzten Torschuss kommt. Gegen Sion ein sicherer Rückhalt: FCB-Keeper Marwin Hitz.Foto: Pascal Muller (Freshfocus)Somit hat der FCB-Keeper wesentlichen Anteil daran, dass seine Mannschaft die ersten Auswärtspunkte dieser Saison einfährt. Und ohne Gegentor bleibt – auch das zum ersten Mal in der aktuellen Spielzeit. Als sicherer Rückhalt ist er der beste Akteur auf Basler Seite.Die 90 MinutenDass beim FCB gewisse Energiereserven nach der Europacuppartie vom Mittwoch fehlen, ist im Tourbillon unschwer zu erkennen. In der ersten Halbzeit noch kecker, schleichen sich nach Wiederanpfiff Ungenauigkeiten und Fehlpässe ein, wobei dies auf Seiten des FC Sion gleichermassen der Fall ist. Auch wenn beide Teams zu ihren Möglichkeiten kommen, sind torgefährliche Höhepunkte in diesem Spiel Mangelware.Die UnparteiischenGut, wie der Unparteiische gleich zwei Sittener Schwalben im FCB-Strafraum als solche entlarvt. Ansonsten verbringt das Schiedsrichtergespann um Sven Wolfensberger, abgesehen von ein paar geahndeten Ruppigkeiten im Mittelfeld, einen ruhigen Abend.Die Stimme zum Spiel«Dieser Sieg ist sehr wichtig für unser Vertrauen – und um ein wenig Ruhe zu haben», sagt FCB-Innenverteidiger Adrian Barisic nach der Partie gegen Sion. Gewinnen habe man müssen, weniger sei es das Ziel gewesen, eine perfekte Partie zeigen. «Das heute war ein Mentalitäts-Sieg», hält der 24-Jährige fest.Das FazitIm vierten Anlauf gelingt es dem FC Basel erstmals in dieser Saison, auswärts zu punkten. Damit steht Rotblau nach 5 gespielten Super-League-Partien bei neun Zählern. Auch wenn der Auftritt im Tourbillon nicht gänzlich überzeugt: Der FCB zeigt in Sion, dass er über die Einstellung verfügt, auch nach intensiven Europacup-Affichen um Leistungserbringung in darauffolgenden weniger attraktiven Aufgaben nicht verlegen zu sein. Es ist eine Qualität, die dem FCB angesichts der anstehenden Teilnahme in der Europa-League durchaus von Nutzen bleiben wird.So geht es weiterFür den FC Basel steht nun eine zweiwöchige Nationalmannschaftspause an. Die nächste Partie werden die Basler am 13. September auswärts gegen Thun bestreiten. Völlige Ruhe dürfte bei den Basler Club in den nächsten Tagen dennoch nicht einkehren: Mit sich schliessenden europäischen Transferfenstern dürfte es für den FCB darum gehen, mit letzten Transferbewegungen das Kader für die erste Saisonhälfte abschliessend zusammenzustellen.Der FC Basel in der Super LeagueDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
– Vor dem Krisenduell gegen YB: Warum es beim FCB einfach nicht besser wird …Warum tritt Rotblau (ganz unten) an Ort, was läuft eigentlich schief in Bern – und kann man im Joggeli trotzdem bald wieder internationalen Fussball sehen?Publiziert heute um 16:00 UhrAn dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosBeim FC Basel läuft es nicht. Out im Cup, erschreckend schwacher Auftritt danach im Heimspiel gegen Lausanne. Keine Ideen, nur lange Bälle. Die Barrage droht, die Top 6 sind so nicht mehr zu erreichen. Und nun muss Rotblau ausgerechnet zum Leader nach Bern. Auf Kunstrasen. Wo man seit 16 Spielen nicht mehr gewonnen – und 13 davon verloren – hat.Okay, in Bern ist auch Krise und Ex-FCB-Coach Raphael Wicky seit Montag auch Ex-YB-Coach. Ob das den Baslern hilft? Diese Frage diskutieren BaZ-Sportchef Oliver Gut und «BaZ direkt»-Gastgeber Sebastian Briellmann. Und sie sind sich in Bezug auf die FCB-Stärkeverhältnisse gar nicht immer einig. Zudem: Wird im Sommer 2025 wirklich im Joggeli gespielt an der Frauenfussball-EM in der Schweiz? Unklar, noch sind die Bedingungen für den FC Basel nicht gut genug. Oliver Gut geht aber trotzdem davon aus, dass man sich finden werde. Wie das gelingen soll? Hören Sie rein.Der Lesestoff zum Thema:An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosSebastian Briellmann ist Autor der Basler Zeitung.Mehr InfosOliver Gut schreibt seit März 2001 für das Sport-Ressort der Basler Zeitung, das er seit 2019 leitet. Vorher für diverse Sportarten zuständig, konzentriert sich der Fricktaler seit 2011 auf den Fussball – und damit hauptsächlich auf den FC Basel. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
Marwin Hitz und Xherdan Shaqiri sind gegen Luzern nicht jene Stütze, die sie für den FC Basel sein sollten. Das muss sich ändern.
Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert. – Ist Jonas Adjetey der Basler Abwehrchef der Zukunft? Der 20-jährige Ghanaer stand gegen Lausanne-Sport zum fünften Mal in Folge als zentraler Innenverteidiger in der Startelf – und der FC Basel punktete zum fünften Mal in Serie. Publiziert heute um 11:51 Uhr Ob für Fousseni Diabate oder andere Lausanner:…
AboAlles zum FCB-Spiel in Lugano – Zwei Mal Pfosten, zwei Mal Latte, zwei Penaltys – Spektakel beim SpitzenspielDer FC Basel und der FC Lugano trennen sich in einem unterhaltsamen Spiel 2:2. An der Spitze der Liga ändert sich damit nichts.Publiziert heute um 21:02 UhrDie Szene, in der Jonas Adjeteys Befreiungsversuch via Moussa Cissé an der Basler Querlatte landet.Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkDie AusgangslageSpitzenspiel zum Rückrundenstart. Am Sonntagabend trifft der zweitplatzierte FC Basel im Cornaredo auf Leader Lugano. Die Partie bietet dem FC Basel nicht nur die Chance, sich zum Jahresstart an die Spitze der Liga zu schiessen, sie ist laut Trainer Fabio Celestini auch ein Schlüsselspiel, dessen Ausgang sich auf die gesamte restliche Saison auswirken könnte – positiv wie negativ.Für den FCB gilt es dabei, die drei sieglosen letzten Ligapartien vergessen zu machen und den Schwung aus den positiv gestalteten Testspielen mit in die Meisterschaft zu nehmen. Keine einfache Aufgabe im Tessin, haben die Basler doch alle vier Spiele, die sie im Jahr 2024 gegen Lugano bestritten, verloren.Das SpielDer FCB startet fulminant in die Partie. Schon in der ersten Minute trifft Kevin Carlos per Kopf aus sehr aussichtsreicher Position den Pfosten. Es folgt eine intensive Startphase, in der das Spiel von der einen Seite auf die andere pendelt, ehe der FC Basel durch einfache Fehler Luganos zu einer ersten Druckphase kommt. Entsprechend ist es verdient, als Kevin Carlos auf Vorlage Xherdan Shaqiris den FC Basel in der 24. Minute per schönem Lupfer in Führung bringt. Gegen Ende der ersten Halbzeit wird Lugano dann etwas besser, weswegen es auch hier nicht gänzlich entgegen dem Spielverlauf ist, dass es zur Pause durch einen von Dominik Schmid verschuldeten Penalty 1:1 steht.Zu Beginn der zweiten Halbzeit behält Lugano die Oberhand, kommt zu mehreren Chancen und stellt in der 53. Minute durch Albian Hajdari auf 2:1, wobei die Basler Abwehr in dieser Aktion sehr desorientiert wirkt. Die Partie bleibt intensiv, Chancen gibt es weiterhin auf beiden Seiten. Gegen Ende der Partie wird der FCB nochmals stärker und erspielt sich die eine oder andere Möglichkeit, bevor Xherdan Shaqiri in der 87. Minute per Penalty, den Bénie Traoré herausgeholt hat, zum 2:2-Endstand trifft.Stadio Cornaredo. – 4‘888 Zuschauer. – SR Wolfensberger.Tore: 24. Kevin Carlos 0:1 (Shaqiri). 45.+2 Grgic 1:1 (Foulpenalty). 53. Hajdari 2:1 (Valenzuela). 87. Shaqiri 2:2 (Foulpenalty).Lugano: Saipi; Zanotti (84. Brault-Gillard), Papadopoulos, Hajdari, Valenzuela; Mahmoud, Grgic (71. Doumbia); Bottani (57. Mahou), Bislimi (84. Mai), Steffen; Vladi (71. Koutsias).FC Basel (4-4-2): Hitz; Mendes (79. Sigua), Barisic, Adjetey, Schmid (46. Cissé); Shaqiri, Avdullahu, Leroy (62. Baró), Kade (62. Soticek); Carlos (79. Fink), Traoré.Bemerkungen: FCL ohne Marques, Maslarov, Przybylko und Ryter (alle verletzt). FCB ohne Comas (angeschlagen), Xhaka (Adduktoren), Junior Zé (im Aufbau) Pfeiffer, Spycher; Vouilloz, Dräger und Ajeti (alle kein Aufgebot). Ersatzbank FCB: Salvi, Otele, Van Breemen und Rüegg. – Verwarnungen: 28. Mendes (Foul). 36. Leroy (Foul). 42. Schmid (Foul). 57. Steffen (Foul). 74. Cissé (Foul). 93. Brault-Gillard (Reklamieren). – 1. Kopfball von Kevin Carlos an den Pfosten. 52. Hitz lenkt Ball von Mahmoud an den Pfosten. 52. Der Ball springt von Cissés Bein an die Latte des eigenen Tors. 65. Lattenschuss Traoré.Die TaktikFabio Celestini kündigte am Freitag vor dem Lugano-Spiel an, dass er an der einen oder anderen taktischen Stellschraube gedreht hat. Das lässt sich in Lugano erkennen. Während es aus personeller Sicht keine Überraschungen in der Startelf gibt, macht Celestini leichte Anpassungen an seinem Spielsystem. Er lässt in einem 4-4-2 verteidigen, wobei Anton Kade im linken, Xherdan Shaqiri im rechten Mittelfeld und Bénie Traoré und Kevin Carlos im Sturm agieren. Auffällig ist, wie aggressiv der FCB die Zweikämpfe führt. Daraus resultieren zum einen einige Ballgewinne – gerade in Halbzeit eins funktioniert das FCB-Pressing zeitweise ausgesprochen gut. Zum anderen sind viele begangene Fouls die Folge davon. Am Ende sind es deren siebzehn, während Lugano bei neun steht.Offensiv agieren die Basler gewohnt flexibel. Shaqiri ist sowohl auf dem Flügel als auch im Zentrum anzutreffen. Die Aussenverteidiger stehen hoch und schalten sich in die Angriffe ein. Besonders nach Ballgewinnen gelingt es dem FCB über seine schnellen Spieler, schnell umzuschalten und damit gefährlich zu werden.Der AufregerEs ist ein äusserst unterhaltsames Spiel im Cornaredo. Und es ist ein Spiel der spektakulären Latten- und Pfostentreffer. Bereits in der ersten Minute trifft Kevin Carlos vor dem leeren Tor per Kopf nur den Pfosten. In der 51. Minute treffen dann gleich zwei Spieler die Torumrandung. Nach einem groben Fehler von Jonas Adjetey kommt Hadj Mahmoud zum Abschluss, den Marwin Hitz mit einer guten Parade an den Pfosten lenken kann. Beim Versuch, die Aktion zu klären, schiesst dann Jonas Adjetey Mitspieler Moussa Cissé an, worauf der Ball in Flipper-Manier an den Basler Querbalken springt. Und als wäre das nicht genug der Beinahe-Tore, trifft Bénie Traoré in der 65. Minute mit einem stark flatternden Ball die Lugano-Latte.Das muss besser werdenDer FCB kann mit dem Favoriten in der Meisterschaft mithalten, dominiert ihn während einer Phase gar. Was für einen Sieg im Tessin aber fehlt, ist zum einen eine konsequente Chancenauswertung. Denn Abschlüsse hat der FC Basel mit 22, von denen fünf aufs Tor gehen, genug. Zum anderen unterlaufen dem FCB zu viele unerzwungene Fehler, die den Gegner aufbauen. Die beiden Gegentore sind dabei nur jene Beispiele, bei denen ein Basler Fehler auch bestraft wurde.Das sagt der TrainerFabio Celestini sieht nach dem Unentschieden gegen den Leader der Super League sowohl Positives als auch Ausbaufähiges. Er sagt: «Wir haben gezeigt, dass wir mit unserer Idee und Philosophie auch für eine Mannschaft wie Lugano zum Problem werden können. Das ist sehr positiv.» Doch dass man mit einem 1:1 in die Halbzeit gehe, das dürfe dem FCB nicht passieren. Denn die Basler seien bis dahin das bessere Team gewesen. Celestini fügt an: «Vor dem Penalty hat sich Lugano vielleicht gedacht, dass sie heute keine Chance haben.»So geht es weiterNach diesem 2:2 in Lugano steht der FC Basel unverändert auf Platz zwei der Super League. Noch immer beträgt der Rückstand einen Punkt, und noch immer ist man punktgleich mit dem drittplatzierten Lausanne. Mit dem Ligabetrieb geht es für den FCB am kommenden Sonntag um 16.30 Uhr weiter. Dann ist beim ersten Heimspiel des Jahres der FC Sion zu Gast. Die Sittener haben ihr letztes Spiel gegen GC mit 0:1 verloren und stehen in der Liga auf Platz 8.Rückrundenstart beim FCBDen Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
MeinungSportduell nach Finaleinzug – FC Basel: Wäre nun alles andere als das Double eine Enttäuschung?Der FC Basel ist Favorit auf die Meisterschaft und auf den Cupsieg. Über die Relevanz des Doubles sind sich zwei Autoren uneinig. Publiziert heute um 15:53 UhrNach dem Sieg im Cup-Halbfinal gegen Lausanne ist das Double zum Greifen nah.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkWer so nahe an zwei Titeln dran ist, der will sich diese nicht mehr vor den Augen nehmen lassen.Simon TribelhornNoch vor wenigen Monaten hätten wohl die wenigsten damit gerechnet, dass der FC Basel am Ende der Saison um das Double kämpft. Der FCB hatte eine Spielzeit hinter sich, in der er lange ernsthaft um den Klassenerhalt zittern musste. Entsprechend vorsichtig formulierte die Clubführung vor Saisonstart die Ziele: Das Erreichen der Top 6 lautete die Vorgabe für Trainer Fabio Celestini und seine Mannschaft. Doch nun hat sich der FCB durch seine guten Leistungen in den letzten Wochen eine völlig neue Ausgangslage geschaffen.In der Super League marschiert der FC Basel vorneweg. Fünf Spiele vor Schluss beträgt der Vorsprung auf die Konkurrenz sechs und mehr Punkte – der FCB kann mit viel Selbstvertrauen in die Meisterrunde starten, zumal die Mannschaft in der Liga zuletzt nicht nur fünf Spiele in Folge gewann, sondern auch spielerisch überzeugen konnte. Ein plötzlicher Leistungsabfall müsste nun eintreten, damit sich die Basler noch von der Tabellenspitze verdrängen liessen.Mit dem Sieg im Cup-Halbfinal gegen Lausanne hat sich der FCB nun auch noch im Pokalwettbewerb eine komfortable Ausgangslage geschaffen. Gegner im Endspiel ist der FC Biel aus der drittklassigen Promotion League – ein Kontrahent, den man unter normalen Umständen klar schlagen muss. Natürlich schreibt der Cup immer seine eigenen Gesetze, wie Biel mit den Siegen gegen Lugano und YB bewies. Doch allein am Klassenunterschied gemessen gibt es schlichtweg keine Ausreden: Die Cup-Trophäe muss nach Basel.Angesichts dieser Rahmenbedingungen wäre es falsch, weiterhin in Zurückhaltung zu verharren. Wer so nahe an zwei Titeln dran ist, der will sich diese nicht mehr vor den Augen nehmen lassen. Dazu bringt der FCB auch die richtige Mentalität auf den Platz. Er ist nicht mehr der verunsicherte Club von vor einem Jahr – er ist wieder der FC Basel, vor dem sich einst die gesamte Fussballschweiz fürchtete: Er zeigt sich kämpferisch, selbstbewusst und wirkt bereit, Grosses zu erreichen.Das Double ist deshalb längst mehr als nur eine theoretische Möglichkeit. Es wäre die logische Konsequenz einer Saison, in der der FCB von allen Teams am besten und konstantesten performt – und sich beide Titel redlich verdient hätte. Alles andere wäre eine Enttäuschung.Egal, wie die letzten Saisonspiele ausgehen, hat diese Mannschaft Unglaubliches geschafft.Yomo IslerXherdan Shaqiri wird vor jedem Eckball angefeuert, und jede erfolgreiche Grätsche wird mit lautstarkem Beifall belohnt. Nach dem Sieg nach Verlängerung im Cup-Halbfinal gegen Lausanne läuft Fabio Celestini jubelnd und hüpfend auf die Muttenzerkurve zu. Kurz: Solch eine Euphorie war im Joggeli lange nicht mehr zu spüren.Die Basler sind im Cupfinal gegen den Drittligisten FC Biel haushoher Favorit. Die Liga führt der FCB fünf Runden vor Schluss mit sechs und mehr Punkten an. Der Traum vom Double ist nun zum Greifen nah. Ein Zustand, den man in den vergangenen Spielzeiten so nicht erleben durfte.Ja, der FCB ist auf dem Weg zum ersten Titel seit dem Cupsieg 2019 und vielleicht sogar zum Double. Dabei muss man sich in Erinnerung rufen: Vor Jahresfrist spielte der FC Basel gegen den Abstieg aus der höchsten Liga und zitterte sich von Spiel zu Spiel. Und auch im Cup war schon im Viertelfinal Schluss. Nach einer solchen Saison hätte wohl keiner darauf gewettet, dass der FC Basel fünf Runden vor Schluss das Double nur noch selbst verspielen kann. Eine derartige Entwicklung der Formkurve ist bemerkenswert; selbst dann, wenn es nicht zum Double reichen sollte.Auch gilt es zu beachten, dass die Mannschaft des FC Basel einen weiteren Umbruch hinter sich hat: Mit Jonas Adjetey und Dominik Schmid standen im Cup-Halbfinal nur zwei Spieler in der Startelf, die auch im letzten Meisterschaftsspiel der vergangenen Saison von Anfang an spielten. Mit Philip Otele und Metinho stiessen zwei der aktuellen Leistungsträger gar erst im Winter dazu.Und der Transfer des von Lob überschütteten Shaqiri wurde anfänglich kritisiert. Es war unklar, was Shaqiri nach seiner Zeit bei Chicago Fire in den USA in der Super League auf den Platz bringen wird. Inzwischen ist es der Rückkehrer, der Rotblau von Erfolgserlebnis zu Erfolgserlebnis dirigiert. Nun heisst es, dass man mit einem solchen Kader einfach Meister werden muss.Ganz gleich, ob der FC Basel zwei oder keinen Titel holt, muss man vor der Leistung dieser Mannschaft den Hut ziehen. Sie hat es unter der Führung von Fabio Celestini geschafft, eine Stadt wieder voll und ganz für ihren Fussballverein zu begeistern und das nach der schlechtesten Saison seit dem 11. Schlussrang in der Nationalliga A von 1997/98. Von einer Enttäuschung zu reden, wenn es nicht zum Double reicht, ist eine vom kurzfristigen Erfolg geblendete Sichtweise, bei der vergessen wird, wo der FC Basel noch vor kurzem stand und was diese Mannschaft bereits jetzt erreicht hat. Der Einzug in den CupfinalDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenSimon Tribelhorn ist freier Mitarbeiter im Ressort Sport bei der Basler Zeitung. Er berichtet regelmässig über den FC Basel, den EHC Basel und den RTV.Mehr InfosYomo Isler ist Praktikant bei der Basler Zeitung. Er schloss 2024 die Matura am Gymnasium am Münsterplatz ab und ist seit Februar 2025 als Praktikant bei der BaZ tätig.Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare