Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert.
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– «Dann heisst es rasch: Was macht ihr da hinten auf dem Campus eigentlich?»Ab Januar ist Mario Cantaluppi (49) Trainer der U-21 des FC Basel. Er muss nicht nur Spieler weiterentwickeln, sondern auch den Abstieg aus der Promotion League abwenden.Publiziert heute um 20:02 Uhr«Ich bin sehr ehrlich und authentisch. Und ein Disziplinfanatiker.» Mario Cantaluppi über den Trainer Mario Cantaluppi.Foto: Nicole Pont (Tamedia AG)Mario Cantaluppi, wann haben Sie letztmals ein Interview gegeben?Erst vor kurzem, im Rahmen der Youth League, bei der wir uns mit der U-19 für die Playoffs qualifiziert haben. Medientermine sind inzwischen die Ausnahme. Aber um ehrlich zu sein: Ich habe es nicht vermisst, Interviews zu geben. Das Einzige, was mir aus meiner Aktivkarriere manchmal fehlt, ist das Adrenalin des Wettkampfs, wenn man auf dem Platz steht – der Geruch des Rasens, dieser pure Fussball.Nach der Entlassung von Dennis Hediger wurde bekannt, dass Sie 2024 sein Nachfolger in der U-21 werden. Zurzeit betreuen Sie noch die U-19. Haben Sie aktuell zwei Hüte auf?Nein, zurzeit bin ich einzig U-19-Trainer. Am Samstag haben wir ein ganz wichtiges Spiel gegen den FC Zürich. Ich bin voll fokussiert auf diese Cup-Partie. Natürlich gab es bereits Sitzungen bezüglich der U-21. Aber ins Detail gegangen bin ich bei diesem Thema noch nicht. Hätten Sie es geglaubt, wenn man Ihnen vor einem Monat gesagt hätte, dass Sie im Januar die FCB-U-21 übernehmen?Zu diesem Zeitpunkt war dieser Gedanke weit weg, vor zwei Wochen schon viel näher. Da spürte ich, was der Club mit der U-21 vorhat. Die Wahl fiel wohl auch auf Sie, weil Sie mit der U-19 in Liga, Cup und Youth League sehr gut unterwegs sind. Wenn man eine solch erfolgreiche europäische Kampagne hinlegt, wie wir das bis anhin gemacht haben, ist das sicher kein Nachteil. Insgesamt aber denke ich, dass die Verantwortlichen Daniel Stucki und Martin Andermatt total überzeugt sind von der Arbeit aller Angestellten im U-Bereich.Wie nahe haben Sie die U-21 im letzten Halbjahr verfolgt?Ich habe fast jede Partie gesehen und kenne praktisch alle Spieler aus meiner Zeit als U-17-Trainer oder von der laufenden Youth-League-Kampagne, bei der das Team grösstenteils U-21-Spieler beinhaltet. Deshalb wissen die meisten Akteure bereits, wie ich ticke. Ich muss beim Team nicht bei null anfangen. Meine Aufgabe ist es nun, sie in den Aktivsport zu bringen. Sie müssen lernen, gegen Erwachsene und nicht mehr gegen Junioren zu spielen.Ihr Verhältnis zu Ihrem Vorgänger Dennis Hediger soll nicht das Beste gewesen sein. Es war kompliziert, aber stets professionell. Club und Spieler standen immer im Vordergrund.Bis im Sommer waren Sie fünf Jahre lang U-17-Trainer, nun führte Ihr Weg in sechs Monaten via U-19 in die U-21. Das ist ein rasanter Aufstieg. Ja. Aber wissen Sie: Ich habe Zeit, keinen Stress. Ich liebe es, für den FC Basel in der Akademie arbeiten zu dürfen. Karriere als Trainer muss ich keine mehr erzwingen, ich hatte eine wunderbare als Spieler. Mein Motto war und ist: Sei respektvoll und demütig. Ist es also richtig, gleich den nächsten Schritt als Trainer zu wagen?Gewiss, ich hätte mir vorstellen können, weiter U-19-Trainer zu bleiben und die jungen Fussballer auf spätere Aufgaben vorzubereiten. Aber ein Gefühl sagt mir, dass es nun der richtige Moment ist, diesen Schritt zu machen. Auch, weil ich in der U-21 meinen Wunschstaff zusammenstellen darf. Das gibt mir Sicherheit und Zuversicht, dass wir unser Ziel, den Klassenerhalt, erreichen. Bislang waren Sie vor allem Ausbildner, nun ist der Fokus ein anderer. Es geht darum, dass die Basler U-21 nicht in die 1. Liga absteigt. Wie gehen Sie damit um? Ich liebe diesen Druck, ich mag diese Spannung. Dieser positive Stress hat den Effekt, noch mehr in alles zu investieren. Es ist im Fussball wie im Leben: Ein Mensch kann nur dann performen, wenn er einen gewissen Druck hat und mit diesem umgehen kann. Das ist eine Herausforderung. Wir werden jede Woche getestet werden, es stehen uns 17 brutal harte Spiele bevor. Das liebe ich. Ist es einfacher, mit Junioren zu arbeiten, als ein Aktivteam zu betreuen?Ich finde die höchste Nachwuchsstufe sehr interessant, weil man da den Schritt in den Erwachsenenfussball vollzieht. Man darf nicht vergessen: Die Promotion League ist eine gute Liga. In ihr spielen zahlreiche Ex-Profis oder Fussballer, die den Sprung nach oben knapp nicht geschafft haben. In dieser müssen sich die Jungprofis aus der FCB-Akademie, die alle den Fussball zum Beruf machen wollen, bewähren. Meine Aufgabe ist es, die 17-, 18-Jährigen gezielt zu fördern und zu fordern. Das ist in einer Aktivmannschaft anders. Da braucht man als Trainer mehr Verständnis, weil bei den Spielern der Fokus nicht nur auf dem Fussball, sondern auch auf der Familie oder dem Beruf liegt. Ich fühle mich in der Rolle als Nachwuchstrainer total wohl. Trotzdem: Was, wenn ein Club aus der Challenge League anklopfen würde? Sie waren ja schon mal bei Servette in dieser Funktion aktiv. Das ist kein Thema. Ich habe in der Vergangenheit gelernt: Es ist schlecht, wenn man etwas im Leben erzwingt. Dann wird man seine Ziele nicht erreichen. Was ich jetzt habe, ist das Beste. Ich möchte die Mannschaft aus dem hinteren Tabellenbereich herausführen und ein junges Team wieder Erfolge feiern lassen. Das ist doch auch interessant. Wieso soll ich irgendwo in der Challenge League arbeiten gehen, wenn ich hier in Basel alles habe? Weil Sie dann in der Öffentlichkeit mehr wahrgenommen würden. Aber meine grosse Motivation ist, den Jungen etwas weiterzugeben. Damit sie sich den Traum erfüllen können, den ich leben durfte. Der FC Basel ist für mich der FC Bayern der Schweiz. Es ist einfach geil, für diesen Club zu arbeiten. Man hat ständig Druck, das finde ich toll. Wie würden Sie sich als Trainer charakterisieren?Ich bin sehr ehrlich und authentisch. Und ein Disziplinfanatiker. Sehr wichtig ist mir, den Spielern Spass wie Ernsthaftigkeit zu vermitteln. Ich selbst darf mich nicht verändern, sondern möchte so bleiben, wie ich bin. Es heisst, eine Ihrer Stärken sei die gute Stimmung, die Sie mit Ihrer positiven Art in einer Gruppe verbreiten können. Ist es genau das, was die U-21 nun braucht?Ich vermittle ihnen: Wenn ihr als Fussballer weiterkommen möchtet, müsst ihr am Tag X bereit sein. Ich muss das vorleben. Wenn ich sage, dass ich Pünktlichkeit verlange, darf ich nicht zu spät erscheinen. Ganz einfach. Es gibt nichts Schlimmeres als Respekt- und Disziplinlosigkeit. Das wissen die Spieler. Wer sich nicht daran hält, der muss mit Konsequenzen rechnen. «Der FC Basel ist für mich der FC Bayern der Schweiz»: Mario Cantaluppi hat für Rotblau 273 Spiele bestritten und ist nun seit 2018 im Nachwuchs als Trainer tätig.Foto: Nicole Pont (Tamedia AG)Künftig werden Sie eng mit Fabio Celestini zusammenarbeiten. Wie ist Ihr Verhältnis zu ihm?Ich habe ihn heute kurz gesehen, wir kennen uns ja aus gemeinsamen Nationalmannschaftszeiten. Aber bis Sonntag liegt sein Fokus vor allem auf der ersten Mannschaft, da ist die Rückrundenplanung mit dem Nachwuchs vorerst Nebensache. Ich muss ihm ein Riesenlob aussprechen. Was er in der kurzen Zeit hier unter schwierigen Bedingungen geschafft hat, ist vorbildlich. Toll auch, wie er die Jungen in dieser Situation integriert. Sie meinen, dass Avdullahu, Zé oder zuletzt Beney regelmässig eingesetzt werden?Solche Signale hatten wir in den letzten Jahren zu selten. Dieses Bekenntnis zu den Jungen macht ihnen Mut. Fabio hat Interesse an diesen Spielern. Er könnte ja auch einen anderen Weg gehen und die Jungen aussen vor lassen. Dann lief in den letzten Jahren nicht alles rund im FCB-Nachwuchs?Wir wollen künftig zwei, drei Dinge anders machen. Was?Es gibt immer Punkte, die man optimieren kann und die wir im regelmässigen internen Austausch besprechen. Wir sind aber auf einem guten Weg – zum Beispiel auch durch die Integration der Nachwuchsleitung in die Sportkommission.In der U-21 werden auch immer wieder Profis aus der ersten Mannschaft eingesetzt, die Spielpraxis brauchen. Was bedeutet, dass die Perspektivspieler auf die Bank müssen. Wie gehen Sie damit um?Das ist das Los des U-21-Trainers. Ich bin aber überzeugt, dass eine mangelnde Bereitschaft in der U-21 auch von Fabio nicht goutiert würde. Jeder weiss, um was es geht im FC Basel. Wir geben gemeinsam alles dafür, bei der ersten Mannschaft sowie im Nachwuchs unsere Ziele zu erreichen. Die Qualität dazu haben wir.Was, wenn die Ziele nicht erreicht werden?Dann heisst es rasch: Was macht ihr da hinten auf dem Campus eigentlich? Man muss den Junioren klar vermitteln, dass es ein Privileg ist, für diesen Club zu spielen. Aber sie müssen auch wissen, dass die Luft in einer U-21 dünner wird. Dass bei mangelnder Leistungsbereitschaft die Möglichkeit besteht, den Sprung zu den Profis nicht zu schaffen.Sie sind Zürcher, GC-Junior und haben für den FC Basel 273 Spiele bestritten. Welchen Stellenwert nimmt der FCB in Ihrem Leben ein?Das Leben, das ich heute führe, verdanke ich auch dem FC Basel. Als ich 19 und vertragslos war, holte mich Didi Andrey – für 800 Franken im Monat, weil der FCB kaum Geld hatte. Bei meinem zweiten FCB-Engagement ein paar Jahre später kam ich aus einer 17-monatigen Verletzungspause und erhielt bei Rotblau die Chance, meine Karriere nochmals zu lancieren. Und dank Massimo Ceccaroni bekam ich die Möglichkeit, im FCB-Nachwuchs Trainer zu werden. Für all das bin ich sehr dankbar. Was war das Highlight Ihrer FCB-Zeit?Da gibt es viele. Ganz oben in dieser Liste steht sicherlich der Aufstieg 1994. Da merkte man, wie wichtig der Club für diese Region ist. Ebenso unvergessen sind der Meistertitel 2002 und die darauffolgende Champions-League-Saison mit den Spielen gegen Liverpool oder Manchester United. Könnte das noch getoppt werden mit einem Erfolg als Trainer?Träumen darf man immer, Fussball ist ein derart schnelllebiges Geschäft. Aber es ist kein explizites Ziel von mir, und solche Gedanken sind ganz weit weg. Mein Fokus liegt aktuell einzig und allein auf dem Basler Nachwuchs. Schweizer Cup U-19. Samstag, 15.30 Uhr: FC Basel – FC Zürich (Nachwuchs-Campus, Münchenstein). Mehr zum FC Basel:Dominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der BaZ und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut und hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst. 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Fünf Spiele bleiben den FCB, um sich einen Europacupplatz zu
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Dem 25-Jährigen will und will kein Torerfolg gelingen. Und man fragt sich: Wer überhaupt soll die Gefahr im Basler Sturm neu entfachen?
AboFCB im Europacup – Der FC Basel blickt gespannt auf den 4. AugustIm Playoff der Champions League ist der FCB aktuell ungesetzt. Was heisst, dass namhafte Gegner auf Rotblau warten könnten.Publiziert heute um 16:05 UhrTanzt Xherdan Shaqiri in der nächsten Saison wieder im FCB-Dress in der Champions League?Foto: Valeriano Di Domenico (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkEs fühlt sich an wie eine Ewigkeit. Am 3. August 2023 gewinnt der FC Basel in der Qualifikation zur Conference League zwar das Rückspiel bei Tobol Kostanay 2:1, dennoch scheiden die Basler in einer frühen Phase aus dem Europacup aus. Es ist ohnehin unter Trainer Timo Schultz ein denkwürdiger Start in eine Saison, in der alles drunter und drüber geht. Seither ist der FCB international nicht mehr im Einsatz gewesen. Daran musste man sich in Basel nach Jahren mit zahlreichen magischen Europacup-Nächten erst gewöhnen. So wenige Partien wie in der abgelaufenen Spielzeit hat Rotblau lange nicht mehr bestritten.Das wird sich ab August ändern, wenn der Schweizer Meister aus Basel zum Champions-League-Playoff antritt. Setzt sich der FCB in Hin- und Rückspiel gegen einen anderen Landesmeister durch, steht er erstmals seit der Saison 2017/18 in der Königsklasse. Wer Basels Gegner sein könnte, ist noch nicht bekannt.Aktuell zählt Basel zu den ungesetzten Teams in dieser Poule, was sich nach den gespielten Qualifikationsrunden noch ändern könnte. Doch bleibt es so, warten namhafte Gegner auf Rotblau: Ferencvaros, Celtic Glasgow, Bodø/Glimt, FC Kopenhagen, Roter Stern Belgrad, Maccabi Tel Aviv oder Slovan Bratislava. Ausgelost wird das Playoff am 4. August, gespielt wird am 19./20. und 26./27. August. Sollte der FCB seine neunte Champions-League-Teilnahme verpassen, ist er direkt für die Liga-Phase der Europa League qualifiziert. Was nichts anderes heisst, als dass der FCB bereits jetzt mit garantierten Einnahmen in der Höhe von 4,3 Millionen Franken rechnen darf. Das ist die Startgage in der Europa League. Hinzu kommen Prämien von 150’000 Franken pro Punkt sowie weitere mögliche Boni. Viel mehr Geld zu erwirtschaften gäbe es für Rotblau mit einer Champions-League-Teilnahme, wo allein die Startgage bereits 18,62 Millionen Euro beträgt, ein Sieg 2,1 Millionen wert ist und auch ein Remis noch 700’000 Euro bringt.Bevor es im August mit dem europäischen Wettbewerb losgeht, blickt die «Basler Zeitung» auf die denkwürdigsten europäischen Kampagnen des FC Basel in diesem Jahrtausend zurück.Saison 2002/03: Suttons Fehlschuss ins Basler GlückWas für ein Spiel im Joggeli: Glasgows Johan Mjällby gegen Basels Julio Hernan Rossi.Foto: Andy Mueller (Freshfocus)Die erste Champions-League-Teilnahme des FC Basel ist eine ganz besondere. Und im Basler Gedächtnis bleibt der Schuss von Chris Sutton, der das FCB-Tor hauchdünn verfehlt. Würde dieser Abschluss in der Endphase im St.-Jakob-Park hinter Pascal Zuberbühler im Tor landen, wäre Celtic Glasgow und nicht der FCB für die Königsklasse qualifiziert.Doch der Fussballgott ist in dieser Saison ein Basler. Was folgt, sind unvergessene Champions-League-Nächte gegen Manchester United, Liverpool und Spartak Moskau. «A night to remember» ist zweifelsohne das Heimspiel gegen die «Reds». Zur Pause führt der FCB 3:0, am Ende heisst es 3:3. Ein Remis, das reicht, um sich gleich in der ersten Saison im besten europäischen Wettbewerb für die Zwischenrunde zu qualifizieren, wo dann Juventus Turin, Manchester United und Deportivo La Coruña sich als zu stark erweisen.Saison 2005/06: Für den FCB endet alles ganz bitterWar beim Middlesbrough-Spiel dabei: Der heutige FCB-Präsident David Degen.Foto; Daniela Frutiger (Freshfocus)Der Sprung in die Champions League gelingt dem FCB im Sommer 2005 nicht. Das Aus in der Qualifikation gegen Werder Bremen hat zur Folge, dass die Mannschaft von Trainer Christian Gross in den damaligen Uefa-Cup muss.Dort übersteht sie die Gruppenphase und kommt es zu einem unvergessenen Viertelfinal gegen Middlesbrough. Der FCB hat nach dem 2:0-Erfolg im Hinspiel gute Karten, erstmals in der Vereinsgeschichte in einen Europacup-Halbfinal einzuziehen. Doch es kommt anders. Beim Rückspiel auf der Insel deutet alles darauf hin, dass Rotblau auch im zweiten Vergleich mit dem Vertreter aus der Premier League die Oberhand behalten würde. Eduardo bringt den Gast früh in Führung. Danach schreibt diese Partie ihre eigene Geschichte: Middlesbrough dreht auf, und dem eingewechselten Italiener Massimo Maccarone, der von den englischen Reportern als Makkaroni bezeichnet wird, gelingt in der 90. Minute das 4:1. Damit hat Middlesbrough das Unmögliche möglich gemacht.Eine FCB-Saison, die überaus erfolgreich hätte werden können, endet schliesslich kraftlos und ganz bitter: mit dem 13. Mai, dem in letzter Sekunde verlorenen Meistertitel – und der Schande von Basel.Saison 2011/12: Manchester United ganz klein Was für ein Abend gegen «ManU» im Joggeli! Bernhard Heusler und Heiko Vogel bejubeln den Einzug in den Achtelfinal der Königsklasse.Foto: Daniela Frutiger (Freshfocus)Die Endrangliste der Champions-League-Gruppe C in der Saison 2011/12 muss man sich aus Basler Sicht auf der Zunge zergehen lassen: 1. Benfica Lissabon 6/12. 2. Basel 6/11. 3. Manchester United 6/9. 4. Otelul Galati 6/0. Dabei zeigt der FCB zweimal gegen das grosse Manchester United eine Parforce-Leistung. Schon das 3:3-Remis im «Theatre of Dreams» ist ein sensationelles Ergebnis. Doch im entscheidenden Heimspiel gegen die Red Devils legt der FCB noch eine Schippe drauf: Marco Streller und Alex Frei sichern Basel die Qualifikation für den Achtelfinal.An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosDort wartet Bayern München – und somit auch das brutale Erwachen. Zwar legt die Mannschaft von Heiko Vogel im Joggeli vor und gewinnt mit 1:0. Doch im Rückspiel zündet der deutsche Rekordmeister den Turbo und fegt den «kleinen» FCB mit 7:0 aus der Allianz-Arena.Saison 2012/13: Der FCB reist und reist und reistFCB-Trainer Murat Yakin musste sich auf den Basler Europacup-Reisen teils warm anziehen: Hier in Genk.Foto: Maarten Straetemans (Freshfocus)Tallinn, Molde, Cluj, Lissabon, Genk, Székesfehérvár, Dnipropetrovsk, St. Petersburg und zweimal London: In diese Städte reist der FCB in dieser Saison, die ihn nach der gescheiterten Champions-League-Qualifikation bis in den Halbfinal der Europa League bringt. Dort ist nach 20 europäischen Spielen gegen Chelsea Endstation. An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosUnvergessen bleibt der Viertelfinal gegen das favorisierte Tottenham. An der White Hart Lane holt der FCB dank Toren von Valentin Stocker und Fabian Frei ein 2:2. Im Rückspiel im Joggeli schliesslich gerät Rotblau in Rückstand, dreht die Partie und kassiert in der Endphase das 2:2. Ein Penaltyschiessen muss entscheiden. Beim FCB treffen alle, Tottenham verschiesst zwei Elfmeter. Der FCB steht erstmals in der Vereinsgeschichte in einem Europacup-Halbfinal, wo er an Chelsea scheitert.Saison 2017/18: FCB mit RekordenDimitri Oberlin erzielt gegen Benfica Lissabon das zwischenzeitliche 2:0 – ein Wahnsinnstreffer!Foto: Andy Mueller (Freshfocus)Dimitri Oberlin spielt heute bei Sepsi OSK in Rumänien. Jener Oberlin, der im Herbst 2017 beim denkwürdigen 5:0-Sieg des FCB in der Champions League gegen Benfica Lissabon ein ebenso denkwürdiges Tor erzielt. Ein Treffer, der vielen FCB-Anhängern im Zusammenhang mit dieser Kampagne in bester Erinnerung ist.An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosIn der Gruppe mit Benfica, ZSKA Moskau und Manchester United wird der FCB Zweiter und holt 12 Punkte – so viele wie nie zuvor in einer Gruppenphase der Königsklasse. Im Achtelfinal heisst der Gegner Manchester City, das für die Mannschaft von Trainer Raphael Wicky aber eine Schuhnummer zu gross ist. Das Hinspiel in Basel geht gleich 0:4 verloren. Immerhin verabschiedet sich Rotblau mit einem 2:1-Erfolg im Etihad Stadium von Europa.Saison 2021/22: Letzter Höhenflug mit VogelDiese Basler Mannschaft versuchte im Mai 2023, in den Final der Conference League einzuziehen.Foto: Daniela Frutiger (Freshfocus)Der FC Basel wiederholt die grosse Europa-Reise aus der Saison 2012/13. Diesmal aber in der Conference League, wo man abermals 20 Partien absolviert und dabei Belfast, Kopenhagen, Sofia, Vilnius, Bratislava, Jerewan, Trabzon, nochmals Bratislava, Nizza und schliesslich Florenz besucht.Und wie damals, so spielt auch jetzt Heiko Vogel als Trainer eine Rolle – nur umgekehrt: Damals im Oktober 2012 durch Murat Yakin ersetzt, beerbt er nun im Februar 2023 Alex Frei interimistisch, nachdem er erst wenige Wochen zuvor als eigentlicher Sportdirektor zum FCB zurückgekehrt ist.Noch einmal erlebt der FCB also einen Höhenflug, der ihm beinahe die erste Europacup-Finalteilnahme eines Schweizer Clubs bringt: Erst kurz vor Ende der Verlängerung erzielt die AC Fiorentina im ausverkauften Basler St.-Jakob-Park das 3:1, mit dem sie sich in der Affiche durchsetzt – und vermeidet so ein Elfmeterschiessen gegen eine Basler Mannschaft, die sich zuvor auf ihrem Weg schon zweimal in einer Kurzentscheidung vom Punkt aus für die nächste Runde qualifiziert hat.Ein meisterlicher FC Basel:Diesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenOliver Gut schreibt seit März 2001 für das Sport-Ressort der Basler Zeitung, das er seit 2019 leitet. Vorher für diverse Sportarten zuständig, konzentriert sich der Fricktaler seit 2011 auf den Fussball – und damit hauptsächlich auf den FC Basel. Zudem ist er regelmässiger Diskussionsgast im Fussball-Podcast «Dritte Halbzeit».Mehr InfosDominic Willimann ist 1979 geboren. Er ist seit 2007 Sport-Redaktor der Basler Zeitung und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist der in der Stadt Basel aufgewachsene Journalist seit seiner Jugend mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut, über den er heute regelmässig berichtet. Und: Er hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst.Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
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