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AboFC Basel vor Saisonstart

… und Xherdan Shaqiri sagt: «Wir sind klarer Favorit»

Xherdan Shaqiri und Ludovic Magnin bei einer Pressekonferenz des FC Basel, umgeben von Mikrofonen, Juli 2025.
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In Kürze:

  • Der FCB startet mit neuem Pressing-System erstmals seit 2017 als Meister.
  • Tsunemoto und Koindredi sind die einzigen echten Neuzugänge dieser Saison.
  • Shaqiris physische Belastbarkeit wird bei englischen Wochen auf die Probe gestellt.
  • Als Schweizer Meister muss Basel knapp vor YB als Favorit gelten.

Am Samstag startet der FC Basel um 18 Uhr mit einem Auswärtsspiel gegen St. Gallen in die Super League. Wir nennen die sieben wichtigsten Fragen – und liefern Antworten.

Was ist vom Auftaktspiel in St. Gallen zu erwarten?

Die jüngere Bilanz des FCB in den Auftaktspielen der Super League der letzten Jahre ist unterdurchschnittlich: Seit 2017 haben die Basler in der ersten Runde nur zwei Spiele gewinnen können, letztmals war dies 2021 bei einem 2:0 gegen GC der Fall. Ansonsten resultieren für den FC Basel am ersten Spieltag vier Niederlagen und ein Unentschieden. Zwei dieser Niederlagen gab es gegen St. Gallen, den ersten Gegner des FCB zum Super-League-Start am 26. Juli.

Auch die Bilanz des neuen Cheftrainers Ludovic Magnin verspricht nicht unbedingt einen positiven Start. Jedes Debütspiel seiner bisherigen drei Stationen hat der 46-Jährige verloren: 2018 gab es mit dem FC Zürich eine 0:1-Niederlage im Derby gegen GC, im Frühjahr 2022 mit dem SCR Altach ein 0:2 gegen Austria Wien und im darauffolgenden Sommer mit Lausanne-Sport ein 0:1 gegen Bellinzona.

Es gibt aber auch Argumente für einen erfolgreichen Auftakt in die Saison 2025/26: Der FCB geht erstmals seit 2017 wieder als Meister und mit dem entsprechenden Selbstvertrauen in eine Saison. Zudem konnte man (bisher) den Grossteil der Mannschaft zusammenhalten, also muss sich diese zumindest zum Saisonstart nicht neu finden.

Neuorientierung findet dabei viel eher durch Magnins neues Spielsystem statt. Der Romand liess in den vergangenen Wochen ein intensives, hohes Pressing trainieren. Beim 3:3 im Test gegen Villarreal war Magnins Handschrift zum ersten Mal deutlich erkennbar: Der FCB zeigte gegen den besten Gegner der Vorbereitung einen starken Auftritt.

Mit welcher Aufstellung bestreitet der FCB den Saisonauftakt?

Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat der FC Basel in diesem Transferfenster nur zwei echte Neuzugänge zu verzeichnen: Koba Koindredi und Keigo Tsunemoto. Hinzu kommen auf dem Papier die definitiv übernommenen Philip Otele und Metinho, die zuvor bereits leihweise für die Basler spielten. 

Viele personelle Wechsel im Vergleich zur Vorsaison sind deshalb in St. Gallen nicht zu erwarten. Marwin Hitz hütet das Basler Tor, in der Abwehr spielt lediglich Tsunemoto neu auf der rechten Seite.

Auch bei Koindredi kann man davon ausgehen, dass der Avdullahu-Ersatz von Beginn an eine tragende Rolle im Basler Team erhält, wenn man sich an Magnins Aufstellungen während der Testspiele orientiert. Dort bildete er meist an der Seite von Léo Leroy das Duo im zentralen Mittelfeld. Ob dies so bestehen bleibt, ist aber fraglich. Schliesslich stünde inzwischen auch wieder Metinho im Kader, der in der stärksten Phase der Rückrunde zur Startelf gehörte und gefiel.

Geht es um die vier offensivsten Positionen, dann bleiben diese vorläufig an Philip Otele, Xherdan Shaqiri, Benjamin Traoré und Albian Ajeti als Stossstürmer vergeben. Ändern kann sich das natürlich irgendwann, sollte die Leistung nicht stimmen oder die Gesundheit nicht mitmachen – aber auch bei einem Transfer, wobei Otele und Traoré nach wie vor heisse Kandidaten bleiben.

Die mögliche Aufstellung (4-2-3-1): Hitz; Tsunemoto, Barisic, Adjetey, Schmid; Leroy, Koindredi; Traore, Shaqiri, Otele; Ajeti.

Steht das Kader für die kommende Saison bereits fest?

Nein. Da das Transferfenster in den grossen Ligen erst Ende August und jenes für Zugänge in die Schweiz erst am 8. September schliesst, sind noch lange Bewegungen in beide Richtungen möglich, die der Basler Mannschaft ein gänzlich neues Gesicht verleihen könnten. Ein Grund für die oftmals späten Transfers beim FC Basel ist, dass sich in aller Regel erst die Schwergewichte am Markt bedienten, deren Ligen noch dazu später starten. Sie lösen eine Kettenreaktion aus, in deren Verlauf sich ausländische Clubs, die ebenfalls mehr Geld haben als Schweizer Vereine, schliesslich an der Super League bedienen.

Hinzu kommt, dass sich vor Ende der Transferphase entscheidet, ob der FCB in der grossen Champions League oder «nur» in der Europa League spielt. Das Verdikt kann Einfluss in beide Richtungen haben. Sicher ist zudem: Die Basler werden das Kader noch verkleinern, Spieler mit wenig Aussicht auf Einsätze leihweise oder definitiv an einem anderen Ort platzieren wollen.

Kann Xherdan Shaqiri seine Leistungen wiederholen?

Xherdan Shaqiri vom FC Basel zeigt einen enttäuschten Gesichtsausdruck während eines Testspiels gegen den FC Wil in Basel am 16. Juli 2025.

Die Klasse, dem FCB-Spiel in den Schweizer Wettbewerben weiter seinen Stempel aufzudrücken, ist dem Captain in der Sommerpause kaum abhandengekommen. Und auch auf internationalem Parkett ist ihm zuzutrauen, dass er in der einen oder anderen Partie für den Unterschied sorgen kann.

Es stellt sich also weniger die Frage nach der spielerischen Qualität, sondern vielmehr jene nach der physischen Robustheit. Xherdan Shaqiri wird am 10. Oktober 34. Das ist ein ordentliches Alter für einen Fussballer. Und das erste Halbjahr bringt den Baslern ab Mitte August lauter englische Wochen, die nur von Länderspiel-Pausen unterbrochen werden. Dies, nachdem der FCB im Vorjahr, als Shaqiri stets mittun konnte, gar nicht am Europacup teilnahm und unter der Woche meist spielfrei war.

Shaqiri selbst blickt dieser Mehrbelastung gewohnt selbstsicher entgegen. Und Trainer Magnin stützt seinen Captain: «Xherdan hat die Vorbereitung voll mitgemacht – also ist ihm auch zuzutrauen, dass er jedes Spiel macht. Alles andere werden wir sehen.»

Wie stehen die Chancen für den FC Basel, erneut das Double zu holen?

Ein Blick auf die Statistik sagt: sehr schlecht. In der Geschichte des Schweizer Fussballs hat es noch nie ein Club geschafft, ein Double in der Folgesaison zu verteidigen – abgesehen vom FC La-Chaux-de-Fonds, dem dieses Kunststück in der Saison 1954/55 gelang.

Dass die Verteidigung eines Doubles kaum gelingt, liegt primär am Cup und dessen K.-o.-System. Ein schlechtes Spiel – und man scheidet aus. Daraus folgt: Geht es allein um die erfolgreiche Verteidigung des klar wichtigeren Meistertitels, stehen die Chancen deutlich besser. Das zeigen allein schon die Titelserien, die zuletzt dem BSC Young Boys (Meister 2018 bis 2021, 2023 und 2024) und dem FC Basel (Meister 2010 bis 2017) gelangen.

Grosse Abstriche hatte das Basler Kader bislang nicht zu verzeichnen. Der wohl grösste Ligakonkurrent, der BSC Young Boys, versucht(e) nach einer ernüchternden Saison selbstverständlich, sein Kader zu verstärken. Bedeutet: So, wie die Dinge momentan liegen, muss der FC Basel knapp vor YB als erster Anwärter auf die Meisterschaft gelten.

Etwas anders sieht das allerdings Xherdan Shaqiri am Donnerstag an der Vorschau-Medienkonferenz. Der FCB-Captain sagt: «Nach dem Gewinn des Doubles sind wir die Gejagten – und mit diesem Kader klarer Favorit.»

Wer wird der Aufsteiger der Saison?

Marin Soticek vom FC Basel im Fussball-Testspiel gegen FC Wil in Basel am 16. Juli 2025.

Erster Kandidat ist Flügelspieler Marin Soticek. Der 20-Jährige kam in der letzten Saison häufig zu Teileinsätzen, erzielte für den FCB wettbewerbsübergreifend sechs Tore und lieferte vier Assists. Wie aus dem Verein zu vernehmen ist, soll dem Kroaten künftig eine grössere Rolle zukommen.

Die Konkurrenz auf Soticeks Position ist jedoch beachtlich. Mit Philip Otele und Bénie Traoré verfügt der FCB gleich über zwei Flügelstürmer, die bei Magnin fürs Erste gesetzt sein dürften. Jedenfalls im Moment: Sollte es zu einem Abgang kommen, dürfte Soticek in der Flügel-Hierarchie nachrücken.

Wer muss sich steigern, will er eine Zukunft haben?

Eine besondere Ausgangslage zeigt sich in der Sturmspitze des FCB: Mit Albian Ajeti und Kevin Carlos verfügt der FCB gleich über zwei torgefährliche Zentrumsstürmer. In der ersten Saisonhälfte noch häufig gesetzt, verlor der Spanier in der Schlussphase der Saison seinen Stammplatz an Ajeti. Aller Voraussicht nach wird es auch in Magnins System nur Platz für einen zentralen Stürmer geben. Möchte Kevin Carlos sich also wieder häufiger in Szene setzen, muss er seinen Torinstinkt sowie seine Effizienz erneut unter Beweis stellen – falls er überhaupt beim FC Basel bleibt.

Kevin Carlos (links) und Gabriel Sigua von FC Basel jubeln nach einem Tor im Schweizer Cup gegen FC Etoile Carouge.

Steigern muss sich auch Gabriel Sigua, will er in Basel nach zwei Saisons mit mehreren Verletzungspausen noch glücklich werden. Als offensiver Mittelfeldspieler wird er dank der Mehrfachbelastung die eine oder andere Chance erhalten, da Shaqiri nicht immer 90 Minuten durchspielt. Nutzt er diese nicht, dürfte die Zeit des Georgiers beim FC Basel im Sommer 2026 enden.

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Ich habe zwar durchaus das Gefühl, dass das bei uns nicht diesen Einfluss hätte, so wie ich die Spieler und den Staff wahrnehme. Aber wir haben auch keine unglaublich gefestigte, über Jahre gewachsene Mannschaft, die fünfmal Meister geworden ist: Nimmt man den durchaus einschneidenden Shaqiri-Zuzug Ende August als Ausgangspunkt, dann arbeitet das Team in dieser Form erst seit acht Monaten zusammen. In den ersten zehn Minuten gegen den FCZ hat man beispielsweise gesehen, dass wir nicht unverwundbar sind.«Ich bin überzeugt, dass wir mit unserer Offensive weiterhin nur sehr schwer zu verteidigen sind.» Daniel Stucki über Bénie Traoré, Philipp Otele – und natürlich Xherdan Shaqiri (von links nach rechts).Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Wie nehmen Sie denn die Mannschaft und den Staff wahr?Ich durfte selbst dreimal Meister mit dem FCZ werden und spüre im Moment in der ganzen Einstellung und in der Atmosphäre viel Gutes, das mich daran erinnert. 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Und ich finde, dass man zu diesem fortgeschrittenen Zeitpunkt der Saison auch feststellen darf, dass wir darüber hinaus gute Transfers gemacht haben und einige Spieler im Kader haben, die nun auf eine gute Entwicklung zurückblicken können.Also wären Sie gar nicht enttäuscht, wenn es nun doch nicht klappt mit dem Meistertitel?Im Gegenteil: Verpassen wir den Titel nun noch, wäre die Enttäuschung für alle riesengross. Im ganzen Club sind gerade sehr viele Emotionen. Als Sportchef muss ich aber am Ende in der Lage sein, eine Saison ohne Emotionen zu bewerten. Wenn du aber fünf Runden vor Schluss mit sechs Punkten Vorsprung an der Spitze liegst, dann kann es nur noch ein Ziel geben: Meister werden.Einen grossen Anteil daran hätte Xherdan Shaqiri.Er ist eine absolute Identifikationsfigur, und dass er momentan so fit ist, ist für uns entscheidend. Er hat einen unglaublichen Siegeswillen, den er den anderen Spielern vermitteln kann. Er nimmt den Druck von den anderen Spielern und lädt ihn auf sich – und er mag das. Das ist eine Win-win-Situation.Es braucht auch Mut vom Trainer, das Offensivspiel so bedingungslos auf einen Spieler zuzuschneiden.Unser Spiel ist nicht per se auf Shaq zugeschnitten. Natürlich wirkt es ein Stück weit so, weil er derart dominant ist und oft gesucht wird. Aber schauen Sie sich sein Tor gegen Yverdon an: Dass er dort den freien Raum erkennt, hat nichts mit Zuschneiden zu tun, das ist Qualität. Zudem hat er alle Freiheiten, und das ist immer schwierig zu verteidigen. Dass er dadurch defensiv nicht immer Vollgas gibt, ist durch taktische Kniffe, die der Staff sehr gut anwendet, problemlos auszubaden in der Schweizer Liga.Bei der ganzen Offensivpower geht die gute Leistung der Verteidigung beinahe unter.Wir haben einen Toptorhüter und davor eine super Defensive mit vier Innenverteidigern, die für die Schweizer Liga sehr, sehr gut sind. Aber unsere Defensive ist auch jung. Dadurch können wir nicht einfach mal 30 Minuten lang Tempo rausnehmen und den Ball in den eigenen Reihen halten.Haben Sie sich Sorgen gemacht, als Adrian Barisic und Finn van Breemen beide verletzt ausfielen?Dass wir sie durch Jonas Adjetey und Nicolas Vouilloz ersetzen mussten, bereitete mir überhaupt kein Bauchweh. Sie sind unglaublich starke Zweikämpfer und haben eine Topmentalität. Mich hat aber der Gedanke ins Grübeln gebracht, was wäre, wenn sich noch ein Innenverteidiger verletzen würde. Marvin Akahomen ist zwar ein grosses Talent. Aber der Druck im Moment ist für einen 17-jährigen Spieler noch mal ein anderer. Denn jetzt geht es um den Titel. Im Team hätte es natürlich auch Alternativen, die man umfunktionieren könnte.Nicolas Vouilloz – hier am Boden, aktuell aber ganz oben: Daniel Stucki sieht im Innenverteidiger einen Typ Spieler, wie er jungen angehenden Profis als Vorbild dienen sollte.Foto: Daniela Frutiger (Freshfocus)Dann hat Vouilloz, der eigentlich schon als abgeschrieben galt, eine Chance erhalten.Nicolas ist ein absoluter Vollprofi und körperlich unglaublich fit. Sogar als er eine Zeit lang fast nur auf der Tribüne war, gehörte er im Training immer zu den Besten. Es ist eindrücklich, wie er bereit war, als es ihn brauchte. Junge Fussballer wollen immer werden wie Shaqiri. Das ist ja auch in Ordnung. Aber eigentlich sollte sich ein junger Spieler an Vouilloz’ aktuellem Beispiel orientieren: hart arbeiten und Geduld haben – aber die Chance nutzen, wenn sie kommt.Adrian Barisic ist wohl bald wieder einsatzbereit. Nun gilt aber: Never change a winning team. Nicht?Das ist Sache des Trainers.Wie sehen Sie das?«Never change a winning team» klingt so pauschal. Aber ja, es gibt viel, das dafür spricht, wenig an der Teamdynamik zu ändern. Wir sind im Flow, harmonieren gut, und wenn man etwas umstellt, macht man sich eventuell angreifbar. Klappt es nicht, dann unterbricht man womöglich die Dynamik und kann diese nicht mehr zurückerlangen.Im Flow befindet man sich seit der Nationalmannschaftspause. Hat es die Unruhen, die es da rund um interne Diskussionen mit und um den Trainer samt grossem Medienecho gab, am Ende sogar gebraucht?Nein, das würde ich nicht sagen. Natürlich braucht es immer wieder mal eine Challenge und gewisse Hebel, die man betätigen muss, auch wenn es unangenehm ist. Triggerpunkte zu treffen, ist etwas Positives, wenn es die richtigen sind. Man muss sehen: Es gibt ganz verschiedene Persönlichkeiten, Führungsstile und Arten, Trainer zu sein. Und jede davon hat Stärken und Schwächen. Aber ich fand die medialen Diskussionen vor allem auch für Fabio Celestini sehr schade, denn er hat es hauptsächlich in Form des Vorwurfs abbekommen, dass die Spieler nicht hinter ihm stehen würden. Das hat mich extrem gestört. Das fand ich durchaus unwürdig, gerade wenn man sieht, was er in seiner Zeit beim FCB geleistet hat.Er wurde halt danach gefragt, weil das eines der Themen war, die – ob zu Recht oder zu Unrecht – von innen nach aussen drangen … Hatten Sie denn das Gefühl, Sie müssten Fabio Celestini mit den Gesprächen in eine andere Richtung lenken?Überhaupt nicht. Wir haben einfach die Dinge angesprochen, von denen wir das Gefühl hatten, dass sie wichtig dafür sind, etwas zu gewinnen. Denn auch Dave und ich haben Erfahrungen, die produktiv sein können. Aber es geht mir immer um konstruktive Kritik und Offenheit. Und solche Gespräche gibt es laufend. Wir haben sie nicht geführt, weil wir in den sechs Spielen davor nur sechs Punkte geholt haben. Und ich habe nach wie vor ein sehr gutes Verhältnis mit Fabio.War es im Nachhinein richtig, bereits in der Nationalmannschaftspause andere Trainer zu kontaktieren?Dass Medien diese gestreuten Informationen aufgreifen, ist normal. Und ich musste für meinen Teil lernen, dass es in gewissen Kreisen Lecks gibt, bei denen solche Informationen nach aussen dringen können. Das ist jetzt halt zu einem schlechten Zeitpunkt und auch anders, als es tatsächlich war, in die Medien geraten. Das ist auch ein Learning für mich. Ich bin ein junger Sportdirektor und noch nicht mit allen Wassern gewaschen. Die Kritik, dass hier nicht alles gut gelaufen ist, nehme ich an.Wird man denn mit Fabio Celestini in die nächste Saison gehen?Ja, wir wollen mit Fabio in die nächste Saison gehen.Und will er auch mit dem FCB in die nächste Saison gehen?Darüber habe ich nicht mit ihm gesprochen. Sein Traum ist es, irgendwann mal in Spanien zu trainieren, das ist auch okay. Und wenn er diese Chance bekommt, werden wir wohl nicht mithalten können.Irgendwann muss es aber für beide Seiten klar sein.Richtig. Nach der Saison. Wir starten sicherlich mit dem Trainer in die Vorbereitung, der dann auch die Saison beginnen wird.Wie antizipiert man die Möglichkeit, dass Celestini nicht in Basel bleiben will?Wir haben keine Glaskugel. Aber wir bereiten uns die ganze Saison auf alle Eventualitäten vor – auch, indem wir Kontakte zu Trainern pflegen, die irgendwann einmal, sei das auch in fünf Jahren, Trainer beim FCB werden könnten. Das gehört einfach zu meinem Job.So auch bei der Kaderplanung. Wie steht es da eigentlich um einen Verbleib von Metinho im Sommer?Es wäre sicherlich in unserem Interesse, ihn beim FC Basel zu halten. Da wir ihn auf Leihbasis ohne Kaufoption verpflichtet haben, gibt es Verhandlungen. Im Vergleich mit anderen möglichen Interessenten befinden wir uns hierbei aber in der Poleposition, weil der Spieler Interesse an einem Verbleib hat.Aber der Preis ist noch nicht ausgehandelt.Also wir wissen, was die City Football Group will. Aber das kann er für uns nicht kosten. Für uns ist es nicht ganz einfach, wenn eine so grosse Organisation hinter einem Spieler steht, denn sie sind nicht auf unser Geld angewiesen.Wie ist es bei Philip Otele?Viele Argumente sprechen dafür, ihn zu behalten. Denn er ist ein Spieler, der eine hohe Performance bringen kann und bei dem wir nicht darauf warten müssen, bis sich sein Potenzial entfaltet.Man kann ja einfach die Kaufoption über 3,5 Millionen Dollar einlösen. Oder wird da nachverhandelt?Ich kann nichts Genaueres sagen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten …Im Geschäftsjahr 2024 wies der FCB einen Transfergewinn von 34,1 Millionen Franken aus. Will man das wieder erreichen?Durch die Brille des Sportchefs will ich Meister werden und nicht Millionen einnehmen. Mein Traum wäre es natürlich, wenn wir einen Spieler für 20 Millionen verkaufen könnten und der Rest im Kader bleibt. Aber das ist gleichzeitig unrealistisch, denn wir wollen keinen Spieler dazu zwingen, bei uns zu bleiben. Das ist einerseits nicht gut für seine Moral und hat andererseits die Folge, dass sich herumspricht, dass der FCB es Spielern verwehrt, den nächsten Schritt zu machen. Dann verlieren wir als Club an Strahlkraft bei den Spielern.Leon Avdullahu wird keine 20 Millionen einbringen. Erwarten Sie ihn dennoch in der Bundesliga nächste Saison?Da ich nichts anderes weiss, erwarte ich ihn beim FC Basel. Es gab auch noch kein Angebot für ihn. Noch bewegt sich ja auch der Markt in den grossen Ligen nicht. Aber es ist auch klar, dass wir einen möglichen Abgang auf der Rechnung haben müssen.Mit einem allfälligen Meistertitel würde der Anspruch für die nächste Saison stark steigen. Sie müssten die Abgänge so ersetzen, dass sie nicht ins Gewicht fallen.Ja, das wird unsere grösste Challenge in diesem Sommer sein. Die Spieler, die wir holen, müssen in der Lage sein, mindestens unter den ersten 15 des Kaders spielen zu können. Und zwar von Anfang an. Wir können nicht einfach zehn Talente im Team haben, die wir erst noch ein halbes Jahr lang entwickeln müssen, bevor sie Leistungen bringen. Wie es beispielsweise bei Thierno Barry der Fall war, der sich dann dafür umso rasanter in eine der grossen Ligen skorte.Ist man bei Barry an den Transferrechten beteiligt?Wir verkaufen nie einen Spieler ohne Beteiligung.Wie steht es um die Vertragsverlängerung mit Albian Ajeti?Wir sind dran. Momentan wird er leider nicht belohnt für das, was er macht. Aber er ist in einer super Verfassung. Wie er die Bälle verarbeitet und verteilt, ist stark.Was bedeutet ein Meistertitel mit der Chance auf Champions League in Bezug auf die Transfers?Dadurch werden wir logischerweise noch attraktiver für mögliche Zugänge. Diese werden wir auch brauchen, wenn ich an die Dreifachbelastung denke. Aber auch die Spieler, die schon hier sind, hätten dadurch ein weiteres Argument, um beim FCB zu bleiben.Wie anstrengend war Ihre Arbeit als Sportchef bisher?Sehr. Es war schwierig, dieses Schiff in eine komplett andere Richtung zu drehen, aber noch schwieriger wird es sein, diese Leistung zu bestätigen. Es ist aber sehr positiv, dass die gute Arbeit schon jetzt auch im Sport Erfolg bringt. Normalerweise geht das immer ein bisschen länger.Nun steht der Cup-Halbfinal gegen Lausanne an.Da bin ich sehr positiv eingestellt, auch wenn wir bisher im Cup die aus meiner Sicht schlechtesten Leistungen der Saison gezeigt haben. Wir sind bereit. Für die Spieler ist es ein absolutes Highlight, denn es ist ein Halbfinal, und das Joggeli wird sehr gut gefüllt sein. Dieses Mal auch die Kurve. Ich habe gesagt, dass ich während meines dreijährigen Vertrags auf den Barfi will. Ich habe aber nicht gesagt, wie oft ich dorthin will …Der FC Basel auf dem Weg zum MeistertitelDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenOliver Gut schreibt seit März 2001 für das Sport-Ressort der Basler Zeitung, das er seit 2019 leitet. Vorher für diverse Sportarten zuständig, konzentriert sich der Fricktaler seit 2011 auf den Fussball – und damit hauptsächlich auf den FC Basel. Zudem ist er regelmässiger Diskussionsgast im Fussball-Podcast «Dritte Halbzeit».Mehr InfosLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

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Gelbe Karte der Saison.18:05 UhrKarweina und Ottiger kommen für Rrudhani und Owusu in die Partie.17:59 UhrAdjetey kommt für Barisic in die Partie.17:57 UhrBeloko und Grbic ersetzen Winkler und Spadanuda beim FCL.17:54 UhrFabio Celestini tätigt zwei weitere Wechsel: Otele und Mendes kommen positionsgetreu für Traoré und Rüegg.17:51 UhrMittlerweile wurde kommuniziert, dass es sich bei der Auswechslung von Xherdan Shaqiri um eine reine Vorsichtsmassnahme handelte. Scheinbar hätten den Angreifer muskuläre Probleme geplagt. Das dürfte also für diejenigen, die es mit dem FCB halten, erstmal für Erleichterung sorgen.17:46 UhrWieder tauchen die Zentralschweizer gefährlich im Basler Strafraum auf. Einen scharfen Schuss aus spitzem Winkel kann Hitz nur mit einer starken Parade entschärfen. Die Basler müssen nun langsam aufpassen, sich nicht allzu sehr von den Hausherren unter Druck setzen zu lassen.17:42 UhrDie Hausherren kommen nun vermehrt zu Tormöglichkeiten. Dieses Mal ist es der Ex-FCB-Junior Levin Winkler, der zum Abschluss kommt. Die Luzerner zeigen sich in der Frühphase dieser zweiten Hälfte deutlich bemühter als in Durchgang eins.17:39 UhrDie erste Tormöglichkeit der zweiten Hälfte gehört den Gastgebern: Klidjé zieht aus der Distanz ab, sein Schuss ist noch leicht abgefälscht, doch Hitz kann parieren.17:38 UhrDer Ball rollt wieder in der Swisspoarena. Bei Basel gab es einen prominenten Wechsel: Gabriel Sigua ersetzt Topscorer Xherdan Shaqiri. Noch ist nicht klar, was der Grund für die vorzeitige Herausnahme des Basler Star-Spielers ist.17:30 UhrDie Führung des FCB ist verdient. Der FC Luzern kam nur einmal gefährlich vor das Basler Tor und dabei beinahe zu einem Elfmeter, Schnyder entschied jedoch, dass Barisic im Zweikampf mit Owusu den Ball gespielt hatte. Danach kam der FCB vermehrt zu aussichtsreichen Torgelegenheiten, von denen er eine kurz vor der Pause zum Führungstreffer verwertete: Nach einem fahrlässigen Ballverlust von Knezevic landete der Ball bei Bénie Traoré, der den Ball mit viel Gefühl ins lange Eck zirkelte (41.). In der Folge hätte der FCB durch Carlos gleich zweimal erhöhen können, verpasste jedoch die Chance, mit einer komfortablen Zweitore-Führung in die Kabine zu gehen.17:22 UhrSchnyder bittet zum Pausentee, der FC Basel führt in Luzern mit 1:0.17:18 UhrCarlos hat kurz vor der Pause die Gelegenheit, nachzulegen. Nach einer Ecke kommt er zentral vor dem Tor zum Schuss, verzieht jedoch leicht und der Ball landet über dem Tor.17:13 UhrTraoré bringt die Gäste in Führung! Luzerns Verteidiger Knezevic vertendelt im eigenen Strafraum den Ball, der bei Traoré landet. Der Ivorer macht das dann jedoch stark und schlenzt den Ball technisch anspruchsvoll in die lange Ecke, Loretz ist ohne Abwehrchance.17:08 UhrKevin Carlos und Anton Kade lassen gleich beide die Chance zur Führung liegen. Nach herrlicher Drehung schliesst Carlos zunächst ab, Loretz lässt unglücklich nach vorne abprallen zu Kade, der den Ball mit voller Wucht an die Latte hämmert. Von da aus hat Loretz Glück, dass das Spielgerät von seinem Rücken aus nicht im Tor, sondern in seinen Armen landet. Das hätte die Führung für die Gäste sein müssen!Fehler gefunden?Jetzt melden.6 Kommentare