Erni Maissen hofft, dass der Machtkampf in einer Zusammenarbeit der Parteien endet. Auf das Spiel sollten die Nebengeräusche keinen Einfluss haben.

Der FCB vermeldet einen Tag vor der Gerichtsverhandlung, dass sich die Streithähne David Degen und Bernhard Burgener aussergerichtlich geeinigt haben. Mehr ist aus der Medienmittelung vom Montag nicht zu entnehmen. Trotz den noch ungeklärten Besitzverhältnissen, diese Lösung ist besser als ein langer Rechtsstreit.

Etwas hat Erni Maissen dennoch zu bemängeln: «Ich finde man hätte das Ganze schon früher auf den richtigen Weg bringen sollen. So, dass es gar nicht zu diesem langen Theater gekommen wäre. Das finde ich schade und das hat dem FCB auch sehr viel Schaden gebracht», so die FCB-Legende.

Chaos bleibt bestehen

Erni Maissen kennt die neue Aktienaufteilung am Montagabend ebenfalls noch nicht. Er kann sich jedoch eine Zusammenarbeit der beiden Parteien vorstellen. «Vielleicht gibt es auch eine Konstellation miteinander, das kann man ja auch nicht ausschliessen.» Der ehemalige FCB-Spieler hofft sogar auf eine Zusammenarbeit. «Ich denke, die optimale Lösung wäre ein gemeinsamer Weg. Es kommt aber darauf an, wie sehr oder wie weit man schon zerstritten ist. Wie weit kommt man sich in Zukunft entgegen? Was bekommt David Degen für eine Macht, welche Befugnisse? Es geht ja nur dann miteinander, wenn jeder etwas zum sagen hat.»

Sollte David Degen am Dienstagnachmittag dennoch zum alleinigen FCB-Besitzer ernennt werden, wäre das Chaos gleichwohl nicht sofort beendet. «Es sind sicherlich auch noch gewisse Verträge am laufen, die man auch nicht von heute auf morgen ändern kann. Ich hoffe aber, dass es schon ein paar Änderungen gibt, wenn er (David Degen) übernehmen kann. Aber er wird nicht von einem Tag auf den anderen alles über den Haufen werfen können», denkt Erni Maissen.

Mannschaft steht im Einsatz

Fast schon in Vergessenheit geraten ist das Spiel zwischen Rotblau und Lugano vom Dienstagabend. Bei all dem Trubel rundherum, wird es für die Mannschaft schwierig, sich nur auf das Sportliche zu konzentrieren. Die Profis sollten das jedoch können, meint Erni Maissen: «Es muss spurlos an der Mannschaft vorbei gehen. Sie sind zum Glück immer noch Zweiter, punktgleich mit Servette. Zu Hause gegen Lugano muss man einfach gewinnen. Da darf man sich keinen Punktverlust erlauben. Und da darf man auch nicht die Ausrede nehmen: ‹Wir wussten nicht genau, was da alles passiert›. Denn das weiss man seit Wochen nicht so genau.»

Ein Sieg gegen den Tabellensechsten ist Pflicht. Ansonsten ist der FCB im Kampf um Platz 2 auf Schützenhilfe angewiesen. Wobei das Restprogramm der Basler zumindest auf dem Papier happiger ausfällt als jenes der Genfer.

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