Der FCB kann wenigstens sportlich kurzzeitig durchatmen, die Tumulte der Fans halten an. Nun braucht es klare Statements vom FCB und keine leeren Aussagen.

Die Fans machen sich grosse Sorgen um ihren FCB. Seit geraumer Zeit befindet sich dieser sportlich in einer Negativspirale. Die Angst der Anhänger ist spürbar bezüglich der Pläne von Besitzer Bernhard Burgener und für Jakob Gubler durchaus nachvollziehbar: «Wir wissen nicht, wie die Situation beim FC Basel ist. Wir wissen gar nicht, ob es überhaupt einen Investor braucht. Wir wissen nicht, was passiert, wenn jetzt kein Investor kommt. Ist der FCB dann am Ende oder ist es einfach ‹nice to have›, also neues Geld um neue Spieler zu kaufen. Das alles wissen wir nicht. Deshalb ist es eine Diskussion in den luftleeren Raum.»

Jakob Gubler und Erni Maissen sind sich einig: der FCB muss jetzt klar kommunizieren. «Die Fans erwarten das jetzt. Man schweigt es wieder tot, man weiss nicht was Sache ist. Wie will man das auch wissen?», meint Erni Maissen. Jakob Gubler fügt an, dass dadurch auch ein wenig Druck abfallen würde.

Verein der Herzen

Der FCB gab auf Anfrage von Telebasel unterdessen ein Statement ab. Ein Schritt auf die Fans zu, sind die Aussagen aber nicht. Ob sich die Fans damit zufrieden geben, ist mehr als fraglich. Bernhard Burgener ist zwar durchaus berechtigt den Verein so zu führen, wie er es möchte, doch gerade in Basel sollte man nicht nur aus unternehmerischer Sicht handeln.

«Der FCB oder die Holding gehört ihm, das ist klar. Aber es ist auch der Verein der Herzen. Die Fans sagen: Es ist ein Verein, der den Fans gehört. Das ist zwar kein juristischer Begriff aber ein moralischer Begriff oder ein Begriff aus dem Herzen. Und daher kann man sich in dieser Situation nicht so verhalten, wie wenn man ein normales Unternehmen führt, sondern du musst berücksichtigen, was die Fans wollen», meint Jakob Gubler.

Ungewisse Zukunft

Erni Maissen ist gleicher Meinung. Etwas Vergleichbares hat auch die FCB-Legende noch nicht erlebt. «Dieser Verein gehört auch den Fans, der gehört der Region. Sie sind mit dem FCB einmal abgestiegen vor vielen Jahren, aber auch wieder aufgestiegen und später Meister geworden. Die ganze Stadt hat davon profitiert. Da kann man nicht sagen: Der Verein gehört Burgener, der kann jetzt machen was er will. Nein. Er schuldet der Region, den Fans, dass er das Beste für den Verein macht. Und das Beste wird im Moment nicht gemacht», sagt Erni Maissen klipp und klar.

Wohin das Ganze führt, ist weiterhin ungewiss. Laut Erni Maissen kann nur eine Sache die Gemüter aber etwas beruhigen: «Das Wichtigste ist, dass der FCB sportlich wieder die Kurve kriegt. Das würde vieles abfedern und den ersten Schritt dazu konnte die Mannschaft am Samstag machen. Wenn das wieder mehr stimmt, rückt vielleicht auch das andere wieder etwas mehr in den Hintergrund.»

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