
Eine explosive Ergänzung: Philip Otele ist der einzige Winterzugang des FC Basel
Dieser Artikel wurde von BZ publiziert.
Eine explosive Ergänzung: Philip Otele ist der einzige Winterzugang des FC Basel
Der FC Basel verpflichtet Philip Otele, der aus den Vereinigten Arabischen Emiraten vom Al-Wahda FC nach Basel stösst. Der 25-jährige nigerianische Offensivspieler kommt leihweise bis Ende Saison nach Basel. Sein Weg ist ein aussergewöhnlicher.
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Der Rechtsfuss, der über den linken Flügel kommt: Philip Otele (links) im Trikot von CFR Cluj.
Zuzüge werde es nur geben, wenn sich eine Gelegenheit bieten sollte, die man nicht verpassen dürfe. So hatte es Daniel Stucki, Sportchef des FC Basel, unlängst erklärt. Philip Otele ist offenbar so eine Möglichkeit, die man am Schopf packen muss. Bereits seit vergangenem Sommer habe das Basler Scouting ein Auge auf den 25-jährigen Nigerianer geworfen, nun konnte der FCB ihn verpflichten. Der Offensivspieler hat beim FCB einen Leih-Vertrag bis im Sommer unterschrieben. Die Basler haben ausserdem die Option auf eine definitive Übernahme.
Philip Otele wird beim FCB die Rückennummer 7 tragen.
Dass sich der Wechsel abzeichnet, war seit Anfang der Woche und einem Beitrag von Transfer-Guru Fabrizio Romano klar. Mit Otele bekommen die Basler einen Flügelspieler, der zuletzt in der UAE Pro League bei Al-Wahda spielte, wohin er im Sommer 2024 von Cluj gewechselt hatte.
Academy bei Arsenal, Studium in Middlesbrough
Oteles Weg, auf dem er nach Basel kommt, ist aussergewöhnlich. In der nigerianischen Millionenstadt Port Harcourt geboren, begann er als 14-Jähriger in der Academy von Arsenal zu trainieren, konnte aber wegen Visabeschränkungen nicht in Grossbritannien bleiben.
Für ein Studium kehrte er nach Middlesbrough zurück und schloss 2019 an der Teesside University mit einem Bachelor in Sportmanagement und Marketing ab. Er spielte währenddessen für den Wolviston FC, einen Vorortklub weit unten in der Pyramide des Non-League-Footballs in England.
Seine 34 Tore in 29 Spielen in der Wearside Football League öffneten Otele die Tür für den ersten Profivertrag in Litauen. Das ist nicht der Nabel der Fussballwelt, aber er fasste bei Kauno Zalgiris Fuss. 16 Tore sind in 75 Spielen festgehalten, was den nächsten Schritt nach Rumänien ermöglichte.
Dort machte der 1,85 Meter grosse Spieler sich erst bei UTA Arad (58 Einsätze/14 Skorerpunkte), dann nach einem weiteren ablösefreien Wechsel in Cluj mit beachtlicher Quote (45/26) einen Namen als Dribbler, der als Rechtsfuss vom linken Flügel kommt.
In Abu Dhabi nicht glücklich geworden: der Nigerianer Philip Otele im Trikot des FC Al-Wahda.
Nach nur einem Jahr in Cluj erinnerte man sich in Brighton an Otele, respektive ortete ihn das datenbasierte Scoutingsystem. Die geforderte Ablöse von 7 Millionen Euro war dem Premier-League-Klub offenbar zu hoch, der FC Sunderland soll auch interessiert gewesen sein, doch die Rückkehr ins gelobte Land scheiterte ein weiteres Mal an den Restriktionen für Ausländer.
Beim Al-Wahda FC aus der Pro League der Vereinigten Arabischen Emirate war das kein Hindernis. Zwischen 3,5 und 4,5 Millionen Euro schwankten vergangenen Sommer die Angaben über den Ablösebetrag, und Otele soll mit 1,5 Millionen ein fürstlicher Lohn gewunken haben.
In den Emiraten ist Oteles Lauf jedoch ins Stocken geraten: In 13 Spielen (10 in der Liga) reüssierte er nicht.
Nun will er beim FC Basel einen neuen Anlauf nehmen. «Der Klub ist international bekannt für seine Erfolge und früher wie heute waren hier Top-Spieler aktiv, die eine Weltkarriere gemacht haben. Es ist für mich persönlich darum eine grosse Chance, und ich bin sehr glücklich, dass ich mich heute dem FCB anschliessen kann», lässt er sich im Communiqué zitieren.
Ausserdem erklärt er, was er dem Team, welches nach dem definitiven Abgang von Benjamin Kololli und der Leihe von Roméo Beney durchaus noch Bedarf auf den Flügeln hatte, bringen kann: «Mit meinem Spielstil versuche ich, ein unvorhersehbares Element im Angriff einzubringen, ich bin schnell und in der Offensive vielseitig einsetzbar.»
Und auch Sportchef Stucki, der in Otele die Möglichkeit sah, die man nicht verpassen darf, sagt: «Er ist ein sehr explosiver Spieler, der mit seiner Physis nochmals ein weiteres interessantes Element in unser Offensivspiel bringt. Er hat dank seines Alters bereits einiges an Erfahrung gesammelt und ist für uns eine tolle Alternative für den Flügel oder den Sturm.»
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