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AboDie FCB-Spieler in der Einzelkritik

Schmid fliegt, Vouilloz zittert und einzig der Goalie überzeugt

Alessandro Vogt von FC St.Gallen und Dominik Schmid von FC Basel kämpfen um den Ball im Fussballspiel der Super League.
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Marwin Hitz: 5,5

Die neue FCB-Saison ist noch keine fünf Minuten alt, da kann sich Marwin Hitz bereits ein erstes Mal auszeichnen. Bemerkenswert, wie schnell der Basler Goalie nach dem Kopfball von Willem Geubbels unten ist und abwehren kann. Auch danach zeigt er richtig gute Aktionen, beispielsweise in der 23. Minute als er den abgefälschten Schuss von Geubbels zum Eckball klärt oder in der 79. bei einem weiteren Schuss des St. Galler Stürmers. Bei den beiden Gegentoren kommt Hitz keine Schuld zu.

Keigo Tsunemoto: 3,5

In der ersten Halbzeit seines ersten Pflichtspiels für den FCB wirkt Keigo Tsunemoto sicher und hat früh einen wichtigen Block gegen Carlo Boukhalfa. Doch je länger die Partie dauert, desto fehleranfälliger wird das Spiel des Japaners. Vor dem 1:1 verliert er das Kopfballduell, danach köpfelt er einen Ball ohne Not ins eigene Toraus. Da ist noch Luft nach oben. In der 80. Minute verlässt er für Anton Kade das Feld.

Jonas Adjetey: 3,5

Jonas Adjetey spielt in St. Gallen neben Nicolas Vouilloz in der Innenverteidigung und erhält somit den Vorzug vor Adrian Barisic. Lange zeigt er eine ansprechende Leistung mit guten Defensivaktionen. Zudem ist er mit seinem missratenen Schuss am Basler 1:0 beteiligt. Doch beim 1:2 durch Willem Geubbels verliert der Ghanaer das Kopfballduell und sieht dabei unglücklich aus.

Nicolas Vouilloz: 4

Bei Geubbels Grosschance früh in der Partie verschätzt sich Nicolas Vouilloz und springt unter dem Ball hindurch. Auch muss er kurz zittern, als er kurz vor der Pause Hugo Vandermersch mit der Sohle unglücklich im Schritt trifft und sich der VAR einschaltet. Ein strafbares Vergehen lag aber nicht vor. Vor dem 1:2 lässt sich Vouilloz zu einfach von Aliou Baldé abschütteln, der dann zur Mitte flanken kann und in der 79. Minute ist es ein Ballverlust des Genfers, der Marwin Hitz zu einer weiteren Top-Parade zwingt.

Dominik Schmid: 4

Gut, wie sich Dominik Schmid in der ersten Halbzeit immer wieder in den Angriff mit einschaltet und so wiederholt für offensive Gefahr sorgt. Etwas Glück hat der Rechtsverteidiger dann, als seine zu kurz geratene Kopfball-Abwehr nur bis zu Hugo Vandermersch gelangt und dieser den Ball an die Latte schiesst. Seine auffälligste Aktion des zweiten Durchgangs hat er in der 50. Minute, als er nach einem Zweikampf mit Vandermersch über die Bande fliegt. Ihm fällt zwar der Tracker runter, doch wehgetan hat sich der Linksverteidiger dabei nicht.

Koba Koindredi: 3,5

Der Neuzugang, der in der vergangenen Saison beim FC Lausanne-Sport spielte, bleibt in St. Gallen über weite Strecken unauffällig. Einzig mit ein paar gelungenen Balleroberungen kann er sich auszeichnen. Verlässt in der 62. Minute für Metinho das Feld.

Léo Leroy: 4

Léo Leroy soll den Part von Leon Avdullahu übernehmen. Er ist derjenige Mittelfeldspieler, der sich im Spielaufbau etwas weiter nach hinten fallen lässt. Wirklich überzeugen kann aber auch der Franzose nicht – zu selten ergeben sich aus seinen Ballkontakten fruchtbare Aktionen.

Bénie Traoré: 4,5

Bénie Traoré ist lange unauffällig und hat kaum Aktionen vorzuweisen. Doch in der 40. Minute ist es der Ivorer, der Lukas Görtler aus kurzer Distanz anschiesst und so das 1:0 provoziert. Richtig gut ist dann seine Flanke kurz nach der Pause, die Ajeti nicht zum 2:0 zu verwerten weiss.

Xherdan Shaqiri: 3,5

Lange fällt Xherdan Shaqiri vor allem durch seine energische Kommunikation mit Mitspielern und Unparteiischen auf. Doch um die 40. Minute reiht er gleich mehrere gute Aktionen aneinander. Erst tritt er einen Freistoss, den St.-Gallen-Goalie Lukas Watkowiak zum Eckball klären muss. Diesen Eckball zirkelt Shaqiri wiederum direkt aufs Tor und der daraus resultierende Eckball führt schliesslich zum 1:0. In der zweiten Halbzeit ist in seinem Spiel nur die gute Freistoss-Flanke auf Kevin Carlos in der 84. Minute hervorzuheben.

Philip Otele: 4

Philip Otele ist womöglich selbst überrascht davon, wie frei er in der 3. Minute vor St. Gallen Goalie Lukas Watkowiak auftaucht. Anders kann man sich das Versäumen dieser Möglichkeit kaum erklären. Spielt in der zweiten Halbzeit auf der rechten Seite, doch auch bei ihm werden die guten Aktionen mit Fortlauf des Spiels weniger. Verlässt in der 86. Minute für Junior Zé das Feld.

Albian Ajeti: 3,5

Gut, wie Albian Ajeti immer wieder die Bälle vorne behaupten und verteilen kann. Doch ein Tor will ihm in St. Gallen nicht gelingen, obwohl die Chancen da gewesen wären. Allen voran den Kopfball kurz nach der Pause muss Ajeti im Tor unterbringen, so frei wie er zum Abschluss kommt. In der 62. Minute verlässt er das Feld für Kevin Carlos.

Kevin Carlos: 3

Kevin Carlos kommt in der 62. Minute für Albian Ajeti. Es gelingt ihm nicht, die Bälle so gut abzuschirmen wie sein Vorgänger und er leistet sich mehrere Ballverluste. In der 73. Minute muss er das 2:1 erzielen, doch der Stürmer vergibt mit seinem schwächeren linken Fuss alleine vor Goalie Lukas Watkowiak. Eine weitere gute Chance hat Carlos in der 84. Minute per Kopf. Auch hier vergibt er.

Metinho: 4

Metinho kommt in der 62. Minute für Koba Koindredi. Danach spielt er sein Spiel souverän runter, ohne aufzufallen.

Anton Kade: –

Anton Kade kommt in der 80. Minute für Keigo Tsunemoto. Der Deutsche ist damit zu kurz in der Partie, um benotet zu werden.

Marin Soticek: –

Marin Soticek kommt in der 86. Minute für Léo Leroy und ist damit zu kurz in der Partie, um benotet zu werden.

Junior Zé: –

Junior Zé kommt in der 86. Minute für Philip Otele und damit zu seinem ersten Super-League-Einsatz seit April 2024. Er ist zu kurz in der Partie, um benotet zu werden.

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Daher war es für mich okay, und ich hatte kein Ressentiment dem FCB gegenüber.»Huggel: «Ich war vierzehn Jahre lang Fussballprofi, und ich hatte immer die Zahl 15 im Kopf. Also hätte ich gern noch ein Jahr angehängt. Als sich das beim FCB nicht ergab, hätte ich auch zu einem anderen Club gehen können. Damals habe ich aber entschieden, dass ich das nicht will. Im Nachhinein habe ich diese Entscheidung vielleicht etwas zu schnell getroffen.»Unter Beobachtung: Die Zeit danachSind heute beide fürs Fernsehen tätig: Benjamin Huggel und Marco Streller im November 2014.Foto: Andy Müller (Freshfocus)Huggel: «Wenn wir ehrlich sind, haben wir uns alle drei etwas zu wenig Zeit gelassen, um nach der Karriere herauszufinden, was unsere Stärken sind. Wir hätten eigentlich erst mal drei Jahre nichts machen müssen. Wir alle werden bei unseren beruflichen Entscheidungen eng beobachtet. Das hilft natürlich nicht, wenn man sich in einer Lernphase befindet und dabei etwas unter dem Radar fliegen will. Für uns ist es in dieser Hinsicht ein Nachteil, dass wir als Spieler relativ erfolgreich waren. Ich will nicht jammern, ich analysiere das nur.»Streller: «Uns fehlen fünfzehn Jahre Berufserfahrung, die man in der Privatwirtschaft hat. Ich persönlich habe vom Feld mehr oder weniger direkt ins obere Management gewechselt – das war mit dem damaligen Verwaltungsrat so abgesprochen. Aber wir haben das alle unterschätzt. Ich habe schmerzhaft erfahren müssen, dass das damals eine Nummer zu gross war. Andererseits sehe ich heute: Mit den vielen Wechseln, die es damals im Club gab, war es gar nicht möglich, gleich wieder Erfolg zu haben.»Frei: «Was mich in der Schweiz stört, ist die Tendenz, zu sagen, dass jemand gescheitert ist. Ich bezeichne es lieber als Lernen. Die Zeit als Sportchef beim FC Luzern hat mir im Nachhinein unglaublich gutgetan – auch wenn sie für meine Gesundheit schlecht war und ich mir ein Jahr Auszeit nehmen musste. Denn ich habe gelernt, was ich will und was nicht. 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Aber klar: Ein Club hat das Recht, jederzeit einen Trainer zu entlassen.»Huggel: «Meine grosse Fehleinschätzung als Nachwuchstrainer beim FCB war, dass ich das Gefühl hatte, dass die Leute es toll finden, wenn ich als ehemaliger Spieler dort arbeiten würde. Ich habe schnell gemerkt, dass ich am Schluss nur Konkurrent derjenigen bin, die auch auf dem Campus arbeiten.»Shaqiri und Meisterträume: Der FC Basel von heuteDamals der Jüngling, heute der Captain: Xherdan Shaqiri im September 2011.Foto: Daniela Frutiger (FreshfocusHuggel: «Es scheint sich beim FCB eine Startelf gefunden zu haben, die sich immer mehr Selbstvertrauen holen kann, und ich habe das Gefühl, dass da ein Pflänzchen wächst, das weit kommen könnte. Xherdan Shaqiri bringt etwas in die Mannschaft, das ich davor noch nicht gesehen habe: die Gier nach Erfolg. Ich sehe ihn oft wütend und unzufrieden auf dem Platz, auch wenn sein Team vorn ist. Diese Haltung braucht es, wenn man erfolgreich sein will.»Frei: «Ich fiebere bei den Spielen nicht unbedingt mit, aber ich freue mich für den FCB – denn die Verbindung ist noch immer da. Je erfolgreicher der FCB, desto glücklicher sind die Leute in der Region. Ob es für den Titel reicht, weiss ich nicht.»Streller: «Dass Xherdan Shaqiri so einschlägt, habe ich nicht erwartet nach seiner Zeit in Chicago. Ich wusste zwar, dass er mit dem Ball am Fuss noch immer der beste Spieler der Super League sein würde, aber dass er sich so reinbeisst, zeigt, was er für ein Charakter ist und wie viel ihm am FC Basel liegt. Er hat eine riesige Euphorie entfacht und ist beim FCB absolut der entscheidende Mann. Jetzt haben wir eine Mannschaft, die Meister werden kann, definitiv – und das freut mich sehr. Die schwierige Phase in der Vorsaison hat in der Region Identität geschaffen, und ich spüre, dass der Hunger nach Erfolg bei den Menschen wieder stark ist. Wenn der FCB nach dieser Durststrecke wieder Meister wird, dann explodiert diese Stadt. Auf das freue ich mich unglaublich.»Der FCB gewinnt den KlassikerDen Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertOliver Gut schreibt seit März 2001 für das Sport-Ressort der Basler Zeitung, das er seit 2019 leitet. Vorher für diverse Sportarten zuständig, konzentriert sich der Fricktaler seit 2011 auf den Fussball – und damit hauptsächlich auf den FC Basel. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

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