Die beste Abwehr der Super League wird zum Sorgenkind des FC Basel: Auch van Breemen verletzt sich

Dieser Artikel wurde von BZ publiziert.


Ausfälle

Die beste Abwehr der Super League wird zum Sorgenkind des FC Basel: Auch van Breemen verletzt sich

Die Misere in der Verteidigung des FC Basel wird immer grösser: Nach dem Ausfall von Adrian Barisic verletzt sich vor dem Spiel gegen Winterthur auch noch Finn van Breemen.

Finn van Breemen (hier im Einsatz Anfang März) musste noch vor der Partie gegen Winterthur Forfait geben.

Martin Meienberger / freshfocus (Archivbild)

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Noch eine Viertelstunde dauert es, bis das Spiel zwischen dem FC Winterthur und dem FC Basel angepfiffen wird, da setzt es einen Rückschlag für die Gäste aus Basel ab: Nach einem Pass über drei Meter fasst sich Finn van Breemen an sein linkes Knie. Setzt sich auf den Boden. Er hat Schmerzen, versucht zwar, weiterzumachen, aber es geht nicht. Unter Tränen, gestützt von den Kollegen und humpelnd verlässt er den Rasen der Schützenwiese. Ein Einsatz des Holländers ist unmöglich.

Für ihn rückt Nicolas Vouilloz in die Startelf, der in der Liga letztmals Ende November zum Einsatz kam. In diesem Jahr stand der 23-Jährige gar nur zwei Mal im Kader, an diesem Sonntag ist es das dritte Mal. Und Vouilloz zeigt gegen harmlose Winterthurer, die ihn nie wirklich prüfen, eine tadellose Leistung.

Dass er und Nebenmann Jonas Adjetey – der ebenfalls nach drei Spielen auf der Bank erstmals wieder in die Startelf gerückt ist – noch nie zusammengespielt haben, ist nur anfangs zu merken. Auch der 21-jährige Adjetey macht seinen Job solide.

Vouilloz und Adjetey, an dieses Duo in der Innenverteidigung wird man sich in Basel in den kommenden Spielen wohl gewöhnen müssen. Denn auch wenn bei van Breemen noch keine Diagnose da ist, das MRI erst am Montag durchgeführt wird, ist es fraglich, ob er gegen GC (am Donnerstag) und Lugano (am Sonntag) mittun kann. Und mit Adrian Barisic fällt der Abwehrchef des FCB, wie seit Freitag bekannt ist, ebenfalls ein paar Wochen aus. Die beste Abwehr der Liga, sie ist plötzlich das Sorgenkind der Basler.

Celestini muss «etwas erfinden, das ist mein Job»

Alternativen hat Trainer Fabio Celestini keine. Denn im Kader steht kein weiterer, nomineller Innenverteidiger mehr. Arnau Comas und Marvin Akahomen sind ausgeliehen, und Kräfte aus dem Nachwuchs möchte Celestini, wie er nach dem Spiel sagt, in dieser heissen Phase nicht ins kalte Wasser werfen.

Auch aus dem Mittelfeld gibt es laut Celestini niemanden, der in seiner Karriere bereits einmal in der Abwehr gespielt hat. Kein Avdullahu, kein Leroy, kein Metinho. Was also passiert, wenn schlimmstenfalls auch noch Adjetey oder Vouilloz etwas zustossen sollte? «Dann muss ich halt etwas erfinden. Das ist mein Job», so der FCB-Trainer dazu.

Mit Vouilloz hat er immerhin einen Spieler, der trotz schwieriger Wochen positiv ist und die Situation nun für sich nutzen will: «Ich möchte um meinen Platz kämpfen.»

Die nächste Chance dazu dürfte er am Donnerstag im Heimspiel gegen GC erhalten.

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