Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert.
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AboUmstrittene Aktion – Die Rote Karte gegen FCB-Stürmer Traoré spaltet die GemüterDer FCB spielt in St. Gallen nach einer intensiven Partie 1:1 remis. Zu reden gibt vor allem die Szene, in der Bénie Traoré vom Platz gestellt wird.Publiziert heute um 22:05 UhrBénie Traoré kann es nicht fassen, dass er von Schiedsrichter Lionel Tschudi die Rote Karte gezeigt bekommt?Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkAnton Kade ist die Basler Figur dieses Nachmittags. Mit einem sehenswerten Weitschuss sichert der Deutsche dem FC Basel in der Ostschweiz kurz vor Schluss diesen einen Zähler. Doch zu reden gibt im Kybunpark vor allem eine Szene: Der Ausschluss von FCB-Flügelspieler Bénie Traoré nach 74 Minuten.Was ist passiert? Das Spiel geht in die Endphase, Basel liegt mit 0:1 im Hintertreffen und rennt an. Es ist wie so oft in St. Gallen: Volles Stadion, laut, Emotionen. Dann rollt dieser nächste FCB-Angriff in der 72. Minute. Bénie Traoré, zur Pause für den schwachen Marin Soticek eingewechselt, spielt vor dem Strafraum der Ostschweizer den Ball weiter auf Anton Kade, der den vermeintlichen Ausgleich erzielt.Die Sekunden danach: Jubelnde Basler Fans und Spieler auf der einen Seite, St. Gallens Mittelfeldspieler Jordi Quintillà mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegend auf der anderen Seite. Erst die Wiederholungen der Torentstehung zeigen, was wirklich geschehen ist. Nach der Ballabgabe Traorés trifft dieser den heraneilenden Quintillà mit voller Wucht und offener Sohle oberhalb des Knöchels am rechten Bein.Schiedsrichter Lionel Tschudi wird aufgefordert, sich die Szene am Bildschirm anzusehen. Und lange braucht der Unparteiische nicht, um diese unglückliche, bestimmt nicht absichtliche Intervention mit einer Roten Karte zu ahnden. Die Konsequenz: Der FCB muss die Schlussviertelstunde zu zehnt bestreiten, in der ihm der Ausgleich doch noch gelingt.Es ist dies eine Rote Karte, die nach heutigem Regelwerk so gegeben werden kann – auch wenn erst der Ball gespielt wird und danach der Verteidiger, in diesem Falle Quintillà, ein gewisses Risiko in Kauf nimmt. Wer mit offener Sohle oberhalb des Knöchels am Schienbein getroffen wird, der fliegt vom Platz. Dafür gibt es genügend Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit.Und dennoch ist dieser Platzverweis das grosse Thema nach dem Schlusspfiff. Die Diskussionen, die dadurch entfacht werden, lassen die Frage aufkommen, ob diese Regelauslegung im Sinne des Fussballs ist. Natürlich muss es oberstes Gebot sein, die Gesundheit der Akteure zu schützen. Aber solch heftige Kritik an einem grundsätzlich korrekten Entscheid ist ungewöhnlich.Erinnerungen an GörtlerSelbst die beiden Trainer sind sich nicht einig. Für St. Gallens Enrico Maassen «eine klare Rote Karte, weil das Foul mit hoher Intensität begangen wird.» Basels Fabio Celestini sagt hingegen: «Wenn du Fussball gespielt hast, ist das keine Rote Karte.» Und fragt danach in die Runde: «Wie hätte Traoré bremsen können? Auf der Playstation kannst du das vielleicht machen, auf dem Rasen aber nicht.»Noch deutlicher sind die Worte, die Xherdan Shaqiri gegenüber dem TV-Sender «Blue» wählt: «Wir müssen uns Gedanken machen, ob wir die besten Schiedsrichter haben. Gestern bei Luzern gegen Lugano, heute bei uns. Es gibt trotz VAR viel zu viele Fehlentscheide. Traoré berührt klar den Ball, Quintillà kommt zu spät. Dass es im Anschluss zum Kontakt kommt, gehört zum Fussball dazu.»Es ist dies eine Aktion, die an den Platzverweis von Lukas Görtler im Januar dieses Jahres erinnert. Damals schlug der St. Galler im Spiel gegen Lugano eine Flanke und traf nach der Ballabgabe den damaligen Lugano-Routinier Jonathan Sabbatini mit der Sohle oberhalb des Knöchels. Schiedsrichter Lukas Fähndrich wurde vom VAR – Lionel Tschudi – zum Bildschirm beordert und zeigte dem Deutschen Rot. Ein Entscheid, der schon damals in der Schweiz heiss diskutiert worden ist. Selbst aus Schiedsrichterkreisen war zu hören, wie schwer man sich tue, nach solchen Aktionen Rot zücken zu müssen.Logisch, ist Görtlers Platzverweis auch im Nachgang der sonntäglichen Partie in St. Gallen Thema. Celestini sagt: «Um solche Rote Karten künftig zu verhindern, dürfte Traoré nicht mehr so in einen Zweikampf einsteigen und Görtler nicht mehr flanken. Punkt. Das sind für mich absolut keine Roten Karten.»Glück für AvdullahuDennoch: Celestini wird sich damit abfinden müssen, dass sein Flügelspieler von der Elfenbeinküste im letzten Pflichtspiel des Jahres und wohl auch zum Beginn der Rückrunde nicht zur Verfügung stehen wird. Ebenso Leon Avdullahu, der seine vierte Verwarnung kassierte und am Samstag gegen GC gesperrt sein wird.Das dürfte den 20-Jährigen zwar ärgern, doch weiss auch er, dass er Glück gehabt hat, nicht mit Rot vom Platz geflogen zu sein. Just nach dem Seitenwechsel, in der 47. Minute, tritt er Corsin Konietzke von hinten mit voller Wucht auf den Knöchel. Ein Einsteigen, bei dem sich Avdullahu nicht hätte beklagen dürfen, wenn er nach diesem Foulspiel vom Platz gestellt worden wäre. Aber der VAR meldet sich nicht. Es gibt nicht mal eine Verwarnung gegen den U-Nationalspieler.Doch davon spricht nach diesem 1:1 in St. Gallen niemand. Sondern nur davon, weshalb Bénie Traoré vom Platz gestellt wurde, obwohl er nichts weiter tat, als seinen Mitspieler Anton Kade wunderschön zu lancieren. Und danach die Rote Karte sah.Mehr zum FC Basel:Den Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenDominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der BaZ und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut und hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
Gegen Yverdon – Gebrochene Rippe bei Anton KadeDer Deutsche muss sein Aufgebot für die U-20-Nationalmannschaft Deutschlands absagen.Publiziert heute um 12:11 UhrMuss nun erst einmal einen Rippenbruch auskurieren: Anton Kade.Foto: Claudio De Capitani (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkGegen Yverdon spielte Anton Kade am letzten Samstag über die vollen 90 Minuten. Erst als rechter Flügel, dann als rechter Aussenverteidiger. Was man ihm dabei nicht anmerkte: Während des Spiels zog er sich eine gebrochene Rippe zu. Damit ist es dem Deutschen nicht möglich, das Aufgebot für die U-20 seines Landes wahrzunehmen.Da Kade in Yverdon seine vierte Gelbe Karte der Saison geholt hat, wäre er für das nächste Saisonspiel der Basler am 24. November gegen Servette ohnehin nicht spielberechtigt. Vonseiten des FCB geht man davon aus, dass er beim darauffolgenden Spiel gegen Lausanne-Sport am 30. November wieder einsatzbereit sein wird.Der FC Basel gewinnt in YverdonDen Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
Ernährungsberater – Jose Blesa verlässt den FC BaselNach einem Jahr in Rotblau gibt der Spanier in den sozialen Medien seinen Abschied bekannt.Publiziert heute um 14:46 UhrNach einem Jahr und zwei Titel verlässt Ernährungsberater Jose Blesa den FC Basel.Foto: Erich Spiess (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkNach einem Jahr beim FC Basel ist Schluss. Jose Blesa, ehemaliger Ernährungsberater von Cristiano Ronaldo, verlässt Rotblau. Dies verkündet der Spanier in den sozialen Medien.Blesa schreibt: «Nach einer wundervollen Zeit als Ernährungsberater der ersten Mannschaft ist die Zeit gekommen, lebwohl zu sagen. Es ist nicht einfach, ein solch spezielles Kapitel zu beenden, aber ich mache es mit einem Herz voller Dankbarkeit, Stolz und Emotionen.»An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
Der FC Basel stattet den 18-Jährigen mit einem Kontrakt bis
Alles zum FCB-Spiel gegen Winterthur – Shaqiri-Gala beim 6:1 gegen WinterthurDer Basel-Rückkehrer zeigt beim 6:1 beim Tabellenletzten aus Winterthur seine beste Saisonleistung. Er ist an fünf der sechs Tore direkt beteiligt.Publiziert heute um 20:44 UhrIst auf der Schützenwiese in bester Spiellaune: Xherdan Shaqiri.Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkIn Kürze
Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert. – «Shaqiris Zeit beim FC Basel kann nur grossartig werden» Was verliert das Schweizer Nationalteam mit Yann Sommer? Warum musste der FC Basel Xherdan Shaqiri unbedingt zurückholen? War der Schirmwurf gegen den FCZ-Trainer vorhersehbar? Hören Sie die «Dritte Halbzeit». Publiziert heute um 18:33 Uhr Genügend Gesprächsstoff also für die…