Der FC Basel verhindert mit einem 3:0-Heimsieg gegen Luzern eine vorzeitige FCZ-Meisterfeier. Valentin Stocker schoss seine FCB-Tore 100 und 101.

Die Basler gingen bereits in der 3. Minute in Führung. Nach einem Eckball köpfte Tomas Tavares den Ball in die Mitte des Strafraums, von wo aus Valentin Stocker herrlich aus der Drehung traf. Es war für den 33-Jährigen der 100. Treffer im Dress des FCB. In der 73. Minute doppelte er nach einem schönen Steilpass von Wouter Burger nach. Für den Schlusspunkt zeichnete Fedor Tschalow (83.) verantwortlich. Die Basler hatten zuvor dreimal in Folge unentschieden gespielt.

Stocker: «Die 99 hat lange gestanden …»

Stocker war denn auch der Mann des Spiels an diesem Sonntagnachmittag. Mit seinen zwei Toren drückte er der Partie seinen Stempel auf. Mit seinen Treffern 100 und 101 schliesst der FCB-Captain zur Klublegende Karli Odermatt auf, der ebenfalls 101 Tore für Rotblau erzielt hat. «Die Zahl 99 hat lange gestanden, ich wusste, dass mir noch eins fehlt», sagte Stocker schmunzelnd nach dem Spiel. «Ein sehr schönes Gefühl und ein sehr schöner Moment, in diesem Stadion und mit diesen Fans», so Stocker zu seinem Jubiläumstor.

Luzern für seine Leistung schlecht belohnt

Das klare Resultat widerspiegelte das Geschehen auf dem Rasen nicht, die Luzerner hielten gut dagegen und vergaben einige Topchancen. In der 18. Minute scheiterte Samuele Campo mit einem Penalty am starken Basler Keeper Heinz Lindner. In der 26. Minute hätte Marvin Schulz den Ausgleich erzielen müssen, jedoch ging sein Schuss aus kurzer Distanz an den Pfosten. Glück hatte das Heimteam auch in der 21. Minute, dass Tavares nach einem klaren Foul nicht die zweite Gelbe Karte kassierte.

Offene Defensive und mangelhafte Effizienz

Sowohl FCB-Spieler als auch der Trainer kritisierten nach dem Spiel das Defensivverhalten von Rotblau: «Wir standen bei Kontern des Gegners zu offen, Luzern hatte zu viele Torchancen», so Wouter Burger. Der Niederländer bildete zusammen mit Matías Palacios und Valentin Stocker das Basler Mittelfeld. Aber gegen vorne habe die Mannschaft vieles herausspielen können.

FCB-Coach Guillermo Abascal bemängelte, dass das Team nach dem frühen Führungstreffer etwas den Fokus verlor. «Wir müssen uns bei Heinz Lindner bedanken, der sehr gut hielt und den Penalty parierte», analysierte der Trainer mit Blick auf den durchaus möglichen Luzerner Ausgleich. In der Offensive habe wiederum zu wenig Zählbares herausgeschaut: «Wir müssen an unserer Effizienz arbeiten.» Es könne nicht sein, dass das Team bei 27 Offensivaktionen lediglich neun Mal in den gegnerischen Strafraum vordringen könne, so Abascal.

Rotblau vor FCZ-Kracher: «Wichtig, dass wir gewinnen»

Mit dem Sieg gegen Luzern vermieste der FCB eine vorzeitige Zürcher Meisterfeier. Dieser Aspekt habe in der Vorbereitung aber keine Rolle gespielt, so Burger: «Wir schauen nicht auf Zürich. Wir wollen für unsere Fans und für uns selbst gewinnen». Man habe drei Spiele in Folge keinen Sieg einfahren können. «Wir waren hungrig», so Burger.

Captain Stocker sieht den FCZ zwar als künftigen Meister: «Sie machen es super in dieser Saison», sagt er über den Rivalen. Der Zürcher Meistertitel sei eine Frage der Zeit. Kommenden Sonntag können die Zürcher mit einem Sieg ausgerechnet in Basel Schweizermeister werden. Das dürfte dem FCB Druck machen. «Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren, wir dürfen das nicht so gross werden lassen», sagt Stocker im Hinblick auf den Klassiker. «Wichtig ist, dass wir ein gutes Spiel abliefern und gewinnen.»

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Wouter Burger und Valentin Stocker über den FCZ. (Video: Telebasel)

Telegramm

Basel – Luzern 3:0 (1:0)

21’905 Zuschauer. – SR Cibelli. – Tore: 3. Stocker (Tavares) 1:0. 73. Stocker 2:0. 87. Tschalow (Frei) 3:0.

Basel: Lindner; Lopez 88. Lang), Frei, Pelmard, Tavares; Burger; Millar (88. Fernandes), Palacios (65. Kasami), Esposito (66. Tschalow), Stocker (88. Pavlovic); Ndoye.

Luzern: Müller; Dräger (46. Grether), Burch, Simani, Sidler; Jashari; Gentner (66. Ndiaye), Schulz (66. Schürpf); Campo (56. Ugrinic); Kvasina, Abubakar (56. Sorgic).

Bemerkungen: Basel ohne Xhaka (gesperrt), Petretta, Essiam und Padula (alle verletzt). Luzern ohne Monney und Loretz (beide verletzt). Verwarnungen: 4. Stocker, 18. Tavares, 51. Grether, 67. Sorgic.

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