Der FC Basel fährt seinen ersten Sieg unter Interimscoach Guillermo Abascal ein. In Lugano gewinnt Rotblau dank einer verbesserten Defensive mit 2:0.

Es ist ein Sieg ohne Glanz, aber der FC Basel macht an diesem Sonntagnachmittag einen stilsichereren Eindruck als in den ersten beiden Spielen unter Guillermo Abascal. Bei der deftigen 4:2-Auswärtspleite in Zürich und dem turbulenten Unentschieden gegen St. Gallen im Joggeli gab die Basler Defensive jeweils phasenweise ein desaströses Bild ab. Im Tessin galt es diese Baustelle zu beheben.

Und das gelang dem FC Basel gegen den FC Lugano von der ersten Minute an. Anders als bei den letzten beiden Auftritten leisteten sich die Basler hinten keine groben Aussetzer. Hinten stand Rotblau mehr oder weniger souverän.

Frühes Tor statt früher Rückstand

Was dem FCB gegen ein tiefstehendes Lugano sicher entgegen kam: Er ging durch das Tor von Fedor Chalov (9. Minute) früh in Führung und konnte das Spiel so gleich in günstige Bahnen lenken. Der Russe zeigt sich nach seinem Doppelpack am Donnerstag in guter Form. Danach hielten die Basler das Spiel unter Kontrolle, waren in der ersten halben Stunde die aktivere Mannschaft. Gegen vorne fehlte Rotblau aber weitgehend die Kreativität und Durchschlagskraft. Viel mehr als eine Kopfballgelegenheit von Pajtim Kasami in Minute 24 brachte die Offensive nicht heraus. Im Gegensatz zu den Duellen gegen den FCZ und St. Gallen vermieden die Basler aber einen Rückstand und mussten nach 30 gespielten Minuten nicht bereits einem doppelten Rückstand hinterher laufen.

Eine Viertelstunde vor dem Halbzeitpfiff fanden die Luganesi besser ins Spiel und konnten sich erste Torchancen erarbeiten. Zum Ausgleich reichte es aber nicht. Ein vermeintliches zweites Basler Tor in der 45. Minute durch Dan Ndoye wurde wegen Abseits nicht gegeben.

Hinten gefestigt, aber vorne wenig kreativ

Eben dieser Ndoye wurde zum Seitenwechsel durch Adam Szalai ersetzt, wodurch sich FCB-Coach Abascal wohl mehr Durchschlagskraft im Spiel aufs gegnerische Tor erhoffte. Doch zunächst war Rotblau nach Wiederanpfiff damit beschäftigt, den Vorsprung zu verteidigen. Lugano zog ein fokussiertes Spiel mit einigen kreativen Offensivaktionen auf und kam nach einer Stunde durch einen satten Schuss fast zum Ausgleich – Reto Ziegler zog den Ball nur knapp am Gehäuse von Heinz Lindner vorbei.

Der FCB konnte auch in der Folge keine zusätzliche Power in der Offensive entwickeln, Joker Adam Szalai blieb weitgehend blass. Man konzentrierte sich in den Basler Reihen in erster Linie darauf, hinten sauber zu stehen und den einen oder anderen Konter fahren zu können. In den letzten zehn Minuten konnte Rotblau nach vorne nochmals Akzente setzen: Szalai stand beim vermeintlichen 2:0-Treffer in der 90. Minute allerdings knapp im Offside. Drei Minuten später entschied der eingewechselte Darian Males nach herrlicher Vorarbeit von Sebastiano Esposito dann aber das Spiel zugunsten des FCB.

Basel festigt mit dem Sieg gegen den direkten Konkurrenten Lugano in der Tabelle Platz 3 und zieht punktemässig mit den Young Boys gleich.

Telegramm

Lugano – Basel 0:2 (0:1)

3500 Zuschauer. – SR Horisberger – Tore: 9. Tschalow (Millar) 0:1. 93. Males (Esposito) 0:2.

Lugano: Saipi; Rüegg (71. Amoura), Hajrizi (71. Maric), Daprelà, Valenzuela (46. Ziegler); Custodio (46. Bottani), Lovric, Sabbatini; Lavanchy, Celar, Haile-Selassie (79. Mahmoud).

Basel: Lindner; Lopez, Djiga, Burger, Katterbach; Xhaka (83. Esposito); Ndoye (46. Szalai), Kasami, Stocker (58. Males), Millar; Tschalow (66. Palacios).

Bemerkungen: Lugano ohne Guidotti (verletzt). Basel ohne Frei (gesperrt), Pelmard, (krank), Essiam, Petretta, Padula, Hajdari (alle verletzt). Verwarnungen: 12. Hajrizi (Foul). 16. Lovric (Foul). 33. Stocker (Unsportlichkeit). 40. Lopez (Foul). 53. Tschalow (Foul). 72. Daprelà (Foul). 76. Xhaka (Foul).

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