Die Verschiebung des Spitzenkampfs zwischen YB und dem FCB sorgt für rote Basler Köpfe. Die SBB und die Liga wehren sich gegen jegliche Verschwörungstheorien.

Die Verschiebung des Spiels zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Basel lässt die sozialen Medien kochen. Verschwörungstheorien machen unter FCB-Fans die Runde. Schnitzelbängg hauen bereits Verse raus. Der Grund: Aufgrund einer Baustelle der SBB beim Bahnhof Wankdorf kann der Spitzenkampf nicht wie geplant am 20. November stattfinden.

Sogar die Basler Verkehrs-Betriebe können sich auf Twitter einen sarkastischen Seitenhieb nicht verkneifen.

Die Fragen, die sich nun stellen, sind: Wann wird das Spiel nachgeholt? Und wie kann so etwas passieren? Dass die SBB – obwohl das Spiel bereits seit Monaten auf dieses Datum angesetzt ist – ausgerechnet am Wochenende des Spitzenkampfs den Bahnhof Wankdorf zur Baustelle umfunktionieren. Auf Anfrage von Telebasel wehren sich die SBB: «Selbstverständlich hatten unsere Fachverantwortlichen das Spiel auf dem Radar. Die SBB präsentierte den Beteiligten eine sichere Alternative mit längerer Reisezeit».

Bergamo-Spiel nicht betroffen

Es hätte also Alternativen gegeben. Am Ende hat der Kanton Bern aber das letzte Wort und dieser entschied, den Young Boys die Genehmigung für das Spiel zu entziehen. Aus Sicht der SBB begründet man den Entscheid, am Wochenende die Bauarbeiten durchzuführen, damit dass man den enormen Pendelverkehr unter Woche nicht beinträchtigen wollte.

Was die Gemüter allerdings noch mehr erhitzt am Rheinknie: Nur drei Tage später spielen die Berner im Wankdorf ihr entscheidendes Heimspiel in der Champions League gegen Atalanta Bergamo. Dann sei laut SBB der Bahnhof wieder uneingeschränkt nutzbar. Dass bereits zum zweiten Mal in dieser Hinrunde ein Liga-Spiel der Berner vor einem kapitalen Europacup-Spiel verschoben wird, nährt die Spekulationen.

Nachholspiel noch 2021?

Reiner Zufall? Die Swiss Football League (SFL) will ihrerseits nichts von Theorien und Verschwörungen wissen. Gemäss Anfrage von Telebasel stand ein Stadion-Abtausch aus sportlicher Sicht nicht zur Debatte. Nun sucht man verzweifelt ein Ausweichdatum für den Spitzenkampf: «Das Spiel wird voraussichtlich kommenden Montag neu angesetzt. Wir versuchen es noch im Jahr 2021 anzusetzen», so die SFL.

Viel Spielraum im Kalender bleibt der Liga nicht. Das Problem: Der FC Basel wie auch die Berner Young Boys sind bis Weihnachten noch europäisch engagiert. Dazu kommt, dass die Berner ihr bereits verschobenes Spiel in Lugano erst am 1. Dezember nachholen werden. Es bleibt eigentlich nur noch ein Datum vor der Winterpause übrig: der 15. Dezember. Ansonsten wird man kaum darum herumkommen, das Spiel erst in der Rückrunde im neuen Jahr anzusetzen.

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