Die Rückkehr von Marco Streller kommt nicht aus heiterem Himmel. Bei sportlichem Misserfolg könnte sie aber kritisch werden, so die Meinung im FCB Total.

Sportlich sorgt der FCB weiterhin für sagenhafte Schlagzeilen. Vergangene Woche kam die wichtigste Meldung aber von neben dem Platz. Die Vereinslegende Marco Streller ist zurück an alter Wirkungsstätte.

Überzeugt von Strellers Potential

Von der Verpflichtung des ehemaligen FCB-Sportchefs ist Céline Feller nicht erstaunt. «Das einzige, was mich persönlich etwas überrascht, ist vielleicht der Zeitpunkt. Weil Marco Streller selber sagte, er will seine Ausbildung fertig machen. Aber, dass Marco Streller unter der neuen Führung zurückkommt ist alles andere als überraschend», meint die BZ-Sportjournalistin.

Marco Streller übernimmt beim FCB den Posten als Botschafter, als Bindeglied zwischen dem Verein und den Sponsoren sowie den Fans. Mit der sportlichen Seite wird Streller nichts zu tun haben. Für BaZ-Sportjournalist Oliver Gut ist das für den Moment eine richtige Entscheidung. «Ich glaube, es wäre jetzt nicht vermittelbar gewesen im sportlichen Bereich, einfach auch gegen aussen nicht. Er kann sich auch nicht aus jeglicher Verantwortung loslösen, die er als Sportdirektor hatte. (…) Ich glaube der Typ Marco Streller passt in diese Funktionen, die er jetzt hat, viel besser hinein, so wie er auch als Mensch ist.» Dieser Meinung ist auch Erni Maissen: «Für diese Position ist Marco Streller absolut der beste Mann.»

Was, wenn es mal schlecht läuft?

Einen Haken gibt es an der ganzen Sache allerdings noch. Marco Streller wird weiterhin bei «blue Sport» arbeiten und daher auch über den FC Basel diskutieren müssen. Ein Engagement, dass zu Konflikten führen könnte, aber wohl nicht wird, meint Erni Maissen. «Marco Streller ist clever genug, damit er weiss, wie er weder seinem Arbeitgeber noch ihm schadet. Gewisse Dinge darf man auch sagen, wenn etwas falsch lief. (…) Marco Streller ist mittlerweile auch schon lange als Experte bei blue TV. Er weiss schon was er sagen muss und wird auch nichts falsch machen», ist FCB-Legende Erni Maissen überzeugt.

Weil Streller beim Bezahlsender in erster Linie das sportliche vom FCB analysieren muss, sieht Céline Feller auch kein grosses Konfliktpotenzial. Ausser der sportliche Erfolg bleibt aus. «Es wird dann schwierig, wenn es vielleicht mal schlecht läuft. Im Moment kann Marco Streller ehrlich sein und loben. Aber wenn es dann vielleicht mal von YB auf den Deckel gibt, dann nimmt es mich wunder wie er das macht», sagt Céline Feller.

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