Die letzten zwölf Jahre im Schweizer Fussball haben Basel und die Young Boys zu Erzrivalen geformt. Am Rheinknie will man endlich den Titel zurück.

Aus Basel ertönen Kampfansagen in Richtung Bern. Der Meisterpokal soll nach 2017 wieder im St. Jakob-Park ausgehändigt werden. Ein guter Start in eine Saison ist enorm wichtig. Frühe Siege können mehr wert sein als Siege mitten in der Saison. Spieler und Mannschaft schöpfen Vertrauen und Kraft aus Siegen oder aus einer lange anhaltenden Ungeschlagenheit.

Das Ganze ist eine These. Thesen zeichnen sich dadurch aus, dass sie manchmal nicht stimmen. Wie aber verhält es sich bei den Saisonstarts des FC Basel und der Young Boys? Die letzten sieben Saisons beweisen die These nicht – es bräuchte dafür viel mehr Erfahrungswerte –, aber sie sprechen zumindest für ihre Richtigkeit. In den Saisons 2014/15 bis 2016/17 lagen die Basler nach den ersten zwei Runden 4, 4 und 3 Punkte vor den Young Boys. Jedes Mal wurden sie am Schluss der Saison Meister, mit 12, 14 und 17 Punkten Vorsprung auf YB. Ab 2017/18 bis heute lief alles umgekehrt. YB nahm dem FCB in den ersten zwei Spielen 3, 5, 1 und 3 Punkte ab und wurde später Meister – 15, 20, 14 und 31 Punkte vor dem FCB.

FCB plötzlich wieder mit besserem Start

Jetzt, am Anfang dieser Saison, haben die Basler den Spiess umgedreht. Jetzt sind sie die «Sieger nach zwei Runden». Tatsächlich sind sie viel besser gestartet als etwa vor einem Jahr, als sie mit einem Unentschieden daheim gegen Vaduz und einer Niederlage bei Servette begannen. Auch zeigten sie, anders als früher, überzeugende Leistungen, etwa in der Conference-League-Qualifikation oder beim 6:1 vom letzten Sonntag gegen Sion.

Es ist nun an den Young Boys, das ungeschriebene Gesetz der Auswirkungen des Saisonstarts auf die ganze Saison zu widerlegen. Ob sie schon in der 3. Runde vom Wochenende Gegensteuer geben können, ist fraglich. Denn eine Woche nach dem Torfestival im Match gegen Sion spielen die Basler zuhause gegen Servette, gegen das sie das letzte Duell der alten Saison zuhause 5:0 gewannen. Und die Servettiens sind nicht zufriedenstellend gestartet. Die einzige überzeugende Leistung zeigten sie beim 2:0 gegen Molde in der Conference-League-Qualifikation.

Sion schon wieder in der Bredouille

Die Young Boys ihrerseits treten in Sitten an, bei einem Gegner, gegen den sie seit über fünf Jahren nicht mehr verloren. Aber die Walliser sind gerade wieder in einer ihrer häufig wiederkehrenden Ausnahmesituationen. Trainer Marco Walker ist früh in der Saison angezählt, und die Mannschaft muss sich nach dem blamablen Auftritt in Basel rehabilitieren. Es geht noch nicht um alles oder nichts. Aber nach Walliser Lesart eigentlich schon.

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