Der FC Basel fährt verdientermassen mit nur einem Punkt aus Liechtenstein nach Hause. Auf Basler Seite ist man trotzdem nicht ganz zufrieden.

Der FCB verpasst beim FC Vaduz den dritten Sieg im dritten Spiel unter Patrick Rahmen. Gegen einen kompakt stehenden Gegner taten sich die Basler extrem schwer damit, Offensivaktionen zu kreieren. «Wir haben versucht uns Chancen herauszuspielen. Das ist uns leider nicht so häufig gelungen wie in den letzten Spielen», so FCB-Goalie Heinz Lindner nach der Partie.

Ein verdienter Punkt

Über die gesamte Partie waren die Liechtensteiner tonangebend. Sogar das bessere Team. Demnach nimmt man aus Basler Sicht den einen Punkt aus dem Ländle gerne mit. «Wenn man alles Revue passieren lässt, können wir mit dem Punkt gut leben», so Lindner weiter. Dieser Meinung ist auch Mittelfeldspieler Fabian Frei und relativiert: «Wir haben aus den ersten drei Spielen sieben Punkte geholt. Dass noch viel Arbeit vor uns liegt, haben wir immer gesagt. Das hat man heute auch gesehen. Das ist jetzt vielleicht eine kleine Bremse der Euphorie. Dennoch sehe ich uns auf einem guten Weg.»

Weniger zufrieden mit dem Punkt ist FCB-Trainer Patrick Rahmen. Der Chef an der Seitenlinie hat mehr von seinen Jungs im Rheinpark-Stadion erwartet: «Wir haben zu wenig klare Chancen kreiert. Haben zu wenig Druck gemacht. Wir waren zu wenig variabel. Demnach bin ich natürlich auch mit dem Resultat nicht zufrieden.»

Keine Wunder erwarten

Denn der FCB ging kurz vor Schluss – trotz des Mangels an Chancen – durch Pajtim Kasami in Führung. Umso mehr hadert Rahmen: «Mit dieser erfahrenen Mannschaft auf dem Platz, sollten wir die Führung nicht in dieser Form wieder hergeben.» Der Grund für den späten Ausgleich des Heimteams war ein Elfmeter. Verschuldet durch Routinier Fabian Frei. «Man kann ihn geben. Ich sehe den Gegenspieler gar nicht. Am Ende treffe ich via sein Fuss den Ball. Es kein klarer Fehlentscheid aber auch kein glasklarer Penalty», erklärt Frei.

Der FCB also enttäuscht spielerisch nach der Kehrtwende und dem Trainertausch. Generell muss man den Ball beim FCB sprichwörtlich aber noch flach halten. Trotz der zwei starken ersten Spiele unter Patrick Rahmen, könne man noch keine Wunder erwarten, meint er: «Es ist klar, es kann nicht in jedem Spiel einen solchen Furioso geben. Wenn es so wäre, würde ich das gerne nehmen, aber das ist nicht die Realität. Es hatte auch seine Gründe, wieso wir monatelang nicht auf den Platz bringen konnten, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir können nicht von Spiel zu Spiel so eine Leistung auf den Platz bringen wie gegen Servette. Das wäre mir zwar recht. Wir müssen nun einfach an diesen Schritten weiterarbeiten und es am Samstag gegen Lausanne wieder besser machen.»

Der Beitrag Patrick Rahmen: «Es kann nicht in jedem Spiel ein Furioso geben» erschien zuerst auf Telebasel.

Similar Posts

  • FCB beantragt Hilfsgelder-Millionen beim Bund

    Der FC Basel ist einer der ersten Fussballclubs in der Schweiz, der À-fonds-perdu-Gelder beim Bund beantragt. Das bringt auch Pflichten für den Club mit sich.
    Die Situation für die Proficlubs in der Schweiz ist wegen der Corona-Krise äusserst schwierig. Ausgaben wie Gehälter und Löhne müssen trotz der Null auf der Einnahmenseite bezahlt werden. Ticketverkäufe und die Einkünfte aus dem Stadion-Catering fallen wegen der Geisterspiele weg. Der FC Basel hat sich in dieser prekären Situation dazu entschieden, vom Angebot des Bundes […]
    Der Beitrag FCB beantragt Hilfsgelder-Millionen beim Bund erschien zuerst auf Telebasel.

  • Im letzten Heimspiel des Jahres soll ein Sieg her

    Der FC Basel bestreitet am Sonntag bereits sein letztes Heimspiel dieses Jahres. Gegen Sion will Rotblau den Schwung aus Europa mitnehmen und drei Punkte holen.
    Es ist Anfang November und der FC Basel bestreitet bereits sein letztes Heimspiel im Jahr 2022. Der ungewohnte Terminkalender ist der WM geschuldet, die vom 20. November bis 18. Dezember im Wüstenstaat Katar stattfindet. Am Sonntag pilgern Rotblau und seine Anhänger ein letztes Mal ins Joggeli mit dem Ziel, drei Punkte einzufahren. Gegner ist der […]
    Der Beitrag Im letzten Heimspiel des Jahres soll ein Sieg her erschien zuerst auf Telebasel.

  • FCB gibt teilweise Entwarnung bei Stocker und Lang

    Valentin Stocker und Michael Lang mussten am Sonntag beim Spiel gegen den FC Zürich verletzt vom Platz. Der FC Basel gibt nun teilweise Entwarnung.
    Michael Lang und Valentin Stocker schieden bei der Partie gegen den FC Zürich am Sonntag bereits in den ersten 25 Minuten verletzt aus. Eine MRI-Untersuchung habe nun ergeben, dass beide vorerst ausfallen werden, aber nicht so gravierende Verletzungen davontragen, wie zunächst hätte befürchtet werden können. Dies teilt der FC Basel am Dienstag mit. Lang verliess […]
    Der Beitrag FCB gibt teilweise Entwarnung bei Stocker und Lang erschien zuerst auf Telebasel.

  • Ciriaco Sforza: «Unser Hauptgegner sind wir selber»

    An der Pressekonferenz vom Freitag wurde über Ziele, Transfers und Finanzen diskutiert. Präsident, Trainer und Spieler standen dabei Red und Antwort.
    Der FC Basel startet am Sonntag mit neuem Trainer, neuem System und neuen Spielern in die Super League–Saison. Die Ziele bleiben dieselben. An der Pressekonferenz vom Freitag wiederholte FCB–Präsident Bernhard Burgener diese nochmals: «Wir wollen um den Meistertitel mitkämpfen. In der Europa–League wollen wir die Gruppenphase erreichen. Das ist das Ziel und wir möchten auch […]
    Der Beitrag Ciriaco Sforza: «Unser Hauptgegner sind wir selber» erschien zuerst auf Telebasel.

  • Die rotblauen Wackelkandidaten

    Das Kader des FCB soll ausgedünnt werden. Doch wen der Führungsspieler wird es neben Valentin Stocker treffen?
    Der Abgang – wenn aktuell auch nur suspendiert – von Valentin Stocker scheint nur der Anfang gewesen zu sein beim FC Basel. Aktuell zählt das Kader von Rotblau satte 31 Spieler. Es liegt auf der Hand, dass im Sommer ausgedünnt wird in der Kabine – auch bei den Führungsspielern. Fabian Frei Der Basler Mittelfeldspieler war […]
    Der Beitrag Die rotblauen Wackelkandidaten erschien zuerst auf Telebasel.

  • Ceccaroni: «Der FCB hat noch zu viele Schwankungen»

    Gegen YB zeigte der FC Basel eine ansprechende zweite Halbzeit. Jedoch ist das von Rotblau noch zu wenig, meinen Erni Maissen und Massimo Ceccaroni.
    Nach einer schlechten ersten Halbzeit konnte sich der FC Basel gegen die Young Boys massiv steigern. Schlussendlich schaute am Sonntag aber einmal mehr nichts Zählbares heraus. FCB-Experte Erni Maissen sagt zum Basler Auftritt in Bern: «Der FCB konnte YB in der zweiten Halbzeit ein bisschen ärgern. Das zeigt auch, dass YB nicht unverwundbar ist. Mir […]
    Der Beitrag Ceccaroni: «Der FCB hat noch zu viele Schwankungen» erschien zuerst auf Telebasel.