Die Arbeit von Interimstrainer Patrick Rahmen trägt Früchte: Rotblau schiesst Servette mit 5:0 aus dem Joggeli. Die FCB-Stimmen zum höchsten Saisonsieg.

Spielfreude, Kampf und Leidenschaft: Der FCB zeigt in den letzten beiden Spielen, was möglich wäre. Das unterstreicht der 5:0-Sieg gegen Servette deutlich. Trotz des höchsten Siegs dieser Saison sind die Basler nicht restlos zufrieden. Sie hätten mehr Tore erzielen können, ja müssen, so Fabian Frei nach dem Spiel. Dennoch ist auch er glücklich über den Sieg und vor allem über die Art und Weise des Gezeigten.

Guter Ersatz für den Topscorer

Jemand, der zwar sein Tor geschossen hat, eines mehr aber hätte machen müssen, ist Ricky van Wolfwinkel. Der Holländer ersetzte den gesperrten Topscorer Arthur Carbal und zeigte, dass er auf den Punkt bereit sein kann.

«Ich müsste eigentlich noch ein Tor machen, aber es war ein guter Schritt, nachdem ich lange nicht mehr gespielt hatte», so der holländische Stürmer. Es sei nicht so, dass wenn Arthur Cabral wieder einsatzbereit ist, van Wolfswinkel nicht mehr spielen würde. «Vielleicht spielen wir zusammen, vielleicht nicht. Das werden wir sehen. Aber ich bin parat. Das haben wir heute alle gesehen», erzählte Ricky van Wolfswinkel weiter.

Lob vom Cheftrainer

Auch vom Cheftrainer Patrick Rahmen gibt es Lob für den Stürmer: «Ricky war sofort im Spiel. Man konnte ihn immer wieder anspielen – auch in die Tiefe.» Der Holländer war aber nicht der einzige, der einen wertvollen Spieler ersetzen musste. Auf der rechten Abwehrseite musste Amir Abrashi für den gesperrten Silvan Widmer in die Bresche springen und auch mit seiner Leistung ist Patrick Rahmen sehr zufrieden.

Es sei aber nicht so, dass plötzlich alles ganz einfach funktionieren würde, sagte Fabian Frei nach dem Spiel: «Da gehört schon mehr dazu, als einfach nur zu spielen.»

Veränderungen von Patrick Rahmen

Und damit spricht er wahrscheinlich die Inputs von Interimstrainer Patrick Rahmen an, die die Mannschaft umzusetzen weiss. «Ich habe der Mannschaft mitgegeben, wie wir gegen den Ball spielen wollen. In der Offensive versuchten wir mit dem Spiel zwischen die Linien und mit Seitenwechseln immer wieder Verlagerungen in unserem Spiel zu haben. Vor allem auch die tiefen Laufwege waren wichtig. Und das hat die Mannschaft heute schon sehr gut umgesetzt», so Rahmen.

Der FCB und Patrick Rahmen, das passt. Die Mannschaft kann die Anforderungen des Trainers gut umsetzen, findet Fabian Frei: «Er hat zwei, drei grundlegende Sachen verändert, auf die er Wert legt. Die Mannschaft hat dies sehr gut aufgenommen und probiert es weiter umzusetzen. In dieser Woche kamen nochmals zwei, drei Sachen dazu. Wenn bis am Mittwoch nochmals zwei, drei Sachen dazu kommen, sind wir auf einem guten Weg», sagte der Mittelfeldspieler mit einem Schmunzeln.

Rahmen erreicht die Mannschaft

Auch van Wolfswinkel ist zufrieden mit Rahmen als Trainer: «Er hat Sachen geändert, das ist ganz sicher so. Ich will nicht über Sforza sprechen. Ich glaube, alle haben es gesehen, wie wir gespielt haben. Das sagt alles!»

Dieses positive Feedback freut natürlich auch Patrick Rahmen: «Scheinbar kommt es an, so wie wir spielen wollen. Am Anfang war es wichtig, der Mannschaft zu sagen: Wir stehen jetzt in der Verantwortung und wir müssen Gas geben. Jetzt geht es darum, dass wir dran bleiben und nicht schon wieder das Gefühl haben, dass es von alleine gehen würde», sagte der 52-Jährige.

Glückwunsch nach Bern

Natürlich freut er sich über diesen hohen Heimsieg und dass man damit den zweiten Tabellenplatz zurückholen konnte. Patrick Rahmen blickt aber auch schon voraus auf das nächste Spiel: «Wir haben heute ein Ausrufezeichen gesetzt, aber am Mittwoch geht es schon wieder weiter mit einem schwierigen Match in Vaduz. Nun ist es wichtig, den Schalter so schnell wie möglich umzulegen in Richtung Vaduz.»

Zum Schluss gibt es auch noch Gratulationen an die Young Boys, die heute den Meistertitel klar gemacht haben. Vor allem für den Berner Trainer Gerry Seoane freue sich Patrick Rahmen, da er mit ihm eine gute gemeinsame Zeit beim FC Luzern hatte.

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