Der FC Basel findet auch sportlich nicht aus den Negativschlagzeilen heraus. Er verliert gegen Vaduz durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit.

Der FC Basel verliert das Heimspiel gegen Vaduz durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit 1:2. Somit hat der FCB von den letzten zehn Super-League-Partien nur eine gewonnen.

Nichts bleibt den Baslern in der kolossalen Krise erspart. Nach dem eskalierten Streit um die künftigen Besitzverhältnisse letzte Woche und der medialen Schlammschlacht zwischen den Parteien um Präsident Bernhard Burgener und Gegenspieler David Degen setzte es am Ostermontag den nächsten sportlichen Tiefschlag ab. 1:2 ging das Heimspiel gegen den Aufsteiger durch einen Gegentreffer in der 93. Minute verloren. Nicht einmal drei glänzende Paraden von Heinz Lindner retteten dem FCB zumindest einen Punkt.

Eigentor führte zum zwischenzeitlichen Ausgleich

Zweimal war Vaduz nach Cornern erfolgreich. Nach 37 Minuten köpfelte – von Arthur Cabral ungenügend gedeckt – Joël Schmied ein und in der Nachspielzeit mit Yannick Schmid ein weiterer Innenverteidiger. Der FCB kam nur zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch ein Eigentor.

Dank dem Sieg beim nunmehr fünftplatzierten FCB ist Vaduz zum ersten Mal seit der 4. Runde nicht mehr Tabellenletzter. Zudem liess sich festhalten: Gestohlen waren die drei Punkte nicht. Basel hatte zwar die Feldüberlegenheit, agierte vor dem gegnerischen Tor aber erschreckend harmlos. Dass der Ausgleich nach 56 Minuten durch ein Eigentor von Denis Simani zustande kam, passte ins Bild. Dass Lindners Rettungstaten gegen Tunahan Cicek (74./92. Minute) und Matteo Di Giusto nichts Zählbares brachten, ebenfalls.

Dass es beim FCB an einer klaren Linie fehlt, wurde auch mit der überraschenden Nomination von Valentin Stocker als Captain deutlich. Stocker kam nach der verordneten Auszeit zwecks «Kopflüften» erstmals seit Mitte Februar wieder zum Einsatz. Fast zwei Monate lang waren seine Dienste zuvor nicht erwünscht gewesen. Mit dem entscheidenden Ablenker zum Ausgleich verhinderte der Vaduzer Simani, dass sich Stocker bei seinem Comeback als Torschütze eintragen konnte.

Rassistische Beleidigung an die Adresse von Kalulu

Basels CEO Roland Heri konnte im Pausen-Interview beim Schweizer Fernsehen noch so betonen, dass der eskalierte Machtkampf das Tagesgeschäft nicht beeinflusse. Die Leistung auf dem Platz sagte etwas anderes. Wobei der FCB die Partie mitunter in der Anfangsphase gut und gerne in andere Bahnen hätte lenken können, ja sogar müssen. Aldo Kalulu hatte den Vaduzer Goalie Benjamin Büchel nach einer Viertelstunde bereits überwunden, schoss aus elf Metern aber den zurückgeeilten Schmied an.

Zum abermals missglückten Basler Auftritt passte auch, dass ein Mikrofon im Stadion eine rassistische Beleidigung an die Adresse von Kalulu aufzeichnete. Ob der völlig deplatzierte Kommentar vom Spielfeldrand oder aus den Medienplätzen kam, liess sich vorerst nicht eruieren.

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