Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert.
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Der FCB-Captain versteht, dass er so oft in den Schlagzeilen steht, und findet nicht, dass er zu viel schimpft. Zu einem Comeback für die Schweiz äussert er sich so klar
AboRücktritt einer Legende – Taulant Xhaka: Die Zahlen aus 407 Spielen für den FC BaselNach 15 Jahren, die er fast alle beim FCB verbracht hat, beendet Taulant Xhaka seine Profikarriere. 13 Fakten zur FCB-Ikone.Publiziert heute um 18:26 UhrZum Abschluss seiner Karriere gewinnt Taulant Xhaka abermals den Meisterpokal.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkAm Samstag beim Spiel des FC Basel gegen Luzern wurde Taulant Xhaka gemeinsam mit Davide Callà vor grosser Kulisse verabschiedet. Die BaZ listet 13 Fakten auf, um den Spieler mit den siebtmeisten Einsätzen in der Geschichte von Rotblau zu würdigen.1 BruderMan kann die Karriere von Taulant Xhaka nicht ohne seinen jüngeren Bruder Granit erzählen. Das wird bei Taulant Xhakas Verabschiedung im Joggeli abermals deutlich. Schon ab dem Kindergartenalter bekommt Granit damals Schlüssel und Geld, weil Taulant gerne mal was verliert. Ihre Karrieren entwickeln sich relativ früh in verschiedene Richtungen, weil Granit nicht nur besser mit Schlüsseln umgehen kann, sondern auch mit Bällen und Drucksituationen. Aber Taulant wird es immer nur mit Granit geben. Sei das, wenn ihm sein Bruder auf Instagram zur Seite springt. Oder sei das nach der Karriere, wenn sie als Chef- und Assistenztrainer gerne wieder zusammen sein würden.2 ClubsEineinhalb Jahre lang war Taulant Xhaka an GC ausgeliehen.Foto: Andy Mueller (Freshfocus)Taulant Xhaka, der ewige Basler – so ganz stimmt das ja nicht. Zwar stand er in seiner Karriere immer nur beim FCB unter Vertrag und hat selbst den Lockrufen von Paulo Sousa widerstanden, der ihn zur Fiorentina habe lotsen wollen. Aber für einen anderen Club hat er dann doch gespielt: Von Januar 2012 bis Mitte 2013 bestreitet Xhaka in anderthalb Jahren 43 Spiele für GC. Eine emotionale Verbindung zur Stadt Zürich hat er in dieser Zeit aber nicht aufgebaut. Oder zumindest keine positive, wie sich an der spontanen Meisterfeier des FC Basel unschwer erkennen liess. 2024 ist er im «Blick»-Interview nach seiner Beziehung zur Stadt gefragt worden. Antwort: «Meine Frau kommt von dort, sonst nichts. Ich kenne mich null aus dort und gehe so gut wie nie nach Zürich.»7 PlatzverweiseDen Ruf als unsportlicher Geht-auf-alles-los-Treter wird Xhaka in diesem Leben vermutlich nicht mehr los. Doch ein Blick in die Statistik schwächt dieses Vorurteil etwas ab: In 407 Spielen für die Basler hat er sich sieben Platzverweise eingehandelt – bei 110 Gelben Karten. Drei Gelb-Rote Karten sowie vier Rote Karten. Besonders denkwürdig ist dabei natürlich sein Kopfstoss gegen FCZ-Verteidiger Nikola Katic im Mai 2023. «Er hat mich während des ganzen Spiels mehrmals aufs Übelste provoziert», hat Xhaka dazu gesagt. Katic habe Xhakas Frau, seine Familie und seine Kinder beleidigt. «Dann ist mir die Sicherung durchgebrannt.» Zudem hat auch sein schweres Foul gegen YB-Spieler Alexander Gerndt, der deswegen lange verletzt ausfiel, seinen Ruf geprägt. Dafür sah Xhaka im Februar 2014 allerdings keine Rote Karte.9 ToreNeun Tore hat Xhaka in 407 Spielen für die Basler erzielt. Sein schönstes ist – nach eigenen Angaben – sein Treffer zum zeitweiligen 1:1 gegen die Young Boys im April 2018. Aus 25 Metern mit 92 Kilometern in der Stunde genau unter die Latte. Sein wichtigster Treffer ist hingegen jener gegen ZSKA Moskau in der Gruppenphase der Champions League, als Xhaka in der denkwürdigen Saison 2017/18 unter Trainer Raphael Wicky das 1:0 (Endstand 2:0) aus der Distanz erzielte. In einem Interview mit der «bz Basel» hat er gesagt: «Das war einer der besten Matchs, die ich je gespielt habe.»An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr Infos11 TitelTaulant Xhaka (2. v. r.) feiert im Mai 2011 mit seinem Bruder und Aleksandar Dragovic den Basler Meistertitel.Foto: Daniela Frutiger (Freshfocus)Seinen ersten Titel im Profifussball holte Taulant Xhaka in der Saison 2010/11, in welcher er allerdings auf lediglich fünf Ligaeinsätze kam. Unter Trainer Thorsten Fink und unter anderem mit Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri in der Mannschaft wurde der FCB mit nur einem Punkt Vorsprung auf den FC Zürich Schweizer Meister. Es folgte im Jahr darauf das erste Double mit dem FCB, dann ein Cup-Titel mit GC und nach seiner Rückkehr nach Basel fünf weitere Meistertitel und zwei Cuptitel inklusive eines zweiten Doubles. Die Chancen stehen nun nicht schlecht, dass sich diese Liste am 1. Juni beim Cupfinal gegen den FC Biel um eine Trophäe erweitert.14 Trainer14 Trainer erlebt Taulant Xhaka in seiner Karriere. In chronologischer Reihenfolge: Thorsten Fink, Heiko Vogel, Ciriaco Sforza und Uli Forte bei GC, Murat Yakin, Paulo Sousa, Urs Fischer, Raphael Wicky, Alex Frei, Marcel Koller, noch mal Ciriaco Sforza, Patrick Rahmen, Guillermo Abascal, noch mal Alex Frei, noch mal Heiko Vogel, Timo Schultz, zum dritten Mal Heiko Vogel und Fabio Celestini. Die meisten Einsätze hat er unter Marcel Koller bestritten: 81 Partien.34 – die RückennummerSeit eh und je trägt Taulant – wie sein Bruder Granit – die Nummer 34 auf dem Rücken. Der Grund dafür ist simpel: Sie fahren zu Beginn ihrer Zeit im FCB-Nachwuchs mit dem 34er-Bus ins Training. Seit dem letzten Saisonspiel gegen Luzern ist offiziell, dass diese Nummer beim FCB nicht mehr vergeben wird – wie das bereits bei der 2 von Massimo Ceccaroni, der 20 von Fabian Frei und der 12, die für die Muttenzerkurve steht, der Fall ist. Eine mögliche Ausnahme von der Regel könnte es allerdings geben, sollte Bruder Granit zum FCB zurückkehren.230 Spiele mit Fabian FreiFabian Frei und Taulant Xhaka: 230 gemeinsame Spiele.Foto: Daniela Frutiger (Freshfocus)Von den 450 Profispielen, die Taulant Xhaka in seiner Karriere absolviert hat, bestritt er 230 mit Fabian Frei. Frei ist damit derjenige Spieler, der am häufigsten in der gleichen Partie wie Xhaka eingesetzt wurde. Gefolgt wird er von Michael Lang mit 218 gemeinsamen Spielen.407 Spiele für den FCB407 Spiele für einen Club, das ist eine gewaltige Zahl. Xhaka hat ein bisschen Pech, dass er in der gleichen Ära gespielt hat wie Rekordspieler Fabian Frei, der mit 543 Einsätzen uneinholbar vorne liegt, sonst wöge dieser Wert noch mehr. In seinem letzten Spiel hat Xhaka Erni Maissen überholt und liegt nun auf dem siebten Rang in der ewigen Rangliste, was Einsätze in Rotblau angeht. Zwischen ihm und Fabian Frei liegen Karli Odermatt (411), Valentin Stocker (416), Jörg Stohler (425), Otto Demarmels (446) und Massimo Ceccaroni (452).2027 – der Vertrag wäre noch zwei Jahre gelaufenSeinen ersten Profivertrag beim FC Basel hat Taulant Xhaka in der Winterpause der Saison 2009/10 unterschrieben – bis 2012 mit Option auf eine weitere Saison. Es ist sein erstes Arbeitspapier bei den Baslern, fünf weitere folgen. 2012 verlängert Xhaka bis 2015 und wechselt leihweise nach Zürich. Im Januar 2015 verlängert er bis 2018. Im Juli 2016 unterschreibt er einen Vertrag bis 2021. Im September 2020, mitten in den Unruhen rund um die Basler Vereinsführung von Präsident Bernhard Burgener, verlängert er bis 2024. Und zuletzt wurde sein Arbeitspapier bis 2027 erweitert, um die gewaltige Lohnsumme, die Xhaka sich ausgehandelt hatte, immerhin auf mehrere Jahre verteilen zu können. Im vergangenen Herbst sagte der 33-Jährige: «Ich habe noch drei Jahre Vertrag, und wenn der Zeitpunkt kommt, an dem ich merke, dass ich körperlich nicht mehr mag oder es sportlich keinen Sinn mehr ergibt, dann höre ich auf». Nur wenige Monate nach dieser Aussage gibt Taulant Xhaka sein Karriereende bekannt.4056 – die Postleitzahl des St. JohannDas erste Mal gegen einen Ball tritt Taulant Xhaka im St.-Johann-Quartier, wo er mit seiner Familie aufwächst. Und irgendwann, als er alt genug ist, spielt er mit seinem Bruder und anderen Kindern aus der Nachbarschaft jeden Tag im Park gleich neben dem Rhein. Später verlassen die Xhakas das Quartier zwar und ziehen um. «Erst nach Birsfelden, dann nach Biel-Benken, dann nach Binningen», wie Xhaka mal erzählt hat. Der Region ist er aber immer treu geblieben – und wird es wohl auch ewig sein.29’879 MinutenWas die Einsatzminuten angeht, steht Xhaka nicht in den clubinternen Top 10. Mit 29’879 Minuten liegt er auf dem 13. Rang. Walter Mundschin (12. Rang mit 30’047 Minuten), Peter Ramseier (11./31’316) und Bruno Michaud (10./31’870) sind unmittelbar vor ihm platziert.307’000 Follower auf InstagramTaulant Xhaka hat in seiner Karriere schon für ein paar kleine und mittelgrosse Skandale gesorgt. Wenn es dabei um Unruhen beim FC Basel geht, ist oft sein Instagram-Profil involviert. Zuletzt war dies im März 2024 der Fall, im Nachgang zur 1:5-Niederlage des FC Basel bei YB und zum darauffolgenden Tamedia-Podcast «Dritte Halbzeit» mit dem Titel «Was denkt sich wohl Taulant Xhaka?». Xhaka schrieb auf Instagram: «(…) Jetzt kommt auch noch die BaZ? (…) Versucht nichts, denn es lohnt sich nicht.» Aber ein Instagram-Profil kann auch für positive Dinge verwendet werden. So entschuldigte sich Xhaka jüngst über diesen Kanal für die Entgleisungen auf dem Barfi-Balkon.Schweizer Meister FC BaselDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
– «Leon Avdullahu erinnert an Granit Xhaka»Um am Sonntag gegen den FCZ zu bestehen, hätte der FCB genug individuelle Qualität. In den vergangenen Monaten überzeugte etwa der 19-jährige Leon Avdullahu.Publiziert heute um 16:00 UhrAbonnieren Sie diesen Podcast: auf Spotify, Apple Podcast oder Google Podcasts.Zum Pflichtspielauftakt des neuen Jahres (Sonntag, 16.30 Uhr, Letzigrund) erwartet den FC Basel ein Knaller: Am Sonntag trifft Rotblau auswärts auf den FC Zürich. Klar ist bereits jetzt: Um gegen den Erzrivalen zu bestehen, braucht es eine der besten Saisonleistungen – wenn nicht die beste. Im Gespräch mit «BaZ direkt»-Host Benjamin Wirth spricht Sportredaktor Dominic Willimann über den Restart nach der Winterpause und das Spiel in Zürich. Der Tenor: Wenn der FCB seine «Celestini-Form» halten kann, wird er in der Tabelle nach oben klettern. Genug individuelle Qualität hätten die Basler in ihrem Kader. Etwa mit Leon Avdullahu – einem der wenigen Lichtblicke des Basler Fussballherbstes. Willimann über die Stärken des 19-jährigen Scheizer U21-Internationalen: «Er erinnert mit seinem Spielstil an den jungen Granit Xhaka.» Apropos Xhaka: Wenn Taulant seine Rotsperre (2 Spiele nach einem Foul an GCs Bradley Fink) abgesessen hat, wird sich der Konkurrenzkampf zwischen ihm und Avdullahu zuspitzen. Offen bleibt, ob der FCB bald eine grundlegende Verjüngung durchläuft.Der Lesestoff zum ThemaDen Podcast können Sie kostenlos hören und abonnieren auf Spotify oder Apple Podcast. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «BaZ direkt».Benjamin Wirth ist Journalist und Autor. Seit 2019 publiziert er Beiträge in der BaZ.Mehr Infos@beniwirthDominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der BaZ und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut und hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
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AboFCB-Start ins Jahr 2025 – Der FC Basel geht weniger Risiko ein und testet gegen Thun statt Bayern MünchenNach 17 Tagen Pause hat der FCB den Trainingsbetrieb aufgenommen. Obwohl: Ganz frei hatten die Spieler über die Festtage nicht.Publiziert heute um 07:15 UhrDie Spieler des FC Basel (hier im August letzten Jahres) sind nach der Weihnachtspause zurück im Trainingsbetrieb.Foto: Urs Lindt (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkIn Kürze
AboFC Basel empfängt YB – Shaqiri-Update, Formstände, Favoritenrolle: Alle Infos zum TopspielAm Sonntag empfängt der FC Basel die Young Boys (16.30 Uhr, BaZ-Liveticker). Die BaZ klärt die sieben drängendsten Fragen.Publiziert heute um 06:00 UhrAls YB am 6. Oktober 2024 zuletzt im Joggeli zu Gast war, konnte der FCB mit 1:0 gewinnen.Foto: Philipp Kresnik (Imago/Sports Press Photo)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkWie ist die Ausgangslage?Nach 27 gespielten Runden steht der FC Basel auf Platz 2 und der BSC YB auf Platz 5 der Super League. Rotblau hat 46 Punkte auf dem Konto, Gelbschwarz deren 40. Diese Werte machen die Partie am Sonntag zu einem Spiel der Gegensätze. Auf der einen Seite sind die Basler auf dem Weg, ihr Saisonziel – die Qualifikation für die Meisterrunde und den Europacup – zu übertreffen. Auf der anderen Seite sieht es bei den Bernern danach aus, als würden sie das Saisonziel der Titelverteidigung verpassen. Wobei: Das anstehende Topspiel könnte in dieser Hinsicht durchaus noch etwas verändern.Wie steht es um die Form des FCB?Am letzten Wochenende holte der FC Basel in Luzern nach zwischenzeitlicher Führung nur einen Punkt.Foto: Philipp Kresnik (Imago/Sports Press Photo)Der FCB holte aus den neun Meisterschaftsspielen im Jahr 2025 16 Zähler und weist damit einen Punkteschnitt von 1,78 aus. In diesem Zeitraum der drittbeste Wert der Liga. Betrachtet man jedoch eine kürzere Frist, steht das Team von Trainer Fabio Celestini weniger gut da: Sechs Punkte aus den letzten fünf Spielen entsprechen einem Schnitt von 1,2. Der FCB ist damit bezüglich der Form nur noch die siebtbeste Mannschaft der Liga. Auch spielerisch konnten die jüngsten Auftritte der Basler nicht wirklich überzeugen. Wiederholt liessen beispielsweise die Stringenz im Offensivspiel und die Chancenauswertung Luft nach oben. Auch in Sachen Konstanz gibt es Verbesserungspotenzial, insbesondere in Zusammenhang mit der Abhängigkeit von Xherdan Shaqiri.Wie steht es um die Form von YB?Der Cup-Viertelfinal gegen den FCZ ist bislang das einzige Spiel des Jahres, das YB auf Naturrasen gewinnen konnte.Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)YB ist in diesem Jahr eine Wundertüte, es fehlt – wie zuletzt auch beim FC Basel – die Konstanz. Die Berner bezwingen zwar in einem taktisch hochstehenden Spiel das Spitzenteam Lugano und überzeugen gegen Sion und Yverdon. Nur dazwischen verlieren die Young Boys gegen die beiden Tabellenletzten Winterthur und GC – beide Male auswärts, beide Male auf Naturrasen. Überhaupt haben die Berner in diesem Jahr nur ein Spiel auf natürlicher Unterlage gewonnen: Das war im Cup gegen den FC Zürich. Nach diesem Sieg und dem Halbfinaleinzug schien es, als ob sich YB nun endlich stabilisiert hätte. Danach sagte Loris Benito, man habe einen klaren Gameplan und eine gute Struktur. Davon war wenige Tage später aber nur noch wenig zu sehen. Gegen GC setzte es erneut eine Niederlage ab.In den letzten fünf Meisterschaftspartien folgte auf einen Sieg immer eine Niederlage. Doch in dieser ausgeglichenen Liga reicht dies in der Formtabelle der letzten fünf Spiele für Platz zwei hinter dem makellosen Servette.Dieses Auf und Ab ist auch der Grund, warum die Berner nur auf Platz 5 stehen. Immerhin konnten sie letzte Woche zum ersten Mal in dieser Saison den Platz über dem Strich etwas festigen. Doch der Leistungsunterschied beim 3:0 gegen Lausanne war deutlich geringer, als das Resultat vermuten liess. Und so ist die Inkonstanz die treueste Begleiterin des aktuellen YBs.Was, wenn Xherdan Shaqiri ausfällt?Xherdan Shaqiris Oberschenkelmuskulatur stand zuletzt im Fokus.Foto: Philipp Kresnik (Imago/Sports Press Photo)Es traf zuletzt ein, wovor sich einige FCB-Fans seit der Verpflichtung Xherdan Shaqiris fürchteten. Der Star klagte über muskuläre Beschwerden und musste deswegen die zweite Halbzeit gegen Luzern von der Bank aus verfolgen. Die Folgen waren spürbar. Wie schon in St. Gallen verspielte der FCB ohne Shaqiri auf dem Feld eine Führung und holte nur einen Punkt. Die eine grosse Frage, die sich vor dem Topspiel stellt, lautet also: Wie geht es Xherdan Shaqiri? Dazu sagt Celestini am Freitag an der Medienkonferenz: «Sehr gut.» Aller Voraussicht nach steht der Zehner also am Sonntag in der Startformation. Celestini habe mit seiner Mannschaft nicht explizit ein Spielsystem ohne Shaqiri einstudiert, sagt der Trainer weiter. Das sei nicht nötig, da man mit Gabriel Sigua einen Spieler habe, der Shaqiris Position spielen könne und der noch viel mehr Potenzial habe, als er zuletzt zeigte.Es stellt sich nur die Frage, ob das reicht, sollte Shaqiri auch gegen YB nicht 90 Minuten durchspielen können. Gegen Luzern war der Leistungsabfall nach der Auswechslung erheblich. Und auch in Spielen zuvor tat sich der FCB auffällig schwer, stand sein Captain mal nicht auf dem Feld.Wer ist Favorit?Gelbschwarz oder Rotblau: Wer kann sich am Sonntag durchsetzen?Foto: Claudio De Capitani (Freshfocus)YB, weil man in den letzten Jahren in Basel immer wieder gut ausgesehen hat. YB, ab dem Zeitpunkt, an dem Xherdan Shaqiri möglicherweise nicht mehr auf dem Feld steht. Dann ist dieser FCB nicht der gleiche. Zu sehr ist das Spiel auf die Nummer 10 zugeschnitten. Und YB, weil es aus den letzten fünf Spielen mehr Punkte holen konnte als der FCB.Nur sind die Punkte, die gegen YB als Favoriten sprechen – und damit für den FCB – nicht minder gewichtig. Da ist zum einen die Naturrasenbilanz der Berner. Loris Benito sprach schon von «einem Fluch». Die Young Boys gewannen in dieser Meisterschaft nur zwei Auswärtsspiele – eines davon auf dem Kunstrasen in Lausanne. Einzig im September in Winterthur gewannen sie auf natürlicher Unterlage. Und da ist die Bilanz aus den letzten drei Spielen, bei denen YB in Basel zu Gast war. Zweimal gewannen die Basler, einmal reichte es für ein Unentschieden. Das spricht für den FCB.Was bedeutet ein FCB-Sieg?Mit einem Sieg am Sonntag würde der FCB den Anschluss an die Spitze wahren und könnte sogar Leader werden.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Ein Basler Sieg am Sonntag hätte aus technischer Sicht zur Folge, dass man YB zehn Runden vor Ende der Meisterschaft auf neun Punkte distanziert hätte. Seit Einführung der Super League im Jahr 2003 wurde der FCB noch nie von einem Team überholt, auf das er zu diesem Zeitpunkt so viele oder mehr Punkte Vorsprung hatte. Zudem hat der FCB bei einem Sieg die Möglichkeit, wieder Leader zu werden. Dafür darf Servette aber am Samstagabend gegen Yverdon nicht gewinnen. Doch möglicherweise überwiegt der mentale Effekt, den ein Erfolg über YB zur Folge hätte, jene Zahlenspielerei. Denn drei Punkte gegen den aktuellen Meister und jenes Team, das für einige Beobachterinnen und Beobachter mindestens ein Geheimfavorit auf den Titel ist, brächte einiges an Selbstvertrauen mit sich. Und würde abermals unterstreichen, dass dieser FC Basel sehr intakte Chancen darauf hat, nach 38 Runden ganz oben zu stehen.Was bedeutet ein YB-Sieg?Ist es am Sonntag das Spiel der letzten Chance für YB?Foto: Claudio De Capitani (Freshfocus)Für YB ist klar: Will man noch irgendwie ein Wörtchen mitreden im Kampf um die Meisterschaft, muss das Spiel gegen Basel gewonnen werden. Dann liegen die Berner drei Punkte hinter dem FCB und maximal sieben hinter dem Leader.Einen ähnlichen Vorsprung hat schon einmal eine Mannschaft in den letzten 10 Runden hergegeben. Im Frühling 2010 lagen die Young Boys sechs Punkte vor Basel, am Schluss wurde der FCB nach der Finalissima mit drei Punkten Vorsprung Meister. Valentin Stocker und Scott Chipperfield trafen beim 2:0. Und: Ein gewisser Xherdan Shaqiri lief als linker Aussenverteidiger auf.Der FC Basel und die FasnachtDen Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertGregory von Ballmoos ist Sportredaktor. Er hat die Diplomausbildung am Medienausbildungszentrum (MAZ) absolviert und schreibt hauptsächlich über die Young Boys, Radsport und Handball.Mehr Infos@GvonBallmoosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare