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AboMangelnde Erfahrung beim FC Basel

Diese FCB-Ersatzbank scheint wenig königlich

Ludovic Magnin, Cheftrainer des FC Basel, weist Spieler Nicolas Vouilloz an der Seitenlinie des St. Jakob-Parks an, während des Champions League Playoff-Spiels gegen FC Kopenhagen am 20. August 2025.
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In Kürze:

  • Die junge FCB-Ersatzbank weist ein Durchschnittsalter von nur 21 Jahren auf.
  • Trainer Magnin musste bei Auswechslungen mangels Alternativen taktisch improvisieren.
  • Aufgrund vieler Verletzungen fehlen dem FCB derzeit wichtige Kaderspieler.
  • Das noch offene Transferfenster ermöglicht bis September weitere Verstärkungen.

Koba Koindredi, Nicolas Vouilloz, Moritz Broschinski, Arlet Junior Zé, Kaio Eduardo, Moussa Cissé, Marvin Akahomen, Andrej Bacanin und Dion Kacuri. Diese Feldspieler sitzen am Mittwoch auf der Ersatzbank, als der FC Basel gegen den FC Kopenhagen Spiel eins der Champions-League-Playoffs in Angriff nimmt und schliesslich 1:1 remis spielt.

Es sind neun Reservisten mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren. Zum Vergleich: Der Meister aus Dänemark ist am Mittwoch in dieser Statistik fast drei Jahre älter. Was auch ein Grund dafür gewesen sein dürfte, dass Kopenhagen mit zunehmender Spieldauer deutlich mehr Schnauf und auch Spielanteile als der Gastgeber hatte. Zudem: Die Dänen haben mit Viktor Claesson oder Youssoufa Moukoko Nationalspieler in der Ersatzrolle, deren Namen weit über Dänemark hinaus den Fussballfans ein Begriff sind. Das ist ein Plus des FCB-Gegners.

Da stellt sich unweigerlich die Frage: Ist diese Basler Ersatzbank gut genug für die Königsklasse? Ja, gar für die Europa League? Denn gegen Kopenhagen hat sich gezeigt: Fallen mit Bénie Traoré und Anton Kade zwei Flügelspieler verletzt aus, sind die Alternativen auf dieser Position dünn – ebenso eine Reihe weiter hinten, da Kade auch als Aussenverteidiger eingesetzt werden kann. Etwas, das sich auf internationaler Ebene anders auswirkt als in der Super League.

Koba Koindredi am Flügel

Das unterstreicht der Fakt, dass Basels Trainer Ludovic Magnin sich für Koindredi entscheidet, als er in der 77. Minute Marin Soticek vom Feld nimmt. Der Franzose ist Zentrumsspieler, agiert nun aber im rechten Mittelfeld – obwohl mit Arlet Junior Zé ein gelernter Flügelspieler ebenso einsatzbereit wäre.

Doch der Trainerstab bevorzugt die Erfahrung gegenüber einem positionsgetreuen Wechsel. Wobei Koindredi zwar vier Jahre älter ist als Junior Zé, aber auch nur zwei Europacup-Spiele mehr absolviert hat. «Ich bin einverstanden», sagt Magnin, als er über die Jugendlichkeit und mangelnde Erfahrung seiner Reservisten angesprochen wird. Nicht nur im Mittelfeld, sondern auch in Abwehr und Angriff kann Magnin kaum sogenannte «Eins-zu-eins-Wechsel» machen, ohne einen Qualitätsverlust zu riskieren.

Koba Koindredi von FC Basel im Kopfballduell mit Mohamed Elyounoussi von FC Kopenhagen während des Champions-League-Playoff-Spiels im St. Jakob-Park, Basel.

Ein Beispiel dafür ist Moritz Broschinski, der nach etwas über einer Stunde Albian Ajeti im Sturmzentrum ablöst und als Erster von nur drei frischen Kräften in Rotblau eingewechselt wird. Es ist die Europacup-Premiere für den Deutschen. Das wäre es übrigens auch für seinen Vorgänger Kevin Carlos gewesen, doch darf sich dieser immerhin Torschützenkönig der Super League nennen. Für Broschinski ist in diesem Spiel also alles Neuland – und dennoch ist er vor Eduardo Kaio die verheissungsvollste Alternative für Magnin, wenn er einen Stossstürmer in die Partie bringen möchte.

Kade näher am Comeback als Traoré

Das sagt einiges aus über das Kader des FC Basel vor dem Rückspiel in Kopenhagen. Denn die Personalsituation wird sich wohl nur minim entspannen. Magnin rechnet damit, dass Kade nach seiner Wadenverletzung für die Partie in Dänemark wieder fit ist. Weiter entfernt vom Comeback ist Traoré, der am Knöchel verletzt ist. Magnin jedenfalls begrüsst das bevorstehende spielfreie Wochenende: «Mit Blick auf die Kaderbreite und die aktuelle Situation bin ich froh, dass wir kein Spiel haben.»

Aber auch der 46-Jährige weiss, dass für die Qualifikation zur Champions League beim FC Basel alles zusammenpassen muss. Weil Jonas Adjetey gesperrt fehlen wird und Finn Van Breemen langzeitverletzt ist, wird sich das Innenverteidigerduo mit Nicolas Vouilloz und Adrian Barisic von allein aufstellen. Und dahinter? Da klafft bei zwei Abwesenden auf dieser Position eine grosse Lücke. Heisst: im Notfall den 18-jährigen Marvin Akahomen einsetzen.

Unabhängig vom Spielausgang am kommenden Mittwoch besteht nach wie vor die Möglichkeit, Retuschen am Kader anzubringen. Noch ist das Transferfenster in der Schweiz bis zum 8. September geöffnet. Die sportliche Führung des FC Basel wird abwägen müssen, was in Sachen Neuzugängen Sinn macht und auch finanziell stemmbar ist. Aus der Vergangenheit weiss man, dass die letzten Transfers oftmals erst in den letzten Tagen oder Stunden getätigt werden. Das sind die Mechanismen dieses Markts.

Aus der Vergangenheit weiss man zudem, dass eine kompetitive Ersatzbank Gold wert sein kann. In der letzten Saison hat der FC Basel dank seiner Reservisten so manchen Punkt geholt. Und sich dafür im Mai mit dem Meistertitel belohnt.

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Er kann über die rechte Seite immer wieder nach vorne stossen, doch so ganz eingespielt wirken er und Bénie Traoré noch nicht, wenn es um das Timing im Zusammenspiel geht. Er zeigt eine solide und aktive Leistung, ohne die ganz grossen Aktionen.Jonas Adjetey: 4,5Adrian Barisic und Finn Van Breemen fehlen weiterhin, daher stellt sich die Frage danach, wer in der Innenverteidigung spielt, gar nicht. Jonas Adjetey und Nicolas Vouilloz. Nach 20 Minuten gerät der Ghanaer mit Steven Zuber aneinander, doch es bleibt bei einer Ermahnung von Schiedsrichter Luca Cibelli. Danach wirkt er im Spielaufbau zwar vereinzelt unsicher, doch zeigt abgesehen davon eine gute Leistung.Nicolas Vouilloz: 5Nicolas Vouilloz’ Block in der ersten Minute gegen Mounir Chouiar stellt für Marwin Hitz zwar eine Herausforderung dar, doch war er auch wichtig. Wer weiss, in welche Richtung ein solch früher Rückstand das Basler Spiel gelenkt hätte. Insgesamt zeigt Vouilloz eine gute Leistung.Dominik Schmid: 5Noch am Freitag wusste Dominik Schmid nicht, ob er den Klassiker bestreiten kann. Aufgrund von Beschwerden an den Adduktoren musste er sich einer MRI-Untersuchung unterziehen. Kaputt ist nichts, also steht Schmid in der Startformation. Gegen den dribbelfreudigen Jahnoah Markelo und später gegen Samuel Ballet hat er immer wieder etwas zu tun, doch geht aus den Duellen zumeist als Sieger hervor. Zeigt sowohl gegen vorne als auch gegen hinten eine abgeklärte Partie und wird in der 72. Minute für Marvin Akahomen ausgewechselt.Leon Avdullahu: 5Wie in den meisten Spielen in dieser Saison spielt Leon Avdullahu in Zürich die ganzen 90 Minuten durch. Er tut dies mit einer Ruhe und Sicherheit, die dem Basler Spiel sichtlich guttut. Abgesehen von vernachlässigbaren Kleinigkeiten ist am Spiel des 21-Jährigen nichts zu bemängeln.Metinho: 5,5Der Brasilianer Metinho steht in Zürich bereits zum vierten Mal in Folge in der FCB-Startelf – auch am Samstag neben Leon Avdullahu. Er wirkt aufmerksam, spielt trickreich und nimmt positiven Einfluss auf das Basler Spiel. Verlässt das Spielfeld nach einer guten bis sehr guten Leistung in der 63. Minute für Léo Leroy.Bénie Traoré: 4,5Bénie Traoré hat seine beste Aktion früh in der Partie, als er den Pass vor Philip Oteles 1:0 spielt. Auch danach bleibt er aktiv, doch wirkt in seinen Aktionen – gerade im Vergleich mit den anderen Mittelfeldspielern – etwas glücklos. Hin und wieder verpasst er den Moment für das Abspiel oder trifft die falsche Entscheidung, bis er in der 63. Minute für Anton Kade ausgewechselt wird.Xherdan Shaqiri: 6Man weiss nicht zum ersten Mal in dieser Saison nicht, wo man bei Xherdan Shaqiri beginnen soll. Er erzielt in diesem Klassiker das 2:0. 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Und: Er hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst.Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare