Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert.

So reagiert der FC Basel

Ankündigung Granit Xhaka: Das sagen David Degen und Daniel Stucki dazu

Verabschiedung von Taulant Xhaka beim FC Basel gegen FC Luzern am 24.05.2025 in Basel. Taulant Xhaka wird von Granit Xhaka, Sportdirektor Daniel Stucki und seinem Vater Ragip Xhaka geehrt. Ein gerahmtes Trikot mit der Nummer 34 steht im Vordergrund.
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In Kürze:

  • Granit Xhaka sorgt bei TaulantXhakas Abschiedsfeier im St.-Jakob-Park für Aufsehen.
  • FCB-Präsident Degen stuft eine baldige Rückkehr als unwahrscheinlich ein.
  • Sportdirektor Stucki verweist auf Xhakas laufenden Vertrag bei Bayer Leverkusen.
  • Captain Shaqiri deutet an, dass Xhakas Alter eine Rückkehr begünstigen könnte.

Man kann ihn schon dafür lieben, diesen Granit Xhaka. Denn es gibt nicht viele Fussball-Profis, die in der Lage sind, mit so wenigen Worten für Aufregung zu sorgen. Das war immer mal wieder so, etwa im Kreis der Schweizer Nationalmannschaft, deren Captain der 32-Jährige nach wie vor ist. Und das ist auch jetzt wieder so, nach diesem Samstag in Basel.

«Ich kann euch eines sagen: Ein Xhaka geht – aber bald ist der andere auch wieder hier», hat Granit Xhaka ins Mikrofon gebrüllt, als er anlässlich der Zeremonie zum Abschieds seines Bruders vor 36’000 Fans im St.-Jakob-Park auf dem Rasen stand – und dafür natürlich nichts als Jubel von den Rängen geerntet – lautstarkes Skandieren seines Namens inklusive.

Doch was heisst «bald»? Gewiss nicht in diesem Sommer. Jedenfalls nicht, wenn man hört, was die wichtigsten Köpfe des FC Basel über das Thema «Heimkehr eines Grossen» zu erzählen haben.

Da ist auch Xherdan Shaqiri, der sich dazu äussert. Der FCB-Captain spricht im Glanz des Meisterpokals davon, dass Rückkehrer – wie er selbst – beim FC Basel «immer willkommen» seien. Da sind vor allem aber auch David Degen und Daniel Stucki. Und damit jene zwei Personen, welche vor allen anderen die sportliche Ausrichtung des Clubs bestimmen.

David Degen: «Nicht mit Thema befasst»

Club-Präsident David Degen findet, dass Granit Xhakas Worte den FC Basel ehren. Aber viel mehr gäbe es dazu nicht zu sagen. «Wir haben uns bisher noch gar nie mit dem Thema befasst. An dem Punkt, an dem Granit momentan in seiner Karriere steht, ist das auch nicht angebracht.»

Was für ein Punkt das ist, das umschreibt FCB-Sportdirektor Daniel Stucki: «Es ist schön, dass Granit so spricht. Aber hat eine Riesen-Saison mit Bayer Leverkusen gespielt und hat dort noch einen bis 2028 gültigen Vertrag. Da glaube ich nicht, dass eine Rückkehr bereits realistisch ist.»

Kontakt zur Familie Xhaka, den gebe es natürlich immer mal wieder. Gerade jüngst, da man den Ablauf der Verabschiedung von Taulant Xhaka habe besprechen müssen. «Aber wir vom Club hatten keine Ahnung, was Granit ins Mikrofon sprechen wird, da war er völlig frei.»

Das klingt tatsächlich nicht so, als würde man demnächst am Verhandlungstisch sitzen. Was allerdings auch nicht bedeutet, dass es noch mehrere Jahre dauern muss, bis eine Rückkehr Granit Xhakas zum FC Basel ernsthaft zum Thema wird. Oder wie Stucki sagt: «Im Fussball können sich Situationen manchmal schnell ändern.»

Etwa dann, wenn die Leistung eines alternden Spielers nachlässt. Dann, wenn ein Trainer nicht mehr auf einen Spieler setzt. Granit Xhaka erhält in Leverkusen einen neuen Trainer. Und wie sagt doch Xherdan Shaqiri in seiner ihm eigenen Art: «Ich kenne Granits Situation nicht. Aber auch er wird langsam alt.»

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