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FCB-Trainer vor Abgang?

Fabio Celestini steht auf der Wunschliste von Getafe

Trainer Fabio Celestini von FC Basel während eines Spiels der Super League gegen BSC Young Boys in Bern am 18. Mai 2025.
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Zwischen 2005 und 2010 hat Fabio Celestini 150 Spiele für den FC Getafe absolviert. Nun berichten spanische Medien, dass der 13. der La Liga mit dem Trainer des FC Basel Kontakt aufgenommen hat. Und den 49-Jährigen gefragt hat, ob er sich eine Rückkehr nach Madrid vorstellen könne – als Trainer. Gegenüber der Marça dementiert Celestini diesen Kontakt nicht. Er sagt etwa: «Getafe ist mein Zuhause.»

Seit Wochen wird über die Zukunft des Romands am Rheinknie diskutiert. Anfang April noch wurden Gerüchte über einen Celestini-Abgang und mögliche Celestini-Nachfolger in Basel öffentlich. Danach startete der FCB seine meisterliche Siegesserie, und die sportliche Führung um Clubbesitzer David Degen und Sportdirektor Daniel Stucki äusserte schliesslich den Wunsch, mit Celestini in die nächste Saison zu gehen.

Vorausgesetzt, der FCB-Trainer möchte das auch. Zuletzt hat Celestini immer wieder betont, wie wohl er sich bei Rotblau fühle. Aber er hat nie gesagt, wo er über den Sommer hinaus wirken wird. In seinem Fokus stand der Meistertitel und steht nun der bevorstehende Cupfinal.

Doch nun heisst es aus dem Land, in dem er viele Jahre gelebt hat, dass Getafe ihn gerne beschäftigen würde. Hintergrund dieser Kontaktaufnahme ist, dass Getafe-Trainer José Bordalás zum FC Sevilla wechseln könnte. Deshalb steht Celestini – wie auch andere Trainer – auf der Wunschliste der Madrilenen.

Zudem sollen weitere Clubs aus Holland oder Italien am FCB-Trainer Interesse haben, der aller Voraussicht nach in dieser Saison das Double holen wird.

Vor dem letzten Ligaspiel vom Samstag gegen den Luzern und dem Cupfinal vom 1. Juni gegen die Amateure aus Biel ist also nochmals Bewegung in die FCB-Trainerfrage gekommen. Dass diese zeitnah geklärt ist, dürfte auch im Interesse des FC Basel sein. Schliesslich reist der Schweizer Meister in rund einem Monat, am 25. Juni, ins Trainingslager für die neue Saison.

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Taulant Xhaka ist damit keiner, der vom Profigeschäft glattgebürstet und abgeschliffen wurde – und so jemanden mag man zumindest dann, wenn man ihn in den eigenen Reihen weiss.Bei der Abschiedszeremonie vor der Begegnung wird Xhaka deshalb frenetisch gefeiert. Mit auf dem Rasen sind mit Breel Embolo, Marco Streller Benjamin Huggel, Valentin Stocker und Matias Delgado ehemalige FCB-Weggefährten, die zu einer Karriere gratulieren, die genau genommen erst mit dem Cupfinal endet, wo Xhaka wohl wieder einen Tribünenplatz haben wird. Aber auch Familienmitglieder laufen ein.Vater Ragip Xhaka zum Beispiel, dessen Vorname auch Taulant als erstgeborener Sohn als Zweitname erhalten hat. Und natürlich sein Bruder: Granit Xhaka. 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