
Dominik Schmid: «Bin hässig, weil wir nicht reif genug sind»
Dieser Artikel wurde von BZ publiziert.
Dominik Schmid: «Bin hässig, weil wir nicht reif genug sind»
FCB-Verteidiger Dominik Schmid regt sich nach dem 2:2 beim FC St. Gallen über das Gegentor auf, bei dem er selbst im Weg steht, und noch mehr über geschenkte Eckbälle.
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Missgeschick vor dem 1:2: Dominik Schmid (rechts) steht Marwin Hitz im Weg.
Dominik Schmid, was geht Ihnen nach diesem intensiven Hin und Her und dem 2:2 durch den Kopf?
Dominik Schmid: Es ist eine gefühlte Niederlage.
Und es ist auch das dritte Spiel in Folge, das der FCB nicht gewinnen kann.
Ich bin brutal hässig, weil wir nicht reif genug sind, die Führung über die Zeit zu bringen. Wenn man in der 78. Minute 2:0 vorne liegt und dann hier doch nur einen Punkt mitnimmt, dann weiss ich auch nicht mehr weiter.
Es sind bittere Gegentore nach stehenden Bällen.
Die Welt geht mit diesem Unentschieden zwar nicht unter, mich nervt aber extrem, wie wir diese Eckbälle verschulden, ohne Druck, aus dem Nichts. Beim zweiten Gegentor werden wir – tut mir leid, das so sagen zu müssen – für unsere Dummheit bestraft. Wir laden den Gegner ein nach dem Motto: Probier’s doch noch mal. Ich verstehe es nicht.
Dabei hat es über weite Strecken nicht schlecht ausgesehen.
Davon können wir uns am Schluss aber nichts kaufen. Wir haben uns in der Halbzeit gesagt: Wenn wir das 2:0 machen, ist der Gegner tot. Das ist eingetroffen nach 70 Minuten, und ich hatte ein gutes Gefühl. Aber wenn man dann mit 2:2 dasteht, ist das so, als ob man verloren hätte.
Haben Sie eine Erklärung dafür, warum Ihre Mannschaft zum wiederholten Mal eine Führung nicht nach Hause bringt?
Hab’ ich so direkt nach dem Spiel nicht. Ich glaube, wir sind die beste Mannschaft der ganzen Liga, was das Verteidigen von stehenden Bällen anbelangt. Beim ersten Gegentor bin ich nicht ganz unschuldig, weil ich im Weg stehe. Ich will eigentlich ausweichen, aber in Luft auflösen kann ich mich auch nicht.
Haben Sie das mit Ihrem Goalie Marwin Hitz schon besprochen?
Ich habe mich entschuldigt bei ihm, aber er meint, ich könne eigentlich nichts dafür. Ich habe geglaubt, dass er den Kopfball fängt, aber er lässt ihn fallen und dann stehe ich so, dass er ihn nicht noch einmal aufnehmen kann. Mehr nervt mich jedoch das zweite Gegentor und die Art und Weise, wie wir den Corner verschulden.
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