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Die Frage nach dem FCB-Spiel

Waren das zu viele Veränderungen an der Startformation des FC Basel?

Trainer Fabio Celestini und Spieler Joe Mendes vom FC Basel, während eines Super League-Spiels gegen FC Lausanne-Sport in Basel am 16. Februar 2025.
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Fabio Celestini hat es wieder nicht geschafft. Auch bei seinem fünften Versuch ist es ihm als Trainer des FC Basel nicht gelungen, gegen seinen ehemaligen Club, den FC Lausanne-Sport, zu gewinnen. Damit sind die Waadtländer weiterhin das einzige Team in der Super League, das sich dem wieder erstarkten FC Basel in dieser Weise zu widersetzen vermag.

Fünf Wechsel in der Startelf und ein anderes Spielsystem hielt Celestini vor dem Spiel für den Schlüssel für das Erreichen seines Vorhabens und die Rückkehr an die Tabellenspitze.

Dass Marwin Hitz und Joe Mendes nach Verletzung und Gelbsperre wieder von Beginn an spielen würden, war derweil nichts als eine logische Konsequenz. Doch darüber hinaus fanden auch Romario Baro, Léo Leroy und Kevin Carlos ihren Weg zurück in die Startelf. Die damit erfolgte Umstellung von einem 4-2-3-1 auf ein 4-3-3 begründete der Trainer damit, dass er mehr Personal im Mittelfeldzentrum haben wollte.

Das sind alles Umstellungen, für die sich plausible Gründe finden lassen. Doch für einen Trainer wie Fabio Celestini, der seit seiner Ankunft in Basel in den meisten Fällen zwischen den Spielen möglichst wenig an seiner Aufstellung verändert hat, sind sie dennoch bemerkenswert.

Es lässt sich auf der einen, kritischen Seite festhalten: Das erwünschte Ergebnis, einen Sieg über Lausanne, haben die Anpassungen nicht gebracht. Man könnte sogar die These aufstellen, dass der FCB nach dem frühen 1:0 durch Kevin Carlos erst etwas Zeit brauchte, um sich im neuen System zurechtzufinden. So sagte auch Celestini nach dem Spiel, dass sein Mittelfeld während der ersten Halbzeit zu selten dazu in der Lage war, den vorgegebenen Plan umzusetzen.

Am dominantesten trat der FCB zudem eher gegen Ende des Spiels auf. Dann, als man nach den Einwechslungen von Bénie Traoré und Anton Kade wieder auf ein 4-2-3-1 gewechselt hatte.

Auf der anderen Seite kann entgegnet werden, dass es nichts als richtig war, nach einer 1:2-Niederlage gegen Servette einige Änderungen an der Aufstellung vorzunehmen und auf die Spielstärke des FC Lausanne-Sport durch ein stärker besetztes Mittelfeld zu reagieren. Schliesslich war jene Partie vor Wochenfrist der Abschluss einer englischen Woche, bei dem man sich die Kräfte ein Stück weit einteilen musste.

Gänzlich misslungen ist Celestinis Plan ja nicht. Auf das ganze Spiel gesehen hatte der FCB gegen Lausanne deutlich mehr Spielanteile. Einzig das Resultat war eben nicht wunschgemäss …

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Selbst die Szene, die mit der 1:0-Führung für den FCB endet, ist da keine Ausnahme: Bénie Traoré spielt einen schlechten letzten Pass in die Mitte, überrascht damit aber offenbar FCSG-Aufbauer Mihailo Stevanovic so, dass dieser noch schlechter abwehrt – direkt vor Léo Leroys Füsse, worauf der Franzose mit voller Wucht trifft.Sieht seltsam aus und bringt St. Gallen den Anschlusstreffer: Marwin Hitz, der Ball – und Dominik Schmid als Hindernis.Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)Die Physiognomie der Partie ändert sich nach der Pause zunächst nicht – sondern erst, als der FCB dank eines St. Galler Eigentors durch Noah Yannick infolge eines Shaqiri-Corners 2:0 in Führung geht. Der Basler Captain – nicht eben ein Verteidiger – wird danach ausgewechselt. Und der FC St. Gallen, der spielt nun mit mehr Vehemenz und findet schliesslich mit Basler Hilfe zurück in die Partie: Von Dominik Schmid behindert, lässt FCB-Goalie Marwin Hitz eine Cornerflanke so abprallen, dass Witzig zum 1:2 abstauben kann. Dann wird die Partie wild, hätten auch die Gäste noch Chancen – doch sind es noch einmal die Gastgeber, die nach einem Corner samt Geubbels-Kopfball zum 2:2 treffen.Kybunpark. – 19’355 Zuschauer. – SR Schnyder.Tore: 10. Leroy 0:1. 71. Yannick (Eigentor nach Shaqiri-Eckball) 0:2. 78. Witzig 1:2. 87. Geubbels (Cornerflanke Thoma) 2:2.FC St. Gallen (4-2-3-1): Zigi; Vandermersch, Ambrosius, Vallci, Yannick; Fazliji (8. Thoma), Stevanovic; Daschner (81. Akolo), Witzig (88. Mambimbi), Geubbels; Nsamé.FC Basel (4-2-3-1): Hitz; Mendes, Barisic, Adjetey, Schmid; Avdullahu, Leroy (85. Van Bremen); Kade (73. Baro), Shaqiri (73. Sigua), Traoré (57. Otele); Carlos (85. Ajeti).Verwarnungen: 38. Vallci (Foul an Carlos). 67. Mendes (Foul an Witzig). 84. Carlos (Unsportlichkeit/Schwalbe). 90. Vandermersch (Foul). 90.+3 Schmid (Foul an Thoma).Bemerkungen: St. Gallen ohne Nuhu, Karlen, Görtler, Okoroji und Konietzke (alle verletzt oder krank). – Basel ohne Soticek (Wadenmuskelverletzung) und Cissé (im Abschlusstraining umgeknickt) sowie Pfeiffer, Vouilloz Zé und Xhaka (alle überzählig). – Ersatzbank Basel: Salvi; Rüegg, Baro, Fink. – 8. Fazliji scheidet nach Zweikampf mit Shaqiri verletzt aus.Die TaktikBeide Mannschaften agieren in einer 4-2-3-1-Formation. Dabei setzt FCB-Trainer Fabio Celestini auf seine bevorzugten Kräfte, um die Positionen zu besetzen.Was in der Folge auffällt: Beide Mannschaften versuchen den Gegner früh im Aufbau zu stören, praktizieren ein hoch stehendes Pressing. 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