
Alles zum Spiel gegen Lausanne: Bei Lausanne-Sport ist es der VAR, beim FC Basel die Linienrichterin
Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert.
AboAlles zum Spiel gegen Lausanne
Bei Lausanne-Sport ist es der VAR, beim FC Basel die Linienrichterin
Der FCB kommt zu Hause gegen Lausanne nicht über ein Unentschieden hinaus. Insgesamt werden vier Tore aberkannt.

Bénie Traoré erzielt das vermeintliche 2:0 aus einer Abseitsposition heraus.
Foto: Philipp Kresnik (Imago / Sports Press Photo)
Die Ausgangslage
Der FCB startet nach zwei Spieltagen als Leader für einmal als Zweiter in eine Super-League-Partie. Denn am Samstagabend konnte der FC Lugano das Spitzenspiel gegen den FC Luzern mit 2:0 für sich entscheiden. Die Tessiner stehen damit bei 42 Punkten, der FCB bei 40. Es gilt: Sollten die Basler gegen den FC Lausanne-Sport gewinnen, sind sie wieder Erster. In den beiden anderen Fällen bleiben sie auf Platz 2.
Die Waadtländer sind das einzige Team der Super League, gegen das der FCB unter Celestini noch nicht gewinnen konnte. Der letzte Basler Sieg gegen Lausanne datiert vom 19. Februar 2022. Hoffnung bringt aber der Formstand der Gäste: Aus den letzten fünf Partien gab es bei zwei Niederlagen und zwei Unentschieden nur einen Sieg. Ein 4:1 gegen Yverdon am vergangenen Wochenende.
Das Spiel
Die Partie ist ereignisreich, beide Teams suchen die Offensive mit Nachdruck. Insgesamt gibt der FC Basel zwanzig Schüsse ab, Lausanne deren elf. Die Basler starten dabei sehr gut ins Spiel, Kevin Carlos trifft bereits in Minute 4 zum 1:0. Danach überlässt Rotblau das Geschehen etwas mehr den Gästen und konzentriert sich aufs Umschalten. Lausanne erzielt in dieser Phase und bis zur Pause zwei Tore, die im Nachhinein durch den VAR aberkannt werden. Erst köpfelt Jonas Adjetey den Ball ins eigene Tor – zuvor war allerdings der im Abseits stehende Aliou Baldé mit dem Kopf noch dran. Dann ist es Alban Ajdini, der vor seinem Tor den Ball mit der Hand berührt.
Vor der Pause wird der FCB aber noch einmal dominanter und kann diese Tendenz in der zweiten Halbzeit fortführen. In den Minuten 62 und 64 erzielt er durch Bénie Traoré und Kevin Carlos zwei Tore, die beide richtigerweise aufgrund von Abseits aberkannt werden. Es ist daher etwas entgegen dem Spielverlauf, dass Lausanne-Sport in der 67. Minute durch ein aus Basler Sicht unglückliches Eigentor von Goalie Marwin Hitz zum Ausgleich kommt. Nach dem Ausgleich haben beide Teams Möglichkeiten auf den Siegtreffer, wobei den Baslern deutlich mehr davon zukommen.
Die Taktik
Celestini entscheidet sich dazu, im Vergleich zum Spiel gegen Servette fünf Änderungen in der Startformation vorzunehmen. Marwin Hitz, Joe Mendes, Romario Baro, Léo Leroy und Kevin Carlos ersetzen Mirko Salvi, Kevin Rüegg, Metinho, Bénie Traoré und Anton Kade. Damit einher geht eine Systemumstellung auf ein 4-3-3, das nach den Einwechslungen von Kade und Traoré in der 59. Minute auf ein 4-2-3-1 umgestellt wird.
Nach dem frühen Führungstor durch Kevin Carlos konzentriert sich der FCB erst aufs Verteidigen und auf das Umschaltspiel. Zielspieler ist dabei wiederholt Carlos, sowohl mit Bällen in die Füsse als auch in den Lauf. Zum Ende der ersten und in der ganzen zweiten Halbzeit ist der FCB dann dominanter und kontrolliert das Spiel zunehmend, was sich auch in der Ballbesitzstatistik widerspiegelt. Zur Pause haben die Basler 47 Prozent, am Ende der Partie sind es 56.
Die Aufreger
An diesem Sonntag gibt es einige aufregende Situationen im St.-Jakob-Park. Da sind auf beiden Seiten zwei aberkannte Tore. Bei Lausanne schreitet zweimal der VAR Sandro Schärer ein, beim FCB ist es die Linienrichterin Susanne Küng. Da ist das vermeintliche Handspiel von Alvyn Sanches nach einem Shaqiri-Freistoss kurz vor der Pause. Für vergleichbare Ballkontakte hat es in der Vergangenheit auch schon Penalty gegeben. Und da ist abermals der Rasen, auf dem die Spieler oft ausrutschen.
Das muss besser werden
Grundsätzlich zeigt der FCB eine ansehnliche Leistung, doch er schafft es nicht, aus seinem Chancenplus einen Sieg resultieren zu lassen. Das liegt vor allem an der Effizienz. Insgesamt geben die Basler neun Torschüsse ab – nur einer davon landete tatsächlich im Tor. So auch in der 37. Minute, als Kevin Carlos zum zweiten Mal allein vor Lausanne-Goalie Karlo Letica auftaucht, aber vergibt. Oder kurz vor Schluss, als eine Flanke Xherdan Shaqiris perfekt auf den Kopf von Adrian Barisic kommt, doch der Innenverteidiger links am Tor vorbeiköpft.
Da waren zudem offensive Basler Umschaltsituationen, die nicht konsequent zu Ende gespielt wurden. Beispielsweise als Kade bei einem Konter in der 76. Minute den Abschluss sucht, anstatt rechts auf Bénie Traoré zu spielen. In einer ähnlichen Situation verpasst danach auch Traoré selbst das Abspiel.
Das sagt der Trainer
Fabio Celestini sagt nach der Partie: «Wir haben mit dem 4-3-3 versucht, Überzahl im Mittelfeld zu generieren und nach Ballgewinnen den Ball schnell in die Tiefe zu spielen. Das hat beim 1:0 geklappt, aber danach zu selten.» In der ersten Halbzeit sei das Spiel ausgeglichen gewesen, doch im zweiten Durchgang habe der FCB die Oberhand gehabt. «Es ist schade, dass Lausanne das Tor gerade in unserer besten Phase erzielt hat», sagt der Trainer weiter. Über das Resultat sei er etwas enttäuscht, doch den einen Punkt müsse man mitnehmen.
So geht es weiter
Nach diesem 1:1 gegen den FC Lausanne-Sport stehen die Basler auf Platz 2 in der Liga, einen Punkt hinter Leader Lugano und zwei vor Luzern und Servette auf den Plätzen drei und vier.
Mit dem Ligabetrieb geht es für den FCB am kommenden Samstag weiter. Dann trifft er um 20.30 Uhr auswärts auf den FC St. Gallen (BaZ-Liveticker). Das Team von Enrico Maassen musste an diesem Sonntag eine 0:1-Niederlage in Yverdon hinnehmen und steht auf Rang sechs.
Rotblau aktuell
Erhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.
Fehler gefunden?Jetzt melden.