Die Statistik zeigt, dass die Konkurrenz im FCB-Mittelfeld besser ist als Taulant Xhaka

Dieser Artikel wurde von BZ publiziert.


Zahlen-Vergleich

Die Statistik zeigt, dass die Konkurrenz im FCB-Mittelfeld besser ist als Taulant Xhaka

Sportlich spielte Taulant Xhaka bei seinem FC Basel zuletzt nur noch selten eine Rolle. Ein Blick in die Statistiken zeigt, warum Trainer Fabio Celestini zurecht auf die Konkurrenten setzt und damit womöglich auch den Rücktritt der Identifikationsfigur forciert hat.

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Lehrling Leon Avdullahu (links) hat Lehrmeister Taulant Xhaka (rechts) den Rang abgelaufen.

Bild: Imago/Maximilian Gaertner

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Mit der Verpflichtung von Metinho wurde Taulant Xhaka in diesem Winter zur Nummer 5 im defensiven FCB-Mittelfeld degradiert. Trainer Fabio Celestini sagt: «Tauli hatte schon immer Konkurrenz und wird diese auch jetzt annehmen.» Doch der Verlust sportlicher Wichtigkeit hat wohl auch dazu geführt, dass Xhaka sich jetzt dazu entschieden hat, die Schuhe nach der Saison trotz laufenden Vertrags an den Nagel zu hängen.

Die FCB-Verantwortlichen um Präsident David Degen stellen Xhakas sportlichen Mehrwert schon seit längerem infrage. Ein Blick in die vereinsübergreifenden Statistiken seit der Ankunft von Celestini im Oktober 2023 zeigt, dass Xhaka in den meisten Kategorien im Vergleich zur Konkurrenz das Nachsehen hat. Einzig in der Zweikampfstärke (53,9 Prozent gewonnene Duelle) ist Xhaka im aktuellen FCB-Mittelfeld noch das Mass aller Dinge. In allen anderen für die Position im defensiven Mittelfeld relevanten Disziplinen, sind die anderen besser.

Metinho, Léo Leroy und Romario Baro absolvieren zum Beispiel deutlich mehr Zweikämpfe pro 90 Minuten und gehen vermutlich (hier gibt es in der Schweiz leider keine vergleichbaren Daten) auch weitere Wege. Alle vier Konkurrenten fangen zudem mehr Bälle ab, trennen mehr Gegner vom Ball und sind auch im Kopfballspiel besser.

Auch im Spiel nach vorne kann Xhaka nicht punkten. Leon Avdullahu fordert mehr Bälle und verteilt diese gleich gut. Baro ist sogar noch passsicherer als Xhaka, der auch gerne mal den Rückwärtspass sucht. Hier ist nur Baro noch weniger risikofreudig. Ausserdem spielte nur Metinho in den letzten anderthalb Jahren noch weniger vertikal. Und kein Basler Mittelfeldspieler bringt so wenige Bälle in den Strafraum wie Xhaka, der so auch vergleichsweise weniger Schussvorlagen liefert als die interne Konkurrenz.

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Ungewohntes Bild: Bis zur U21 läuft Taulant Xhaka für die Schweizer Nationalmannschaft auf. Hier in einem Testspiel mit der U17 gegen Frankreich im Herbst 2007.

Bild: Alessandro Della Valle / Keystone

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