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AboVor dem Klassiker

Diesen FCZ muss der FC Basel einfach schlagen

Spiel im Fussball Super League: FC Basels Leo Leroy im Zweikampf mit Cheick Conde vom FC Zürich am 21. September 2024 in Basel.
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Der FC Basel wartet seit fast zweieinhalb Jahren auf einen Sieg gegen den FC Zürich. Den letzten Klassiker gewann Rotblau am 28. August 2022. Ein 4:2 im Letzigrund war das damals – und der Trainer des FCB hiess Alex Frei. Höchste Zeit aus Basler Sicht also, dass diese Negativserie ein Ende nimmt. Die BaZ liefert sechs Gründe dafür, wieso das am Sonntag der Fall sein wird.

Der Basler Start ins neue Jahr

Joe Mendes vom FC Basel jubelt nach einem Tor gegen FC Sion in der Super League am 26. Januar 2025 in Basel.

Makellos war der FCB-Auftakt im Jahr 2025 zwar nicht. Gegen Lugano gab es nur einen Punkt, und gegen Sion konnte man erst nach Rückstand gewinnen. Doch mit vier Zählern aus zwei Spielen liegt die Mannschaft von Fabio Celestini absolut im Soll.

Mehr noch: Mit der ersten halben Stunde in Lugano hat der FCB gezeigt, dass er sogar den vermeintlichen Titelfavoriten phasenweise dominieren kann. Und gegen Sion sprachen die Statistiken nach anfänglichem Rückstand schliesslich eine deutliche Sprache zugunsten des FCB. 

Kommt hinzu, dass die Basler personell praktisch aus dem Vollen schöpfen können. Und: Ein Sieg im Letzigrund würde dem FCB weiter einen Platz ganz vorne in der Tabelle garantieren – ein nicht zu unterschätzender Vorteil in der bevorstehenden englischen Woche mit weiteren Spielen gegen Luzern und Servette. Das Selbstvertrauen wäre dann noch grösser.

Die Offensive des FC Basel

FC Basel-Spieler jubeln vor begeisterten Fans im Stadion nach dem 3:1-Tor gegen FC Sion in einem Super League-Spiel in Basel.

Er kam, sah und traf: Philip Oteles Debüt am Sonntag gegen Sion ist geglückt. In seinem Teileinsatz für den FCB gelang dem Nigerianer gleich der erste Treffer in Rotblau. Damit verteilt sich der Basler Ligabestwert von 46 Toren inzwischen auf 16 verschiedene Feldspieler. 

Diese Durchschlagskraft in der letzten Zone des Spielfelds ist eine der Basler Stärken in dieser Saison. Zum Vergleich: Bereits jetzt hat der FCB mehr Tore erzielt als in der letzten Spielzeit. Diese Statistik dürfte Celestinis Team im Hinblick auf den Klassiker Mut machen – zumal Rotblau mit den Zürchern diesbezüglich noch eine Rechnung offen hat, da Basel im ersten Vergleich in dieser Saison Goalie Yanick Brecher nicht bezwingen konnte.

Die Defensive des FC Basel

Torhüter Marwin Hitz vom FC Basel in grünem Trikot beim Abstoss während des Fussballspiels gegen FC Winterthur in Basel am 02.11.2024.

Es ist das Gleiche wie mit der Offensive, einfach auf der anderen Seite. Kein Team der Super League hat in dieser Saison so wenige Tore erhalten wie der FC Basel. Lediglich 22 waren es in 20 Spielen. Gründe dafür gibt es mehrere: ein sehr guter Marwin Hitz, eine grundsolide Defensive um Adrian Barisic, der in dieser Saison erst ein Ligaspiel aufgrund einer Gelbsperre verpasste, ein solidarisches Abwehrverhalten von den Spielern davor, allen voran Sechser Leon Avdullahu. Das sind nur drei davon.

Man darf zudem behaupten, dass diese defensive Bilanz gar noch etwas aussagekräftiger ist als die offensive. Denn während 17 der erzielten Tore aus Exploits gegen Winterthur und Servette mit 5 Toren und mehr entsprangen, blieb die Basler Defensive in den allermeisten Fällen stabil und kassierte erst in fünf Spielen in dieser Saison zwei Tore oder mehr.

Celestini und die Negativserien

Trainer in schwarzer Jacke gibt bei einem Fussballspiel Anweisungen, mit ausgestreckter Hand und entschlossener Mimik. 19.01.2025, Lugano.

Fabio Celestini ist nach seiner Ankunft in Basel so etwas wie ein Negativserien-Vernichter geworden. Zugegebenermassen ist das auch nicht sonderlich schwierig, übernahm er den Club doch inmitten der grössten Krise seit Jahrzehnten. Doch es hat auch Erfolge darunter, die unabhängig von diesem Kontext beachtlich sind.

Am Anfang steht der 1. November 2023, als der FCB gegen Kriens zum ersten Mal seit sechs Spielen einen Sieg holt. Es folgt sogleich am 5. November gegen Yverdon der erste Basler Ligasieg seit Ende Juli und 21 Tage später beim 2:0 gegen St. Gallen das erste Ligaspiel seit Anfang April, in dem die Basler kein Gegentor erhalten. Am 6. Dezember 2023 gewinnt der FCB in Lugano sein erstes Auswärtsspiel der Saison. 

Beim 1:0-Heimsieg gegen YB am 27. Januar 2024 gewinnt der FCB zum ersten Mal seit dreieinhalb Jahren und 15 Begegnungen eine Partie gegen die Berner. Auch gegen Servette kann man am 14. April zum ersten Mal seit zwei Jahren gewinnen. Und schliesslich wird Fabio Celestini am 31. Oktober 2024 zum ersten Trainer unter David Degen und seit Marcel Koller, der ein Jahr beim FCB im Amt ist. 

Vor diesem Hintergrund müsste es für die Basler doch ein Leichtes sein, am Sonntag den ersten Sieg gegen den FC Zürich seit sieben Begegnungen und dem 28. August 2022 zu holen. 

Die Form des FC Zürich

Ein frustrierter FC Zürich-Spieler in einem rosa Trikot hält sich den Kopf im Spiel gegen FC Luzern in der Fussball Super League.

Ricardo Moniz stand etwas bedröppelt an der Seitenlinie, als der FC Zürich zuletzt dem FC Luzern unterlag. Dieses 1:3 ist mehr als eine Niederlage: Alle Gegentore kassierte Zürich nach Penaltys (oder per Penaltynachschuss), hinzu kamen zwei Spielausschlüsse. Der Trainer – und damit auch der FCZ – war absolut bedient.

Auch wenn der Holländer danach betonte, dass Zürich immer wieder aufstehen werde, ist die aktuelle Bilanz keine gute: Aus den letzten acht Ligaspielen resultierte nur ein Sieg. Die FCZ-Formkurve zeigt seit Anfang November nach unten.

Mit ein Grund für diese Baisse dürften auch die ständigen Nebengeräusche sein, die die Mannschaft umgeben. Als zuletzt der Zuzug des früheren GC-Juniors und -Spielers Steven Zuber feststand, meldete sich die Südkurve mit der unmissverständlichen Botschaft: «Zuber: Keis Goal wird dich je zum FCZler mache.» Und auch der jüngste Abgang von Identifikationsfigur Antonio Marchesano dürfte kaum mehr Ruhe ins Team bringen.

Das Personal des FC Zürich

Antonio Marchesano vom FC Zürich im Spiel gegen FC Lausanne-Sport in der Fussball Super League, 08.12.2024 in Lausanne.

Selbst Sportchef Milos Malenovic zeigte sich überrascht. Am Donnerstag gab der FCZ bekannt, dass Antonio Marchesano (295 Spiele für Zürich) per sofort zu Abstiegskandidat Yverdon wechsle. Laut eigener Aussage konnte der FCZ-Meisterheld das Angebot in seinem Alter schlicht nicht ablehnen.

Was bedeutet das nun für den FCB? Nun ja, ein Nachteil ist es sicherlich nicht, wenn eine Identifikationsfigur und Führungsspieler des gegnerischen Teams unverhofft wegfällt. Auch wenn der FCZ den Abgang rein sportlich gesehen wohl auffangen kann.

Entscheidender dürfte aber sein, was sich in der Zürcher Hintermannschaft zuträgt. Die Verteidiger Lindrit Kamberi und Daniel Denoon sind gesperrt. Zudem steht Innenverteidiger Nikola Katic gegen den FCB nicht mehr zur Verfügung. Der Bosnier ist in die englische Championship zu Plymouth Argyle ausgeliehen worden.

Und Innenverteidiger Mirlind Kryezju? Der Kosovare, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, will auch weg vom FCZ – und hat sich nun einen Muskelfaserriss zugezogen.

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Wichtig für alle, die mit dem ÖV zum Stadion wollen: Wegen einer Baustelle beim Bankverein kommt es am Samstag zu verschiedenen Tramumleitungen im Bereich Bankverein.Der St.-Jakob-Park ist bei der Saisonderniere mit 36’000 Besuchern ausverkauft, entsprechend länger könnte es beim Einlass dauern. Das Stadion öffnet eine halbe Stunde früher als gewohnt – um 16 Uhr. Während der Extrazugankunft der Gästefans (ab ca. 16.15 Uhr) ist der Stadionzugang von der Gellertseite her (Sektor B) nicht möglich, bis die Gästefans ins Stadion eingelassen wurden. Während dieser Zeit sind die Fans mit einem Ticket im Sektor B gebeten, den Eingang auf der Birsseite (Sektoren C & G) zu nutzen.Wie vor jedem Heimspiel besteht die Möglichkeit, die Ankunft der Mannschaft vor dem Stadion mitzuverfolgen. Um 16.20 Uhr wird der Teambus vor dem Fanshop erwartet.Wer kein Ticket für das Spiel zwischen Basel und Luzern ergattern konnte, kann es sich daheim auf dem Sofa bequem machen: Die Partie wird live auf SRF 2 übertragen.Callà und Xhaka sagen adieuVerlassen den FC Basel in diesem Sommer: Davide Callà und Taulant Xhaka.Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)Empfehlenswert ist es, spätestens um 17 Uhr im Stadion zu sein – also eine Stunde vor Anpfiff. Dann – so hat es der Verein angekündigt – werden die Abschiede von Taulant Xhaka und Davide Callà zelebriert.Xhaka verlässt nach 406 FCB-Pflichtspielen seinen Stammclub und tritt zurück. Es ist davon auszugehen, dass der 34-Jährige gegen Luzern nochmals auflaufen wird und sich seinen 407. Einsatz notieren lassen darf. Seit seiner Rücktrittsankündigung im Februar spielte der Routinier in den Matchplanungen von Trainer Fabio Celestini keine Rolle mehr. Sein letzter Einsatz geht auf den 14. Dezember 2024 zurück.Aufsehen erregte er zuletzt einzig mit seinem Auftritt an der spontanen Meisterfeier auf dem Barfi vom 11. Mai. Dabei überschritt Xhaka Grenzen und leistete sich einige Verfehlungen. Die Folge waren eine Sanktion der Swiss Football League sowie eine interne Strafe. Basels Sportdirektor Daniel Stucki sagt: «Wir haben sein Verhalten mit ihm besprochen und gehen davon aus, dass das nicht mehr passiert.»Weitaus besser verkaufte sich an jenem Sonntagabend auf dem Casino-Balkon Davide Callà, der den Zeremonienmeister gab. Der Assistenztrainer aus Winterthur geniesst am Rheinknie hohes Ansehen: Erst glänzte er als zuverlässiger Spieler in Rotblau und zuletzt als wertvolles Mitglied des Staffs. Nun zieht es den 40-Jährigen weiter: Callà wird sich künftig vollumfänglich als Assistent von Murat Yakin bei der Schweizer Nationalmannschaft einbringen. Auch Callà wird um 17 Uhr verabschiedet.Pokalübergabe nach dem SpielNach Abpfiff der Partie durch Schiedsrichter Feday San erhält der FC Basel von der Swiss Football League den Meisterpokal und die Medaillen überreicht, gefolgt von der einen oder anderen Ehrenrunde. Der FCB bittet die Zuschauer, das Spielfeld nicht zu betreten, und weist darauf hin, dass bei Nichteinhaltung dieser Regel Konsequenzen drohen.Korso durch die InnenstadtWenn die Feierlichkeiten im «Joggeli» vorüber sind, wird die Mannschaft mit dem Teambus zur Heuwaage gefahren. Es ist davon auszugehen, dass Rotblau gegen 22.30 Uhr dort auf zwei offene Lastwagen umsteigen wird. Danach startet ein Korso mit dem Ziel Barfüsserplatz. Die Route führt über die Steinentor- und die Theaterstrasse. Bereits bei der letzten Meisterfeier 2017 wurden die Spieler durch Basel gefahren – auf Waggiswagen.Feier auf dem BarfüsserplatzAm Samstag wird der Barfi ähnlich gut besucht sein wie anlässlich der spontanen Meisterfeier am 11. Mai.Foto: Urs Lindt (Freshfocus)Es dürfte etwa Mitternacht sein, wenn die FCB-Spieler den Meisterpokal auf dem Balkon des Papa Joe’s präsentieren und Tausende den rotblauen Spielern zujubeln. Wer sich nach dem Luzern-Spiel auf den Heimweg macht, kann der offiziellen Meisterfeier in anderer Form beiwohnen: Telebasel berichtet am Samstag ab 21.30 Uhr von den Feierlichkeiten.Der FCB bittet die Anhänger in der Innenstadt, nicht auf die Tramhäuschen oder das Baugerüst am Kohlenberg zu klettern. An der spontanen Meisterfeier am 11. Mai kletterten viele FCB-Fans auf Tramhäuschen und das Gerüst, was zu gefährlichen Situationen führte.Lieber sollen die rotblauen Anhänger das Ambiente auf und rund um den Barfi geniessen. Denn: Das Bau- und Verkehrsdepartement hebt in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Schliessungszeiten der Gastgewerbebetriebe auf. Eine Freinacht ist also garantiert.Der FC Basel im Saison-Endspurt:Diesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenDominic Willimann ist 1979 geboren. Er ist seit 2007 Sport-Redaktor der Basler Zeitung und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist der in der Stadt Basel aufgewachsene Journalist seit seiner Jugend mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut, über den er heute regelmässig berichtet. Und: Er hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst.Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

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