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AboAlles zum FCB-Spiel gegen Sion

Zwei Spieler mit Debüttoren, und Celestini kritisiert den neuen Rasen

Joe Mendes vom FC Basel jubelt nach dem Tor zum 3:1 gegen den FC Sion, während Xherdan Shaqiri und Anton Kade mitfeiern. Im Hintergrund enttäuschte Spieler von Sion. Fussball-Super-League in Basel.
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Die Ausgangslage

Fast hätte der FCB am Sonntagabend die Chance gehabt, Leader der Super League zu werden. Aber da Lugano tags zuvor gegen Winterthur einen 0:2-Rückstand in letzter Minute in eine 3:2-Führung umwandelte, geht es für die Basler gegen Sion darum, den Anschluss an die Spitze zu wahren. Mit einem Sieg auf dem frisch verlegten Joggeli-Rasen stünde man nach wie vor einen Punkt hinter den Tessinern.

Fabio Celestini erwartet von seiner Mannschaft eine Leistung wie jene in Lugano vor Wochenfrist. «Wenn wir diese Leistung immer abrufen, ist alles möglich», sagte er am vergangenen Freitag. Zuletzt traf der FCB Anfang Dezember im Cup auf Sion, als man erst im Penaltyschiessen gewinnen konnte. Zuvor trennten sich die beiden Teams beim Auswärtsspiel in der sechsten Ligarunde 1:1.

Direkt vor dem Spiel verkündet der Club dann noch die Vertragsverlängerung mit Marwin Hitz. Der Goalie bleibt bis zum Sommer 2026.

Das Spiel

Die Gäste starten besser in die Partie, lassen den FCB in den ersten fünf Minuten kaum zum Angreifen kommen. Doch nach einer Doppelchance in der 6. Minute, die von Sion-Goalie Timothy Fayulu überragend vereitelt wird, findet der FCB etwas besser ins Spiel. Der Führungstreffer Sions durch Théo Berdayes in der 20. Minute hat sich dann nicht unbedingt abgezeichnet, zeigt aber insofern Wirkung, als der FCB danach Mühe hat, gefährlich zu werden. Erst in den Minuten vor der Pause kommen die Basler wieder vermehrt vor das Sion-Tor und erzielen in der 45. Minute das 1:1 durch Dominik Schmid.

Das Heimteam, vom Ausgleich im Aufwind, startet mit mehr Spielanteilen in die zweite Halbzeit. So entspricht es dem Spielverlauf, dass Kevin Carlos die Basler in der 54. in Führung bringt. Nach einer kurzen Druckphase Sions, in der durchaus auch der Ausgleich hätte fallen können, erhöht dann erst Joe Mendes in der 66. mit seinem ersten FCB-Tor auf 3:1 und in der 76. Debütant Philip Otele auf 4:1. Spätestens dann ist die Partie verdientermassen zugunsten des FCB entschieden. Dass der eingewechselte Albian Ajeti in der dritten Minute der Nachspielzeit eine direkte Rote Karte sieht, hat auf den Ausgang der Partie keinen Einfluss mehr.

Die Taktik

Fabio Celestini stellt seine Mannschaft personell gleich auf wie beim 2:2 in Lugano. Defensiv steht man in einem 4-4-2, mal stellt sich Bénie Traoré neben Kevin Carlos auf, dann Xherdan Shaqiri. Offensiv zeigt man sich gewohnt flexibel, wenn auch die Ballbesitzphasen gerade in Halbzeit eins verhältnismässig kürzer ausfallen, weiter vom gegnerischen Tor entfernt stattfinden und man sich mehr im Umschaltspiel befindet.

Nach dem 3:1 wechselt Fabio Celestini mit Romario Baro einen zusätzlichen zentralen Mittelfeldspieler ein und stellt auf ein 4-1-4-1 um mit Ajeti als einziger Spitze. Es gelingt dem FCB danach einige Male, mit Kontern gefährlich zu werden, während er hinten die meiste Zeit über kompakt steht.

Die Aufreger

Es läuft die 7. Minute, da tritt Xherdan Shaqiri rund 25 Meter vor dem Sion-Tor einen Freistoss. Der Ball findet den Kopf von Dominik Schmid, fliegt danach gefährlich in Richtung Basler Führung, aber Timothy Fayulu ist mit seiner linken Hand überragend zur Stelle. Der Ball landet vor den Füssen von Kevin Carlos, doch ehe der Basler Stürmer abschliessen kann, ist Fayulu bereits wieder oben und pariert auch Carlos’ Versuch aus nächster Nähe. Zwei überragende Interventionen des Sion-Goalies, welche die frühe Basler Führung vereiteln. Dass Carlos dabei im Abseits stand, tut der Aufregung um diese Szene keinen Abbruch.

Fast 90 Minuten später herrscht im Joggeli erneut Aufruhr. Sandro Schärer wird vom VAR an den Bildschirm geholt und sieht dort: Albian Ajeti tritt Gegenspieler Federico Barba fernab vom Ball auf die Ferse. Die Entscheidung: Rot für Ajeti.

Das muss besser werden

Auch abgesehen von der unnötigen Roten Karte gegen Albian Ajeti lässt die Leistung der Basler Luft nach oben. Von der hin und wieder auszumachenden Fehleranfälligkeit im Aufbauspiel und der mangelhaften Spannung direkt nach dem Rückstand bis hin zur Ideenlosigkeit im Angriff während Teilen der ersten Halbzeit: Von einer makellosen Leistung, einer, die an jene aus der ersten halben Stunde in Lugano anknüpft, ist der FCB am Sonntag doch noch entfernt.

Das sagt der Trainer

Trainer Fabio Celestini vom FC Basel gestikuliert energisch am Spielfeldrand während eines Super League Spiels gegen FC Sion am 26. Januar 2025 in Basel.

Fabio Celestini hält das 4:1 für ein etwas zu deutliches Resultat. Gerade zu Beginn der Partie habe man seine Probleme gehabt. «Das Tor kurz vor der Pause hat uns dann aber die nötige Power für die zweite Halbzeit gegeben», fügt der FCB-Trainer an. Mit den drei Punkten sei er absolut zufrieden, aber jetzt müsse man hart arbeiten, um gegen den FC Zürich eine andere Leistung zu zeigen. Angesprochen auf den neuen Rasen, auf dem die Spieler immer wieder ausrutschten, wählt Celestini deutliche Worte: «Ich bin kein Gärtner, ich muss mich um die Mannschaft kümmern. Aber mit diesem Rasen bin ich absolut nicht zufrieden.»

So geht es weiter

Nach diesem 4:1 gegen Sion steht der FC Basel noch immer auf Position zwei in der Liga, einen Punkt hinter Lugano und einen vor dem FC Luzern. Dahinter folgen Lausanne und Servette mit je drei Punkten Rückstand auf den FCB. Weiter geht es für das Team von Fabio Celestini am kommenden Sonntag mit einem Klassiker gegen den FC Zürich. Das Spiel findet im Letzigrund statt und beginnt um 16.30 Uhr.

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