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Nachwuchschef wird gewechselt

FC Basel bestätigt baldige Ablösung von Martin Andermatt

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In einem Communiqué hat der FC Basel am Dienstag Abend bestätigt, was die BaZ bereits am Samstag in Aussicht gestellt hatte: Martin Andermatt wird den Nachwuchs bei Rotblau noch maximal bis im Sommer führen. Derzeit sei man daran, sich neu zu formieren und die Nachfolgelösung zu finden. Mehr dazu lesen Sie hier.

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  • Mario Cantaluppi im Interview: «Dann heisst es rasch: Was macht ihr da hinten auf dem Campus eigentlich?»

    – «Dann heisst es rasch: Was macht ihr da hinten auf dem Campus eigentlich?»Ab Januar ist Mario Cantaluppi (49) Trainer der U-21 des FC Basel. Er muss nicht nur Spieler weiterentwickeln, sondern auch den Abstieg aus der Promotion League abwenden.Publiziert heute um 20:02 Uhr«Ich bin sehr ehrlich und authentisch. Und ein Disziplinfanatiker.» Mario Cantaluppi über den Trainer Mario Cantaluppi.Foto: Nicole Pont (Tamedia AG)Mario Cantaluppi, wann haben Sie letztmals ein Interview gegeben?Erst vor kurzem, im Rahmen der Youth League, bei der wir uns mit der U-19 für die Playoffs qualifiziert haben. Medientermine sind inzwischen die Ausnahme. Aber um ehrlich zu sein: Ich habe es nicht vermisst, Interviews zu geben. Das Einzige, was mir aus meiner Aktivkarriere manchmal fehlt, ist das Adrenalin des Wettkampfs, wenn man auf dem Platz steht – der Geruch des Rasens, dieser pure Fussball.Nach der Entlassung von Dennis Hediger wurde bekannt, dass Sie 2024 sein Nachfolger in der U-21 werden. Zurzeit betreuen Sie noch die U-19. Haben Sie aktuell zwei Hüte auf?Nein, zurzeit bin ich einzig U-19-Trainer. Am Samstag haben wir ein ganz wichtiges Spiel gegen den FC Zürich. Ich bin voll fokussiert auf diese Cup-Partie. Natürlich gab es bereits Sitzungen bezüglich der U-21. Aber ins Detail gegangen bin ich bei diesem Thema noch nicht. Hätten Sie es geglaubt, wenn man Ihnen vor einem Monat gesagt hätte, dass Sie im Januar die FCB-U-21 übernehmen?Zu diesem Zeitpunkt war dieser Gedanke weit weg, vor zwei Wochen schon viel näher. Da spürte ich, was der Club mit der U-21 vorhat. Die Wahl fiel wohl auch auf Sie, weil Sie mit der U-19 in Liga, Cup und Youth League sehr gut unterwegs sind. Wenn man eine solch erfolgreiche europäische Kampagne hinlegt, wie wir das bis anhin gemacht haben, ist das sicher kein Nachteil. Insgesamt aber denke ich, dass die Verantwortlichen Daniel Stucki und Martin Andermatt total überzeugt sind von der Arbeit aller Angestellten im U-Bereich.Wie nahe haben Sie die U-21 im letzten Halbjahr verfolgt?Ich habe fast jede Partie gesehen und kenne praktisch alle Spieler aus meiner Zeit als U-17-Trainer oder von der laufenden Youth-League-Kampagne, bei der das Team grösstenteils U-21-Spieler beinhaltet. Deshalb wissen die meisten Akteure bereits, wie ich ticke. Ich muss beim Team nicht bei null anfangen. Meine Aufgabe ist es nun, sie in den Aktivsport zu bringen. Sie müssen lernen, gegen Erwachsene und nicht mehr gegen Junioren zu spielen.Ihr Verhältnis zu Ihrem Vorgänger Dennis Hediger soll nicht das Beste gewesen sein. Es war kompliziert, aber stets professionell. Club und Spieler standen immer im Vordergrund.Bis im Sommer waren Sie fünf Jahre lang U-17-Trainer, nun führte Ihr Weg in sechs Monaten via U-19 in die U-21. Das ist ein rasanter Aufstieg. Ja. Aber wissen Sie: Ich habe Zeit, keinen Stress. Ich liebe es, für den FC Basel in der Akademie arbeiten zu dürfen. Karriere als Trainer muss ich keine mehr erzwingen, ich hatte eine wunderbare als Spieler. Mein Motto war und ist: Sei respektvoll und demütig. Ist es also richtig, gleich den nächsten Schritt als Trainer zu wagen?Gewiss, ich hätte mir vorstellen können, weiter U-19-Trainer zu bleiben und die jungen Fussballer auf spätere Aufgaben vorzubereiten. Aber ein Gefühl sagt mir, dass es nun der richtige Moment ist, diesen Schritt zu machen. Auch, weil ich in der U-21 meinen Wunschstaff zusammenstellen darf. Das gibt mir Sicherheit und Zuversicht, dass wir unser Ziel, den Klassenerhalt, erreichen. Bislang waren Sie vor allem Ausbildner, nun ist der Fokus ein anderer. Es geht darum, dass die Basler U-21 nicht in die 1. Liga absteigt. Wie gehen Sie damit um? Ich liebe diesen Druck, ich mag diese Spannung. Dieser positive Stress hat den Effekt, noch mehr in alles zu investieren. Es ist im Fussball wie im Leben: Ein Mensch kann nur dann performen, wenn er einen gewissen Druck hat und mit diesem umgehen kann. Das ist eine Herausforderung. Wir werden jede Woche getestet werden, es stehen uns 17 brutal harte Spiele bevor. Das liebe ich. Ist es einfacher, mit Junioren zu arbeiten, als ein Aktivteam zu betreuen?Ich finde die höchste Nachwuchsstufe sehr interessant, weil man da den Schritt in den Erwachsenenfussball vollzieht. Man darf nicht vergessen: Die Promotion League ist eine gute Liga. In ihr spielen zahlreiche Ex-Profis oder Fussballer, die den Sprung nach oben knapp nicht geschafft haben. In dieser müssen sich die Jungprofis aus der FCB-Akademie, die alle den Fussball zum Beruf machen wollen, bewähren. Meine Aufgabe ist es, die 17-, 18-Jährigen gezielt zu fördern und zu fordern. Das ist in einer Aktivmannschaft anders. Da braucht man als Trainer mehr Verständnis, weil bei den Spielern der Fokus nicht nur auf dem Fussball, sondern auch auf der Familie oder dem Beruf liegt. Ich fühle mich in der Rolle als Nachwuchstrainer total wohl. Trotzdem: Was, wenn ein Club aus der Challenge League anklopfen würde? Sie waren ja schon mal bei Servette in dieser Funktion aktiv. Das ist kein Thema. Ich habe in der Vergangenheit gelernt: Es ist schlecht, wenn man etwas im Leben erzwingt. Dann wird man seine Ziele nicht erreichen. Was ich jetzt habe, ist das Beste. Ich möchte die Mannschaft aus dem hinteren Tabellenbereich herausführen und ein junges Team wieder Erfolge feiern lassen. Das ist doch auch interessant. Wieso soll ich irgendwo in der Challenge League arbeiten gehen, wenn ich hier in Basel alles habe? Weil Sie dann in der Öffentlichkeit mehr wahrgenommen würden. Aber meine grosse Motivation ist, den Jungen etwas weiterzugeben. Damit sie sich den Traum erfüllen können, den ich leben durfte. Der FC Basel ist für mich der FC Bayern der Schweiz. Es ist einfach geil, für diesen Club zu arbeiten. Man hat ständig Druck, das finde ich toll. Wie würden Sie sich als Trainer charakterisieren?Ich bin sehr ehrlich und authentisch. Und ein Disziplinfanatiker. Sehr wichtig ist mir, den Spielern Spass wie Ernsthaftigkeit zu vermitteln. Ich selbst darf mich nicht verändern, sondern möchte so bleiben, wie ich bin. Es heisst, eine Ihrer Stärken sei die gute Stimmung, die Sie mit Ihrer positiven Art in einer Gruppe verbreiten können. Ist es genau das, was die U-21 nun braucht?Ich vermittle ihnen: Wenn ihr als Fussballer weiterkommen möchtet, müsst ihr am Tag X bereit sein. Ich muss das vorleben. Wenn ich sage, dass ich Pünktlichkeit verlange, darf ich nicht zu spät erscheinen. Ganz einfach. Es gibt nichts Schlimmeres als Respekt- und Disziplinlosigkeit. Das wissen die Spieler. Wer sich nicht daran hält, der muss mit Konsequenzen rechnen. «Der FC Basel ist für mich der FC Bayern der Schweiz»: Mario Cantaluppi hat für Rotblau 273 Spiele bestritten und ist nun seit 2018 im Nachwuchs als Trainer tätig.Foto: Nicole Pont (Tamedia AG)Künftig werden Sie eng mit Fabio Celestini zusammenarbeiten. Wie ist Ihr Verhältnis zu ihm?Ich habe ihn heute kurz gesehen, wir kennen uns ja aus gemeinsamen Nationalmannschaftszeiten. Aber bis Sonntag liegt sein Fokus vor allem auf der ersten Mannschaft, da ist die Rückrundenplanung mit dem Nachwuchs vorerst Nebensache. Ich muss ihm ein Riesenlob aussprechen. Was er in der kurzen Zeit hier unter schwierigen Bedingungen geschafft hat, ist vorbildlich. Toll auch, wie er die Jungen in dieser Situation integriert. Sie meinen, dass Avdullahu, Zé oder zuletzt Beney regelmässig eingesetzt werden?Solche Signale hatten wir in den letzten Jahren zu selten. Dieses Bekenntnis zu den Jungen macht ihnen Mut. Fabio hat Interesse an diesen Spielern. Er könnte ja auch einen anderen Weg gehen und die Jungen aussen vor lassen. Dann lief in den letzten Jahren nicht alles rund im FCB-Nachwuchs?Wir wollen künftig zwei, drei Dinge anders machen. Was?Es gibt immer Punkte, die man optimieren kann und die wir im regelmässigen internen Austausch besprechen. Wir sind aber auf einem guten Weg – zum Beispiel auch durch die Integration der Nachwuchsleitung in die Sportkommission.In der U-21 werden auch immer wieder Profis aus der ersten Mannschaft eingesetzt, die Spielpraxis brauchen. Was bedeutet, dass die Perspektivspieler auf die Bank müssen. Wie gehen Sie damit um?Das ist das Los des U-21-Trainers. Ich bin aber überzeugt, dass eine mangelnde Bereitschaft in der U-21 auch von Fabio nicht goutiert würde. Jeder weiss, um was es geht im FC Basel. Wir geben gemeinsam alles dafür, bei der ersten Mannschaft sowie im Nachwuchs unsere Ziele zu erreichen. Die Qualität dazu haben wir.Was, wenn die Ziele nicht erreicht werden?Dann heisst es rasch: Was macht ihr da hinten auf dem Campus eigentlich? Man muss den Junioren klar vermitteln, dass es ein Privileg ist, für diesen Club zu spielen. Aber sie müssen auch wissen, dass die Luft in einer U-21 dünner wird. Dass bei mangelnder Leistungsbereitschaft die Möglichkeit besteht, den Sprung zu den Profis nicht zu schaffen.Sie sind Zürcher, GC-Junior und haben für den FC Basel 273 Spiele bestritten. Welchen Stellenwert nimmt der FCB in Ihrem Leben ein?Das Leben, das ich heute führe, verdanke ich auch dem FC Basel. Als ich 19 und vertragslos war, holte mich Didi Andrey – für 800 Franken im Monat, weil der FCB kaum Geld hatte. Bei meinem zweiten FCB-Engagement ein paar Jahre später kam ich aus einer 17-monatigen Verletzungspause und erhielt bei Rotblau die Chance, meine Karriere nochmals zu lancieren. Und dank Massimo Ceccaroni bekam ich die Möglichkeit, im FCB-Nachwuchs Trainer zu werden. Für all das bin ich sehr dankbar. Was war das Highlight Ihrer FCB-Zeit?Da gibt es viele. Ganz oben in dieser Liste steht sicherlich der Aufstieg 1994. Da merkte man, wie wichtig der Club für diese Region ist. Ebenso unvergessen sind der Meistertitel 2002 und die darauffolgende Champions-League-Saison mit den Spielen gegen Liverpool oder Manchester United. Könnte das noch getoppt werden mit einem Erfolg als Trainer?Träumen darf man immer, Fussball ist ein derart schnelllebiges Geschäft. Aber es ist kein explizites Ziel von mir, und solche Gedanken sind ganz weit weg. Mein Fokus liegt aktuell einzig und allein auf dem Basler Nachwuchs. Schweizer Cup U-19. Samstag, 15.30 Uhr: FC Basel – FC Zürich (Nachwuchs-Campus, Münchenstein). Mehr zum FC Basel:Dominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der BaZ und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut und hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst. 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  • Die Frage nach dem FCB-Spiel: Muss Fabio Celestini schon gegen Sion die Abwehr umstellen?

    Die Frage nach dem FCB-Spiel – Muss Fabio Celestini schon gegen Sion die Abwehr umstellen?Im Cup kann Trainer Fabio Celestini wählen. Doch danach wird Nicolas Vouilloz in St. Gallen gesperrt fehlen. Was würden Sie tun?Publiziert heute um 11:26 UhrKonnte zuletzt überzeugen, muss nun aber in der Meisterschaft aussetzen: Nicolas Vouilloz.Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkAm Samstag Abend ist dann doch passiert, was schon länger hätte passieren und den FC Basel zu einem früheren Zeitpunkt empfindlicher hätte treffen können: Nicolas Vouilloz sah nach einem Foul an Lausanne-Talent Alvyn Sanchez Gelb. Und weil es für ihn die vierte Verwarnung in der laufenden Meisterschaft war, wird er dem FC Basel am nächsten Sonntag beim Ligaspiel in St. Gallen gesperrt fehlen.Anders als noch vor der Länderspiel-Pause, verfügt FCB-Trainer Fabio Celestini wieder über fitte, gelernte Innenverteidiger, die als Alternative in Frage kommen. Zum einen ist da Jonas Adjetey, der vor seiner Verletzung in der Abwehr gesetzt war und der schon gegen Lausanne-Sport anstelle des bereits in dieser Partie gelbgesperrten Adrian Barisic in der Basler Startelf stand. Zum anderen ist auch Arnau Comas wieder fit: Der Spanier sass am Sonntag auf der Ersatzbank.Dass in der Ostschweiz Adjetey abermals in der Startelf steht und Barisic in diese zurückkehrt, ist bei anhaltender Gesundheit der beiden gegeben. Offen ist allerdings, mit welcher Verteidigung Celestini in das nächste Pflichtspiel geht. Dieses findet nämlich bereits am Mittwoch statt, wenn der FCB in den Achtelfinals des Schweizer Cup den FC Sion empfängt (20.15 Uhr). Denn Vouilloz, der zuletzt in der Basler Innenverteidigung überzeugte, wird in diesem Wettbewerb spielberechtigt sein, bevor er in der Meisterschaft einmal aussen vor bleiben muss.Das Motto «Never Change A Winning Team» besitzt nach dem 1:1 zuhause gegen Lausanne-Sport im Hinblick auf die nächste Begegnung keine Gültigkeit mehr. Allerdings war Vouilloz bei diesem Remis mit und gegen den Ball einer der besten Basler Spieler. Hinzu kommt: Ihn gegen Sion zu bringen bedeutet auch, einen anderen Innenverteidiger zu «schonen». Denn: Es kann ja auch im Wallis etwas passieren. Ein direkter Platzverweis zum Beispiel. Oder eine Verletzung. Und wenn dies einem Barisic oder Adjetey widerfährt, dann wäre Celestini in St. Gallen womöglich gezwungen, Comas erstmals seit zweieinhalb Monaten wieder einzusetzen.Umgekehrt kann man aber auch auf diese Idee kommen: Barisic und Adjetey kennen sich bereits und haben im Duett schon überzeugt. Das funktioniert gegen Sion – und funktioniert in St. Gallen nur noch besser. Dann, wenn die beiden nach sechswöchigem Unterbruch bereits 90 weitere gemeinsame Minuten in den Beinen haben, in denen sie sich wieder aneinander gewöhnen konnten.FCB gegen LausanneAbonnieren Sie den Podcast über Apple Podcasts, Spotify oder jede gängige Podcast-App.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenOliver Gut schreibt seit März 2001 für das Sport-Ressort der Basler Zeitung, das er seit 2019 leitet. Vorher für diverse Sportarten zuständig, konzentriert sich der Fricktaler seit 2011 auf den Fussball – und damit hauptsächlich auf den FC Basel. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Alles zum Spiel gegen Luzern: Der FC Basel ist vor, während und nach dem Spiel in bester Partylaune

    AboAlles zum Spiel gegen Luzern – Der FC Basel ist vor, während und nach dem Spiel in bester PartylauneDer FCB beendet die Saison mit einem 4:0-Sieg gegen Luzern und lässt sich von seinen Anhängern ausgiebig feiern.Publiziert heute um 21:18 UhrHoch mit dem Kübel: Xherdan Shaqiri und Co. feiern den 21. Meistertitel in der Geschichte des FC Basel.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkDie AusgangslageMit einer eindrücklichen Choreo begrüssen die Fans den Meister im St.-Jakob-Park.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Der FC Basel ist Schweizer Meister. Für den FC Luzern hingegen geht es in dieser Partie noch um die Teilnahme am Europacup. Der St.-Jakob-Park ist mit 36’000 Besuchern ausverkauft, und es herrscht Volksfeststimmung. Auch weil Taulant Xhaka seine Derniere gibt und der Pokal für den Super-League-Ersten bereits vor dem Anpfiff neben dem Spielfeld steht.Und der Joggeli-Rasen? Dieser sieht nach dem ESC-Public-Viewing vor Wochenfrist gar nicht so malträtiert aus wie vermutet. Nur ein paar Stellen rund um den Mittelkreis und an der Seitenauslinie lassen auf die jüngsten Belastungen schliessen. Aber das ist an diesem Abend Nebensache.Das SpielDer FCB zeigte zum Saisonende nochmals packenden Fussball: Hier Philip Otele gegen Pius Dorn.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Mit der Wucht des Publikums und dem Selbstvertrauen eines Meisters lässt der FCB die jüngste 2:6-Niederlage von Bern rasch vergessen machen. Von Anfang an spult der Gastgeber sein Programm runter und zeigt auf, dass von einem Kehraus-Spiel bei Rotblau nicht die Rede sein kann.Zur Pause steht es 2:0, weil Albian Ajeti und Philip Otele die Lücken in der Abwehr der Gäste ausgenutzt haben. Der FCB ist den Gästen in allen Belangen überlegen und hätte gar höher führen können. Doch Xherdan Shaqiris Freistoss just vor dem Seitenwechsel klatscht an die Querlatte. Am 38. Spieltag bleibt der Captain ohne Torerfolg.Die Kräfteverhältnisse verschieben sich auch in den zweiten 45 Minuten nicht. Basel powert weiter – getragen von der fantastischen Stimmung im Stadion – und erhöht dank Toren von Anton Kade und Bénie Traoré auf 4:0. Dabei bleibt es.Nach dem Spiel schliesslich startet die Party so richtig. Clublegende Karli Odermatt und der langjährige Trainer Christian Gross bringen den Meisterpokal auf das Podium; jenen Pokal, den Shaqiri und Co. später in die Höhe stemmen. Es ist dies der Start der Feierlichkeiten in eine lange Basler Meisternacht.Die TaktikXherdan Shaqiri gegen den FC Luzern: Zwei Assists, aber kein Tor.Foto: Martin Meienberger (Freshfocus)Auch im letzten Ligaspiel der Saison ändert Fabio Celestini nichts an der Grundanordnung seiner Mannschaft. Und hätte Taulant Xhaka nicht noch seine Abschiedsminuten zugute gehabt, hätte der FCB-Trainer wohl an seiner Stamm-Startelf festgehalten. Schliesslich hat der Romand im Vorfeld dieser Liga-Derniere betont, dass das Luzern-Spiel mit einer Hauptprobe für den Cupfinal gleichzusetzen sei.So übernimmt im Basler 4-2-3-1-System Xhaka zusammen mit Leon Avdullahu den Part im defensiven Mittelfeld – bis er nach 34 Minuten unter grossem Applaus von der Bühne als Profifussballer abtritt.Der FC Luzern versucht in einem 4-1-2-1-2-System die für das internationale Geschäft notwendigen Zähler am Rheinknie zu holen. Der Zweimann-Sturm mit Thibault Klidje und Adrian Grbic tut sich aber schwer gegen die beste Abwehr der höchsten Schweizer Spielklasse – und findet über 90 Minuten kein Rezept, um auch nur ein Tor zu erzielen.Der AufregerDer eine Xhaka geht, der andere soll irgendwann kommen: Taulant und Granit Xhaka.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)An diesem Abend stehen nebst der Pokalübergabe die letzten 34 Minuten der Nummer 34 im Zentrum. Zelebriert wird der Abschied des Manns, der 607-mal für den FC Basel aufgelaufen ist, bereits vor dem Spiel. Und dabei tritt auch Taulant Xhakas Bruder Granit vors Mikrofon und kündigt an: «Ein Xhaka geht, aber bald ist der andere dafür hier.» Eine Ankündigung, die rund um diese Partie viel zu reden gab – und noch zu reden geben dürfte.Da geht beinahe unter, was im St.-Jakob-Park unmittelbar vor Anpfiff verkündet wird: Stürmer Albian Ajeti hat seinen Vertrag in Basel bis im Sommer 2028 verlängert. Mit seinem zehnten Ligatreffer bedankt sich der Angreifer für das Vertrauen der Clubführung.Das muss besser werdenEin perfekter Abend: Albian Ajeti (rechts) verlängert seinen Vertrag und erzielt den zehnten Ligatreffer.Foto: Martin Meienberger (Freshfocus)Nichts! Noch steht der Cupfinal an. 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