
FCB-Start ins Jahr 2025: Der FC Basel geht weniger Risiko ein und testet gegen Thun statt Bayern München
Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert.
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Der FC Basel geht weniger Risiko ein und testet gegen Thun statt Bayern München
Nach 17 Tagen Pause hat der FCB den Trainingsbetrieb aufgenommen. Obwohl: Ganz frei hatten die Spieler über die Festtage nicht.

Die Spieler des FC Basel (hier im August letzten Jahres) sind nach der Weihnachtspause zurück im Trainingsbetrieb.
Foto: Urs Lindt (Freshfocus)
- Fast alle Spieler des FC Basel sind fit aus den Ferien zurückgekehrt.
- Ernährungsberater José Blesa hat einen Essensplan für die Spieler erstellt.
- Trainer Celestini wünscht sich eine längere Wintervorbereitung.
- Das erste öffentliche Training findet am Samstag auf dem Campus statt.
Seit dem letzten Pflichtspiel des FC Basel gegen den Grasshopper Club aus Zürich sind keine drei Wochen vergangen – und bereits gilt es für die Profis in Rotblau wieder ernst. Nach 17 Tagen Ferien standen am Donnerstag für die Spieler des Super-League-Zweiten das Wiedersehen und ein lockeres Training auf dem Rasen an. Anwesend waren alle Spieler. Bis auf Arlet Junior Zé, der nach seiner Zehenverletzung noch nicht am Teamtraining teilnehmen konnte, sind sämtliche Akteure fit.
Am Freitag sind schliesslich verschiedene medizinische Tests geplant, und am Samstag findet um 10 Uhr das erste öffentliche Training auf dem Nachwuchs-Campus in der Brüglinger Ebene statt. Dort haben die FCB-Anhänger die Möglichkeit, dem Team erstmals in diesem Jahr bei einer Übungseinheit zuzuschauen.
Dann wird zu sehen sein, wer seine Hausaufgaben über die Festtage wie gut erledigt hat. Fabio Celestini hat bereits vor Jahresfrist, in seiner ersten Basler Winterpause, den Akteuren ein paar physische Übungen mitgegeben, um im darauffolgenden Abstiegskampf zu bestehen – mit Erfolg. «Sie sind sehr gut aus den Ferien zurückgekommen», erinnert sich der FCB-Trainer im Dezember 2024.
Das soll in diesen Tagen nicht anders sein. Diesmal haben die Profis nicht nur ein individuelles Trainingsprogramm, sondern auch einen Essensplan mit in den Urlaub bekommen. José Blesa, der seit dieser Saison dem Basler Trainerstaff angehört, ist Ernährungsberater und hat in dieser Funktion bereits für Cristiano Ronaldo gearbeitet. Der Spanier hat den Spielern schon im Sommer im Trainingslager in Seefeld klargemacht, was auf den Teller eines Profifussballers gehört und was nicht. Süsses etwa stand damals nicht auf dem Buffet im Esssaal des FCB-Hotels.
Der Rundumservice
Celestini ist davon überzeugt, dass sich die Spieler mehrheitlich an die vom Staff vorgegebenen Regel-Leitplanken halten, aber er betont auch: «Wir sind da, um die Spieler in diesen Themen zu erziehen.» Er selbst habe als Aktiver nie von einem solchen Rundumservice profitiert. «Es muss dir einfach bewusst sein, dass du in den wenigen Jahren, in denen du auf diesem Level Fussball spielst, alles dem Sport unterordnen und für deinen Körper tun musst.»
Dass der Trainer des FC Basel so viel Wert auf eine «gesunde» Weihnachtspause legt, hat auch damit zu tun, dass die Wiederaufnahme der Meisterschaft quasi vor der Tür steht. Bereits in rund zwei Wochen führt die Reise den FC Basel zum Spitzenkampf gegen den FC Lugano ins Tessin. «Zu kurz» findet Celestini diese Wintervorbereitung. «Mindestens drei, noch besser vier Wochen Training vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres wären optimal», so der 49-Jährige.
Nun aber ist das Programm bis zum Rückrundenstart eng getaktet. Und: Zeit für ein Wintertrainingslager bleibt keine. So ist auf den 11. Januar das erste Testspiel gegen den FC Thun angesetzt (15 Uhr, St.-Jakob-Park), vier Tage später folgt ein Vergleich auf dem Nachwuchs-Campus mit dem FC Schaffhausen, der von Ciriaco Sforza trainiert wird. Bei diesem letzten Test vor dem Lugano-Spiel ist allerdings kein Publikum zugelassen.
Mit Risiko gegen München
Vor Jahresfrist sah die Basler Vorbereitung ein wenig anders aus: Bereits drei Tage nach dem Trainingsstart gastierte der FC Bayern München im mit 36’000 Zuschauern ausverkauften St.-Jakob-Park, nun geht es gegen den «kleinen» FC Thun aus der Challenge League. «Das war natürlich super», sagt Celestini, «aber für uns auch mit Risiko verbunden.» Was er damit meint: Während die Basler eben erst ihre ersten Trainingseinheiten in den Beinen hatten, reiste der Rekordmeister wenige Tage vor dem ersten Pflichtspiel topfit und in Bestbesetzung ins Joggeli. Heute sagt Celestini: «Glücklicherweise hat sich keiner unserer Spieler in dieser Partie verletzt.»
Möglichst verletzungsfrei sollen auch die nächsten zwei Wochen vorübergehen. Auch in diesem Punkt hat Celestinis Staff das Team präventiv in die Pflicht genommen. Celestini sagt: «Uns ist wichtig, dass die Spieler vom ersten Trainingstag an parat sind.»
Man habe mit den Spielern gesprochen und sie darauf aufmerksam gemacht, dass es sinnvoll sei, nicht auf den letzten Drücker aus den Ferien zurückzukommen. Celestini führt aus: «Wenn du zwei Wochen an einem Ort bist, wo sommerliche Temperaturen herrschen, und du dann ins kalte Basel kommst, braucht der Körper Zeit, um sich an das neue Klima zu gewöhnen.» Athletiktrainer Carlos Menendez habe damit aber Erfahrung und die physische Belastung der nächsten Tage entsprechend darauf ausgerichtet. Der Spanier war zuletzt in Rumänien tätig.
Jedenfalls wird die erste öffentliche Trainingseinheit am Samstagmorgen in Sachen Wetter ein echter Härtetest. Vorausgesagt sind Temperaturen unter dem Gefrierpunkt…
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