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Macht Shaqiri auf Frei, Delgado – oder doch auf Kuzmanovic?

Am Sonntag, beim Heimspiel gegen Yverdon Sport, dürfte Xherdan Shaqiri zum ersten Mal wieder im FCB-Kader stehen. Wie seine zweite Phase beim FCB verlaufen wird, werden aber erst die nächsten Monate wirklich zeigen.
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Die Euphorie um Xherdan Shaqiri ist unverändert gross. So gross, dass der St.-Jakob-Park am Sonntag – abgesehen vom Gästesektor – womöglich ausverkauft ist, wenn Yverdon Sport kommt (16.30 Uhr, BaZ-Liveticker). Denn alle rechnen mit dem ersten Einsatz des Spielers, der seit letzter Woche wieder in Basel ist.

Wahrscheinlich war die Euphorie noch bei keinem anderen Spieler so gross, der zum FC Basel zurückgekehrt ist. Vergleichbar ist Shaqiris Rückkehr zum jetzigen Zeitpunkt aber trotzdem mit drei prominenten Beispielen: Alex Frei, Matías Delgado und Zdravko Kuzmanovic.

Wie Shaqiri debütierten sie alle in jungen Jahren beim FC Basel in der höchsten Schweizer Liga. Wie Shaqiri verliessen sie den FCB im Talent-Alter, um ihre Karriere voranzutreiben. Und wie Shaqiri kamen sie viele Jahre später zu Rotblau zurück, um so für fette Schlagzeilen zu sorgen. Aus unterschiedlichen Gründen.

Alex Frei: Die Millioneninvestition zahlt sich aus

1998 verlässt Alex Frei den FC Basel als unbeschriebenes Blatt, 2009 kommt er als Stürmer von internationaler Klasse zurück zu seinem Heimatverein.

Am Nachmittag des 19. Juli 2009 verkündet der FCB die Heimkehr Alex Freis. Dieser erfährt dann am Abend im Stadion Ähnliches, wie Xherdan Shaqiri am vergangenen Montag auf dem Balkon der Geschäftsstelle erfahren hat: Der FC Basel empfängt Aarau zum Heimspiel, wobei der Rückkehrer zwar aussen vor bleibt, aber den frenetisch jubelnden Fans präsentiert wird.

Als der Biel-Benkener den FCB 1998 mit knapp 19 Jahren nach elf Partien und nur einem Tor verliess, war dies keine Schlagzeile wert. Elf Jahre später sind die Lettern fett, kommt der 30-Jährige doch mit dem Ruf eines Torjägers von internationaler Klasse, der in Frankreich und Deutschland brilliert hat. Um die sechs Millionen Franken Ablöse an Dortmund neben dem Millionensalär zu stemmen, ist der FC Basel um Bernhard Heusler auf die Unterstützung einiger privater Basler Persönlichkeiten angewiesen.

Es wird sich mehrfach auszahlen. Denn das, was folgt, ist ein Lauf: In Sion steht Frei eine Woche später erstmals im Aufgebot und auch in der Startelf, um in der 90. Minute den 2:1-Siegtreffer zu erzielen. Bis zum 20. Februar und dem nächsten Heimspiel gegen Aarau steht er bei 15 Toren und 11 Assists in 19 Ligaspielen, bevor ihn ein Armbruch stoppt.

Die verpasste Torjäger-Krone sichert er sich in den beiden Folgesaisons, wobei ihm erst 27 und dann 24 Treffer gelingen. Die vierte und letzte Spielzeit endet abrupt als linker Flügel, wohin ihn Trainer Murat Yakin «verbannt» hat – und mitten im Frühjahr, mit einem direkten Freistoss-Tor gegen den FCZ samt Auswechslung, worauf er schliesslich beim FC Luzern als Sportchef einsteigt.

Was bleibt, ist der Legendenstatus, den er sich in «nur» vier Jahren mit 107 Pflichtspieltoren für Rotblau und den überwältigenden Erfolgen des Clubs verdient: Der FCB begeistert mit Frei 2011/12 in der Champions League und erreicht 2013 die Halbfinals der Europa League. Der FCB gewinnt 2010 und 2012 mit Frei den Cup. Vor allem aber wird der FC Basel in jeder der vier Saisons mit Alex Frei Schweizer Meister.

Matías Delgado: Der Messias kehrt zurück

In seinen ersten drei Jahren wurde Matías Delgado zum Star, und entsprechend gross war die Euphorie, als er im Sommer 2013 nach Basel zurückkehrte.

Am 13. Juli 2013 spricht er, dessen Namen man nicht mehr schreiben muss, zu den Zuschauern herab. Auf den Videoleinwänden im Joggeli ist er erschienen, um die frohe Botschaft zu verkünden: Einen Vierjahresvertrag hat er beim FC Basel unterschrieben, und natürlich kommt er mit der Hoffnung, dass alles wieder wird wie beim ersten Mal.

Im Sommer 2003 hat er von den Chacarita Juniors aus Argentinien in die Schweiz gewechselt. Es gibt Bilder von damals, die einen schüchternen jungen Mann zeigen. Doch dieser junge Mann sollte innerhalb von drei Jahren so viele Sehnsüchte bedienen wie kaum je ein anderer Fussballer vor ihm in Basel.

Er war der Denker im Mittelfeld, der Räume sah, die sonst keiner sehen konnte. Und vorne hatte er mit Christian Gimenez und Julio Hernan Rossi nicht nur zwei Mitspieler gefunden, sondern zwei echte Freunde.

In seinem ersten Jahr kam er auf drei Skorerpunkte, im zweiten auf 24, im dritten auf 41. Dann verliess er Basel, für zehn lange Jahre, und als er zurück war, musste er gegen die riesigen Erwartungen anspielen. Umso schwieriger, weil er zuvor drei Jahre in der Wüste bei al-Jazira gespielt hatte und seine Kondition auf ein ziemlich irdisches Niveau abgesunken war.

Er brauchte Zeit. Ausgerechnet an der Stamford Bridge gegen Chelsea zeigte er ein erstes Mal, zu was er noch fähig sein könnte. Es wurde besser, mit der Kondition kam das Selbstvertrauen, dann kamen die Einsatzminuten, und dann sah er auch wieder die Räume, die sonst keiner sah.

Im Sommer 2017 schoss er den FCB gegen Sion zum letzten Cupsieg der Ära Heusler/Heitz, und als man dachte, er würde den Club auch in die neue Zeitrechnung führen, kam der Knall: Unter Tränen verkündete er nach dem ersten Spiel der Saison 2017/18 sein Karriereende. Die Fans stürmten die Innenräume des Stadions, weil sie nicht glauben konnten, was da geschah.

Seine Zeit als Spieler beim FCB war für immer beendet – aber in Erinnerung wird er für immer bleiben, er, dessen Namen man nicht nennen muss.

Zdravko Kuzmanovic: Grosses Selbstbewusstsein

Der Mann mit dem grossen Selbstvertrauen: Zdravko Kuzmanovic vor seinem Wechsel zur Fiorentina – und nach seiner Rückkehr zum FCB im Sommer 2015.

Der Legende nach ist Zdravko Kuzmanovic im Sommer 2015 ins Büro von Inter Mailands Sportchef Piero Ausilio spaziert und hat ihn darüber informiert, dass er zum FCB wechseln werde. Ausilio soll gefragt haben, wieso in die Schweiz, und Kuzmanovic soll geantwortet haben: «Wenn du demnächst auf dem Sofa sitzt und Champions League schaust, siehst du mich dort mit dem FCB spielen.»

Mangelndes Selbstvertrauen war tatsächlich noch nie ein Problem von Zdravko Kuzmanovic. Damals nicht, als er den FCB im Januar 2007 im Alter von gerade mal 19 Jahren und mit einem ordentlichen Theater in Richtung Florenz verliess. Und auch im Sommer 2015 nicht, als er bei seiner Rückkehr zum FCB erklärte, dass er mit dem Club Titel gewinnen und für immer bleiben werde.

Diese Ewigkeit hielt dann aber gerade mal sechs Monate, weil es mit Trainer Urs Fischer nicht ging. «Ich bin gegangen, weil ich gespürt habe, dass ich und Fischer nicht zusammenpassen. Solange er beim FCB Trainer ist, kann ich mir eine Rückkehr nach Basel nicht vorstellen», hat Kuzmanovic später mal gesagt. Aber auch mit anderen Trainern war es schwierig.

Kuzmanovic ging erst zu Udinese Calcio, dann für zwei Jahre nach Málaga, wo er sich mehrmals schwer verletzte. Aber irgendwie hat er es dann doch noch geschafft, zwei Jahre lang für die Basler zu spielen und mit ihnen den Cup zu gewinnen – auch, weil Kuzmanovic sich mit Marcel Koller arrangierte und im Viertelfinal in Sion sowie im Halbfinal gegen den FCZ als Einwechselspieler die wohl besten Leistungen nach seiner Rückkehr zeigte.

Den Club verliess er Ende Juni 2020, mitten in der verzögerten Corona-Saison. Der Spieler war froh, weil er genervt war von der miserablen Kommunikation des Clubs. Und beim FCB waren sie froh, nicht mehr jeden Monat – so heisst es – über 100’000 Franken an einen Spieler zahlen zu müssen, dessen Rückkehr nach Basel ein einziges Missverständnis war.

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Das ist wertvoll, wenn man in der Gastronomie arbeitet oder sich generell in der Welt des Käses bewegt. Aber es ist keine Bedingung, um zum Beispiel Handel mit Käse zu treiben.Den Käseladen hätten Sie also auch so eröffnen können. Ist nun, nach Ihrem erworbenen Zertifikat, die Zeit reif dafür?Ich habe einen Businessplan gemacht und fange mal klein an, um zu schauen, wie es läuft. Das sieht wohl so aus, dass man bei mir Käse für einen Geschäfts- oder Privatanlass beziehen kann. Ich kann mir auch vorstellen, eine Kombination von Käse und einem Referat über den Umgang mit Rückschlägen anzubieten.Dem Fussball sind Sie aktuell als Experte bei Blue und «Blick» verbunden. Jetzt kommt der Käse dazu. Nun kann man auf die Idee kommen, dass der Trainer Alex Frei damit Geschichte ist …Die Idee ist nicht falsch. Aber ich bin kein Mensch, der sich festlegt.Ist sie folglich auch nicht ganz richtig?Im Moment empfinde ich das so: Ich sehe mich künftig eher als Unternehmer. Das heisst überhaupt nicht, dass ich sofort abwinke und mir nichts anhöre, wenn ein Fussballprojekt an mich herangetragen wird. Aber eine beratende Funktion bei einem Club oder einem Verband läge mir näher. Ich verspüre kein Bedürfnis, wieder Profitrainer zu sein. Heute nicht. Morgen nicht. Und ich glaube auch, dass das noch eine ganze Weile so bleiben wird.Warum ist das so?Seit ich in Aarau weg bin, wollte ich herausfinden, ob mir das Trainerdasein fehlt. Und ja: Es gibt Aspekte. Die Stimmung in der Kabine, die Arbeit und der Austausch mit den Spielern – das würde mir immer noch Spass bereiten. Alles, was abseits des Feldes ist, das Drumherum, das eigentlich unwichtig ist, weil es nicht dem Kern der Trainertätigkeit entspricht: Darauf habe ich keine Lust mehr. Zudem habe ich gemerkt, dass ich die Freiheit schätze, die ich habe, wenn nicht alles von Spiel- und Trainingsplänen bestimmt wird. Ich meine damit nicht, dass ich den ganzen Tag irgendwo rumgammle. Aber wenn die Kinder am Freitag Schulschluss haben, dann können wir jetzt einfach zwei Tage als Familie wegfahren. Das konnte ich vorher nicht – und es ist mir sehr wohl bewusst, dass das generell ein grosses Privileg ist. Dafür habe ich aber die vergangenen 26 Jahre auch gerne auf vieles verzichtet. Wissen Sie: In den letzten neun Monaten hatte ich zweimal Kopfweh – davor, da schmerzte mein Kopf zweimal pro Monat …Hat Ihre Distanzierung vom Fussball damit zu tun, wie Sie sich entwickelt haben – oder wie sich der Fussball entwickelt hat?Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Ich liebe diesen Sport, bin ja nicht per se weg davon. Und ich habe dem Fussball ganz vieles zu verdanken. Vieles von dem, was ich heute bin – und auch die Möglichkeiten, die ich habe. Aber wenn Ihre Frage auf die Distanz zum Profitrainer-Job zielt, dann sage ich: Es hat mit beidem zu tun.Inwiefern?Der Fussball, wie er heute auch in der Schweiz ist, hat nicht mehr so viel mit jenem Fussball zu tun, wie ich ihn vor über 20 Jahren als junger Spieler bei Luzern oder Servette erlebt habe. Dass er athletischer geworden ist, das ist irgendwie logisch. Aber ist der Fussball technisch besser? In der absoluten Spitze wohl schon. In der professionellen Breite aber nicht. Trotzdem kannst du den Fernseher am Montag einschalten und erst am Sonntag wieder ausschalten. Dann hast du 250 Spiele gesehen. Da sind künstliche Wettbewerbe entstanden, ist vieles aufgeblasen. Und da geht es viel zu oft um Nebensächliches. Wenn es um mich als Person geht, dann ist es sicher auch so, dass ich mir beweisen will, dass ich in der Geschäftswelt auch etwas anderes kann, das nicht mit Fussball zu tun hat. Hinzu kommen auch die eigenen Erfahrungen, die ich zuvor als Trainer gemacht habe. Dieser Beruf ist toll. Aber die Schweiz ist ein hartes Pflaster.«Ich verspüre kein Bedürfnis, wieder Profitrainer zu sein. Heute nicht. Morgen nicht. Und ich glaube auch, dass das noch eine ganze Weile so bleiben wird.»Foto: Nicole Pont (Tamedia AG)Wie meinen Sie das?Wenn du zum Beispiel bei einem Club darüber diskutieren musst, ob du 25 oder nur 18 Essensportionen mit ans Auswärtsspiel nimmst oder ob die Mannschaft in den Privatautos statt im Car zu einer Testpartie anreist, dann ist das nicht das, was für mich zum Job eines Profitrainers gehört.Beispiele wie diese gibt es in der Schweiz wohl einige …Das ist so. Die gibt es sicher auch anderswo. Speziell ist bei uns aber, dass die Ansprüche weit höher sind, als es den jeweiligen Realitäten entspräche. In der Schweiz höre ich vielmals die Aussage «Dr Gschieder git nooh, dr Esel blyybt stoh» … Wir sollten darauf bedacht sein, dass nicht Esel alles bestimmen. Und da ist auch der geringe Respekt, den man vor dem Trainerberuf hat. Ich finde, davon ist im Ausland mehr zu spüren. Als ich zum FCB kam, da drehte sich gleich alles um die Frage: Ist es zu früh, ist er erfahren genug? In Deutschland kann Nuri Sahin nach zwei Jahren Erfahrung bei einem mittelklassigen türkischen Club gleich Borussia Dortmund übernehmen – und es wird in meiner Wahrnehmung erst mal abgewartet, werden solche Fragen nicht von Anfang an gestellt.Aber das waren doch Fragen, die sich bei Ihrem Engagement in Basel von Beginn an aufdrängten. Fragen, die sich auch die FCB-Verantwortlichen vorab stellten und wohl auch Sie selbst umtrieben – oder etwa nicht?Natürlich habe ich auch selbst eine Pro-und-Kontra-Liste erstellt. Ich berücksichtige dabei ebenso, dass auch die Clubverantwortlichen relativ neu waren … Ich verrate ihnen etwas: In der Nacht von Sonntag auf Montag, bevor ich beim FCB vorgestellt wurde, sagte mir mein Bauchgefühl, dass ich doch noch absagen sollte …Warum?Es war einfach das Bauchgefühl. Und das ist sehr verlässlich. Trotzdem folgte ich meinem Kopf. Gut herausgekommen ist das in den wenigen Fällen, in denen ich das tat, eigentlich nie …Sind Sie auch enttäuscht über die Erfahrungen, die Sie als Trainer gemacht haben?Nein. Ich habe überwiegend schöne Erfahrungen gemacht – und das an allen Stationen. Und alle Erfahrungen schätze ich, weil sie mich weitergebracht haben.War eine Erfahrung davon, dass es für Alex Frei als Trainer anders läuft als für andere Trainer?Ich stand einfach unter dem Eindruck, dass alles, was ich tue oder sage, bewertet wird. Allerdings wusste ich das vorher, zumal es schon als Spieler ein Stück weit so war. Nur gibt es einen grundlegenden Unterschied: Als Spieler hatte ich stets die Gelegenheit, die Antwort im nächsten Match auf dem Platz zu geben.Bitte führen Sie aus …Wenn ich in der Interviewzone wortlos an den Journalisten vorbeiging, dann wusste ich schon, dass die dann sauer sind. Aber wenn du dann im nächsten Spiel zwei Tore schiesst und vor die Mikrofone stehst, dann spielt das keine Rolle mehr. Es hat mir erlaubt, mal Kluges, mal weniger Kluges zu tun. Frisch von der Leber weg zu reden. Als Trainer geht das nicht. Da musst du auf ganz vieles Rücksicht nehmen, kannst nicht sagen, was du denkst. Und trotzdem wird genauso nach jedem Spiel abgerechnet oder – wie in meinem Fall – noch mehr als nur das Resultat und die Leistung des Teams bewertet. So, wie ich den Trainerberuf bei den Profis erlebt habe, bist du während 70 Prozent deiner Zeit damit beschäftigt, Dinge zu tun, die nichts oder nur wenig mit der Trainertätigkeit zu tun haben. Nur während 30 Prozent der Zeit machst du den eigentlichen Job, kümmerst dich um Trainings, Taktik, Spiele.Sie haben mal gesagt, dass Sie auch die jetzige Spielergeneration und deren Umgang mit der modernen Technik zuweilen irritieren. Können Sie das etwas ausführen?Ich möchte klar betonen, dass heute nicht alles schlechter ist als früher. So bin ich nicht, schwelge nicht ständig in der Vergangenheit. Ich muss aber ausholen, um Ihre Frage korrekt zu beantworten.Sie dürfen ausholen.Im Vergleich zu meiner Jugend hat sich einiges stark verändert. Ich bin in Biel-Benken aufgewachsen. Das ist ein beschauliches Dorf. Doch zu meiner Zeit war es so, dass die Strasse entschied. Ich durfte in der Freizeit mit 13 bei den 18-Jährigen mitmachen, weil ich gut war. Hätte ich mich nicht behauptet, hätten sie gelacht und mich weggeschickt – so, wie das anderen erging. Kurz: Du musstest dich durchsetzen. Hinzu kam, dass ich viel Zeit bei meinen Grosseltern verbrachte. Meine Grossmutter war sehr ehrgeizig – und mit ihr war alles ein Wettbewerb. Wer fährt beim Skifahren häufiger rauf und runter? Wer verkauft auf dem Flohmarkt am meisten? Wer gewinnt beim Lottomatch mehr? Mir ist bewusst, dass das nicht für jedes Kind gut ist, man mit einigen behutsamer umgehen muss. Aber mir hat das nie etwas ausgemacht, sondern es war ein Spass und hat mich motiviert.Und was beobachten Sie heute?Wir kennen ja alle die Diskussionen, in der Berufswelt und noch mehr in der Schule, wo es um Fragen geht wie jene, ob Noten noch sinnvoll seien … Heute ist man darum bemüht, dass alle mitmachen dürfen, sodass keiner zu kurz kommt und man so wenig Widerstand wie nur möglich erfährt. Ich bin auch für Rücksicht, Fairness und Toleranz. Aber es geht auch darum, den Ehrgeiz zu wecken. So, wie sich die Gesellschaft entwickelt, wird vieles gleichmässiger.Ist dieses Bemühen um Ausgleich aus Ihrer Sicht also problematisch?Ich bin überzeugt, dass all das nicht förderlich ist, wenn es darum geht, dass ein junger Mensch, egal welcher Herkunft, Durchhaltewillen, Kreativität und Persönlichkeit entwickelt. Früher hiess es: Aufwand gleich Ertrag. Wer sich anstrengt, wird belohnt. Auch wenn das sicher nicht für alle gilt: Heute geht die Tendenz dorthin, dass man 100 Prozent Lohn für 80 Prozent Arbeit will. Es geht um Work-Life-Balance. Das ist grundsätzlich in Ordnung. Aber wir müssen aufpassen, dass bei dieser Waage nicht Life hier oben und Work dort unten steht (zeigt mit den Händen). Das ist nämlich keine Balance.Alex Frei über die FCB-Hausse: «Xherdan Shaqiri – und nur Xherdan Shaqiri – ist der Grund, weshalb der FCB nun Erster ist.»Foto: Nicole Pont (Tamedia AG)Und die heutigen Fussballer und die moderne Technik?Es gibt noch immer überall junge Menschen, die besagten Ehrgeiz entwickeln. Sie finden den Weg – zum Beispiel in den Profifussball. Dann stellt sich aber noch die Frage nach den übrigen Werten, die sie mitbringen: Wem es nach zwei Toren wichtiger ist, auf Instagram mit den Followern zu jubeln, als mit den Teamkollegen in der Kabine den Sieg zu feiern, der hat etwas Elementares in einem Mannschaftssport nicht verstanden. Es geht zu oft um Schein statt Sein.Schein statt Sein könnte man provokativ auch als Stichwort für die Super League der Gegenwart sehen …Absolut.In der aktuellen Meisterschaft ist es eng, weil keiner davonziehen kann, es kann noch fünf verschiedene Wintermeister geben – oder auch eine Spitze mit fünf punktgleichen Mannschaften. Ist das super – oder irgendwie Käse?Die Clubs sind dafür verantwortlich, dass das Produkt Super League funktioniert. Dabei haben sie mehrere Aufgaben zu erfüllen. Ein Thema ist Identifikation. Ich sehe Clubs wie Lugano, Servette, St. Gallen, Luzern und auch den FC Basel, die einen klaren Plan haben, der aufzugehen scheint. Ich sehe andere, die einen Plan haben, der noch nicht so ganz funktioniert. Ich sehe auch, dass die Identifikation mehrheitlich da ist, dass die Zuschauer kommen. Aber ich vermisse etwas.Was?Ich stehe unter dem Eindruck, dass die Menschen fast überall nur ins Stadion gehen, weil sie sich mit dem Club identifizieren – aber nicht mehr wegen dem, was auf dem Rasen geboten wird. Die Ausnahme bildet neu der FCB mit Xherdan Shaqiri. Er hat allem einen Boost gegeben: Zuschauerzahlen rauf, Trikotverkäufe rauf, Mannschaft rauf. Er nimmt Druck von den Spielern und macht sie gleichzeitig besser. Aber wenn ich sonst schaue, sehe ich nur ganz wenige Akteure, die das annähernd bringen können. Vielleicht Renato Steffen in Lugano. Und ich habe eine grosse Fantasie bei Christian Witzig von St. Gallen und Alvyn Sanches von Lausanne. Die beiden finde ich geile Kicker.Also hat die Liga an Qualität eingebüsst?Ja. Als ich früher mit Luzern oder Servette gegen GC spielte, da standen auf der anderen Seite Marc Hodel, Bernt Haas, Ricardo Cabanas und Richard Nunez. Bei St. Gallen hiessen diese Spieler Jörg Stiel, Marco Zwyssig, Marc Zellweger und Charles Amoah. In Lugano gabs Christian Gimenez und Julio Rossi. Etwas später in Basel waren da Murat und Hakan Yakin, Mario Cantaluppi, Benjamin Huggel, Thimotée Atouba. Da dachtest du jeweils: Hoppla, heute müssen wir aber richtig Gas geben, wenn wir gewinnen wollen. Bei Servette hatten wir zwischenzeitlich sieben Schweizer Nationalspieler. Sieben! Inzwischen hat es pro Team vielleicht zwei, drei Spieler, die etwas gehobenere Qualität haben. Der Rest ist gut ausgebildet, ganz in Ordnung für die Liga. Aber mehr nicht. Ich finde, allein in den vergangenen zehn Jahren haben alle Mannschaften in der Super League zwischen 20 und 30 Prozent an Qualität eingebüsst.Ist das nicht die logische Folge davon, dass das Ausland noch attraktiver geworden ist und es dort ganz viele Clubs hat, die es sich leisten können, sich einfach mal in der Schweiz zu bedienen – auch wenn der Spieler dann vielleicht nicht funktioniert?Das spielt da schon auch hinein. Aber das allein ist zu einfach. Ich höre die Schweizer Clubs immer wegen der Budgets jammern. Gleichzeitig leisten sie sich Kader von 33 Spielern. So viel europäischer Wettbewerb ist da nicht, dass das gerechtfertigt wäre. Ein Kader von 25 Spielern reicht. 15 Spieler bezahlst du dabei überschaubar, für 10 Akteure greifst du tiefer in die Tasche. Damit würde die Qualität steigen. Das müsste doch machbar sein.Shaqiri brauchte einen Monat Anlauf – und nun steht er nach zwei weiteren Monaten mit dem FCB bereits an der Spitze der Tabelle, führt die Skorerliste der Liga an. Ist das mehr auf seine Qualität zurückzuführen oder auf die Qualität der Konkurrenz?Xherdan Shaqiri – und nur Xherdan Shaqiri – ist der Grund, weshalb der FCB nun Erster ist. Trotzdem liegt die Wahrheit in der Mitte, wenn es um die Antwort auf ihre Frage und auch auf den Istzustand Shaqiris geht. Gegen YB und St. Gallen war er nicht gut. Dafür war er zweimal gegen Winterthur und je einmal gegen Yverdon und Servette herausragend. Ich bin überzeugt, dass er auch absolute Spitzenspiele wird entscheiden können – sofern er verletzungsfrei bleibt und die Wintervorbereitung komplett bestreiten kann. Er ist schlicht zu gut, um das nicht zu können.Ist er der wertvollste Spieler der Super League?Ja, mit Abstand. Das ist aber auch nicht so schwierig…Dann ist er auch klar wertvoller als Renato Steffen?Okay, ich relativiere etwas: Renato Steffen ist womöglich ein ähnlich wertvoller Spieler. Ich finde einfach, Shaq hat dieses gewisse Extra mehr. Ich muss aber zugeben, dass meine Einschätzung vielleicht davon beeinflusst wird, dass ich – anders als bei Shaqiri – nie mit Renato zusammengespielt habe oder dessen Trainer war. Shaq musste ich damals beim FCB zweimal die Woche an den Ohren ziehen, damit das Ganze ein bisschen funktioniert hat. (lacht) Ihn mag ich einfach, wir hatten immer viel zu lachen.Haben Sie den Rücktritt Shaqiris aus der Nationalmannschaft nachvollziehen können?Klar. Mit 33 kommst du in ein Alter, in dem du sagst: Ich habe alles gegeben, habe über 120 Länderspiele gemacht. Und es wird nicht einfacher mit der Belastung. Ich glaube deshalb, dass Shaq ohne Nationalmannschaftsrücktritt gar nicht erst zum FCB zurückgekehrt wäre.Rekordtorschütze Alex Frei über den nationalen Nachwuchs: «In der Schweiz wird jeder, der geradeaus laufen kann, als Talent bezeichnet. Das nervt mich. »Foto: Michele Limina (Keystone)Sie meinen, der Rücktritt war eine von ihm selbst auferlegte Bedingung, um ganz auf Basel fokussieren und entsprechend auch liefern zu können?Ja, das denke ich. Obwohl ich mit ihm nie persönlich sprechen konnte, seit er zurück ist.Haben Sie erwartet, dass Shaqiri so früh in Basel performt?Nochmals: Aufgrund der Spielkonstellation liegt die Wahrheit über Shaqiris Istzustand irgendwo in der Mitte. Aber das ist immer noch weit über dem Durchschnitt der Liga. Wir müssen schauen, dass wir in der Schweiz künftig eine gewisse Qualität garantieren können.Wie meinen Sie das?Solange wir in Lostopf 1 sind mit der Nationalmannschaft, müsste es möglich sein, sich weiterhin für die grossen Turniere zu qualifizieren. Aber es ist offensichtlich, dass ein Umbruch ansteht. Irgendwann wird Ricardo Rodriguez zurücktreten, irgendwann Granit Xhaka, irgendwann Remo Freuler. Dann wird es schwierig. Wer soll das Ganze auf dem Feld anführen? Ja, Manuel Akanji – aber dann? Das gewisse Extra hätte noch Zeki Amdouni. Doch wie viele gute Spieler kommen nach? Wer ist überhaupt ein guter Spieler?Wer ist für Sie ein guter Spieler?In der Schweiz wird jeder, der geradeaus laufen kann, als Talent bezeichnet. Das nervt mich. Viele vergessen den Faktor der Konstanz – und zwar nicht nur über drei Monate. Es geht um Konstanz über Jahre. Dafür gibt es genügend Beispiele.Nennen Sie eines.Stéphane Grichting. Er war in der öffentlichen Wahrnehmung unter «ferner liefen». Wenn man über ihn spricht, wissen ein paar noch, dass er mal Nationalspieler war. Aber: Grichting spielte acht Jahre am Stück bei Auxerre Ligue 1. Acht Jahre, am Stück! Da kommen andere, die sich ebenfalls als gute Spieler sehen, auf 70 Partien von Beginn an – in zehn Jahren.Das ist ein Unterschied.Natürlich. Einen wie Grichting konntest du in der Nationalmannschaft jederzeit reinbringen, und er lieferte. Diese Spieler fehlen mir heute. Solche, die im Kader in der zweiten Reihe stehen, aber regelmässig liefern, wenn sie gebraucht werden. Das liegt auch daran, dass viele im Ausland keine tragende Rolle spielen. Trotzdem bleiben sie dort, statt in der Heimat Leader zu sein. Sehe ich heute die Affiche YB gegen FCB, dann gibt es da schon ein paar Namen. Und doch kannst du nicht mehr als vielleicht zwei für die Nationalmannschaft aufbieten. Das ist weniger denn je, wenn es um diese beiden Teams geht.Warum hat die Schweiz keine Mittelstürmer mehr, wie Sie einer waren?Ich glaube, das hat auch mit einer generellen Entwicklung der Systeme zu tun. Weg von zwei auf einen Stürmer ist da ein Faktor. Und das Gegenpressing ist auch nicht unbedingt für klassische Mittelstürmer gemacht. Bei uns kommt hinzu: Wer besetzt diese Position in der Liga? Nun, es ist meistens ein ausländischer Spieler … Selbst ein Cedric Itten bei YB hat es schwer, in der Startelf zu stehen.Als Sie bei Borussia Dortmund waren, haben Sie unter Trainer Jürgen Klopp selbst erlebt, dass Sie nicht unbedingt ins System passten …Ich verstand mich immer super mit Jürgen Klopp. In den Ferien auf Mallorca trafen wir uns in diesem Sommer zum Kaffee bei mir im Hotel. Und ich kann Ihnen sagen: Mit ihm drei Stunden über Fussball zu diskutieren ersetzt fünf Trainerkurse … Als er nach Dortmund kam, war ich zuerst verletzt. Und ja: Er diskutierte mit mir offen über das System und seine Ansprüche. Ich sagte ihm, dass ich kein Pressingstürmer sei, ihm aber mit zehn bis zwanzig Toren helfen könne, wenn ich spiele. Er erwiderte: Ich möchte auf diese Tore nicht verzichten – dann tu einfach immer so, als würdest du Pressing betreiben. Das war der Deal. Als ich dann zum FCB zurückkam, war es anders. Ich kenne keinen Trainer dieser Welt, der das Duo Marco Streller/Alex Frei im Alter um die 30 nicht gemeinsam bringt, wenn er kann. Ohne uns grösser zu machen, als wir sind: Da müsste man einem die Lizenz wegnehmen, wenn er einen oder beide auf die Bank setzt.Alex Frei über das Basler Traum-Sturmduo: «Ich kenne keinen Trainer dieser Welt, der das Duo Marco Streller/Alex Frei im Alter um die 30 nicht gemeinsam bringt, wenn er kann. »Foto: Patrick Straub (Keystone)Als Sie nach Basel zurückkamen, wurden Sie als grosse Figur im Stadion präsentiert. Was ist die Challenge, wenn man als Überfigur kommt?Dem gerecht zu werden, was die Leute und auch die Mitspieler erwarten. Vorbild sein, Loyalität leben. Dem Druck standhalten.Ist das für Shaqiri nun gleich?Es ist sicher ähnlich. Aber ich kann nur für mich reden: Ich hatte immer gerne Druck.Ist dieser beim FCB als Rückkehrer und Überfigur gar grösser als in einem anderen, eigentlich gewaltigeren Club wie zum Beispiel Borussia Dortmund?Er ist anders. Ich kam mit einem Leistungsausweis aus Frankreich nach Dortmund. Hätte es dort nicht geklappt, hätte es Plan B oder C gegeben. Als ich dann zum FCB zurückkam, gab es keinen Plan B oder C. Es musste funktionieren.Alex Frei bei der Meisterfeier 2012. Heute sagt er: «Ich bin total im Reinen mit meiner Karriere.»Foto: Dominik PlüssWar für Sie klar, dass es funktioniert?Was ist schon klar? Ich wusste, dass ich ein intaktes Umfeld antreffe und ich in einem guten Alter war. Das hat sich dann alles bestätigt, die Mitspieler und Trainer Thorsten Fink, aber auch Heiko Vogel haben ihren Teil dazu beigetragen. Schliesslich war es der perfekte Karriereabschluss, fast wie Hollywood: Ich meine, wie wir da in der Champions League mit acht Spielern, die aus dem eigenen Club stammten, gegen Manchester United auftraten … Ich hatte beim FCB, den ich mit 18 verliess, eine Rechnung offen. Am Schluss war sie mehr als beglichen und war ich total im Reinen mit meiner Karriere.Trotz der allerletzten Meter, dem Ende mitten im Frühling, um beim FC Luzern als Sportdirektor weiterzumachen?Ja. Klar wollte ich die Saison zu Ende spielen. Aber der damalige FCB-Sportdirektor Georg Heitz hatte recht, als er sagte, dass ich mir damit keinen Gefallen täte, wenn es um meine künftige Aufgabe in Luzern gehe, sondern nur Chaos riskiere, wenn ich bis Sommer wartete. Nein, ich bin mit meiner Karriere total im Reinen, habe das Maximum aus meinen Möglichkeiten herausgeholt. Vielleicht lässt mich das gut darüber hinwegsehen, dass es dann als Trainer beim FCB nicht so herausgekommen ist, wie ich mir das gewünscht hätte. Ich war da zur falschen Zeit am richtigen Ort. Punkt.Würden Sie Ihre Episode als FCB-Trainer darauf reduzieren?Schon nicht. Ich wusste um die Herausforderung und wollte ein Jahr überleben in dieser Funktion. Ich glaube, dann hätten wir auch viele Dinge regeln können. Ich finde noch immer, dass vieles ganz okay war. Die späteren Auslandtransfers Dan Ndoye, Riccardo Calafiori und Amdouni waren zuvor acht Monate bei mir gewesen. Heiko Vogel konnte zudem als Interimstrainer von meiner Vorbereitung profitieren. Der FCB war nie so fit wie im Januar 2023. Aber ja: Ich habe auch Fehler gemacht.Welcher war der grösste?Es ist einfach so, wie es ist.Sie erwähnten Heiko Vogel. Bei Blue sagten Sie vor einigen Monaten, er sei fachlich super, das Menschliche erübrige sich … Hat sich das Verhältnis zu ihm inzwischen entspannt?Die Bemühung von ihm ist da. Ich sag es mal so: Das Verhältnis zu Heiko Vogel war Tiefkühlschrank – jetzt ist es frostig.Alex Frei über seinen einstigen Weggefährten Heiko Vogel: «Das Verhältnis zu Heiko Vogel war Tiefkühlschrank – jetzt ist es frostig.»Foto: Georgios Kefalas (Keystone)Wie ist Ihr Verhältnis zu David Degen?Auch da trenne ich: Als Spieler hatten wir es lustig, diese Erinnerungen sind da. Sie überwiegen. Alles andere ist abgeschlossen. Ich stelle mir diese Fragen gar nicht mehr.Sie waren Stürmer, Nachwuchstrainer, Interimstrainer, Cheftrainer und Verwaltungsrat beim FC Basel. Jetzt sind Sie nicht mehr beim FCB. Bleibt das so?Ja, dabei bleibt es. Ich wüsste nicht, in welcher Funktion ich zurückkehren könnte. Aber der FC Basel war immer mein Club – und er wird immer mein Club bleiben.Alex Frei, der FCB – und die letzten Monate:Den Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenOliver Gut schreibt seit März 2001 für das Sport-Ressort der Basler Zeitung, das er seit 2019 leitet. Vorher für diverse Sportarten zuständig, konzentriert sich der Fricktaler seit 2011 auf den Fussball – und damit hauptsächlich auf den FC Basel. Mehr InfosDominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der BaZ und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut und hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • FC Basel nach dem Titel: Drei FCB-Ligaspiele als Vorbereitung auf den Cupfinal

    FC Basel nach dem Titel – Drei FCB-Ligaspiele als Vorbereitung auf den CupfinalIn den letzten drei Super-League-Partien geht es für den FCB um nichts. Eine besondere Situation für Trainer Fabio Celestini.Publiziert heute um 18:24 UhrDrei Ligaspiele hat der FCB noch vor der Brust.Foto: Daniela Frutiger (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkDer FC Basel wird bis zur Pokalübergabe am 24. Mai noch drei Ligaspiele bestreiten, in denen es um nichts geht. Danach aber folgt am 1. Juni der Cupfinal gegen den FC Biel – und da geht es bekanntlich um alles. Keine einfache Ausgangslage für einen Trainer, um die Spannung im Team hoch zu halten. Zumal die Vorbereitung auf das erste dieser Spiele aufgrund der Meisterfeier eine ungewöhnliche war. Am Montag sei zwar ein Training geplant gewesen, erzählt Celestini mit einem Grinsen, doch die Spieler hätten ihn überzeugt, es auszulassen. Am Dienstag sei die Stimmung dann super gewesen. Eine spezielle Ansprache habe sich der Trainer nicht überlegt, ganz allgemein wurde nicht sonderlich viel gesprochen. Es herrschte eine allgemeine Zufriedenheit, die man in den Gesichtern der Spieler habe erkennen können. So stand in diesem Training auch die Erholung im Vordergrund – und nicht etwa die Vorbereitung auf das Lausanne-Spiel. Diese beginne aber am Mittwoch mit voller Ernsthaftigkeit. Denn der FCB-Trainer hat nicht vor, in der Folge des Titels den Schlendrian einkehren zu lassen. Stattdessen wolle man die verbleibenden Spiele mit aller Ernsthaftigkeit angehen. Celestini erwartet weiterhin Leistung von seinen Spielern. Celestini zu Xhakas AbschiedIm Hinblick auf den Cupfinal sagt der FCB-Trainer dann einerseits, dass es dafür keine bessere Vorbereitung gebe als drei Pflichtspiele. Andererseits mache er sich überhaupt keine Sorgen darum, dass seine Spieler dann vollständig bereit sein werden. Es handle sich um einen anderen Wettbewerb, um eine weitere Chance auf einen Titel und während es bei den verbleibenden Ligaspielen möglicherweise nötig sein würde, dass Celestini zusätzlich pushe, erübrige sich das am 1. Juni. Durchaus im Interesse Celestini sei es überdies, dass Taulant Xhaka zu einem gebührenden Abschied kommt. Er verdiene es, seine Karriere in der bestmöglichen Art und Weise zu beenden, sagt der Trainer. Sofern das im Hinblick auf das momentan laufende Verfahren gegen Xhaka möglich sei.Der FC Basel ist Schweizer MeisterDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.Linus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare