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Beim FCB läuft einiges falsch – nicht nur auf dem Rasen

Adrian Barisic und Jonas Adjetey nach dem Schlusspfiff und der Niederlage gegen den FC Lugano.
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Der FC Basel hat eine gute Vorbereitung im Hinblick auf diese Saison absolviert, das hat man in den letzten Wochen zumindest immer wieder hören dürfen. Mit einem neuen Team an der Seite von Fabio Celestini. Mit ausnahmsweise mal wenigen Transfers. Und mit dem Vertrauen, das man auf den Entwicklungen der Vorsaison aufbauen könne: Nur eine Niederlage aus den letzten elf Pflichtspielen, das sollte die Basis für den nächsten Anlauf sein.

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    FCB-Verteidiger vor Transfer – Wechselt Comas nach Barcelona?Spanische Medien berichten, dass Arnau Comas beim RCD Espanyol ein Thema sein soll.Publiziert heute um 09:57 UhrArnau Comas könnte schon bald vom kühlen Basel ins wärmere Barcelona wechseln.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkArnau Comas hat beim FC Basel in dieser Saison eine untergeordnete Rolle gespielt. Der Spanier kam in Super League und Schweizer Cup auf total fünf Einsätze. Die meiste Zeit über fiel der Spanier wegen einer Schulterverletzung aus.Nun melden Medien aus seiner Heimat, dass RCD Espanyol Barcelona am Innenverteidiger interessiert sein soll. Der Tabellen-18. aus der La Liga würde den 24-Jährigen gerne unter Vertrag nehmen. Die sich im Abstiegskampf befindenden Katalanen brauchen mehr Stabilität in der Defensive.An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosFür Comas wäre es eine Rückkehr in die Heimat. Gross geworden ist der Abwehrspieler in Cassà de la Selva, seine fussballerische Ausbildung genoss er beim FC Barcelona.Beim FC Basel spielt der Spanier seit Sommer 2022 und hat einen gültigen Kontrakt bis Ende Juni 2026. Allerdings hat er auf seiner Position aktuell mit Adrian Barisic, Jonas Adjetey, Finn van Breemen und Nicolas Vouilloz vier Mitspieler, die in der internen Hierarchie vor ihm stehen.Den Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».Dominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der BaZ und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut und hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Die FCB-Spieler in der Einzelkritik: Dominik Schmid und Xherdan Shaqiri stark – Albian Ajeti ganz schwach

    AboDie FCB-Spieler in der Einzelkritik – Dominik Schmid und Xherdan Shaqiri stark – Albian Ajeti ganz schwachDer Linksverteidiger und der Starspieler holen sich beim 4:1 gegen Sion die besten Basler Noten.Publiziert heute um 18:58 UhrVon da an geht die Partie in die Basler Richtung: Dominik Schmid bejubelt kurz vor der Pause seinen Treffer zum 1:1.Foto: Urs Lindt (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkMarwin Hitz: 4,5Kann beim abgelenkten Ball zum 0:1 nichts mehr ausrichten und muss in der Folge nur eine halbwegs schwierige Parade zeigen. Bleibt mangels Arbeit deshalb in der Bewertung überschaubar. Aber weil er seinen Vertrag nun bis Ende Juni 2026 verlängert hat, wird er noch genügend Gelegenheit erhalten, um sich zu überdurchschnittlichen Noten zu hexen.Joe Mendes: 5Der Rechtsverteidiger wird in der 67. Minute für all seine bisher gezeigten Vorstösse belohnt, als er nach Pass Kades zum 3:1 trifft und sein Premieren-Pflichtspiel-Tor für den FCB erzielt.Adrian Barisic: 5Gewinnt seine Duelle, überzeugt mit gutem Timing – und kann wirklich nichts dafür, dass er den Berdayes-Schuss zum 0:1 entscheidend ablenkt. Gute Partie des Abwehrchefs.Jonas Adjetey: 4Natürlich ist er zweikampfstark im Basler Abwehrzentrum. Aber manchmal, da ist er auch etwas gar nonchalant. Und bei Djokics Grosschance in der 59., die Sion leicht das 2:2 bringen könnte, steht er zu weit weg vom Schützen.Dominik Schmid: 5,5Hat auch etwas unsaubere Momente in der Mitte der ersten Hälfte, als die Basler den Faden suchen, den sie nach dem 0:1 verloren haben. Ist dann aber mit dem Tor zum 1:1 und dem Assist zum 2:1 massgeblich dafür verantwortlich, dass die Basler diesen Faden wieder finden. Starke Reaktion nach der schwierigen Partie, die er in Lugano gezeigt hat.Leon Avdullahu: 5Er ist selten spektakulär. Aber meistens sehr stringent in seinen Aktionen. Eine davon steht am Anfang des schön herausgespielten Basler Treffers zum 2:1.Léo Leroy: 4,5Hat auffälligere und weniger auffällige Phasen. Ist aber insgesamt grundsolid mit seinem Spiel im Basler Mittelfeld-Zentrum. Und er ist am 1:1 beteiligt.Anton Kade: 4Manchmal ist man versucht, ihm zuzurufen, dass da links und rechts von ihm auch noch Mitspieler wären, die anspielbar sind. Hinzu kommt, dass er vor dem 0:1 zu weit weg von Torschütze Berdayes steht. Aber vor dem 3:1, da entscheidet sich der Deutsche dann richtig und spielt den Ball zeitig zu Mendes, der schliesslich trifft. Dann darf er in der 69. unter die Dusche.Xherdan Shaqiri: 5,5Ist sowohl beim ersten als auch beim zweiten Basler Treffer so was wie der entscheidende Faktor – zuerst mit seinem Steilpass auf Carlos, dann mit seinem durchgelassenen Ball für Carlos. Ist aber bei beiden Toren nicht als vorletzter Mann am Ball und erntet deshalb keinen Skorerpunkt. Beim Treffer zum 4:1 erhält er dann den Assist zugesprochen, wobei auch möglich ist, dass Baros Fuss seine Cornerflanke auf Otele noch streift.Bénie Traoré: 4,5Gefällt primär durch die kleinen Dinge, die er richtig macht und damit auch den einen oder anderen Freistoss provoziert. Lanciert zudem vor dem 2:1 Assistgeber Schmid mit einem klugen Pass. Macht dann in der 64. Platz für Debütant Otele.Kevin Carlos: 5Schreibt sich beim Basler Ausgleichstreffer zum 1:1 einen Assist gut. Muss sich aber fragen, ob er sich da aus guter Abschlussposition nicht eigentlich seinen – inklusive Yverdon-Tor zu Beginn – seinen achten Super-League-Teffer der laufenden Saison notieren lassen müsste. Holt das dann in der 54. Minute nach, als er aus noch besserer Situation locker zum 2:1 trifft. Wird zudem in der ersten Hälfte verwarnt – es ist seine dritte Gelbe im Ligabetrieb. Wird in der 69. für Ajeti ausgewechselt.Philip Otele: 5Kommt in der 64. für Traoré. Gibt damit sein Debüt für den FCB, der ihn aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgeliehen hat. Und schiesst beim 4:1 dann auch gleich sein Premieren-Tor. Was will man mehr?Romario Baro: 4,5Darf in der 69. für Kade rein und ist dann beim 4:1 Teil der Frage, ob Xherdan Shaqiri doch noch offiziell einen Assist erzielt hat: Der Fuss des Portugiesen ist jedenfalls extrem nahe dran am Corner-Flankenball, den Otele dann direkt verwertet.Albian Ajeti: 1Nachdem er in Lugano nicht im Aufgebot war, ereilt nun Mittelstürmer-Konkurrent Bradley Fink dieses Schicksal. Ajeti hingegen kommt in der 69. für Carlos ins Spiel, um erst dann für viel Aufregung zu sorgen, als diese Partie vor dem Abpfiff steht. Ausfallschritt gegen die Hacke Barbas – und Rot via VAR. Das ist so unüberlegt wie unnötig.Finn van Breemen: –Wird in der 78. für Barisic eingewechselt, um Spielpraxis in der Innenverteidigung zu erhalten. Zu spät für eine Note.Marin Soticek: –Wird in der 78. für Shaqiri eingewechselt, um Spielpraxis in der Offensive zu erhalten. Zu spät für eine Note.Der FC Basel nach dem RestartDen Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenOliver Gut schreibt seit März 2001 für das Sport-Ressort der Basler Zeitung, das er seit 2019 leitet. Vorher für diverse Sportarten zuständig, konzentriert sich der Fricktaler seit 2011 auf den Fussball – und damit hauptsächlich auf den FC Basel. Mehr InfosLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Davide Callà im Interview: «Ich musste beim FC Basel ein Chamäleon sein»

    AboDavide Callà im Interview – «Ich musste beim FC Basel ein Chamäleon sein»Nach dem Cupfinal am Sonntag wechselt der Assistenz­trainer zur National­mannschaft. Ein Gespräch über seine Liebe zum FCB, die vielen Trainer­wechsel und ein zersplittertes Tablet.Publiziert heute um 11:08 Uhr«Wir haben unser Herz an den FCB und Basel verloren.» Der Winterthurer Davide Callà beschreibt die Beziehung, die er und seine Familie inzwischen zum Basler Fussballclub und zur Stadt haben.Foto: Urs Lindt (Freshfocus).Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkDavide Callà, am Sonntag endet mit dem Cupfinal Ihre zweite Zeit beim FC Basel, Sie wechseln danach als Assistenztrainer zur Schweizer Nationalmannschaft. Wie viele Zügelkisten stehen nach drei Jahren im Büro bereit?Keine. Denn ich habe in den vergangenen Tagen Stück für Stück mitgenommen, wenn ich nicht in Basel, sondern in Winterthur schlief.Die Kaffeemaschine steht noch in der Kabine, oder?Da sind inzwischen sogar zwei Kaffeemaschinen. Ich habe auch noch eine automatische angeschafft. Geht es aber um meine Moka, dann ist sie ohnehin allzeit bereit. Sie begleitet mich überallhin: ins Trainingslager, auf Auswärtsreisen, aber auch in die Ferien. Sie wird also am Samstag mit mir nach Bern fahren, den Cupfinal erleben – und dann ab Montag bei der Nationalmannschaft mit dabei sein.Am Montag geht es direkt weiter. Passen Sie bei der zu erwartenden Cupfeier?Es ist ein gedrängtes Programm. Aber eine Feier am Barfi werde ich mir nicht nehmen lassen. Der Cupfinal beginnt ja zum Glück schon um 14 Uhr – da wird es dann auch nicht so spät. Und ich weiss: Wir müssen diese Partie gegen Biel erst spielen und gewinnen, bevor es dazu kommt. Entsprechend gehen wir auch diese Aufgabe mit aller Seriosität an. Aber ich bin überzeugt, dass wir gewinnen. Wir kommen als Schweizer Meister und wollen unbedingt die Saison mit dem Double krönen. Der Gegner kommt aus der Promotion League. Wäre ich nicht überzeugt, würde etwas nicht stimmen.Haben Sie schon realisiert, dass ab Montag ein Schnitt erfolgt, Sie nicht mehr beim FCB sind?Ich war ja im März schon bei der Nationalmannschaft dabei. Das hat geholfen, um das zu realisieren. Der Abschluss mit dem Cupfinal ist nun perfekt. Trotzdem denke ich, dass das letzte Heimspiel am vergangenen Samstag mit der Verabschiedung vor 36’000 Fans noch etwas spezieller war.Wie hat sich das angefühlt?Ich war überwältigt. Normalerweise kann ich ja gut reden. Aber ich habe da am Mikrofon einiges vergessen, das ich eigentlich sagen wollte.Was haben Sie vergessen?Die Liebe, die ich von den Fans des FC Basel spüre, wollte ich in meinen Worten erwidern, da diese auf Gegenseitigkeit beruht. Das habe ich komplett verpasst. Ich bin derjenige, der sich bei ihnen hätte bedanken müssen.Warum?Ich bin in Winterthur geboren und aufgewachsen – aber Basel hat mich adoptiert. Ich fühle mich als Teil der Basler Community. Ich habe hier viele wunderbare Menschen kennen gelernt, habe wunderbare Momente erlebt. Da wird einiges bleiben, obwohl ich gehe. Nicht nur bei mir, sondern bei meiner ganzen Familie. Wir haben unser Herz an den FCB und an Basel verloren.Als Assistenztrainer der Nationalmannschaft werden Sie sicher Zeit finden, Basel ab und an zu besuchen.Hey! Das nennt sich Scouting! Das ist Arbeit, wenn ich dann wieder an FCB-Heimspielen auftauche! (lacht) Ich werde meine Arbeitszeit bei der Nationalmannschaft bestimmt ausfüllen. Ich habe da einiges, was ich mir vorgenommen habe. Da sind Besuche von Spielen, aber auch von Spielern. Aber ich will mich auch immer wieder mit Trainern austauschen. Ich habe ja in den viereinhalb Jahren als Spieler und den drei Jahren als Assistent einige Trainer beim FCB erlebt. Das hat meinen Horizont erweitert.Ist – nicht zuletzt aufgrund Ihrer Vielsprachigkeit – schon vordefiniert, um welche Nationalspieler Sie sich besonders kümmern?Nein, das ist noch nicht besprochen. Es gibt gewisse Nationalspieler, bei denen klar ist, dass diese nicht vom Assistenten, sondern vom Cheftrainer besucht werden müssen. Bei anderen Spielern dürfte die Sprache eine Rolle spielen. Und ab und zu macht es womöglich auch Sinn, dass Murat Yakin und ich gemeinsam hinreisen. Das vertieft ja auch die gegenseitige Beziehung zwischen uns.Wie würden Sie diese Beziehung beschreiben?Wir sind sicher gute Kollegen. Murat Yakin hat mich ja schon als Spieler zum FCB geholt. Wir haben uns schon damals gut verstanden und den Kontakt in der Folge immer gehalten. Ich glaube, wir passen sehr gut zusammen. Muri ist ja als Trainer so etwas wie ein Künstler an der Seitenlinie. Ich bin da eher strukturierter, wie es ein Assistent wohl auch sein muss. Ich denke, dass wir uns sehr gut ergänzen werden.«Muri ist ja so etwas wie ein Künstler an der Seitenlinie.» Davide Callà (rechts) über seinen künftigen Chef, den Schweizer Nationaltrainer Murat Yakin.Foto: Toto Marti («Blick»/Freshfocus)Können Sie sich trotzdem vorstellen, dass Sie eines Tages als Cheftrainer zum FC Basel zurückkehren?Man sagt ja, aller guten Dinge sind drey … Nicht drüü, sondern drey! Das habe ich hier gelernt. Auf jeden Fall kann ich mir vorstellen, nochmals zum FCB zurückzukehren. Aber ob als Cheftrainer, das weiss ich im Moment nicht.Warum wissen Sie das nicht?Weil ich nun doch einiges gesehen habe als Assistent in der vordersten Reihe … Ich durfte gerade in Basel viele Trainer erleben. Das war extrem lehrreich. Aber es hat mir auch aufgezeigt, wie krass brutal dieses Geschäft ist. So eben, dass ich mir die Grundsatzfrage stelle, ob ich das mir und meinem Umfeld zumuten will.Beim FCB waren Alex Frei, Heiko Vogel, Timo Schultz, nochmals Heiko Vogel und schliesslich Fabio Celestini Ihre Vorgesetzten. Meistens muss auch der Assistent gehen, wenn der Chef weg ist. Wie haben Sie es geschafft, all diese Wechsel zu überleben?Ich musste ein Chamäleon sein. Du musst dich immer wieder anpassen. Und gleichzeitig musst du schauen, dass du ein Chamäleon bleibst.Wie meinen Sie das?Auch wenn du dich anpasst, musst du immer dich selbst bleiben. Sonst funktioniert das nicht. Du musst verstehen, dass du – egal, welcher Trainer dich mit welchen Aufgaben und Kompetenzen betraut – am Ende ein Dienstleister bist.Dachten Sie nie: Jetzt ist es mir zu bunt, ich will das nicht mehr?Nein. Denn ich spürte stets das Vertrauen der FCB-Führungsverantwortlichen. Von den Sportdirektoren Heiko Vogel und Daniel Stucki, von David Degen als Präsident sowieso. Hinzu kam die positive Resonanz der Spieler.Wie war es mit den verschiedenen Trainern?Da sind ja nicht nur die Trainer. Ich durfte durch die Veränderungen der jeweiligen Staffs ganz viele neue Menschen kennen lernen. Ich hatte zu allen ein gutes oder sehr gutes Verhältnis. Mit Heiko Vogel und mit Loïc Favé, den Timo Schultz als Assistenten mitbrachte, sind sogar Freundschaften entstanden. Mit beiden tausche ich mich noch immer aus.Heiko Vogel?Ja. Ich habe mit ihm damals eine unglaublich intensive Zeit erlebt, als er erstmals interimistisch von Alex Frei die Trainerposition übernahm. Er war ja immer noch Sportdirektor, hatte folglich zwei Jobs. Um das zu bewältigen, hat er sich voll auf mich verlassen. Er gab mir quasi die Schlüssel zur Mannschaft in die Hand. Ich hatte grosse Kompetenzen – und wir hatten ja dann in der Conference League auch grossen Erfolg, als wir bis in die Halbfinals vorstiessen.Wie schwierig ist es da, danach wieder weniger Einfluss zu haben?Da musst du dann eben Chamäleon sein. Letztlich weisst du, dass ein neuer Trainer meistens mit einem Assistenten kommt, den er kennt und dem er vertraut. Du weisst, dass deine Rolle wieder neu definiert wird und musst bereit sein, diese anzunehmen.So war es zuletzt auch, als Fabio Celestini kam. Liegt es auch an Ihrer Rolle unter ihm, dass Sie nun zur Nationalmannschaft weiterziehen?Das hatte einen Einfluss. Mein Trainerrucksack ist jetzt einfach um einiges praller, als er es bei meiner Ankunft in Basel war. So, dass ich sagen kann: Ich bin nun ein Assistent, der für diese Position sehr vieles mitbringt. Entscheidend ist aber: Wir sprechen hier von der Schweizer Nationalmannschaft. Der A-Auswahl. Fährt dieser Zug einmal an dir vorbei, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass du aufspringst.Zumal dieser Zug bereits zum zweiten Mal an Ihnen vorbeigefahren ist. Das erste Mal durften Sie nicht aufspringen …Ja. Im Winter 2023/24 befanden wir uns im Abstiegskampf. Damals ging es um eine Lösung auf Mandatsbasis, ohne dass ich den FCB verlassen hätte. Mit Blick auf die EM war das reizvoll. Ich besprach das mit Celestini und der Clubführung. Dass man sich in dieser Situation nicht darauf einlassen wollte, war keine Überraschung.Nun wurde zuerst wieder über eine Teilzeitlösung debattiert …… und dieses Mal fehlte mir die Bereitschaft dazu. Mir war klar, dass ich diesen Schritt nur ganz und nicht halb machen werde.Welche Momente aus Ihrer zweiten FCB-Phase werden in besonderer Erinnerung bleiben?Diese zweite Halbzeit in Lugano, mit der wir die Meisterschaft entschieden, ist da dabei. Wann hat es das zuvor schon mal gegeben, dass eine Mannschaft in Unterzahl den Gegner so überfährt? Dann ist da das Spiel in Nizza in der Conference League, das wir zum 2:1 drehten. Aber noch stärker in Erinnerung ist da eine nächtliche Velofahrt durch Basel …Bitte erzählen Sie …Das war ganz am Anfang, nach dem Rückspiel gegen CSKA Sofia in der Conference League. Wir hatten drei Qualifikationsrunden überstanden und die Gruppenphase erreicht. Ich war voller Adrenalin, der Puls wollte nicht runter. Ich fuhr stundenlang durch die Stadt.Was empfanden Sie?Nur Positives. Freude – aber auch Erleichterung, wie ich sie als Spieler so intensiv nie empfunden habe.Warum denken Sie, war das so?Womöglich ist es der Ohnmacht geschuldet, die man während der 90 Minuten empfindet, in denen man eben nicht auf dem Feld steht, sondern nur zuschauen kann. Da erinnere ich mich auch daran, wie mir später in den Achtelfinals in Bratislava bei unserem 2:2-Ausgleich im allgemeinen Jubel das Tablet runterfiel – und danach ein Loch von einem Stollenschuh im zersplitterten Screen war.Der FCB gewann danach im Elfmeterschiessen …… und das Tablet wurde von mir bis zum Saisonende weiter genutzt. Ab und zu hatte ich halt einen kleinen Glassplitter im Finger. Aber das war es auf jeden Fall wert. So wie alles andere es wert war, in diesen drei Jahren.Meister mit dem FC Basel: Davide Callà hat das nun auch noch als Assistenztrainer erlebt – als Spieler stemmte er den goldenen Pokal bereits von 2014 bis 2017 viermal in die Höhe.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Davide Callà und der FC BaselDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenOliver Gut schreibt seit März 2001 für das Sport-Ressort der Basler Zeitung, das er seit 2019 leitet. Vorher für diverse Sportarten zuständig, konzentriert sich der Fricktaler seit 2011 auf den Fussball – und damit hauptsächlich auf den FC Basel. Zudem ist er regelmässiger Diskussionsgast im Fussball-Podcast «Dritte Halbzeit».Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

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    – Alex Frei schmunzelt, Thierno Barry trifft – und die Schweiz feiert einen WeltrekordIm Spiel gegen den FC Aarau kann Thierno Barry seit langem wieder einmal einen Torerfolg verbuchen. Dies, und vieles mehr in der neusten Folge von «BaZ direkt».Publiziert heute um 16:27 UhrAbonnieren Sie diesen Podcast: auf Spotify, Apple Podcast oder Google Podcasts.Freitag ist FCB-Tag bei «BaZ direkt» – heute mit einem bunten Strauss an Themen. Gastgeber Benjamin Wirth begrüsst im Studio Sportredaktor Dominic Willimann, der unter der Woche in Düsseldorf beim Weltrekordspiel der Schweizer Handballer gegen Deutschland weilte. Rückblickend für ihn: «ein wahnsinniges Erlebnis». Die beiden sprechen auch über Rotblau – mögliche Transfers, den Abschied des langjährigen Greenkeepers oder die vergangenen Testspiele gegen Bayern München und Aarau. Während die Basler gegen die Münchner einen Achtungserfolg zu verzeichnen hatten, verlor man gegen das von Alex Frei trainierte Nati-B-Team mit 2 zu 3. Gegen die Aarauer traf indes der oft gescholtene Thierno Barry. Willimann sagt dazu: «Das könnte ein Dosenöffner für ihn sein.»Der Lesestoff zum Thema:«BaZ direkt» – der tägliche PodcastDen Podcast können Sie kostenlos hören und abonnieren auf Spotify oder Apple Podcast. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «BaZ direkt».Benjamin Wirth ist Journalist und Autor. Seit 2019 publiziert er Beiträge in der BaZ.Mehr Infos@beniwirthDominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der BaZ und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut und hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

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    AboNach dem FCB-Sieg gegen GC – Ludovic Magnin zeigt sich erleichtert über einen erkämpften SiegDer FC Basel bezwingt GC mit 2:1 und ist das klar besser Team. Trotzdem muss er zeitweise um die drei Punkte zittern.Publiziert: 02.08.2025, 23:59Ludovic Magnin beim Spiel gegen GC.Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkDer Mann des TagesPhilipp Otele ist der Spieler dieses Spiels. Und er wäre es wahrscheinlich auch gewesen, wenn er nur ein Tor erzielt hätte. Von keinem anderen Spieler auf dem Feld geht eine vergleichbare Gefahr aus. Wenn der 26-jährige Nigerianer an den Ball kommt, darf man immer damit rechnen, dass etwas passiert – aber man weiss nie, was. Manchmal sprintet er mit seinem Tempo die Linie hinunter und schlägt eine Flanke zur Mitte, dann zieht er mit einem Dribbling am Gegner vorbei und spielt einen öffnenden Pass – oder schliesst wie beim 1:0 selbst ab. Und beim 2:1 zeigt Otele, dass er auch per Kopf gefährlich sein kann. Trainer Ludovic Magnin sagt nach dem Spiel, «Er hat es sich verdient, weil er viel für die Mannschaft gearbeitet hat», und stimmt zu, wenn Otele als Man of the Match bezeichnet wird. Dominik Schmid, der mit Otele auf der linken Seite spielt, wählt das Wort «sensationell». Er fügt mit einem Augenzwinkern an, dass er seinen Mitspieler aber auch immer wieder zur Defensivarbeit pushen müsse.Aus Basler Sicht hat es nun eine hohe Priorität, Otele im Club zu halten. Doch die beiden jüngsten Tore zusammen mit den neun Treffern und vier Assists der Rückrunde dürften Begehrlichkeiten geweckt haben. Ende Juni kursierte das Gerücht, dass Sheffield United und Clubs aus der Bundesliga an Otele interessiert sein sollen. Seither war es diesbezüglich ruhig. Das Transferfenster ist in den meisten grossen europäischen Ligen noch bis zum 1. September geöffnet.Die 90 MinutenIm Vergleich zur Niederlage gegen St. Gallen nimmt Ludovic Magnin zwei Änderungen in der Startformation vor. Junior Zé ersetzt den verletzten Bénie Traoré und Metinho spielt für Koba Koindredi. In Sachen Taktik bleibt derweil vieles gleich. Der FCB will dominant sein, läuft gerade zu Beginn sehr hoch an. Doch mit dem Toreschiessen tut sich der FCB trotz hoher Spielanteile und Chancen für 44 Minuten schwer. Erst kurz vor der Pause, GC kam gerade besser ins Spiel, erzielt Philip Otele nach einem Basler Ballgewinn im Mittelfeld das 1:0. Auch danach ist der FCB dominant, doch lässt er zu viele Chancen aus. So kommt GC entgegen dem Spielverlauf in der 69. Minute nach einem Eckball zum Ausgleich. Nur sechs Minuten später ist es erneut Philip Otele, der nach einem Freistoss von Xherdan Shaqiri per Kopf trifft. In der Schlussphase versucht GC noch einmal, nach vorne zu spielen, doch wirkliche Gefahr entsteht nicht.St.-Jakob-Park. – 25’556 Zuschauer. – SR Wolfensberger. Tore: Tore: 45. Otele 1:0 (Schmid). 69. Paskotsi 1:1 (Zvonarek). 75. Otele 2:1 (Shaqiri) FCB (4-2-3-1): Hitz; Tsunemoto, Adjetey, Vouilloz, Schmid; Metinho, Leroy; Zé (55. Kade), Shaqiri, Otele (88. Koindredi); Ajeti (76. Carlos). GC (3-4-3): Hammel; Abels, Decarli, Paskotsi; Marques (55. Giandemonico), Hassane (81. Mantini), Zvoranek, Stroscio (55. Arigoni); Plange, Muci (61. Diarrasouba), Jensen. Bemerkungen: FCB ohne Van Breemen, Traoré und Rüegg (alle verletzt), Spycher, Pfeiffer; Asiedu, Akahomen, Bacanin, Essiam, Kacuri und Gauto (alle kein Aufgebot). – Ersatzbank FCB: Salvi; Soticek, Sigua, Barisic, Cissé, Eduardo. – Verwarnungen: 13. Hasane (Foul). 24. Muci (Foul). 29. Decarli (Foul). 58. Otele (Unsportlichkeit). 78. Paskotsi (Foul). – Startelfdebüt von Junior Zé. – Xherdan Shaqiri wurde vor dem Spiel als Torschützenkönig der vergangenen Saison geehrt.Die UnparteiischenBei den grossen Entscheidungen liegen die Unparteiischen um Schiedsrichter Sven Wolfensberger richtig. So wurde das 1:0 von Philip Otele trotz Reklamationen richtigerweise nicht vom VAR zurückgenommen. Korrekt ist auch, dass Xherdan Shaqiri in der 58. Minute keinen Penalty zugesprochen bekommt. Der Basler Captain macht zu viel aus dem Halten von Imourane Hassane. Eine tadellose Leistung der Unparteiischen war das allerdings nicht. Da waren zu viele kleine Entscheidungen, die bei genauerem Hinschauen Diskussionsbedarf bieten.Die Stimme zum SpielTrainer Ludovic Magnin sagt nach seinem ersten Sieg als FCB-Trainer: «Ich bin erleichtert – als neuer Trainer braucht man den ersten Sieg. Dieser war erkämpft, aber wenn man die Statistik anschaut, muss man nicht darüber diskutieren, dass er verdient war.»Gerade in der ersten Halbzeit habe man auf ein Tor gespielt, gepowert und viele Torchancen erarbeitet. Jedoch fehle im Abschluss weiterhin die Sauberkeit.Das FazitDer FC Basel gewinnt das zweite Saisonspiel gegen GC. Das ist gut. Die Art und Weise, wie er das tut, weiss jedoch nicht vollends zu überzeugen. Als Double-Sieger mit dem Meistertitel als Ziel muss der Anspruch sein, dieses GC deutlich zu bezwingen. Doch vor allem die Effizienz, aber auch das Verteidigen beim Eckball, der zum Gegentreffer führt, geben Fragen auf. Gut vorstellbar, dass eine solche Leistung – trotz des dominanten Auftritts – gegen YB nicht zum Sieg reichen würde.So geht es weiterDas nächste Spiel bestreitet der FC Basel bereits am kommenden Mittwoch um 20.30 Uhr (BaZ-Liveticker) im Joggeli gegen YB. Die Berner haben ihr erstes Spiel gegen Servette gewonnen, doch gegen Winterthur kamen sie jüngst nicht über ein 1:1 hinaus.Der Saisonstart des FC Basel:Diesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenDominic Willimann ist 1979 geboren. Er ist seit 2007 Sport-Redaktor der Basler Zeitung und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist der in der Stadt Basel aufgewachsene Journalist seit seiner Jugend mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut, über den er heute regelmässig berichtet. Und: Er hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst.Mehr InfosLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare