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Celestini holt zum Start der Rückrunde sieben Punkte

Patrick Rahmen und Fabio Celestini (links) beim Spiel zwischen Winterthur und Basel am Dienstagabend.

Auf die Frage, was ihn mehr freue, dieser Sieg gegen den FC Winterthur oder die beiden Tore von Thierno Barry, antwortet FCB-Trainer Fabio Celestini am Dienstagabend: «Beides.»

Klar. Denn beides kann sehr wichtig für den weiteren Verlauf der Saison sein. Winterthur ist ein direkter Konkurrent im Rennen um Platz sechs. Und sollte es sich bei Barrys Toren tatsächlich um einen «Knotenöffner» gehandelt haben, hätte der FCB doch noch den Stürmer gefunden, den er schon die ganze Saison über gesucht hatte.

Das 3:1 ist der zweite Ligasieg in Serie für den FCB. Das gab es zuletzt im April 2023. Und darüber hinaus sichert dieses Ergebnis den Baslern die Punkte fünf, sechs und sieben in diesem Jahr. Das kann von den übrigen Super-League-Mannschaften nur noch der Servette FC erreichen, sollte er am Mittwochabend gegen St. Gallen gewinnen.

Marcel Koller startete mit drei FCB-Siegen

Aber auch für Celestini selbst ist es eine bemerkenswerte Marke. Denn sieben Punkte aus den ersten drei Spielen nach der Winterpause, das gelang vor ihm schon länger keinem FCB-Trainer mehr. Alex Frei startete vor einem Jahr mit einem Unentschieden und zwei Niederlagen in die Liga-Rückrunde, zwischen die sich ein Cup-Sieg gegen GC schob. Danach wurde er entlassen, und Heiko Vogel übernahm interimistisch bis zum Sommer.

Eine Saison zuvor führte Patrick Rahmen den FCB in die Rückrunde. Seine Bilanz aus den ersten drei Spielen: ein Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage. Danach erhielt er noch ein Spiel, bevor er entlassen wurde und Guillermo Abascal übernahm.

Zu Beginn des Jahres 2021 hiess der FCB-Trainer Ciriaco Sforza. Auch er startete mit vier Punkten in die Rückrunde. Das reichte bei ihm, um bis im März Trainer zu bleiben, ehe dann Patrick Rahmen übernahm.

Der letzte Trainer, dem der Start in die Rückrunde gelang, damals sogar mit dem Maximum von neun Punkten, war Marcel Koller. Und zwar in der Saison 2018/19, seiner ersten Saison als FCB-Trainer. Das ist mittlerweile fünf Jahre her. Damals stand der FCB im Januar auf Platz zwei und beendete die Saison auf ebendiesem.

Der FC Basel nähert sich der Championship Round

Wohin der gute Start führen wird, ist noch offen. Gut möglich, dass es für den Einzug in die Championship Round reicht, wenn es nach 33 Spieltagen zum Cut kommt. Vielleicht erlaubt die Form der Basler, sollte sie denn so gut bleiben, am Ende der Saison gar einen Blick auf die internationalen Plätze.

Und Celestini? Sein Vertrag läuft Stand jetzt bereits im kommenden Sommer aus. Eine vorzeitige Verlängerung wäre allerdings keine Überraschung, sollten dem gelungenen Auftakt ins neue Jahr noch weitere Siege folgen.

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Celestini gibt sich nicht wirklich optimistisch: «Ich zweifle noch daran, dass das Training stattfindet.»FCB-Trainer Fabio Celestini schreit und hüpft nicht weniger als seine Spieler.Foto: Urs Lindt (Freshfocus)Der FC Basel ist Schweizer MeisterDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenOliver Gut schreibt seit März 2001 für das Sport-Ressort der Basler Zeitung, das er seit 2019 leitet. Vorher für diverse Sportarten zuständig, konzentriert sich der Fricktaler seit 2011 auf den Fussball – und damit hauptsächlich auf den FC Basel. Zudem ist er regelmässiger Diskussionsgast im Fussball-Podcast «Dritte Halbzeit».Mehr InfosDominic Willimann ist seit 2007 Sport-Redaktor der Basler Zeitung und kennt den regionalen Sport aus dem Effeff. Ebenso ist er seit seiner Jugend mit den Geschehnissen rund um den FC Basel vertraut, über den er heute regelmässig berichtet. Und: Er hat seit 2007 kein Eidgenössisches Schwingfest verpasst.Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare