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Beachtlicher Einstand: Der FCB hat ein Sturm-Duo, das bald getrennt werden könnte
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FC Basel nach 8 Runden: Wer bei Ludovic Magnin in der Stammelf steht – und wer dahinter lauert
ByRSSDer Konkurrenzkampf beim FCB hat erste Gewinner und Verlierer hervorgebracht. Eine Auslegeordnung zur Länderspielpause.
Saisonstart der Super League: Fragen um Shaqiri, «Skandalprofi» als Hoffnungsträger – und hilft YB dem FC Thun wieder?
ByRSSAboSaisonstart der Super League – Fragen um Shaqiri, «Skandalprofi» als Hoffnungsträger – und hilft YB dem FC Thun wieder?Die höchste Schweizer Liga ist zurück aus der Sommerpause – mit etlichen Problemzonen und einigen neuen Gesichtern. Die Brennpunkte der zwölf Teams.Publiziert heute um 15:00 UhrLuganos neuer Stürmer Kevin Behrens redete sich mit homophoben Äusserungen in Deutschland ins Abseits.Foto: ImgaoJetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkFC Basel: Shaqiri und die FragezeichenWie immer dreht sich beim FC Basel vieles um Xherdan Shaqiri. Da ist die Frage, ob der neue Trainer Magnin den Draht zum Leader findet. Da weiss keiner, wie der bald 34-Jährige die Zusatzbelastung verkraftet, die der Europacup mit sich bringt. Da ist offen, wie gut die Mannschaft ohne Shaqiri funktioniert, sollte dieser eine Pause benötigen oder gar verletzt ausfallen. Da ist ein defensives Mittelfeld hinter dem Star, das diesem ohne den selbstlos agierenden Leon Avdullahu (zu Hoffenheim), aber dafür mit Koba Koindredi (von Lausanne) den Rücken freihalten soll. Und auch wenn das alles funktionieren sollte, bleibt noch dies: Kann Shaqiri noch so stark performen wie in der vergangenen Traumsaison, die das Double brachte? (olg)Servette: Die TrainerfrageKommission, Sportchef, Kommission, Sportchef und jetzt wieder eine Kommission – in Genf scheint der mächtige Mann, Didier Fischer, nicht so genau zu wissen, was er will. Darum hat der bisherige Sportchef René Weiler aufgegeben, weil er nichts mit einer Sportkommission (unter anderem mit dem vor zwei Jahren als Trainer weggeschickten Alain Geiger) anfangen kann. Mit Weiler hat Thomas Häberli seinen wichtigsten Fürsprecher verloren. Zudem muss sich der Trainer damit arrangieren, dass im Sturm die Abgänge von Kutesa und Crivelli bislang nicht aufgefangen worden sind. Gelingt ihm kein guter Start, könnte seine Position sehr schnell in Gefahr geraten. (ths.)YB: Die lange Berner Streichliste – minus CamaraAn dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosNoch immer umfasst das Kader über 30 Spieler. Streichkandidaten gibt es viele, darunter prominente Namen wie Kastriot Imeri, David von Ballmoos und Meschack Elia. Mit Mohamed Ali Camara hat ein solcher YB mittlerweile verlassen. Sein Wechsel zu Maccabi Tel Aviv sorgt aber in Zeiten von Israels Krieg in Gaza für Kritik. Im Vorjahr verkündete YB, keine Transfers ihrer Spieler nach Russland zuzulassen. Der Sportverantwortliche Christoph Spycher sieht keine Parallelen, er sagt: «Die Ausgangslage in Israel ist anders als in Russland. Der Israelkonflikt ist für mich einer der kompliziertesten überhaupt.» Zudem habe Camara enge Verbindungen zu diesem Land. Er war einst von da nach Bern gekommen. (gvb)Lugano: Der vorbelastete HoffnungsträgerEr also soll der Torjäger sein, den der FC Lugano letzte Saison so schmerzlich vermisste: Kevin Behrens heisst er, Deutscher, 34-jährig. So die nüchternen Fakten. Aber nüchtern ist rund um Behrens wenig, seit letztem Herbst ist sein Name emotional aufgeladen, weil er sich homophob äusserte. Das brachte ihm, der 2023 für Union Berlin in der Champions League gespielt und im deutschen Nationalteam debütiert hatte, den Ruf des Skandalprofis ein und beschleunigte seinen Abstieg in Wolfsburg. Zuletzt war er vertragslos. Er sagt: «Es war keine leichte Zeit, es gab viel Wirbel. Aber ich habe meine Strafe bekommen.» (dwu)Lausanne: Zeidler – und dann?So hat man ihn in der Schweiz kennen gelernt: Trainer Peter Zeidler ist neu bei Lausanne unter Strom.Foto: Pascal Muller (Freshfocus)Eigentlich war Peter Zeidler nie weg, mal abgesehen von den drei Monaten, die er als Trainer in Bochum verbrachte. Wurde in der Super League ein Posten frei, gehörte sein Name jeweils zu den ersten, die aufploppten. Ob beim FC Basel oder bei GC, ja sogar rund um YB wurde er zum Thema, obwohl bekannt sein müsste, dass ihn die Berner Führung nicht besonders mag. Zeidler schien die Spekulationen zu geniessen, ja, er schien sie mit seinen regelmässigen Stadionbesuchen gar befeuern zu wollen. Jetzt ist der frühere Französischlehrer wieder da, als Nachfolger von Magnin. Bei einem Club, der zum Sparen angehalten ist und wichtige Kräfte verloren hat. Das macht Zeidler sogleich zum Hoffnungsträger. (dwu)Luzern: Frick ist erhört wordenAn dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosMario Frick ist keiner, der um den heissen Brei herumredet. Das hebt den Luzerner von anderen Trainern ab. Letzte Woche sagt er der «Luzerner Zeitung»: «Wir brauchen mehr Qualität.» Was er meint: Der FCL hat mit Beloko den Vorkämpfer, mit Stankovic den Strategen und mit Klidjé den besten Stürmer verloren. Gekommen ist da erst Adrian Bajrami, ein albanischer Nationalspieler mit Schweizer Bezug. Aber mittlerweile dürfte Frick zufriedener sein, in diesen Tagen sind auch Matteo Di Giusto und Julian von Moos dazugestossen. (dwu)FCZ: Zwischen Anspruch und WirklichkeitDie Ziele der Zürcher bleiben hoch. Präsident Ancillo Canepa spricht trotz zahlreicher Abgänge vom Europacup, Leistungsträger Steven Zuber setzt noch einen drauf: «Wir als FCZ dürfen kein anderes Ziel haben als die Top 3.» Die finanziellen Mittel sind aber begrenzt, die neue Philosophie mit vielen jungen Spielern aus der eigenen Akademie wird daher konsequent verfolgt. Das kann für positive Überraschungen sorgen, aber auch für grössere Leistungsschwankungen. Die Fallhöhe zwischen Ansprüchen und Realität könnte so im Verlauf der neuen Saison erneut zu einem unangenehmen Thema werden. (lob)St. Gallen: Druck auf den SportchefWie lange darf er noch für den FC St. Gallen telefonieren? Roger Stilz muss nun Antworten finden.Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)Vor eineinhalb Jahren wurde Alain Sutter als Sportchef entmachtet und durch Roger Stilz ersetzt. Wirklich geändert hat sich seither in St. Gallen trotzdem nichts. Stilz’ Glück in seiner ersten ganzen Saison als Sportchef war der Einzug in die Gruppenphase der Conference League. Dieser Erfolg überdeckte die mässige Bilanz in Liga und Cup. Auf Stilz fallen schlechte Personalentscheide wie der Rentenvertrag für Quintilla oder die Verpflichtung von Csoboth zurück. Zudem ist es ihm nicht gelungen, einen Spieler zu holen, der die eklatanten Schwächen in der Offensive beheben könnte. Nicht verwunderlich ist darum, dass bereits Namen möglicher Nachfolger (Jurendic, Kaiser etc.) im Umlauf sind. (ths.)Sion: Constantins ForderungDass sich Christian Constantin über alle moralischen Grundsätze hinwegsetzen und seine Mannschaft zu einem Testspiel nach St. Petersburg schicken kann, sollte nicht überraschen. Schon überraschender ist, wie viel Zuneigung er diesmal für seinen Trainer aufbringt. Ein anderer als Didier Tholot jedenfalls hätte die vielen Tiefs der letzten Saison nicht im Amt überstanden. Nur sollte sich der knorrige Franzose nicht darauf verlassen, dass es nach zwei Jahren immer so weitergeht. Constantin verlangt bessere Leistungen und Platz 6. (ths.)Winterthur: Ein Transfer als SinnbildAn dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.Cookies zulassenMehr InfosDrei Saisons hat sich der FCW schon in der Super League gehalten. Das ist eine stolze Bilanz angesichts seiner beschränkten finanziellen Mittel – und jetzt ist das Motto der Besitzer: sparen. Darum soll das Budget von 16 auf 14 Millionen Franken gekürzt werden, wovon noch rund 5,5 Millionen für Spieler und Trainer bleiben. Sportchef Oliver Kaiser muss schon froh sein, einen Stürmer wie Brian Beyer verpflichten zu können. Beyer kommt von Biel aus der Promotion League. Immerhin ist er ein bulliger Arbeiter, der zum Ethos eines Clubs passt, für den der Ligaerhalt erneut ein Triumph wäre. Dazu kommt Théo Golliard von YB – und hat die undankbare Aufgabe, Matteo Di Giusto zu ersetzen. (ths.)GC: Das zweifelhafte KaderIrgendwie ist alles wie immer. Und doch anders. Umbruch, GC-like, so ist das mittlerweile nun einmal in der Sommerpause. Aber die Gesichter dieses Umbruchs sind neu, der Sportchef heisst Alain Sutter und der Trainer Gerald Scheiblehner. Es kam so mancher Spieler, darunter ein 16- und ein 17-jähriger Italiener (Pantaleo Creti und Matteo Mantini), eine Bayern-Leihgabe (Jonathan Asp Jensen), ein Rückkehrer (Allan Arigoni) und einer, der einst in der Arsenal-Jugend spielte (Luke Plange). Ist das Kader stärker als letzte Saison? Zweifel sind berechtigt. Sutter sagte kürzlich, die Planung sei so gut wie abgeschlossen. Das Ziel muss sein: nicht wieder bis zum Ende zittern. (mro)Thun: Eilt YB wieder zu Hilfe?Es war eine fruchtbare Zusammenarbeit. YB lieh dem kleinen Kantonsrivalen hin und wieder einen Spieler aus, im Gegenzug bedienten sich die Stadtberner im Kader der Thuner: Sékou Sanogo, Renato Steffen und Christian Fassnacht sind nur drei Beispiele. Doch mit dem Abstieg der Oberländer aus der Super League 2020 nahmen auch die Geschäftsbeziehungen ab. Nun ist der FC Thun zurück – mit einer Mannschaft, bei der fraglich ist, ob sie für die höchste Liga taugt. Aber vielleicht kommen noch ein, zwei Verstärkungen aus dem XXL-Kader von YB. Sportchef Dominik Albrecht jedenfalls liebäugelt damit. (dwu)Mehr zum Wiederbeginn in der Super League:Mehr Inhalte aus der SonntagsZeitung erhalten Sie auch in der aktuellen Ausgabe des E-Papers. Jeden Sonntagmorgen erhalten Sie zudem die Highlights der Chefredaktion als Newsletter. Diesen können Sie hier abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
Wiedersehen mit Rotblau: Benjamin Kololli: «Ich sage: FC Basel, du bist schuld»
ByRSSAboWiedersehen mit Rotblau – Kololli: «Ich sage: FC Basel, du bist schuld»Nun bei Sion unter Vertrag, spricht Benjamin Kololli über die «tote» FCB-Mannschaft, zu der er stiess, und sagt, wo er die wahren Schuldigen einer verhängnisvollen Nacht im Ausgang sieht.Publiziert heute um 11:43 Uhr«Der FC Basel hat mir die Schuld in die Schuhe geschoben», sagt der ehemalige FCB-Akteur Benjamin Kololli.Foto: Claudio De Capitani (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkBenjamin Kololli, kürzlich sagten Sie, die Rückkehr vom FC Basel zum FC Sion sei eine der besten Entscheidungen Ihrer Karriere gewesen. Wie meinen Sie das?Für mich ist es einfach super hier. Ein Hauptgrund ist die Nähe zur Familie. Ich habe zwei Töchter, die jüngere ist acht Monate alt, und lebe mit meiner Frau hier im Wallis inmitten von Leuten, die ich kenne. Meine Eltern, mein Bruder, mein Geburtsort – das alles ist nun sehr nah zusammen. Ausserdem sind die sportlichen Leistungen, die ich hier gezeigt habe, wohl mit die besten überhaupt in meiner Karriere.Wollen Sie damit sagen, andere Karriereschritte waren weniger glücklich – zum Beispiel der Wechsel zum FC Basel im Dezember 2023?Nein, überhaupt nicht. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, für den FC Basel spielen, ist das eigentlich immer die beste Entscheidung, die man treffen kann.Ihre Ankunft in Basel war jedoch von Zweifeln begleitet. Nicht nur werweisste man über Ihre Form, spielten Sie zuvor doch in der zweiten japanischen Liga. Auch wurden Vorwürfe zu homophoben Aussagen in Ihrer Vergangenheit medial aufgegriffen. Wie erlebten Sie diese Phase?Persönlich genommen habe ich das nicht. Ich nahm mir einfach vor, zu beweisen, dass es anders ist, als die Kritiker denken. Erstens, dass ich kein homophober Mensch bin, und zweitens, dass ich das Niveau habe, das es für die Schweiz braucht. Zu Zweiterem muss man sagen: Die japanische Liga ist wirklich sehr gut. Wäre sie in Europa, würde sie in meinen Augen zu den Top-5-Ligen zählen …Das meinen Sie ernst?Ja! Hier in der Schweiz ist das Niveau fern gelegener Länder nicht so bekannt. Aber glauben Sie mir, die erste japanische Liga – dort habe ich ja angefangen zu spielen, bevor wir abgestiegen sind – ist mit Abstand besser als die Schweizer Super League. Mit Abstand.Dennoch standen da noch die Vorwürfe wegen Homophobie im Raum. Wurden die beim Wechsel zum FC Sion eigentlich in ähnlichem Ausmass diskutiert wie in Basel?Überhaupt nicht, das war hier kein Thema. Auch als ich vor einigen Jahren zum FC Zürich wechselte, hat niemand etwas zu diesem Video gesagt. Mein Berater meinte deswegen auch zu mir: Benji, das passiert nur beim FC Basel.Und warum denken Sie, dass dem so ist?Keine Ahnung. In Basel wird alles angeschaut, was hinter einem liegt, weil es irgendwie interessiert. Doch am Ende haben mich die Leute ja geliebt und gesehen, dass ich kein Homophober bin. Und wenn man dieses Video schaut und gut Französisch spricht, merkt man ja, dass ich gar nichts Homophobes gesagt habe.Sie bereuen Ihre Worte also nicht, sondern sehen das Ganze eher als ein grosses Missverständnis.Ja, ganz klar.Im Januar 2024 schoss Kololli den FC Basel im St.-Jakob-Park zum 1:0-Sieg über YB.Foto: Toto Marti (Freshfocus)Beim FC Basel waren Sie jedenfalls ein stabilisierendes Element, in Erinnerung bleibt beispielsweise Ihr Siegtreffer beim 1:0-Heimsieg gegen die Young Boys. Hatten Sie den Eindruck, dass Ihre Leistungen ausreichend gewürdigt wurden?Ja, dieses Gefühl habe ich schon. Mein Job war es, dem Team zu helfen, aus dieser Scheisssituation herauszufinden, und das haben wir geschafft. Gleich bei meiner Ankunft sagte mir Fabio Celestini ja, dass die Mannschaft tot sei und dass es meine Aufgabe sei, zu …Moment. «Tot»?Ja sicher, zumindest in der Garderobe war sie tot. Niemand hat geredet, alle waren am Handy. Eine der Massnahmen von Celestini war dann, die Handys aus der Garderobe zu verbannen. Er hat die Mannschaft gut gespürt. Meine Rolle war es jedenfalls, als erfahrener Spieler in der Garderobe etwas zu bewirken, die Leute zusammenzubringen.Die Frage nach der Anerkennung Ihrer Leistungen stellt sich ja auch deshalb, weil Sie in der Saison darauf sehr schnell auf dem Abstellgleis gelandet sind. Fanden Sie dieses Vorgehen fair?Fair … (lacht) Klar ist das unfair, aber als Fussballer muss man das akzeptieren. Jeder Verein hat Ziele, und wenn man als Spieler nicht mehr in dieses Konzept passt, dann muss man weg.Das haben Sie für sich so beschlossen?Ja. Es gibt Situationen, in denen man den Trainer noch von sich überzeugen kann. Beim FCB war das aber nicht möglich. Ich war alt, Shaqiri war da, und der Club wollte auf die jungen Spieler setzen. Natürlich war das eine harte Erkenntnis: Ich wurde gebraucht, als die Situation schlecht war – doch als man mit den Erlösen aus den Transfers von Thierno Barry und Renato Veiga plötzlich 30 Millionen mehr in der Kasse hatte, sah die Welt mir gegenüber dann natürlich anders aus. Doch das muss man akzeptieren.Für Aufsehen sorgte zuvor jedoch jene Nacht, in der Sie und andere Spieler wenige Tage vor Saisonstart im Ausgang gesichtet wurden. Kurz darauf verlor der FCB in Lausanne mit 2:3. Nun mit etwas Abstand betrachtet: Hat dieser Vorfall den Anfang vom Ende Ihrer Zeit in Basel eingeläutet?So würde ich das nicht sagen. Thierno Barry beispielsweise war an diesem Abend ja auch dabei und wurde dennoch erfolgreich verkauft. Meiner Ansicht nach wäre meine Zeit in Basel ohne diesen Vorfall gleich verlaufen.Dann bereuen Sie diesen Ausgang nicht?Nein, überhaupt nicht. Denn aus meiner Sicht hat der FC Basel da etwas falsch gemacht.Wie bitte?Das Ganze begann ja an einem Mannschaftsabend, den der FC Basel organisiert hatte, und zwar drei Tage vor Saisonbeginn. Da muss man doch damit rechnen, dass die Spieler später weiterziehen. Für den Club ist es im Nachhinein natürlich einfach zu sagen: Ihr Spieler, die da weitergegangen seid, seid an allem schuld. Ich finde: Nein, FC Basel, du bist schuld, weil du zuerst diesen Abend organisiert hast! Das würde keine andere Mannschaft im Profibereich zu diesem Zeitpunkt machen.Tatsächlich standen Sie dann im Zentrum einer Aufmerksamkeit, die negativ geprägt war. Sie sehen es aber eher so, dass der Club Ihnen die Schuld in die Schuhe geschoben hat?Genau! Klar, gegen Lausanne haben wir verloren, wir waren nicht bereit. Darauf hiess es dann, wir – als die sechs bis sieben Spieler, die an jenem Abend dabei waren, darunter ich und Thierno Barry – seien die Ursache aller Übel. Allerdings: Barry hat in diesem Spiel zwei Tore erzielt. Kann man dann wirklich sagen, die Schuld liegt bei ihm? Ich möchte hier keine Ausreden suchen, wirklich nicht. Aber für mich ist der erste Schuldige der FC Basel. Er hat das organisiert.Der FC Basel hat das Teamfest zu Beginn des Abends organisiert, nicht den Ausgang …Ja, aber damit hätte er rechnen müssen. Wir waren in der Sandoase bei einem Barbecue. Als es später wurde, vielleicht 21 Uhr, war doch klar, dass ein paar Spieler noch weitergehen würden. Meiner Ansicht nach ist es für die Stimmung innerhalb eines Teams sogar gut, wenn gemeinsam etwas unternommen wird. Wenn ich Trainer wäre und nach einem Mannschaftsabend sehen würde, wie alle auf direktem Weg nach Hause gehen, würde ich denken: Da läuft etwas falsch in meinem Team. Und damit meine ich überhaupt nicht die Art von Ausgang, bei der man sich bis um 5 Uhr morgens volllaufen lässt. Wir hatten ein, zwei Getränke und gingen um knapp 1 Uhr wieder nach Hause. Die Aussagen, dass wir die ganze Nacht gefeiert hätten, stimmen nicht. Aber ja, der FC Basel hatte dann seinen Schuldigen ja bereits gefunden …Nämlich Sie.Das fand ich sehr egoistisch vom FCB. Eigentlich müsste man seine Spieler schützen. Da ist es für mich zu einfach, nur den anderen die Schuld zu überlassen. Ich sage, FC Basel, du bist schuld, weil du dieses Fest zu jenem Zeitpunkt organisiert hast.Geht man denn in Sion anders mit solchen Situationen um?Ja, schon. Was man am Mittwochabend gemacht hat, interessiert die Leute hier nicht.Nun sind Sie mit dem FC Sion bei einem Club, der für Menschen aus der Deutschschweiz zuweilen schwer zu greifen ist. Sie aber kennen beide Seiten, sind in Aigle geboren, spielten nun aber auch für Städte wie Zürich, Basel und Bern. Was macht den FC Sion aus?Der FC Sion ist ein leidenschaftlicher Familienclub. Und ja, unser Präsident prägt uns natürlich auch. Alle kennen ihn, und er tut alles für die Mannschaft. Wir sind alle wie Söhne unseres Präsidenten. Das ist von aussen schwierig zu verstehen. Er ist da für uns, wie ein Vater von uns allen.Das klingt ja schon speziell. Kaum jemand würde in Basel sagen, David Degen ist wie eine Vaterfigur für die Spieler …Ja, absolut, und mir ist bewusst, dass das irgendwie komisch und lustig klingt. Aber doch ist es irgendwie so. Man darf das nicht schlecht aufnehmen. CC (Christian Constantin, Präsident des FC Sion, Anm. d. Red) ist einfach CC. (lacht)Nun gibt es Stimmen, die dem FC Sion in dieser Saison zutrauen, für eine Überraschung zu sorgen. Wie sehen Sie das?Das sehe ich genauso. Wir haben eine gute Mannschaft, zudem ist unser Präsident ruhiger geworden. Wir möchten es in die Top 6 schaffen, ein besseres Resultat nehmen wir natürlich auch. Wir ziehen hier alle am gleichen Strang, das macht uns stark.Und sollten Sie nun am Samstag gegen den FCB drei Tore schiessen, wie jubeln Sie dann?Nicht so wie gegen andere Teams, denn ich bin dankbar für meine Basler Zeit. Vielleicht juble ich auch gar nicht. Ich freue mich darauf, einige Kollegen vom FCB wiederzusehen. Für Samstag gilt aus meiner Sicht: Möge der Bessere gewinnen.Der FC Basel verpasst die Champions LeagueNewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare
Personalupdate beim FCB: Verpasst Marwin Hitz sein erstes Ligaspiel der Saison?
ByRSSDer Basler Goalie wurde am Donnerstag wegen Schmerzen ausgewechselt. Nun
Podcast zum Schweizer Fussball: «Schafft Celestini als erster Trainer unter Degen eine ganze Saison?»
ByRSSDieser Artikel wurde von BAZ publiziert. – «Schafft Celestini als erster Trainer unter Degen eine ganze Saison?» Erfüllt Patrick Rahmen die Berner Hoffnungen? Wird Fabio Celestini zum dienstältesten Trainer unter David Degen? Was ist von der FCZ-Transferoffensive zu halten? Und was von der Untätigkeit bei GC? Hören Sie die «Dritte Halbzeit». Publiziert heute um 18:23…

