Einen Tag nach dem Ausscheiden in der Europa-League ist die Niederlage noch nicht verdaut. Der FCB gibt sich selbstkritisch.

Die Niederlage und das damit verbundene Aus in der Europa League schmerzt Rotblau auch am Tag noch enorm und lässt die Emotionen hochkochen. Trotzdem dreht sich die Fussball-Welt weiter. Trainer Ciriaco Sforza hat das Spiel gemeinsam mit den Spielern analysiert und positives, wie negatives erkannt. «Es war nicht alles schlecht. Wir haben sehr gut begonnen, kamen zu Torchancen konnten diese aber leider nicht verwerten. Wir gingen 1:0 in Führung und dann haben wir die Ordnung verloren. Das darf nicht passieren», so der Trainer an der Pressekonferenz vom Freitag. Nun schaut man beim FCB wieder nach vorne – in das was übrig bleibt – in Richtung Meisterschaft.

Die Stützen fehlen

Mit Taulant Xhaka und Luca Zuffi fehlen dem FCB schon länger zwei wichtige Akteure im Mittelfeld. Gerade dort ist der FCB momentan dünn besetzt, so dass Fabian Frei seit Wochen die Fäden ziehen muss. Ciricao Sforza will das zwar nicht als Ausrede nehmen, betont aber immer wieder dass diese Absenzen Gewicht haben. Auch ohne Teilnahme in der Europa–League möchte der FC Basel die Mannschaft aber wie sie im Moment aufgestellt ist behalten. «Es liegt nur bei einem Spieler eine halb offizielle Offerte vor», gibt Roland Heri bekannt.

Vorfreude auf Zuschauer

Am Sonntag geht es in der Super–League weiter. Es ist das erste Spiel mit mehr als 1’000 Zuschauer seit dem Lockdown im März. Als erster Veranstalter eines Grossanlasses lastet grosse Verantwortung auf dem FCB. Obwohl mit den Schutzmassnahmen rund 17’000 Zuschauer ins Joggeli dürften sind bis Donnerstag Abend erst 9’500 Tickets verkauft worden. Bei vielen ist immer noch eine grosse Skepsis vorhanden, sagt CEO Roland Heri und appelliert an die Vernunft bei denjenigen die am Sonntag ins Stadion kommen. Finanziell lohnt es sich noch nicht, das sei bei dem Spiel auch zweitrangig. Es geht um die Freude wieder live vor Ort dabei zu sein. Diese Freude spürt man auch bei Ciriaco Sforza: «Ja ich freue mich. Vor allem auf unsere tollen Fans, ich hoffe auf ein tolles Publikum mit toller Unterstützung wie immer. Das ist auch für die Spieler sehr wertvoll.»

Neue Einnahmequellen gesucht

Einnahmen durch die Zuschauer bleiben vorerst also aus, ebenso wie Prämien durch die UEFA. Geld welches nun fehlt in der sowieso schon knappen Kasse. Die Einnahmen aus Champions– und Europa–League sind ein Bestandteil des Geschäftsmodells beim FCB, trotzdem gibt es kein Grund zur Sorge sagt CEO Roland Heri. Auch wenn man sich nun nach alternativen umsehen wird, einen Ausverkauf der Spieler gibt es nicht. «Wir sind kein Warenhaus. Es ist sicher nicht so, dass wir Spieler zu uninteressanten Konditionen abgeben werden», so Roland Heri.

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