Der FC Basel qualifiziert sich gegen Anorthosis Famagusta für die Playoffs der Europa League. Ciriaco Sforza ist zufrieden – trotz der Zitterei nach der Pause.

Der FC Basel zeigte gegen Anorthosis Famagusta mal wieder seine zwei Gesichter. In der ersten Halbzeit dominierte Rotblau die Partie und ging mit drei Toren in Front.

Nach der Pause dann der beinahe schon gewohnte Leistungsabfall bei Rotblau. Am Ende können sich die Basler gerade noch über die Ziellinie retten. «Das Wichtigste ist: Wir haben die nächste Runde erreicht», so Ciriaco Sforza nach der Partie.

Dennoch, sein Team hat ihm im Verlauf des Abends genügend Denkanstösse gegeben. «In den ersten 25 Minuten haben wir gesehen, wozu dieses Team fähig ist – mit und ohne Ball. Tempofussball, Aggressivität und Laufbereitschaft. Die Führung war völlig verdient. Was nachher passiert ist, hat mir überhaupt nicht gefallen», so Trainer Sforza.

Eine Frage der Disziplin

Unnötige Gegentore. Eine Frage der Konzentration und Disziplin, meint Ciriaco Sforza und nimmt seine Spieler in die Pflicht: «Jeder Spieler muss über seine eigene Leistung nachdenken». Der FC Basel scheint aktuell nicht in der Lage zu sein, über die gesamte Spieldauer den nötigen Biss zu zeigen. Alles könne aber auch noch nicht perfekt laufen, meint Sforza: «Wir hatten keine richtige Vorbereitung. Es ist ein anderes System und damit eine Umstellung für die Spieler. Aber die Mentalität: Wir dürfen einfach nicht nachlassen. Wir müssen durchziehen. Das hat mit Disziplin zu tun».

Der Pechvogel des Abends war Youngster Julian Von Moos. Der Flügelspieler wurde nach rund einer Stunde eingewechselt. Nur eine halbe Stunde später flog er bereits wieder mit zwei gelben Karten vom Platz. «Er war vielleicht ein bisschen überhastet und hektisch. Ich habe ihm gesagt, dass er aus diesen Situationen lernen muss. Auch wenn man gerade enttäuscht und traurig ist. Aber nur so wird man stärker», so Sforza.

Alderetes Schuh-Ausflug

Für den Aufreger des Abends sorgte allerdings FCB-Verteidiger Omar Alderete. Der Abwehrchef sah die gelbe Karte nachdem er einfach das Spielfeld verliess, um seine Schuhe zu wechseln. Eine Szene, die Ciriaco Sforza auf die Palme bringt: «Es ist eine unnötige gelbe Karte, die schlimme Folgen haben kann. Das ist eine Frage der Einstellung: Es regnet nicht seit 15 Minuten. Es regnet seit heute Nachmittag», so der FCB-Trainer. Das seien solche Sachen, die ihn stören und die er mit den Spielern diskutieren wird.

Der Beitrag Ciriaco Sforza: «Das hat mir überhaupt nicht gefallen» erschien zuerst auf Telebasel.

Similar Posts

  • FCB noch einen Punkt vom europäischen Überwintern entfernt

    Am Donnerstag bestreitet Rotblau das letzte Spiel der Conference League-Gruppenphase. Mit mindestens einem Unentschieden kann der FCB europäisch überwintern.
    Rechnerisch wäre in der Gruppe H noch alles offen, aber eigentlich ist es einfach: Wenn der FCB am Donnerstagabend mehr Punkte holt als Slovan Bratislava im Hinspiel, zieht Rotblau als Erster in die K.O.-Phase ein und überspringt somit eine Runde. Falls Bratislava gegen Zalgiris aber gewinnt, kann Rotblau mit mindestens einem Punkt in Armenien als […]
    Der Beitrag FCB noch einen Punkt vom europäischen Überwintern entfernt erschien zuerst auf Telebasel.

  • Schicksalsspiel für den FCB

    Die Meisterschaft ist für Rotblau gelaufen. Das heutige Cup-Spiel gegen den FC Winterthur ist deshalb eine Art Schicksalsspiel für den FCB.
    In den Cup-Achtelfinals trifft der FCB am 17. Februar auf den FC Winterthur. Aufgrund der Platzverhältnisse wurde die Partie ins Joggeli verlegt, was dem FC Basel natürlich entgegen kommt. Der FC Winterthur ist zwar ein Challenge-Ligist, jedoch kennt man den Verein nur zu gut in Basel. Denn in den letzten Jahren wurde das Aufeinandertreffen zwischen […]
    Der Beitrag Schicksalsspiel für den FCB erschien zuerst auf Telebasel.

  • Clubs starten mit neuen Corona-Regeln in die Fussballsaison

    Am Wochenende startet die neue Super League-Saison. Die Fans wieder zu Tausenden in die Stadien – aber nur solche, die geimpft, getestet oder genesen sind.
    Wenn am Samstag um 18 Uhr der Anpfiff zum Spiel FC Luzern gegen Young Boys ertönt, startet die Super League in eine neue Saison mit neuen Corona-Regeln. Die Anzahl der Zuschauerinnen und Zuschauerinnen wird nicht mehr begrenzt, aber ins Stadion darf nur, wer ein Covid-Zertifikat vorweisen kann. Rund zwei Drittel der Erwachsenen in der Schweiz […]
    Der Beitrag Clubs starten mit neuen Corona-Regeln in die Fussballsaison erschien zuerst auf Telebasel.

  • Fabian Frei: «Wir müssen uns endlich in den Hintern zwicken»

    Der FC Basel ist auch sportlich weiterhin neben der Spur. Die Spieler nehmen sich an der eigenen Nase und lassen keine Diskussion um den Trainer zu.
    Der FC Basel kann nach den Unruhen im Verein neben dem Platz, auch auf dem Rasen erneut nicht überzeugen. Gegen den Aufsteiger aus Vaduz resultiert eine Niederlage im heimischen Joggeli – und das in letzter Sekunde. Der rote Faden «Es ist ein Nackenschlag, der sehr weh tut. Ich bin ehrlich gesagt gerade etwas sprachlos», so […]
    Der Beitrag Fabian Frei: «Wir müssen uns endlich in den Hintern zwicken» erschien zuerst auf Telebasel.

  • «Wir haben alles in die Waagschale geworfen»

    Gut gespielt, tapfer gekämpft, aber am Ende gescheitert: Beim FCB ist die Enttäuschung nach dem Aus gegen Marseille gross. Es schwingt aber auch Stolz mit.
    «Es war alles angerichtet für einen richtig geilen Europacup-Abend». Viel passender als mit den Worten von Heinz Lindner kann man das Spiel des FC Basel gegen Olympique Marseille nicht auf den Punkt bringen. Aber am Ende habe es nicht sein sollen. «Jeder hat gekämpft und alles gegeben» Der FCB kann sich nach der erneuten 1:2-Niederlage […]
    Der Beitrag «Wir haben alles in die Waagschale geworfen» erschien zuerst auf Telebasel.

  • FCB-Trainer Patrick Rahmen trotz Sieg nicht restlos zufrieden

    Obwohl der FCB unter schwierigen Bedingungen gegen Luzern gewinnt, ist FCB-Trainer Patrick Rahmen mit der Einstellung gewisser jungen Spieler nicht zufrieden.
    Es läuft die 80. Minute im Spiel gegen den FC Luzern. Der FCB führt mit 3:0 und man könnte meinen, die Basler Welt ist in Ordnung. Doch an der Seitenlinie sieht man einen sichtlich verärgerten FCB-Trainer. Patrick Rahmen ist mit einigen jungen Spielern und deren Einstellung alles andere als zufrieden. Starkes Statement des Trainers Nach […]
    Der Beitrag FCB-Trainer Patrick Rahmen trotz Sieg nicht restlos zufrieden erschien zuerst auf Telebasel.