Ein neuer Trainer bedeutet: neues System, neue Taktik, neue Vorgaben. Dumm nur beim FCB: Die Saison läuft bereits und man hat sich noch nicht gefunden.

Das waren noch Zeiten: Die Saison endet im Mai und beginnt Ende Juli wieder. Als neuer Trainer hat man wochenlang und während eines Trainingslagers Zeit, seine Ideen und Vorstellungen ins Team einzubringen. Diese einzustudieren und einzubläuen. In Zeiten von Corona ist alles anders.

Schwere Köpfe

Ciriaco Sforza ist dementsprechend nicht zu beneiden. Der Aargauer hatte maximal zwei Wochen Zeit, die Mannschaft überhaupt kennenzulernen. Seine Ideen zu vermitteln. Und dass der FCB-Trainer nicht zaubern kann, hat man zum Auftakt gegen Vaduz gesehen. Ansätze sind bei Rotblau vorhanden. Doch bis alles ineinander greift, wird es noch Tage und Wochen dauern. «Das macht den Kopf ein bisschen schwer», meint FCB-Kapitän Valentin Stocker.

«Wir waren das einzige Team, dass bis Ende August noch im Einsatz war. Wir hatten keine Pause. Das soll keine Ausrede sein. Wir müssen jetzt schauen, dass wir einigermassen gut reinkommen. Es braucht immer zwei bis drei Spiele», so Valentin Stocker weiter, der aber weiss, dass der Faktor Zeit entscheidend ist: «Wir müssen das so schnell wie möglich auf den Platz bringen».

Geduld vs. Punktenot

Geduld ist eine Tugend. Diese ist bei Fussball-Fans leider rar. Aber nun beim FC Basel dringend nötig. Denn von heute auf morgen wird das im Team nicht Klick machen. FCB-Trainer Ciriaco Sforza: «Jetzt schon zu erwarten, dass alles perfekt läuft, wäre dem Team gegenüber unfair. Wir müssen von Tag zu Tag und Spiel zu Spiel sehen. Eines nach dem Anderen».

So wenig Zeit dem FC Basel bleibt: Punktverluste, wie gegen den FC Vaduz können am Ende schwer wiegen. Die Gefahr ist realistisch und von jedem FCB-Fan befürchtet, dass das Team unter Ciriaco Sforza erst richtig ins Rollen kommt, wenn in der Liga der Zug bereits wieder abgefahren ist.

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