
Sportliche Schnitzelbänke in Basel: «Dr Shaqiri lacht, lacht und lacht und lacht»
Dieser Artikel wurde von BAZ publiziert.
AboSportliche Schnitzelbänke in Basel
«Dr Shaqiri lacht, lacht und lacht und lacht»
Wenn die Fasnächtler ihre Schnitzelbängg singen, darf natürlich der FC Basel nicht fehlen. Auch andere Sportgrössen bekommen ihr Fett weg.

D Giftspritzi ist belesen und erinnert sich an sportliche Höhepunkte des vergangenen Jahres.
Foto: Lucia Hunziker (Archiv)
In Basel ist wieder Euphorie. Nach einer Saison zum Vergessen spielt der FC Basel in diesem Jahr vorne mit und hat noch immer gute Chancen, am Schluss Meister zu werden. Mit ein Grund ist die Rückkehr von Xherdan Shaqiri. Der Nati-Star hat die Begeisterung ins Joggeli zurückgebracht und bereits in manchen Matches für den Unterschied gesorgt. Und nicht nur dort, wie die Schnitzelbänkler Bajass & Omega beobachtet haben.
Letschti han yych – dr Shaqiri – in dr Rio-Bar aatroffe
Mues zue gää – nüm niechtern – sondern scho e bizli bsoffe
Völlig usem Hüsli het – är mir e Umarmig gschänggt
Är häig grad bim schiffe – s’Bälleli im Goal versänggt
Die Rückkehr von Altstars war in den vergangenen Monaten im Weltsport ganz generell ein Thema – mit unterschiedlichem Erfolg. Dazu haben sich die Schnapsbagge Gedanken gemacht. Und sie präsentieren Insider-Wissen zum FCB.
Die 40-jährigi Lindsey Vonn git e Comeback uff Schii
und wird aapöblet
Dr 60-jährigi Mike Tyson boxt gege e Youtuber
und wird vo däm vermöblet
In dr Japan-Profiliga schuttet e 58-Jährige
und ych ha erfahre, was ych ni hätt erfahre sotte:
Dr Fabio Celestini häb fir dr näggscht Match
dr Karli Odermatt uffbotte.
Die Rückkehr von Ehemaligen sei aber keine Blaupause für alle Bereiche, weiss der Blagèèri und meint dabei insbesondere die Politik und einen ehemaligen SP-Regierungsrat, der früher im Mittelpunkt vieler Bängg war.
Dr Shaqiri isch zrugg uff Basel koo
Jetze kas jo nume no nach oobe goo
Mir hoffe dass das nit yberall goot
Susch wird dr Wessels nomol Regierigsroot
So fantasievoll Shaqiris Spielweise ist, so ideenlos und uninspiriert geben sich erstaunlich viele Bängg zu diesem Thema. Die zu kurz geratene Pointe ist bei vielen schlicht: Hahaha, Shaqiri ist halt sehr klein. Stellvertretend für die Fraktion Bodyshaming hier ein Vers von den Laggaffe.
Dr Shaqiri lacht, lacht und lacht und lacht,
Het bim FCB, Goal und Vorlag gmacht,
Dass är grinst, ligt nit nur an däm,
Dr Rase kützlet, au unter sine Ärm.
… OK, einen noch – vom Heiri:
Friener biin y total schüüch vo Buckte uf Basel gschliche.
Spöter han y mii sogar mit em Federer vergliche.
Hüt verglyych y my mit em andere, nid dass y besser schutti:
Dr Heiri wohnt bim Groosi, dr Shaqiri wohnt bim Mutti.

Heiri aus Buckten sucht sich seine grossen Vorbilder offenbar im Bereich des Sports.
Foto: Dominik Plüss
Der grüne Rasen bewegt an der Fasnacht auch abseits des FC Basel. Schliesslich findet in diesem Jahr auch noch eine Europameisterschaft im Joggeli statt. Was wäre, wenn statt der Profi-Fussballerinnen unsere Politikerinnen aufs Feld geschickt würden, hat sich s Dameryschli gefragt. Und ist zu einigen witzigen Antworten gelangt.
Wenn an dr Fraue-EM nur Politikerinne derfte spiile
Wär würdi denn für d Schwiz uff em Blatz verwiile?
D Baume-Schneider het kai Zyt und isch drum nit drbyy
Sii hinggt no mit dr AHV-Berächnig hindedryy
9 Fraue uff em Blatz düen dr Käller-Sutter länge
Will 11 Spielerinne würde s Budget komplett spränge
Mit dr Eymann uff em Fäld, wärs uns nit so wool
Will die schiesst zwüscheduure no gärn e Aigegoal
Für d Ineichen Anina hets nur uff s Bänggli glänggt
Dr Stammblatz het me drum em Esthi Käller gschänggt
D Martullo loot nyt duure goo – die würd das Goal verschliesse
Und d Ameti glaar im Sturm will die scharf duet schiesse.
Bei der allgemeinen Vorfreude auf die Frauen-EM schlagen die Brunzguttere auch kritische Töne an. Worauf freuen wir uns eigentlich bei diesem Event?
Alli freue sich uff d EM vo de Fraue!
Sii goht als Zäiche, är muess mit, sunscht wird er ghaue.
Sii wäg de Lesbe, är für s Bier und wäg de Gläine.
Goht wäg em Schutte, bitte, au no irgendäine?
Für einige Menschen – das wissen wir allzu gut – geht es beim Fussball allerdings zur Hauptsache ums liebe Geld. Einer, der das schon längst durchschaut hat, ist naturgemäss Hansli Bargäld. Er liefert denn auch einen bestechenden Vorschlag, wie das Baselbiet seine marode Staatskasse sanieren könnte.
In Muttenz darfsch nimm spugge,
D’Buess koschtet hundert Stai!
D Gmaind hett das beschlosse:
«S’isch klar, dass mir das wei!»
Bi däm, was hitt ains gschpeuzt wird,
doo goot’s grad ains, zwai, drei,
Biessisch in dr Muttenzerkurve:
Baselland wär schuldefrei.
Apropos Geld: Dass unser allseits beliebter Baselbieter Tennisstar Roger Federer einiges davon auf der Kante hat, ist bekannt. Dass er mit seinem Gesicht trotzdem so manches Produkt aufwerten hilft, sorgt beim Schmelzpunggt offenbar für Irritationen.
In dr Migros bim Poschte bi de Bio Riebli
Und au no bi de Sunnegrääme fir glaini Biebli
Finde mir zwai Artiggel – aber sicher kaini acht
Fir die dr Roger Federer no kai Wäärbig macht.
Für die Wyybuure ist die Kritik am Weltstar schon alter Wein in neuen Schläuchen. Sie haben stattdessen für Federer ein neues mögliches Werbeprodukt entdeckt.
S git bald kai Wäärbig oni Roger Federer, es isch eso.
Das liggt iim seer will är au hinter allem guet ka stoo.
Jetz miesst är nur no als Daune-Federer, das wär no digg,
E Wärbig mache fyr: «d Fischer Bettwarefabrik!»
Zurück zum Fussball: Ebenfalls mit der EM, allerdings mit jener, die im letzten Jahr stattgefunden hat, beschäftigt sich d Giftspritzi. Sie lässt nochmals die Viertelfinalniederlage von Gastgeber Deutschland Revue passieren, bei der den Spaniern in der 119. Minute das Siegtor gelang.
Bim EM-Out dehaim dien d Schwoobe
Heftig gääge Schiiri toobe:
Es syg e Bschiss, e glaare Fall
Dr Spanier haig sy Hand am Ball
Alli hässig, ussert d AFD:
E gstreggte Arm wird deert gäärn gsee!
D Rätschbääse befassen sich mit einem doppelten Doppelolympiasieger, dessen beste Zeiten bereits einige Jahre zurückliegen.
Dr Simon Ammann isch scho alt, d Karriere gly verbyy.
Jetzt haisst s by iim statt «Fliiiiieg» maischtens nur no «Fli».
Und drotzdem kämpft är wyter, är wiird vo allne gliebt,
wenn äh sy Rollatoor iber d Schanzekante schiebt.
Während die Auszeichnungen von Skispringer Ammann weitgehend unbestritten sind, gab es im Boxsport an den vergangenen Olympischen Spielen reichlich Aufregung um eine Goldmedaille. Der Nachtschwärmer hat dafür ganz und gar kein Verständnis.
An dr Olympiade, i glaub, I spinn
Git’s e Gstürm wäg eme Boxer-IN
I ka das Ganze nid verstoo
I froog mi Mami, dää weiss das scho.
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