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AboFCB: Trainerfrage vor Showdown

Fabio Celestini: «Es geht darum, was das Beste für den FC Basel ist»

Trainer Fabio Celestini vom FC Basel feiert mit dem Schweizer Meisterpokal und dem Cup-Pokal. Spieler des FC Basel jubeln im Hintergrund beim Schweizer Cup Finale gegen FC Biel-Bienne.
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In Kürze:

  • Nach dem Cupsieg äussert Trainer Celestini Zweifel an seiner Zukunft beim FCB.
  • Der Waadtländer sagt, er habe bisher keine konkreten Angebote von anderen Vereinen erhalten.
  • Ein Gespräch mit Sportdirektor Stucki soll am Montag Klarheit bringen.
  • Trotz Double-Gewinn deutet vieles auf eine baldige Trennung zwischen Club und Trainer.

Die Frage, sie steht schon länger im Raum. Aber am späten Sonntagnachmittag, da hat sie einer auf den Punkt gebracht, von dem man das so nicht erwartet hat. «Ich muss überlegen, was ich mit dem FC Basel will», sagt Fabio Celestini im Medienraum des Stadion Wankdorf in Bern, nachdem er mit der Mannschaft den Cupsieg errungen und das Double perfekt gemacht hat. Um schliesslich anzufügen: «Was ist das Beste für … alles? Was ist das Beste für den Verein? Es geht darum, was für den FC Basel das Beste ist.»

Schon seit Anfang April begleitet den FC Basel die Trainerfrage. Nie ist sie von ihm gewichen, seit jener Nationalmannschaftspause, in der es harte interne Gespräche und auch Kontakte zu anderen Coaches gab. Nur übertönt worden ist sie immer wieder, von diesem beeindruckenden Endspurt des FCB, der seither folgte, hin zum Meistertitel und zum Cupsieg.

Und nun? Nun scheint sich Celestini selbst zu fragen, ob eine Trennung nicht für alle das Beste wäre. So zumindest darf man das interpretieren.

Fabio Celestini hat kein Angebot vorliegen

Dabei bestätigt der 49-jährige Vaudois abermals, was er schon im hauseigenen Podcast vor wenigen Tagen gesagt hat. Dass er an diesem Montagnachmittag einen Termin mit FCB-Sportdirektor Daniel Stucki habe, der Klarheit bringen soll. Ein Termin, von dem die Clubseite erwartet, dass sie danach weiss, ob sie mit oder ohne Celestini in die nächste Saison geht.

Dieser jedoch sagt in Bern auch noch das: «Ich habe kein Angebot.» Und meint damit eine Offerte, um Trainer bei einem anderen Club zu werden. Bei Getafe zum Beispiel, wo Interesse bestehen soll. Oder aber auch bei einem anderen Club im Ausland, der zumindest finanziell klar attraktiver ist. Man kann ihm das glauben – aber man sollte auch berücksichtigen, dass sich dies stündlich ändern kann.

Die vergangenen 20 Monate, sie sind für Fabio Celestini einfach «unglaublich» gewesen. Er meint es überwiegend positiv. Aber nicht nur. Dass er in seinem Stolz verletzt ist, weil er intern härter in der Kritik und auch stärker auf der Kippe stand, als dass es seiner Meinung nach angemessen gewesen wäre: Man kann es vermuten.

Trainer Fabio Celestini vom FC Basel vor dem SFV-Logo beim Schweizer Cup Finale gegen FC Biel-Bienne.

Eine Verbundenheit zum FC Basel ist trotzdem entstanden. Celestini drückt diese so aus: «Vom letzten Platz zum Double! Ich hoffe, ich bin der letzte Trainer, der so etwas gemacht hat. Denn das ist der FC Basel. Der sollte vorne dabei sein – und nicht auf dem letzten Platz starten.»

Mehr Bekenntnis jedoch, das gibt es an diesem Sonntag in Bern nicht. Und wer die Gemengelage betrachtet, dabei den Zeitdruck berücksichtigt, den der Club hat, der kommt um eine Feststellung nicht herum: Es wäre eine Überraschung, wenn der FC Basel mit Trainer Fabio Celestini in die neue Saison geht.

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Einerseits hatten die Basler ohne Europacup weniger Heimspiele zu organisieren, andererseits vermochten sie in diesem Bereich auch aktiv die Ausgaben zu senken.Dass die Einnahmen auf derart hohem Niveau blieben, hat einen einfachen Grund: Auch ohne europäisches Schaufenster florierte das Transfergeschäft abermals. 57 Millionen Franken hat der FCB in diesem Bereich eingenommen und dabei einen Transfer-Nettogewinn von 34,1 Millionen Franken erzielt. Unter dem Strich bleibt damit für die FC Basel 1893 AG ein satter Gewinn von 15,568 Millionen Franken. Dass es nicht noch mehr ist, zeigt aber, dass der FCB auch in jenes Geschäftsjahr mit einem signifikanten strukturellen Defizit ging. Dietz verortet es bei «etwas über zehn Millionen Franken». Ziel des AG-Verwaltungsrats um Präsident David Degen ist, dieses Delta nochmals zu halbieren. So eben, dass der FCB ein strukturelles Defizit von «nur» noch fünf Millionen aufweist.Aus Gewinn wird EigenkapitalAnders als in anderen wirtschaftlich erfolgreichen Jahren verzichtet man darauf, den Gewinn durch die Abschreibung der Spielerwerte oder Rückstellungen zur Ersatzbeschaffung zu mindern. Auch, weil der FCB vom Verlustvortrag aus dem Vorjahr profitiert und den Gewinn kaum versteuern muss.Genutzt wird das Geld, um das Eigenkapital der AG markant zu erhöhen – von 1,6 auf 17,2 Millionen Franken. Es ist ein Schritt hin zu einem gesünderen Unternehmen, aber auch ein Schritt in Richtung der neuen Uefa-Regularien, die diesbezüglich strenger geworden sind.Die Causa CalafioriWelche Spieler den Baslern die 57 Millionen an Transfer-Einnahmen bescherten, ist bekannt: Im Sommer verliessen sie mit Thierno Barry, Renato Veiga, Liam Millar, Sayfallah Ltaief und Nasser Djiga fünf Profis gegen eine Ablösesumme, wobei Barry (für rund 15 Millionen zu Villarreal) und Veiga (für rund 14 Millionen zu Chelsea) die Top-Seller waren.Von grossem Gewicht war überdies der Wechsel Riccardo Calafioris von Bologna zu Arsenal, wobei der FC Basel noch immer zu 50 Prozent an der Ablösesumme beteiligt war. 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