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Daniel Stucki: «Wir wollen mit Fabio Celestini in die nächste Saison gehen»

Daniel Stucki, Sportdirektor des FC Basel, und Cheftrainer Fabio Celestini bei einer Medienkonferenz der Fussball Super League am 19. Juli 2024 in Basel.
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Seit einem knappen Jahr Sportdirektor des FC Basel, könnte Daniel Stucki (43) bereits in seiner ersten Saison in dieser Schlüsselfunktion den Gewinn des Meistertitels, ja gar des Doubles erleben. Ein Gespräch, das zeigt, dass dies ganz den Ambitionen des früheren Verteidigers in drei Meisterteams des FC Zürich entspricht.

Daniel Stucki, der FC Basel wird die letzten fünf Partien in der sogenannten Championship Group mit sechs Punkten Vorsprung angehen. Darf man Ihnen schon zum Meistertitel gratulieren?

Nein. Noch sind wir weit vom Titel entfernt. Unbestritten ist, dass wir einen guten Abschluss der Qualifikationsphase zeigten. Wir wussten auch stets um unser Potenzial, das wir nun absolut abgerufen haben. Und natürlich ist die Ausgangslage sehr gut.

Aber?

Wir haben nun erst den Cup-Halbfinal gegen Lausanne und dann – am Anfang der Meisterrunde – ein grosses Spiel gegen Servette. Mit einem Sieg stellen wir da die Weichen. Aber im Fussball braucht es manchmal wenig, damit es in die andere Richtung geht. Was ist, wenn wir gegen Servette früh eine Rote Karte erhalten? Was ist, wenn sich ein Schlüsselspieler verletzt? Was ist, wenn wir danach nur noch drei Punkte Vorsprung, aber eine englische Woche mit drei Auswärtsspielen in Lugano, Lausanne und Bern inklusive der Reisen vor uns haben?

Sie meinen: Ein einzelnes unglückliches Ereignis kann zu einem negativen Resultat führen und die Dynamik unterbrechen?

Das ist im Fussball schon vorgekommen. Ich habe zwar durchaus das Gefühl, dass das bei uns nicht diesen Einfluss hätte, so wie ich die Spieler und den Staff wahrnehme. Aber wir haben auch keine unglaublich gefestigte, über Jahre gewachsene Mannschaft, die fünfmal Meister geworden ist: Nimmt man den durchaus einschneidenden Shaqiri-Zuzug Ende August als Ausgangspunkt, dann arbeitet das Team in dieser Form erst seit acht Monaten zusammen. In den ersten zehn Minuten gegen den FCZ hat man beispielsweise gesehen, dass wir nicht unverwundbar sind.

Spieler von FC Basel feiern ein Tor gegen Yverdon-Sport FC. Benie Traore, Joe Mendes und ein weiterer Spieler jubeln auf dem Spielfeld. 21. April 2025, Basel.

Wie nehmen Sie denn die Mannschaft und den Staff wahr?

Ich durfte selbst dreimal Meister mit dem FCZ werden und spüre im Moment in der ganzen Einstellung und in der Atmosphäre viel Gutes, das mich daran erinnert. Ich sehe auch, dass wir im Flow und viele Spieler in Topform sind. Ich bin überzeugt, dass wir mit unserer Offensive weiterhin nur sehr schwer zu verteidigen sind. Und ich sehe ebenfalls, dass die Abwehr seit der Länderspiel-Pause nur ein Gegentor zugelassen hat.

Darf man Ihnen aber zumindest schon zu einer guten Saison gratulieren?

Absolut. Sogar zu einer sehr guten Saison. Wir werden am Ende auf einem der ersten drei Plätze stehen und nächste Saison die Chance dazu haben, im Europacup dabei sein. Das war unser Ziel. Mit der Rückholung von Xherdan Shaqiri konnten wir zudem eine einzigartige Dynamik und Euphorie auslösen. Und ich finde, dass man zu diesem fortgeschrittenen Zeitpunkt der Saison auch feststellen darf, dass wir darüber hinaus gute Transfers gemacht haben und einige Spieler im Kader haben, die nun auf eine gute Entwicklung zurückblicken können.

Also wären Sie gar nicht enttäuscht, wenn es nun doch nicht klappt mit dem Meistertitel?

Im Gegenteil: Verpassen wir den Titel nun noch, wäre die Enttäuschung für alle riesengross. Im ganzen Club sind gerade sehr viele Emotionen. Als Sportchef muss ich aber am Ende in der Lage sein, eine Saison ohne Emotionen zu bewerten. Wenn du aber fünf Runden vor Schluss mit sechs Punkten Vorsprung an der Spitze liegst, dann kann es nur noch ein Ziel geben: Meister werden.

Einen grossen Anteil daran hätte Xherdan Shaqiri.

Er ist eine absolute Identifikationsfigur, und dass er momentan so fit ist, ist für uns entscheidend. Er hat einen unglaublichen Siegeswillen, den er den anderen Spielern vermitteln kann. Er nimmt den Druck von den anderen Spielern und lädt ihn auf sich – und er mag das. Das ist eine Win-win-Situation.

Es braucht auch Mut vom Trainer, das Offensivspiel so bedingungslos auf einen Spieler zuzuschneiden.

Unser Spiel ist nicht per se auf Shaq zugeschnitten. Natürlich wirkt es ein Stück weit so, weil er derart dominant ist und oft gesucht wird. Aber schauen Sie sich sein Tor gegen Yverdon an: Dass er dort den freien Raum erkennt, hat nichts mit Zuschneiden zu tun, das ist Qualität. Zudem hat er alle Freiheiten, und das ist immer schwierig zu verteidigen. Dass er dadurch defensiv nicht immer Vollgas gibt, ist durch taktische Kniffe, die der Staff sehr gut anwendet, problemlos auszubaden in der Schweizer Liga.

Bei der ganzen Offensivpower geht die gute Leistung der Verteidigung beinahe unter.

Wir haben einen Toptorhüter und davor eine super Defensive mit vier Innenverteidigern, die für die Schweizer Liga sehr, sehr gut sind. Aber unsere Defensive ist auch jung. Dadurch können wir nicht einfach mal 30 Minuten lang Tempo rausnehmen und den Ball in den eigenen Reihen halten.

Haben Sie sich Sorgen gemacht, als Adrian Barisic und Finn van Breemen beide verletzt ausfielen?

Dass wir sie durch Jonas Adjetey und Nicolas Vouilloz ersetzen mussten, bereitete mir überhaupt kein Bauchweh. Sie sind unglaublich starke Zweikämpfer und haben eine Topmentalität. Mich hat aber der Gedanke ins Grübeln gebracht, was wäre, wenn sich noch ein Innenverteidiger verletzen würde. Marvin Akahomen ist zwar ein grosses Talent. Aber der Druck im Moment ist für einen 17-jährigen Spieler noch mal ein anderer. Denn jetzt geht es um den Titel. Im Team hätte es natürlich auch Alternativen, die man umfunktionieren könnte.

Nicolas Vouilloz vom FC Basel liegt am Boden, während Alvyn Sanches vom FC Lausanne über ihm steht. Szene aus einem Super League Spiel in Basel am 30. November 2024.

Dann hat Vouilloz, der eigentlich schon als abgeschrieben galt, eine Chance erhalten.

Nicolas ist ein absoluter Vollprofi und körperlich unglaublich fit. Sogar als er eine Zeit lang fast nur auf der Tribüne war, gehörte er im Training immer zu den Besten. Es ist eindrücklich, wie er bereit war, als es ihn brauchte. Junge Fussballer wollen immer werden wie Shaqiri. Das ist ja auch in Ordnung. Aber eigentlich sollte sich ein junger Spieler an Vouilloz’ aktuellem Beispiel orientieren: hart arbeiten und Geduld haben – aber die Chance nutzen, wenn sie kommt.

Adrian Barisic ist wohl bald wieder einsatzbereit. Nun gilt aber: Never change a winning team. Nicht?

Das ist Sache des Trainers.

Wie sehen Sie das?

«Never change a winning team» klingt so pauschal. Aber ja, es gibt viel, das dafür spricht, wenig an der Teamdynamik zu ändern. Wir sind im Flow, harmonieren gut, und wenn man etwas umstellt, macht man sich eventuell angreifbar. Klappt es nicht, dann unterbricht man womöglich die Dynamik und kann diese nicht mehr zurückerlangen.

Im Flow befindet man sich seit der Nationalmannschaftspause. Hat es die Unruhen, die es da rund um interne Diskussionen mit und um den Trainer samt grossem Medienecho gab, am Ende sogar gebraucht?

Nein, das würde ich nicht sagen. Natürlich braucht es immer wieder mal eine Challenge und gewisse Hebel, die man betätigen muss, auch wenn es unangenehm ist. Triggerpunkte zu treffen, ist etwas Positives, wenn es die richtigen sind. Man muss sehen: Es gibt ganz verschiedene Persönlichkeiten, Führungsstile und Arten, Trainer zu sein. Und jede davon hat Stärken und Schwächen. Aber ich fand die medialen Diskussionen vor allem auch für Fabio Celestini sehr schade, denn er hat es hauptsächlich in Form des Vorwurfs abbekommen, dass die Spieler nicht hinter ihm stehen würden. Das hat mich extrem gestört. Das fand ich durchaus unwürdig, gerade wenn man sieht, was er in seiner Zeit beim FCB geleistet hat.

Er wurde halt danach gefragt, weil das eines der Themen war, die – ob zu Recht oder zu Unrecht – von innen nach aussen drangen … Hatten Sie denn das Gefühl, Sie müssten Fabio Celestini mit den Gesprächen in eine andere Richtung lenken?

Überhaupt nicht. Wir haben einfach die Dinge angesprochen, von denen wir das Gefühl hatten, dass sie wichtig dafür sind, etwas zu gewinnen. Denn auch Dave und ich haben Erfahrungen, die produktiv sein können. Aber es geht mir immer um konstruktive Kritik und Offenheit. Und solche Gespräche gibt es laufend. Wir haben sie nicht geführt, weil wir in den sechs Spielen davor nur sechs Punkte geholt haben. Und ich habe nach wie vor ein sehr gutes Verhältnis mit Fabio.

War es im Nachhinein richtig, bereits in der Nationalmannschaftspause andere Trainer zu kontaktieren?

Dass Medien diese gestreuten Informationen aufgreifen, ist normal. Und ich musste für meinen Teil lernen, dass es in gewissen Kreisen Lecks gibt, bei denen solche Informationen nach aussen dringen können. Das ist jetzt halt zu einem schlechten Zeitpunkt und auch anders, als es tatsächlich war, in die Medien geraten. Das ist auch ein Learning für mich. Ich bin ein junger Sportdirektor und noch nicht mit allen Wassern gewaschen. Die Kritik, dass hier nicht alles gut gelaufen ist, nehme ich an.

Wird man denn mit Fabio Celestini in die nächste Saison gehen?

Ja, wir wollen mit Fabio in die nächste Saison gehen.

Und will er auch mit dem FCB in die nächste Saison gehen?

Darüber habe ich nicht mit ihm gesprochen. Sein Traum ist es, irgendwann mal in Spanien zu trainieren, das ist auch okay. Und wenn er diese Chance bekommt, werden wir wohl nicht mithalten können.

Irgendwann muss es aber für beide Seiten klar sein.

Richtig. Nach der Saison. Wir starten sicherlich mit dem Trainer in die Vorbereitung, der dann auch die Saison beginnen wird.

Wie antizipiert man die Möglichkeit, dass Celestini nicht in Basel bleiben will?

Wir haben keine Glaskugel. Aber wir bereiten uns die ganze Saison auf alle Eventualitäten vor – auch, indem wir Kontakte zu Trainern pflegen, die irgendwann einmal, sei das auch in fünf Jahren, Trainer beim FCB werden könnten. Das gehört einfach zu meinem Job.

So auch bei der Kaderplanung. Wie steht es da eigentlich um einen Verbleib von Metinho im Sommer?

Es wäre sicherlich in unserem Interesse, ihn beim FC Basel zu halten. Da wir ihn auf Leihbasis ohne Kaufoption verpflichtet haben, gibt es Verhandlungen. Im Vergleich mit anderen möglichen Interessenten befinden wir uns hierbei aber in der Poleposition, weil der Spieler Interesse an einem Verbleib hat.

Aber der Preis ist noch nicht ausgehandelt.

Also wir wissen, was die City Football Group will. Aber das kann er für uns nicht kosten. Für uns ist es nicht ganz einfach, wenn eine so grosse Organisation hinter einem Spieler steht, denn sie sind nicht auf unser Geld angewiesen.

Wie ist es bei Philip Otele?

Viele Argumente sprechen dafür, ihn zu behalten. Denn er ist ein Spieler, der eine hohe Performance bringen kann und bei dem wir nicht darauf warten müssen, bis sich sein Potenzial entfaltet.

Man kann ja einfach die Kaufoption über 3,5 Millionen Dollar einlösen. Oder wird da nachverhandelt?

Ich kann nichts Genaueres sagen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten …

Im Geschäftsjahr 2024 wies der FCB einen Transfergewinn von 34,1 Millionen Franken aus. Will man das wieder erreichen?

Durch die Brille des Sportchefs will ich Meister werden und nicht Millionen einnehmen. Mein Traum wäre es natürlich, wenn wir einen Spieler für 20 Millionen verkaufen könnten und der Rest im Kader bleibt. Aber das ist gleichzeitig unrealistisch, denn wir wollen keinen Spieler dazu zwingen, bei uns zu bleiben. Das ist einerseits nicht gut für seine Moral und hat andererseits die Folge, dass sich herumspricht, dass der FCB es Spielern verwehrt, den nächsten Schritt zu machen. Dann verlieren wir als Club an Strahlkraft bei den Spielern.

Leon Avdullahu wird keine 20 Millionen einbringen. Erwarten Sie ihn dennoch in der Bundesliga nächste Saison?

Da ich nichts anderes weiss, erwarte ich ihn beim FC Basel. Es gab auch noch kein Angebot für ihn. Noch bewegt sich ja auch der Markt in den grossen Ligen nicht. Aber es ist auch klar, dass wir einen möglichen Abgang auf der Rechnung haben müssen.

Mit einem allfälligen Meistertitel würde der Anspruch für die nächste Saison stark steigen. Sie müssten die Abgänge so ersetzen, dass sie nicht ins Gewicht fallen.

Ja, das wird unsere grösste Challenge in diesem Sommer sein. Die Spieler, die wir holen, müssen in der Lage sein, mindestens unter den ersten 15 des Kaders spielen zu können. Und zwar von Anfang an. Wir können nicht einfach zehn Talente im Team haben, die wir erst noch ein halbes Jahr lang entwickeln müssen, bevor sie Leistungen bringen. Wie es beispielsweise bei Thierno Barry der Fall war, der sich dann dafür umso rasanter in eine der grossen Ligen skorte.

Ist man bei Barry an den Transferrechten beteiligt?

Wir verkaufen nie einen Spieler ohne Beteiligung.

Wie steht es um die Vertragsverlängerung mit Albian Ajeti?

Wir sind dran. Momentan wird er leider nicht belohnt für das, was er macht. Aber er ist in einer super Verfassung. Wie er die Bälle verarbeitet und verteilt, ist stark.

Was bedeutet ein Meistertitel mit der Chance auf Champions League in Bezug auf die Transfers?

Dadurch werden wir logischerweise noch attraktiver für mögliche Zugänge. Diese werden wir auch brauchen, wenn ich an die Dreifachbelastung denke. Aber auch die Spieler, die schon hier sind, hätten dadurch ein weiteres Argument, um beim FCB zu bleiben.

Wie anstrengend war Ihre Arbeit als Sportchef bisher?

Sehr. Es war schwierig, dieses Schiff in eine komplett andere Richtung zu drehen, aber noch schwieriger wird es sein, diese Leistung zu bestätigen. Es ist aber sehr positiv, dass die gute Arbeit schon jetzt auch im Sport Erfolg bringt. Normalerweise geht das immer ein bisschen länger.

Nun steht der Cup-Halbfinal gegen Lausanne an.

Da bin ich sehr positiv eingestellt, auch wenn wir bisher im Cup die aus meiner Sicht schlechtesten Leistungen der Saison gezeigt haben. Wir sind bereit. Für die Spieler ist es ein absolutes Highlight, denn es ist ein Halbfinal, und das Joggeli wird sehr gut gefüllt sein. Dieses Mal auch die Kurve. Ich habe gesagt, dass ich während meines dreijährigen Vertrags auf den Barfi will. Ich habe aber nicht gesagt, wie oft ich dorthin will …

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Minute: Xherdan Shaqiri öffnet mit einem Pass auf Anton Kade die Situation, dessen Querpass nutzt Bénie Traoré zum Schlenzer – und dann steht wiederum Shaqiri bereit, um den von Lugano-Goalie Amir Saipi abgewehrten Ball zum 1:0 im Netz unterzubringen.Nun muss Lugano mehr unternehmen. Die Tessiner haben dabei ihre beste Chance durch Cimigniani, dessen Schuss von Dominik Schmid auf der Torlinie abgewehrt wird. Den Baslern bieten sich gleichzeitig Räume an, die sie zunächst nicht zu nutzen verstehen. Um schliesslich doch zum 2:0 zu kommen und sich den Sieg zu sichern, brauchen sie keinen Konter, sondern einen langen Ball von ihrem Goalie Marwin Hitz: Kevin Carlos verlängert per Kopf auf Kade, der abermals so querlegt, so dass der hereinsprintende Marin Soticek den Ball über die Torlinie bugsieren kann.Der Rest ist das Warten auf den Schlusspfiff vor euphorischer Basler Kulisse im St. Jakob-Park.Stadion: St. Jakob-Park. – Zuschauer: 26’662.– SR: von Mandach.Tore: 63. Shaqiri (Traorè) 1:0. 82. Soticek (Kade) 2:0.FC Basel (4-2-3-1): Hitz; Mendes, Adjetey, Vouilloz, Schmid; Avdullahu, Metinho (56. Leroy); Otele (56. Kade), Shaqiri (88. Sigua), Traoré (75. Soticek), Ajeti (56. Carlos). – Ersatz: Salvi; Baro, Cissé, Akahomen.Lugano (3-4-3): Saipi; Papadopoulos, Mai (69. Cimignani), Hajdari, Zanotti, Bislimi, Grgic (82. Bottani), Valenzuela (32. Marques); Steffen, Koutsias (82. Przybylko), Macek (69. Vladi).Verwarnungen: 12. Shaqiri (Reklamieren). 32. Ajeti (Foul an Grgic). 39. Metinho (Foul an Macek). 45.+2 Mai (Foul an Ajeti). 88. 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Minute steht dann am Ursprung des FCB-Erfolgs: Mit der Hereinnahme Leo Leroys, Anton Kades und Kevin Carlos’ gelingt es Celestini, seiner Mannschaft einen Energieschub zu verpassen, der schliesslich zu den Toren führt.Der FC Lugano hingegen sucht die Offensive erst von der 69. Minute an: Croci-Torti bringt da mit Stürmer Vladi und Flügel Cimigniani zwei Offensiv-Kräfte für Innenverteidiger Mai und Aussenspieler Macek. Fortan agieren die Tessiner in einem 4-4-2. Früchte trägt das keine mehr.Und dann ist Xherdan Shaqiri da und trifft: Das 1:0 für den FC Basel – und das elfte Saisontor in der Liga für den Basler Captain.Foto: Urs Lindt (Freshfocus)Der AufregerLetztlich ist es das 1:0. 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Aber es muss auch festgehalten werden: YB-Keeper Marvin Keller spielt eine ebenso gute Partie wie der andere Marwin im anderen Tor.Bern agiert in dieser Phase eher passiv. Aber: Der abgefälschte Schuss von Rayan Raveloson an die Querlatte (13.) ist Warnung genug für den FCB, dass der Gast nicht auf das Verwalten des 1:0 aus ist.Nach dem Seitenwechsel powert der FCB weiter. Und wird für seinen unermüdlichen Effort nach 67 Minuten belohnt: Nach einem Doppelpass mit Xherdan Shaqiri trifft der eingewechselte Philip Otele zum viel umjubelten 1:1.Doch von diesem wuchtigen Treffer und der Wucht der Zuschauer im Joggeli nach dem Ausgleich kann Basel nicht profitieren. Im Gegenteil: Nun spielt plötzlich der Meister wieder Fussball und ist nicht mehr nur mit Verteidigen beschäftigt. Die logische Konsequenz ist der Siegtreffer in der 78. Minute: Hitz kann einen Schuss von Cedric Itten nicht behändigen, Fassnacht schiebt den Abpraller ein. Danach bringt der FCB nichts Konkretes mehr zustande.Die TaktikFabio Celestini vertraut auf sein 4-2-3-1-System. Und er vertraut auch auf jene Startelf, die vor Wochenfrist in Luzern beginnen durfte. Wieder nicht ins Kader schafft es Routinier Taulant Xhaka, der im Sommer seine Karriere beenden wird.Giorgio Contini lässt seine Berner in demselben System beginnen wie Basel. Dabei gibt der kräftige Chris Bedia den Stossstürmer. Seine Präsenz als vorderster Mann in Gelbschwarz stellt die FCB-Defensive vor allem zu Beginn mehrmals vor einige Probleme.Als der FCB in der Endphase mit 1:2 hinten liegt, setzt Celestini auf all seine Offensivkräfte: Marin Soticek, Albian Ajeti und Bradley Fink sollen versuchen, das zweite Tor zu erzielen. Doch YB ist in dieser Spielphase defensiv unglaublich stabil und lässt im und um den eigenen Sechzehner nichts mehr zu.Der AufregerWie schon gegen Luzern gerät der FCB zum zweiten Mal in dieser Saison im Joggeli früh in Rückstand. 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  • FCB-Saison 2024/25: Die rotblaue Meisterzeitung zum Download

    FCB-Saison 2024/25 – Die rotblaue Meisterzeitung zum DownloadDer FC Basel holt nach acht Jahren wieder den Titel. Alles zu dieser spektakulären Saison finden Sie in unserer Sonderbeilage.Publiziert heute um 09:00 UhrDer FC Basel ist zum 21. Mal Schweizer Meister.Foto: Philipp Kresnik (Imago, Sports Press Photo)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkDer FC Basel ist zum 21. Mal Schweizer Meister und hat am nächsten Sonntag sogar noch die Chance auf das Double. Alles rund um diese Saison lesen Sie in unserer Meisterzeitung, unter anderem mit folgenden Inhalten:Taulant Xhaka und Davide Callà werden verabschiedet: Das emotionale Rahmenprogramm beim letzten Saisonspiel gegen den FCL.Der FC Basel hat einen Blockbuster produziert: Unsere Analyse zur 21. Meistersaison des FCB.Mehr als Xherdan Shaqiri und Fabio Celestini: Das sind die Schlüsselfiguren dieser Saison.«Jetzt habe ich ein sehr schönes Problem»: Die besten Zitate der FCB-Akteure.Bernhard Heusler im Interview: Der FCB-Ehrenpräsident über den Titel, seine persönliche Abnabelung vom Club und mehr.Von Burgeners Plänen bis zu Shaqiris Versprechen: Die acht Jahre zwischen den Meister-Titeln Nummer 20 und 21.Hier können Sie die insgesamt 28-seitige Sonderbeilage zum Meister-Titel des FC Basel als PDF herunterladen. Viel Spass!Schweizer Meister FC BaselDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare

  • Legenden des FC Basel: Benjamin Huggel: «Alex Frei hat getobt wie ein Sidian»

    AboLegenden des FC Basel – Benjamin Huggel: «Alex Frei hat getobt wie ein Sidian»Benjamin Huggel, Marco Streller und Alex Frei trafen sich im Kulturhuus Häbse zum Basler Fussball-Talk der BaZ. Die Highlights.Publiziert heute um 20:18 UhrAlex Frei, Marco Streller und Benjamin Huggel (von rechts) beim Talk mit BaZ-Sportchef Oliver Gut.Foto: Nicole Pont (Tamedia AG)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkEine kurze Einführung von BaZ-Chefredaktor Marcel Rohr, dann öffnet sich der rote Vorhang, und es sitzt da. Das Trio, das den FC Basel in seiner erfolgreichsten Zeit geprägt hat wie kaum ein anderer Faktor. Benjamin Huggel. Marco Streller. Alex Frei.Es ist der erste öffentliche Auftritt der drei, seitdem sie nicht mehr gemeinsam beim FC Basel spielen. In den nächsten knapp eineinhalb Stunden unterhalten Sie sich mit BaZ-Sportchef Oliver Gut im ausverkauften Kulturhuus Häbse beim Basler Fussball-Talk der BaZ über alles Mögliche: ihre ersten Treffen, ihre Karriereenden, Xherdan Shaqiri, die Meisterchancen des FC Basel. Hier lesen Sie ausschnittsweise die besten Zitate.Ab Freitagvormittag können Sie den ganzen Sport-Talk mit Benjamin Huggel, Marco Streller und Alex Frei als Spezial Folge des Podcasts «Dritte Halbzeit» nachhören.Damals bei den F-Junioren: Die ersten Kontakte«Wenn du nicht 100 Tore machst, musst du gar nicht erst mit mir reden», soll Alex Frei einst zu Marco Streller gesagt haben.Foto: Nicole Pont (Tamedia AG)Marco Streller: «Meine erste Begegnung mit Alex war beim FC Aesch, wo wir zusammen gespielt haben. Wir waren damals bei den F-Junioren, und er, der zwei Jahre älter ist als ich, kam zu mir und fragte: Wie viele Tore hast du in der letzten Saison gemacht? Ich antwortete: 62. Da sagte er: Wenn du nicht 100 machst, musst du gar nicht erst mit mir reden.» (lacht)Benjamin Huggel: «Meine erste Begegnung mit Alex war mit dem FC Arlesheim bei einem Hallenturnier in der Joggeli-Halle. Am Sonntagmorgen haben wir gegen den FCB-Nachwuchs gespielt, bei dem Alex dabei war. Sie haben das Spiel dominiert, aber wir haben gewonnen – oder zumindest ein Unentschieden geholt, das sich wie ein Sieg angefühlt hat. Alex hat getobt wie ein Sidian, das Törchen zugeschlagen, war unglaublich wütend. Und ich fragte mich, was denn bei dem los sei an einem Sonntagmorgen. Pipi (Marco Streller. Anm. d. Red.) habe ich kennen gelernt, als er als junger Spieler von Aesch zu Arlesheim gewechselt ist. Wir haben gemeinsam das Fussballspielen erlernt, aber nicht vor dem Hintergrund, Profi werden zu wollen. Wir wollten einfach mit Kollegen das machen, was wir am liebsten taten.»Alex Frei: «Es ist klar, dass ich als Spieler mit dem Ehrgeiz und der Energie gespielt habe. Ich fand es immer cool, als die Südkurve in Zürich mir Worte an den Kopf warf und ich dann zwei Tore schiessen konnte. Dementsprechend habe ich es zelebriert. Aber ja, wir sind ganz unterschiedliche Charaktere – auch in der Kabine. Ich habe zweimal pro Woche mit einem Beni Huggel gestritten. Das ist Fakt.»Titel, Titel, Titel: Die gemeinsame Zeit beim FCBVon 2009 bis 2012 spielten Frei, Streller und Huggel gemeinsam beim FCB.Foto: Andreas Meier (Freshfocus)Frei: «Beni und Marco sind enger als ich mit ihnen beiden. Aber wenn es gezählt hat, waren wir immer füreinander da. Für den Erfolg hat es jedoch natürlich viele andere Leute gebraucht. In der Mannschaft waren noch 19, 20 weitere Spieler, die alle ihre Rolle hatten, und der Verwaltungsrat um Bernhard Heusler und Georg Heitz wusste genau, wie es läuft.»Huggel: «In erster Linie war es einfach cool, dass wir es geschafft haben, auf diesem Niveau zusammenzuspielen. Pipi und ich sind im Jahr 2007 zurückgekehrt, nachdem er mich einen Sommer lang im Stil eines Schatten-Sportchefs bearbeitet hatte: Es wäre doch cool, wenn wir zusammen nach Basel zurückkehren könnten. Ich sagte: Das kannst du ja wahrscheinlich nicht entscheiden. Doch, doch, er bekomme das hin. Und er hat es hinbekommen.»Streller: «Obwohl wir unterschiedlich sind, vertreten wir die gleichen Werte und ergänzen uns dadurch gut. Aber es hat auch einfach viel zusammengepasst damals. Wir hatten Glück, dass Spieler wie Yann Sommer, Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka als Junge nachkamen, wir im idealen Fussballeralter zurückkehrten und alle aus der Region sind. Das macht es sehr speziell. Ich kann mir vorstellen, dass es eine solche Konstellation nie wieder geben wird.»Eine Ära geht vorbei: Die KarriereendenBenjamin Huggel und Heiko Vogel bei Huggels Verabschiedung im Mai 2012.Foto: Daniela Frutiger (Freshfocus)Streller: «Es bereitet dich niemand auf ein Karriereende vor, und ein Tor vor 30’000 Menschen lässt sich nicht einfach simulieren. Danach habe ich lange gesucht, aber seitdem die Akzeptanz da ist, dass die Zeiten vorbei sind, ist es einfacher. Klar fehlt es mir ab und zu. Aber für mich war es sehr wichtig, selbst zu entscheiden, wann ich aufhöre, Fussball zu spielen. Und weil das geklappt hat, habe ich mich nach meinem Karriereende auch gut gefühlt.»Frei: «Das hört sich fast ein wenig so an, als seien Beni und ich nicht mit unseren Karriereenden im Reinen. So ist es nicht. Ich hatte sechs Operationen bis 2013. Ich wusste selbst, dass ich nicht bis 37 spielen kann, und wollte nicht für einen anderen Schweizer Club auflaufen. Daher war es für mich okay, und ich hatte kein Ressentiment dem FCB gegenüber.»Huggel: «Ich war vierzehn Jahre lang Fussballprofi, und ich hatte immer die Zahl 15 im Kopf. Also hätte ich gern noch ein Jahr angehängt. Als sich das beim FCB nicht ergab, hätte ich auch zu einem anderen Club gehen können. Damals habe ich aber entschieden, dass ich das nicht will. Im Nachhinein habe ich diese Entscheidung vielleicht etwas zu schnell getroffen.»Unter Beobachtung: Die Zeit danachSind heute beide fürs Fernsehen tätig: Benjamin Huggel und Marco Streller im November 2014.Foto: Andy Müller (Freshfocus)Huggel: «Wenn wir ehrlich sind, haben wir uns alle drei etwas zu wenig Zeit gelassen, um nach der Karriere herauszufinden, was unsere Stärken sind. Wir hätten eigentlich erst mal drei Jahre nichts machen müssen. Wir alle werden bei unseren beruflichen Entscheidungen eng beobachtet. Das hilft natürlich nicht, wenn man sich in einer Lernphase befindet und dabei etwas unter dem Radar fliegen will. Für uns ist es in dieser Hinsicht ein Nachteil, dass wir als Spieler relativ erfolgreich waren. Ich will nicht jammern, ich analysiere das nur.»Streller: «Uns fehlen fünfzehn Jahre Berufserfahrung, die man in der Privatwirtschaft hat. Ich persönlich habe vom Feld mehr oder weniger direkt ins obere Management gewechselt – das war mit dem damaligen Verwaltungsrat so abgesprochen. Aber wir haben das alle unterschätzt. Ich habe schmerzhaft erfahren müssen, dass das damals eine Nummer zu gross war. Andererseits sehe ich heute: Mit den vielen Wechseln, die es damals im Club gab, war es gar nicht möglich, gleich wieder Erfolg zu haben.»Frei: «Was mich in der Schweiz stört, ist die Tendenz, zu sagen, dass jemand gescheitert ist. Ich bezeichne es lieber als Lernen. Die Zeit als Sportchef beim FC Luzern hat mir im Nachhinein unglaublich gutgetan – auch wenn sie für meine Gesundheit schlecht war und ich mir ein Jahr Auszeit nehmen musste. Denn ich habe gelernt, was ich will und was nicht. Ich hatte immer das Gefühl, der Fussball sei der Bereich, in dem ich mich am meisten zu Hause fühle. Aber irgendwann kam ich in den Prozess, in dem ich mir selbst beweisen will, dass ich auch etwas anderes kann. In diesem Prozess bin ich heute.»Weniger erfolgreich: Als Funktionäre beim FCBVom Juli 2022 bis zum Februar 2023 ist Alex Frei Trainer des FC Basel.Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)Streller: «Die Zeit beim FCB als Spieler war bei uns allen erfolgreicher als jene als Funktionäre. Gleichzeitig sind das natürlich wertvolle Erfahrungen. Ich bin absolut im Reinen, was den FCB anbelangt, und habe überhaupt keinen Groll in mir. Jetzt freue ich mich, wenn sie gewinnen, und rege mich auf, wenn sie verlieren.»Frei: «Die Erfahrung als Trainer beim FCB war cool. Am Ende wurde mir das Schicksal des Trainers zum Verhängnis. Zum Zeitpunkt, an dem ich entlassen wurde, hatte ich alle Vorgaben mehr oder weniger erreicht. Aber klar: Ein Club hat das Recht, jederzeit einen Trainer zu entlassen.»Huggel: «Meine grosse Fehleinschätzung als Nachwuchstrainer beim FCB war, dass ich das Gefühl hatte, dass die Leute es toll finden, wenn ich als ehemaliger Spieler dort arbeiten würde. Ich habe schnell gemerkt, dass ich am Schluss nur Konkurrent derjenigen bin, die auch auf dem Campus arbeiten.»Shaqiri und Meisterträume: Der FC Basel von heuteDamals der Jüngling, heute der Captain: Xherdan Shaqiri im September 2011.Foto: Daniela Frutiger (FreshfocusHuggel: «Es scheint sich beim FCB eine Startelf gefunden zu haben, die sich immer mehr Selbstvertrauen holen kann, und ich habe das Gefühl, dass da ein Pflänzchen wächst, das weit kommen könnte. Xherdan Shaqiri bringt etwas in die Mannschaft, das ich davor noch nicht gesehen habe: die Gier nach Erfolg. Ich sehe ihn oft wütend und unzufrieden auf dem Platz, auch wenn sein Team vorn ist. Diese Haltung braucht es, wenn man erfolgreich sein will.»Frei: «Ich fiebere bei den Spielen nicht unbedingt mit, aber ich freue mich für den FCB – denn die Verbindung ist noch immer da. Je erfolgreicher der FCB, desto glücklicher sind die Leute in der Region. Ob es für den Titel reicht, weiss ich nicht.»Streller: «Dass Xherdan Shaqiri so einschlägt, habe ich nicht erwartet nach seiner Zeit in Chicago. Ich wusste zwar, dass er mit dem Ball am Fuss noch immer der beste Spieler der Super League sein würde, aber dass er sich so reinbeisst, zeigt, was er für ein Charakter ist und wie viel ihm am FC Basel liegt. Er hat eine riesige Euphorie entfacht und ist beim FCB absolut der entscheidende Mann. Jetzt haben wir eine Mannschaft, die Meister werden kann, definitiv – und das freut mich sehr. Die schwierige Phase in der Vorsaison hat in der Region Identität geschaffen, und ich spüre, dass der Hunger nach Erfolg bei den Menschen wieder stark ist. Wenn der FCB nach dieser Durststrecke wieder Meister wird, dann explodiert diese Stadt. Auf das freue ich mich unglaublich.»Der FCB gewinnt den KlassikerDen Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertOliver Gut schreibt seit März 2001 für das Sport-Ressort der Basler Zeitung, das er seit 2019 leitet. Vorher für diverse Sportarten zuständig, konzentriert sich der Fricktaler seit 2011 auf den Fussball – und damit hauptsächlich auf den FC Basel. Mehr InfosFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare